Heute wissen wir eben, dass der Mensch so wie er ist nicht plötzlich "da" war, sondern sich aus anderen Lebensformen zu dem entwickelt hat, was er heute ist.
Woher weisst Du das so genau?? Oder glaubst Du….?
Das weiß und glaube ich, weil nichts auf der Welt ein "Endzustand" ist. Alles entwickelt sich aus etwas anderem heraus. Es macht also eine "Evolution" durch. Wir wissen, dass wir heute anders sind als von 100, vor 1000 und vor 10000 Jahren. Wir wissen nicht, wo und wie es angefangen hat und wer das ganze "angestoßen" hat. Das halte ich für Evolutionstheorie und das ist meiner Meinung nach auch vollkommen mit einem Chritlichen Gottesglauben vereinbar. Es gibt in der Bibel nix, was besagt, dass der Mensch sich nicht entwickelt!
Ich denke, es ist viel zu kurzsichtig gedacht, wenn der Mensch versucht in der Bibel Tatsachen zu lesen. Warum sind wir so scharf auf Fakten und Beweise? Brauchen wir die, nur damit uns das glauben nicht so schwer fällt?
Ich sehe die Bibel als ein großes Bild: Und zwar ein Bild, so das den Mensch und seine Beziehung zu Gott und der Welt abstrakt zeichnet. Glaube ist etwas, das sich in unserer Seele abspielt- unsere Seele braucht keine Fakten, sondern sie braucht Bilder um zu verstehen.
Meine Seele jedenfalls stört sich nicht an dem Bild, dass Zb alles in einer Woche entstanden sein soll- sie liest daraus: Es ist ENTSTANDEN und zwar nacheinander! Es war nicht plötzlich da oder hat sich selbst geschaffen. Mein Verstand stört sich daran, dass es in einer Woche entstanden sein soll, aber er erkennt eben die Bildhaftigkeit der Darstellung an. Wenn ich Fakten will, dann lese ich ein wissenschaftliches Buch und gebe mich damit zufrieden, dass wir nicht alles wissen können. Wenn ich glauben will kann ich in der Bibel, oä lesen und habe den Vorteil, dass ich hier für alles eine Erklärung bekomme. Hat beides seine Vorteile und widerspricht sich nicht!
Ich nehme an, Du glaubst an Gott. Richtig? Wenn ja: Welchen Gottesglauben hast Du?
Wenn Du nicht an Gott glaubst, wieso meinst Du, dass Evolutionstheorie und Glaube an Gott sich vereinbaren lassen? Ich widerspreche schonmal an dieser Stelle.
Allein die Frage finde ich schon viel zu eindimensional gedacht- Welcher Gottesglaube? MEIN Gottesglaube! jeder ist verschieden: oder gibt es etwa Standarts, nach denen der Glaube definiert wird?
Wieso hat die Tatsache ob ICH glaube etwas damit zu tun, ob Evolutionstheorie und Gott vereinbar sind?
Ich habe ua in verschiedensten Kirchen Gespräche mit Pfarrern geführt und habe dabei viele sehr tolerante und weltoffene Menschen kennengelernt. Das hat mir gezeigt, dass es auf der einen Seite falsch ist, Kirche und Glaube allgemein zu verteufeln, aber auf der anderen Seite habe ich gemerkt, dass jede Art von Fundamentalismus ganz an den Lehren der Bibel vorbeigeht.
Wer wirklich von Herzen glaubt, dem kann es sch***egal sein, ob und wie der Nachbar glaubt!