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Sind Kreationisten päpstlicher als der Papst?

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Hallo Biddi,
ich gebe Dir Recht…. Ich wäre schon zufrieden, wenn es zu einem Austausch von sachlichen Informationen käme. Aber alleine die Ausgangsfrage und ihre Einleitung zeigen auf, dass es für einige Menschen anscheinend eine Zumutung ist, dass Menschen gibt, die die Bibel, und nicht nur einige ausgewählte Textstellen, für wahr halten. Warum lässt man Christen nicht in Ruhe, warum dieser Faden? Warum bringt man Kreationisten in Verbindung mit dem Papst, als ob alle Christen tun und glauben müssten, was der Papst vorgibt? Warum wird behauptet, Kreationisten glauben, die Erde sei eine Scheibe?
LG, Nordrheiner

 
Hallo Biddi,
ich gebe Dir Recht…. Ich wäre schon zufrieden, wenn es zu einem Austausch von sachlichen Informationen käme. Aber alleine die Ausgangsfrage und ihre Einleitung zeigen auf, dass es für einige Menschen anscheinend eine Zumutung ist, dass Menschen gibt, die die Bibel, und nicht nur einige ausgewählte Textstellen, für wahr halten. Warum lässt man Christen nicht in Ruhe, warum dieser Faden? Warum bringt man Kreationisten in Verbindung mit dem Papst, als ob alle Christen tun und glauben müssten, was der Papst vorgibt? Warum wird behauptet, Kreationisten glauben, die Erde sei eine Scheibe?
LG, Nordrheiner

Ach, Nordrheiner, du musst dich schon sehr stark angegriffen fühlen, wenn du mit solch "lauwarmen" Argumenten kommst. Der TE fragte nicht mehr, als wie Kreationismus im Kontext zum Papst zu verstehen sei.

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Aus persönlichem Interesse: Darf ein Papst keinen Sex und somit keine Kinder haben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Kreationisten wollen die Bibel wörtlich verstehen. Ihre diesbezügliche Lebenseinstellung kann man "dogmatisch" nennen. Der Verstand mit seinen Schlussfolgerungen wird (teilweise) geleugnet, weil er nicht zur dogmatisch orientierten Perspektive ihrer Lebenseinstellung passt. Drastischer ausgedrückt: Wunschdenken versus Verstand.

Leider sind die Kreationisten noch nicht so weit, zu verstehen, dass sich Gott und Verstand nicht ausschließen. Das mindeste aber wäre, endlich von einem wortwörtlichen Bibelverständnis wegzukommen. Gott hat den Menschen bestimmt keinen Verstand gegeben, um ihn nicht anzuwenden oder ihn gegen ein Dogma zu entwerten.
 
Ach, Nordrheiner, du musst dich schon sehr stark angegriffen fühlen, wenn du mit solch "lauwarmen" Argumenten kommst. Der TE fragte nicht mehr, als wie Kreationismus im Kontext zum Papst zu verstehen sei.

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Aus persönlichem Interesse: Darf ein Papst keinen Sex und somit keine Kinder haben?

Nein, Tsunami, es geht nicht um mich. Es geht um Dysphemismus gegenüber einer Gruppe, die den Mitmenschen weder etwas Schlechtes tut noch wünscht - sondern (soweit ich andere Kreationisten kenne) Gutes beabsichtigt und dort Aufklärung betreibt, wo sie es für hilfreich empfinden.

LG, Nordrheiner

PS. Und was den Papst anbelangt, so habe ich ihm weder etwas zu erlauben, noch zu verbieten. Ich kann mir vorstellen, dass sowohl Sex als auch eigene Kinder zu seinem Selbstverständnis bzw. Amt nicht passen. Näheres könnten Katholiken mitteilen.
 
Kreationisten wollen die Bibel wörtlich verstehen. Ihre diesbezügliche Lebenseinstellung kann man "dogmatisch" nennen. Der Verstand mit seinen Schlussfolgerungen wird (teilweise) geleugnet, weil er nicht zur dogmatisch orientierten Perspektive ihrer Lebenseinstellung passt. Drastischer ausgedrückt: Wunschdenken versus Verstand.

Leider sind die Kreationisten noch nicht so weit, zu verstehen, dass sich Gott und Verstand nicht ausschließen. Das mindeste aber wäre, endlich von einem wortwörtlichen Bibelverständnis wegzukommen. Gott hat den Menschen bestimmt keinen Verstand gegeben, um ihn nicht anzuwenden oder ihn gegen ein Dogma zu entwerten.

