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Sind Kreationisten päpstlicher als der Papst?

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Also ich weiß ja nicht, warum es denn immer ein so radikales Entweder-Oder geben muss. Kann man denn nicht einfach ein gläubiger Christ sein und trotzdem sagen: "Naja, ok- manches ist echt Schmarrn"
Man muss ja auf der einen Seite nicht blind alles hinnehmen, was die Bibel sagt, -sie sagt ja so manches, was wir heute zum glück nicht mehr so praktizieren (wollen), auf der anderen Seite muss man auch nicht radikal alles, was in der Bibel steht verteufeln und zum Atheisten werden.
Also ich habe mit vielen Pfarrern schon über die verschiedensten Themen gesprochen (einfach weil ich zufällig viele Pfarrer und Pfarrerinnen näher kenne) und die nehmen allesamt auch nicht jedes Wort für bare Münze. Immerhin sind das aber Leute, die Theologie studiert haben und wenn auch Pfarrer keinen Widerspruch darin sehen, dass ein gläubiger Mensch auch mal kritisch an die Bibel herangeht, dann weiß ich auch nicht...
Oft wird eben in der Bibel in Methaphern gesprochen und wer die wörtlich nimmt, hat was nicht verstanden.
Ein Pfarrer hat beispielsweise erklärt, dass diese ganzen Jahreszahlen etwar so zu verstehen sind, wie wenn wir heute sagen: "Das hab ich schon 10000 mal gesagt"- dann meinen wir nicht 10000 mal, sondern wir meinen "richtig oft". Wenn in der Bibel steht, Noha wurde 1000Jahre alt, dann meint die Bibel damit nichts anderes, als dass der richtig alt wurde. Dazu kommt dann noch die Zahlenmythologie dieser Epoche: zB hat die Zahl 40 eine besondere Bedeutung, deshalb kommt sie in der Bibel so oft vor.
 
Also ich weiß ja nicht, warum es denn immer ein so radikales Entweder-Oder geben muss. Kann man denn nicht einfach ein gläubiger Christ sein und trotzdem sagen: "Naja, ok- manches ist echt Schmarrn"
Man muss ja auf der einen Seite nicht blind alles hinnehmen, was die Bibel sagt, -sie sagt ja so manches, was wir heute zum glück nicht mehr so praktizieren (wollen), auf der anderen Seite muss man auch nicht radikal alles, was in der Bibel steht verteufeln und zum Atheisten werden.
Das kannst du aber eben nicht zu allen sagen. Es gibt Pfarrer die da etwas offener damit umgehen. Die Regel ist aber, du bekommst sowas an den Kopf geknallt: Wir sind hier nicht bei "Wünsch Dir was", sondern bei "so isses".

Jeder versteht die Bibel und die Texte anders. Du kannst 1000 Pfarrer fragen und jeder versucht dir seine Glaubenssätze aufzutischen. Wenigesten bei den Namen sind die sich einig..
 
Jeder versteht die Bibel und die Texte anders. Du kannst 1000 Pfarrer fragen und jeder versucht dir seine Glaubenssätze aufzutischen. Wenigesten bei den Namen sind die sich einig..

Genau das ist ja der Unterschied zwischen Glauben (Exegese=[persönliche]Interpretation) und Wissen (Verifikation=empirische[unpersönliche]Erhebung). Dies ist einer der seltenen Fälle in denen es tatsächlich nur ein Entweder/Oder gibt. Kreationismus versucht beides zu vereinen, das kann nur schiefgehen. Aber sie sind bei Weitem nicht die Einzigen, die das versuchen und bei denen es scheitert. Sogar die Wissenschaft ist voller Korruption und Aberglauben. Im Grunde kann man nur das eigene Gehirn anwerfen und sich auf die Suche machen, nach dem, was man selbst als stimmig empfindet. Und hat man das gefunden, dann hat man "seinen Glauben". Eigentlich ganz einfach. Eigentlich. 🙂
 
Sogar die Wissenschaft ist voller Korruption und Aberglauben. Im Grunde kann man nur das eigene Gehirn anwerfen und sich auf die Suche machen, nach dem, was man selbst als stimmig empfindet. Und hat man das gefunden, dann hat man "seinen Glauben". Eigentlich ganz einfach. Eigentlich. 🙂
Sehe ich genau so! Die Wissenschaftler sind für mich Gelehrte, wehe es weicht kurz ab.., die Bezeichnung war früher viel zutreffender.
 
