Wie man hier lesen kann, gibt es zur Frage der "langen Betreuung" und Betreuung in Kitas kein Übereinkommen und das verwundert ja auch nicht. Da gibt es Leute, die schon eigene und auch erwachsene Kinder haben, welche, die kleine Kinder haben oder gar keine ... Einfach ausgelöst von einem Satz, ich finde, Kinder sind zu lange in der Einrichtung ... weitet sich die Diskussion aus in Sphären, die ich fast skurril finde.
Familie und Beruf, das ausüben zu können ist für viele Familien ein Lebensmodell. Und keiner sollte über den anderen sagen, dass dies nicht "normal" sei, wer Hausfrau und Mutter sein möchte, der soll es tun, wer Mutter und Kollegin sein will, aber doch auch.
Zur "langen Betreuungszeit" gab es ja hier keine konkreten Angaben, außer dass es so aussehen würde, als wären Kinder zu lange in der Einrichtung ... Das ist einfach eine pauschale Feststellung. Und daran hängt sich die Diskussion auf.
Ich frage mich, wo ist eigentlich der Unterschied zwischen einem deutschen Kind und einer deutschen Mutter zu jeder anderen Mutter mit Kind einer anderen Nation, wo dieses von uns hier heiß diskutierte Thema "Lange Betreuung ..." in Richtungen geht, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. Wo sind die Kinder mit den vorausgesagten Schäden in der Welt ... wobei man auch mal nur in Deutschland bleiben kann, in der DDR gab es Kinderkrippen und Millionen Kinder haben sie besucht, da gab es für die Mütter so gut wie gar keine Teilzeit oder Gleitzeit ... was ist aus denen geworden, alles psychische Wracks, lebensunfähige Erwachsene bindungsunfähige Krüppel ... mit Ängsten geplagte Menschen ... ne, ne, lasst mal die Kirche bitte im Dorf.
Aber irgendwie lässt sich das auch nicht wirklich diskutieren, denn "echte" Muttergefühle und Familienglück scheinen sich in Deutshcland nur durch das alleinige Kümmern in der Familie und ohne fremde Personen zu verwirklichen, nach der Ansicht von manchem hier. In anderen Ländern ist es eine ganz normale Selbstverständlichkeit, dass die Kinder betreut werden, ohne dass dabei die mütterlichen Gefühle angegriffen werden. Was ist bei uns so anders?
Nur mal so ergänzt, in Berlin gehen z. B. die Kinder im Alter von 5 Jahren in die Schule ... Und wenn sie davor im Kindergarten/-krippe waren, und dann in die Schule gehen; sie werden mit Sicherheit nicht alle zu psychischen Wracks oder mal mit Ritalin leben ...
🙄
Wie sich ein Kind entwickelt, das hängt von zig verschiedenen Dingen ab, und ganz gewiss nicht zuallerst davon, ob es in einer Kita oder zu Hause betreut worden ist. Wie will man denn das beweisen, dass Kinder von berufstätigen Müttern keine zufriedenen und glücklichen Erwachsenen werden ... Das wichtigste ist doch, dass sich die Kinder geborgen und sicher fühlen, dass sie einen Tagesablauf in Regelmäßigkeit und Ordnung haben und dass mit ihnen genügend Zeit verbracht wird. Dieser Anspruch kann nicht nur zu Hause erfüllt werden.