Hallo Jusehr,
das ist teilweise richtig. Kreationisten gehen davon aus, dass das Niederschreiben der biblischen Texte von Gott bis in die Wahl der korrekten Ausdrucksweise gelenkt wurde. Bezüglich des Sprachgebrauches in der Bibel kommt es schon mal zu Missverständnissen. In jeder Wissenschaft gibt es Fachwörter, die aus einem Präzisierungsprozeß erwachsen sind. Das Vokabular der Wissenschaft greift häufig auf Wörter der alltäglichen Umgangssprache zurück und verfeinert diese, macht sie eindeutig oder definiert sie neu bzw. belegt sie mit einer fachspezifischen Bedeutung. Denselben Prozess gibt es auch in der Bibel. Aus der Alltagssprache werden Begriffe oder Begebenheiten entnommen, die dann in der Bibel ihre eigene Semantik erhalten. So haben die ursprünglich nur hellenistisch benutzten Wörter Kairos, Logosk, Kyrios, Äon erst in der Bibel ihre geistliche Dimension erhalten. Beispiel: Äon gilt in der griechischen Sprache als zeitbegrenzte Spanne, in der Bibel als eine ewigkeitliche Dimension. Manchmal sind Umschreibungen und Bilder nötig, um den Sachverhalt dennoch korrekt auszudrücken. Auch wird in der Bibel eine phänomenologische Sprache verwendet. D.h. es wird an diesen Stellen die Erscheinung, nicht aber der ursächliche Tatbestand beschrieben. So spricht der moderne Astronom – wie auch die Bibel – von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, obwohl diese Erscheinung nicht durch den Lauf der Sonne sondern durch die Drehung der Erde zustande kommt. In diesem Sinne machen Kreationisten darauf aufmerksam, wenn Mißverständnisse oder Fehldeutungen z.B. durch sprachliche Fehlgriffe entstehen. Dort, wo z.B. die phänomenologische Sprache in der Bibel nicht verwendet sowie die Semantik der Bibel verstanden wird, ist auch ein wortwörtliches Verständnis angebracht. Insofern ist der Verstand bei Kreationisten nicht ausgeschaltet sondern höchst aktiv. Was jedem unbenommen bleibt, ist die Deutung eines Sachverhaltes bzw. seine Schlussfolgerung. Und natürlich kann man Kreationisten kritisieren – man sollte sich aber zuvor mit den Argumenten genau auseinandersetzen, denn das würde so manches Mißverständnis vermeiden.
LG, Nordrheiner
 
Nein, Tsunami, es geht nicht um mich. Es geht um Dysphemismus gegenüber einer Gruppe, die den Mitmenschen weder etwas Schlechtes tut noch wünscht - sondern (soweit ich andere Kreationisten kenne) Gutes beabsichtigt und dort Aufklärung betreibt, wo sie es für hilfreich empfinden.

LG, Nordrheiner

PS. Und was den Papst anbelangt, so habe ich ihm weder etwas zu erlauben, noch zu verbieten. Ich kann mir vorstellen, dass sowohl Sex als auch eigene Kinder zu seinem Selbstverständnis bzw. Amt nicht passen. Näheres könnten Katholiken mitteilen.

Okay, aber gut gedacht, ist noch nicht gut gemacht. Und Aufklärung ist keine Aufklärung, wenn sie offensichtlich Fakten ignoriert. Beispiel, ab dieser Stelle 2 Minuten. Es sind also vor 6.000 Jahren Menschen gemeinsam mit Dinosauriern entstanden? Sorry, aber das hat etwa die Preislage, dass es keinen Kontinentaldrift gibt, sondern die Kontinente sich eines Tages "einfach so aus dem Meer erhoben haben". Nicht, dass Fakten und Historie für den zeitgenössischen Alltag eine überragende Bedeutung hätten, aber eine "Aufklärung", welche Fakten durch faktenignorierende Geschichten ersetzt, macht es auch nicht besser.
 
Wie sehr darf man einem Papst in Bezug auf Kinder und Familie vertrauen, wenn er selbtst keine Familie und Kinder hat?

Ich kenne den Papst nicht persönlich und studierte bisher auch nicht seine Ansichten. Als Gesprächspartner in Sachen Familie und Kinder ist mir eine Person lieber, die persönliche Erfahrung als Vater oder Mutter hat. Trotzdem ist es nicht ausgeschlossen, dass ein unverheirateter Mensch zu dem Thema etwas Vernünftiges sagen kann. Und insofern der Papst etwas in Sachen christliches Familienleben sagt, ist die Bibel für mich der Vergleichsmaßstab.

LG, Nordrheiner
 
Hallo Tsunami,
Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit aller deiner Kraft und deinem ganzen Verstand. Und: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.
Und viele anschauliche Beispiele findest Du im NT.
LG, Nordrheiner
 
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