Man hat soweit ich weiß auch kein einziges Fossil gefunden, dass eine Zwischenstufe zwischen Affe und Mensch darstellt und derer müsste es ungleich mehr geben.

Wenn ich mich nicht irre, geht man davon aus, dass Mensch und Affe gemeinsame Vorfahren haben. Wir stammen also nicht vom Affen ab, sondern von bestimmten Vorfahren des Affen. Er ist also eher unser "Bruder". Daher kann es keine Zwischenstufen geben.

Dass wir von den Fischen abstammen, erscheint mir auch Stand der Forschung zu sein. Man betrachte mal die Zusammensetzung unseres Bluts ...!
 
Ich frage mich, was es für einen Sinn hätte daran zu glauben, dass einige Figuren der Bibel 1000Jahre alt wurden. Wäre es nicht eher sinnvoll ihre "Lehre" ergründen zu wollen, als ihr Alter?
Ich dachte immer, Glaube ist etwas, das einen zu richtigem Handeln befähigen soll? Zu was für einem Handeln soll uns die Erkenntnis dass Noah 1000Jahre alt war befähigen?
Ich denke, jemand, der sich so krampfhaft in nebensächliche Fragen wie zB: "Wie alt war Moses" reinsteigert, der vergisst darüber die wichtigen Aussagen, die wir von Moses mitnehmen sollen.
Auch das Bild, das die Bibel von Jesus vermittelt zeigt doch eher, dass Jesus genau das nicht wollte: Blindes rumreiten auf einem Wortlaut, anstatt befolgen der Erkenntnisse, die man aus dem Glauben gewonnen hat. Dazu muss man auch erstmal Erkenntnis gewinnen und über sich und sein handeln nachdenken, anstatt sich selbst als Gläubig hinzustellen, nur weil man einfach alles für bare Münze nimmt.
Meiner Ansicht nach, wird damit der eigentliche Sinn des Christlichen Glaubens mit Füßen getreten: Nächstenliebe, Toleranz, und der Fähigkeit zu verzeihen usw- das sind doch die zentralen Punkte auf die es in der Bibel ankommt
und nicht die Frage, wie alt wer geworden ist.

Es sind doch in erster Linie Atheisten die darauf rumreiten, dass Methusalem beinahe 1000 Jahre alt wurde und damit den christlichen Glauben ins Lächerliche ziehen wollen, natürlich ist das Alter von Methusalem kein fundamentaler Inhalt des christlichen Glaubens, aber wenn es instrumentalisiert werden soll den christlichen Glauben lächerlich machen zu wollen, wird man ja darauf reagieren dürfen, oder nicht?

Ich bin ja auch der Meinung, dass es in der Bibel nicht um wissenschaftliche Fakten geht. Es geht um Weisheit wie man sie z. B. auch bei großen Dichtern finden kann. Auch Märchen enthalten Weisheit ohne einen Anspruch auf wissenschaftliche Wahrheit zu erheben. Es ist egal, ob der böse Wolf überhaupt Menschen schlucken kann. Darauf kommt es in Märchen und Bibel nicht an. Ganz meine Meinung!

Aber: Bibel-Fundamentalisten - zu denen ich vor allem die Kreationisten zählen möchte - nehmen die Bibel schon sehr wörtlich - und missverstehen sie damit.

Ich mag genauso wenig eine prollige Bibelkritik, die die Bibel wörtlich nimmt wie die Bibel-Fundamentalisten, die sie ebenfalls wörtlich nehmen wollen. Religion jenseits des Aberglaubens braucht überhaupt keine "heiligen Schriften". Ihr genügt ein gesunder Kopf mit angemessener Benutzung von Verstand und Vernunft.
 
Man hat soweit ich weiß auch kein einziges Fossil gefunden, dass eine Zwischenstufe zwischen Affe und Mensch darstellt und derer müsste es ungleich mehr geben.

Ich bin auch nur Laie, aber vielleicht erwartest du da einfach zu viel? Es bedarf schon mehr als "passender Umstände" damit ein Fossil überhaupt zustande kommt (meines "Wissens" nach gibt es 3 unterschiedliche Arten der Fossilienbildung) und wir können froh sein, dass wir aus all diesen alten Zeiträumen doch überhaupt welche haben.

Grundsätzlich frage ich mich immer, wenn im Laufe der Zeit hoffentlich mehr und mehr Zwischenstufen gefunden werden / würden, würde dich bzw. einen Gläubigen an sich das überhaupt überzeugen? Oder würde der Gläubige dann nicht links und rechts neben der nun eigentlich ausgefüllten Lücke einfach 2 neue Lücken "sehen" bzw. postulieren?

Die Evolution des Menschen - Kreativ - GEOlino.de

Auch nicht absurder zu glauben, die Welt sei durch Zufall entstanden und danach sei ein Einzeller zum Fisch mutiert, dieser Fisch sei dann irgendwann an Land gegangen und habe sich Lungen und Beine wachsen lassen und sei dann zum Affen mutiert und dann zum Menschen.

Warum ist das absurd wenn man den gewaltigen Zeitrahmen von ca. 3,8 Milliarden Jahren berücksichtigt sowieso die stetige Veränderung der Lebensumstände / Lebensräume, die es erforderlich machen, dass "Leben" sich anpasst um zu überleben?

Warum ist es für dich eigentlich so beleidigend, dass Mensch und Affe einen gemeinsamen Vorfahren haben?
 
Warum die Welt entstanden ist weiß einfach Niemand. Wie wärs damit?
eek.gif

Warum ist denn Gott entstanden? Und warum hat Gott dann etwas entstehen lassen? Ach stimmt ja, das steht nicht in dem Buch.
rolleyes.gif


Fische die an Land gehen kann man sogar heute noch beobachten, die Arche Noah sucht man allerdings immer noch vergebens.

Das ist richtig, niemand kann erklären woher Gott stammt, Gott muss als ewig ohne Anfang und Ende gedacht werden; aber auch die Wissenschaft kann nicht erklären warum es überhaupt irgendetwas gibt, das ist eine philosophische oder theologische Frage und damit kommt die Wissenschaft an eine Grenze, sie kann die Welt nicht in Gänze erklären und deswegen muss es auch eine Wahrheit jenseits jeder Wissenschaft geben.

Welche Fische sollen das sein, die an Land gehen?

Ich bin auch nur Laie, aber vielleicht erwartest du da einfach zu viel? Es bedarf schon mehr als "passender Umstände" damit ein Fossil überhaupt zustande kommt (meines "Wissens" nach gibt es 3 unterschiedliche Arten der Fossilienbildung) und wir können froh sein, dass wir aus all diesen alten Zeiträumen doch überhaupt welche haben.

Da ich nicht daran glaube, erwarte ich auch nichts, ich wollte lediglich den Einwand von Trampelzwerg widerlegen, wonach kein menschlichen Skelett gefundene wurden, die solch biblische Alter erreicht hatten. Man sollte hier nicht mit zweierlei Maß messen.

Grundsätzlich frage ich mich immer, wenn im Laufe der Zeit hoffentlich mehr und mehr Zwischenstufen gefunden werden / würden, würde dich bzw. einen Gläubigen an sich das überhaupt überzeugen? Oder würde der Gläubige dann nicht links und rechts neben der nun eigentlich ausgefüllten Lücke einfach 2 neue Lücken "sehen" bzw. postulieren?

Die Evolution des Menschen - Kreativ - GEOlino.de

Es ist natürlich immer auch die Frage, ob ein Skelettfund eine Zwischenstufe darstellt oder eine eigene Spezies, gut beim Menschen wäre es eher deutlich als bei einem Skelettfund einer bisher unbekannten Tierart.


Warum ist das absurd wenn man den gewaltigen Zeitrahmen von ca. 3,8 Milliarden Jahren berücksichtigt sowieso die stetige Veränderung der Lebensumstände / Lebensräume, die es erforderlich machen, dass "Leben" sich anpasst um zu überleben?

Warum ist es für dich eigentlich so beleidigend, dass Mensch und Affe einen gemeinsamen Vorfahren haben?

Wie kommst du auf die Idee ich empfinde es als beleidigend? Ich finde die Evolutionslehre per se grotesk, dass Landtiere von Fischen abstammen noch viel mehr als dass der Mensch vom Affe abstamme - eine gewisse Ähnlichkeit existiert ja zugegebenermaßen. Menschen sind Schweinen allerdings genetisch ähnlicher als Affen soweit ich weiß.

Der Zeitraum in der die Evolution stattgefunden haben soll, mag uns nahezu unendlich erscheinen, aber man darf dabei nicht vergessen, dass die Lebensspanne eines einzelnen Tieres trotzdem begrenzt war. Angenommen ein Fisch findet im Wasser keine Nahrung mehr und will deswegen an Land gehen, innerhalb seiner Lebenszeit wird er sich nicht an das Leben an Land anpassen können und er wird wahrscheinlich verenden, selbst wenn er schon zur Hälfte mutiert war hilft das auch nicht weiter. Damit diese Idee Sinn macht, müssten innerhalb einer Generation mindestens zwei Tiere in der selben Gegend mutiert sein die dann Nachkommen zeugten - oder mache ich hier einen Denkfehler? Wenn Tiere keine Nahrung finden ist es logischer, dass die schwächeren Exemplare verenden und die stärkeren überleben, aber nicht dass die Schwächeren zu einer anderen Art "mutieren".

Wie gesagt, ich stelle nicht in Abrede dass eine Mikroevolution gibt, z.B. dass ein Fisch immer tiefere Gewässer aufsucht und dadurch ein Gewöhnungseffekt auftritt, auch dass sich sein Äußeres evtl. ein Stück weit verändert, aber woran ich nicht glaube ist die Makroevolution, d.h. die Entwicklung einer Spezies hin zu einer anderen Art, z.B. vom Fisch zum Landtier.
 
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Der Zeitraum in der die Evolution stattgefunden haben soll, mag uns nahezu unendlich erscheinen, aber man darf dabei nicht vergessen, dass die Lebensspanne eines einzelnen Tieres trotzdem begrenzt war. Angenommen ein Fisch findet im Wasser keine Nahrung mehr und will deswegen an Land gehen, innerhalb seiner Lebenszeit wird er sich nicht an das Leben an Land anpassen können und er wird wahrscheinlich verenden, selbst wenn er schon zur Hälfte mutiert war hilft das auch nicht weiter. Damit diese Idee Sinn macht, müssten innerhalb einer Generation mindestens zwei Tiere in der selben Gegend mutiert sein die dann Nachkommen zeugten - oder mache ich hier einen Denkfehler? .

Tust Du. Evolution findet nicht in Schüben statt, sondern als kontinuierlicher, fast unmerklicher Prozess, der nur in der Rückschau über lange Zeitspannen offenbar wird. So werden Menschen heute im Durchschnitt deutlich größer als noch vor einigen Generation. Es sind aber nicht zwei Exemplare plötzlich zu Riesen gewachsen, die die Anderen um so und so viele Zentimeter überragten, sondern viele Menschen sind Generation um Generation um einge Millimeter größer geworden.

So darfst Du Dir auch das Wachstum von Flossen zu Beinen, bzw. das Wachsen zusätzlicher Beine vorstellen - oder Lungen, o. ä.. Erst war da eine winzige Veränderung, ein kleiner, nutzloser Fortsatz hinter den Flossen. Über Generationen prägte sich dieser immer mehr aus, bis man (Fisch) irgendwann gebrauchsfähige Beine hatte. (-;
 
Tust Du. Evolution findet nicht in Schüben statt, sondern als kontinuierlicher, fast unmerklicher Prozess, der nur in der Rückschau über lange Zeitspannen offenbar wird. So werden Menschen heute im Durchschnitt deutlich größer als noch vor einigen Generation. Es sind aber nicht zwei Exemplare plötzlich zu Riesen gewachsen, die die Anderen um so und so viele Zentimeter überragten, sondern viele Menschen sind Generation um Generation um einge Millimeter größer geworden.

So darfst Du Dir auch das Wachstum von Flossen zu Beinen, bzw. das Wachsen zusätzlicher Beine vorstellen - oder Lungen, o. ä.. Erst war da eine winzige Veränderung, ein kleiner, nutzloser Fortsatz hinter den Flossen. Über Generationen prägte sich dieser immer mehr aus, bis man (Fisch) irgendwann gebrauchsfähige Beine hatte. (-;

Dann müsste die Evolution aber beobachtbar sein, zumindest in Nuancen, das Beispiel mit dem Menschen ist nun wirklich kein Beleg für eine Evolution. Wenn man sich alte Büsten anschaut, sahen die Menschen damals genauso aus wie heute.

Warum haben denn alle Landtiere in einem bestimmten Abschnitt der Embryonalentwicklung Kiemenanlagen?

Vielleicht weil ein Embyro im Mutterleib quasi im Wasser (tut er doch?) lebt.
 
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