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Glaubt Ihr an die Wiedergeburt?

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Das ist der entscheidende Punkt. Die Frage was ist und woher kommt das Leben? Auch die Vorstellung einer Seele ist eine Antwort auf diese Frage, denn die Menschen konnten sich bislang den Unterschied von unbelebter Materie und belebter Materie nicht erklären.

Am Anfang wurden Muttergottheiten, die Frauen, als Schöpferinnen des Lebens verehrt, weil offensichtlich, den sie gebären, schenken das Leben.

Später mit der Erkenntnis der sexuellen Vermehrung entstanden andere Vorstellungen. 800 bis 600 vor Christus entstand und verbreitete sich der Glaube an die Seelenwanderung, Wiedergeburt. Dies war eine hochentwickelte Vorstellung von belebter Materie. Eine Energie, etwas mystisches, etwas lebendiges, was die tote Materie belebt. Die Religionen und Glaubensvorstellungen beantworten vor allem die sehr menschliche Frage, woher kommt das Leben und was und wer steckt dahinter, was passiert nach dem Tod.

Im christlichen Glauben finden sich auch Fragmente der Reinkarnation, weil der christliche Glaube auch mit älteren Wiedergeburtsvorstellungen und Seelenwanderungsvorstellungen der heidnischen, barbarischen oder antiken Vorstellungswelt vermischt wurde. Auch wenn Völker den christlichen Glaugen übernahmen oder übernehmen mussten hielten sich die vorhandenen Religionen oder deren Bestandteile noch sehr lange. Siehe Weihnachten, siehe Ostern.

Um die Frage der Wiedergeburt zu klären sollte man erst über die zu wandernde Seele reden. Denn ohne Seelenwanderung keine Wiedergeburt. Die Seele ist eine Vorstellung der Menschen wie Leben, belebte Materie, funktioniert. Ähnlich wie die Vorstellung, dass die Erde von der Sonne umkreist wird. Eine offensichtliche, verständliche, einleuchtende und augenscheinliche Annahme. Aber leider, falsch.

Die Seele und Geist kann nur ein Konstrukt aus organischen (Neural)Zellen in Verbindung mit chemisch und elektromagnetischen Vorgängen sein.
Sie sterben also, bzw. ihre Struktur und Kommunikationen erlöschen mit dem Zerfall der Gehirnzellen...
(Wenn man von den anderen Nervenzellen mal absieht)

Damit ist auch die "geh ins Licht" Erklärung gegeben, wobei bei Gefahr des Todes, Botenstoffe (Endorphine) freigesetzt werden, die eben Wahrnehmungen und Ruhe (Beruhigung) erzeugen.
 
Oh, da muss ich Dich LEIDER enttäuschen! Maria aus Magdala war keine H*** - jedenfalls gibt es dafür keinen stichhaltigen Nachweis!😉

Das weiß ich nicht, habe das auch nicht behauptet.
Ich glaube jedoch, dass sie die Frau von Jesus war.

Sie wird aber als Lebensbejahender Mensch und als sehr schön geschildert...😉
Und die Kombination wäre für mich schon genug...😀
 

Damit ist auch die "geh ins Licht" Erklärung gegeben, wobei bei Gefahr des Todes, Botenstoffe (Endorphine) freigesetzt werden, die eben Wahrnehmungen und Ruhe (Beruhigung) erzeugen.

Da der Mensch ein visuelles Wesen ist, wird beim Sterben auch visuelles gesehen. Bin ganz deiner Meinung, denn das menschliche Gehirn ist ohne unser persönliches Wissen und unseren bewussten Willen auf viele "Notfälle" vorbereitet und hat dafür Programme bereit. Vom Stockholmsyndrom über Hallizunationen bis hin zur Lichterfahrung.
 
Ich als Heide bin vielleicht nicht so firm mit der ganzen 7-Tage-Kiste, aber ich stelle mir die Frage, wieso Glaube grundsätzlich die Evolution negieren sollte. Nun kann ich das vielleicht einfach nicht nachvollziehen, weil das Bild der Bibel von Gott ist nicht meins - ich selbst bezeichne mich als Agnostiker.
Die 7 Schöpfungstage (eigentlich waren es ja nur 6) werden verständlicher, wenn wir nicht davon ausgehen, dass der Tag 24 Stunden hatte. Ich denke mir, dass bei Gott die Zeit keine Rolle spielt und ein Tag z.B. 100 Mio. Jahre hat.
Meine Ansicht: Der christliche Glaube lehnt die Evolution nicht ab, wenn man damit Entwicklung der Menschen und Gesellschaften meint.

Ich würde aber mal gerne die Frage in den Raum werfen- was, wenn Gott existiert, aber als Energie ohne Willen und Ziel? Ein Katalysator? Also quasi eine Schöpferkraft, aber ohne menschliche Wertung, Moral, Willen, keine Instanz - sondern wirklich nur eine Kraft, die "schiebt" und ermöglicht? Der Big Bounce vor dem Big Bounce? Und Gott nur der Name ist, auf den man sich dafür geeinigt hat?

Hallo Trampelzwerg,


Das ist eine gute Frage. Der christliche Glaube geht davon aus, dass „Leben nur aus Leben“ entstehen kann. Ein Gott, der keinen Willen hat, keine Instanz ist, keine Person ist, wäre Energie, die sich ggf. nach dem Zufallsprinzip verhält. Wir Menschen wären nur ein Zufallsprodukt. Wenn dem so wäre, hätten viele Menschen, auch ich, ein Problem mit dem Sinn des Lebens. Viele Atheisten haben anscheinend kein Problem damit, denn Sinn ihres Lebens z.B. in "Blumen bewundern" oder im ethisch vorbildlichem Leben zu sehen. Aber genauso wertvoll oder wertlos ist der Sinn des Lebens, wenn man ihn im Ausleben eines grenzenlosen Egoismus gefunden hat. Das Problem der Christen im theoretischen Fall, dass Gott eine Bezeichnung für willenlose Energie ist, hat aber nichts damit zu tun, ob Gott nun wirklich eine Person ist oder nur eine Bezeichnung für willenlose Energie.


Viele Christen haben Gotteserfahrungen gemacht, die es ihnen unmöglich macht, Gott lediglich als Name für willenlose Energie zu bezeichnen. Wenn Du persönliche Erlebnisse hast, die Dir Gewissheit geben, dass das, was in der Bibel steht, wahr ist, dann hast Du für Dich „einen Beweis“, dass Dein Glaube richtig ist. Dass sich dieser „Beweis“ nicht verallgemeinern lässt, ist was Anderes.




Natürlich gibt es sowohl von christlichen Wissenschaftlern als auch von agnostischen Wissenschaftlern Anstrengungen, die „Beweise“ für ihre jeweilige Theorie bzw. Glauben zu finden.
Dass beide Seiten sich in ihrem jeweiligen Bestreben anstrengen, hat auch seine verschiedenen Gründe.


So versuchen seit vielen Jahren Wissenschaftler der präbiotischen Chemie zu beweisen, dass das Leben zufällig „abiogenetisch“ entstanden ist.

Die Frage lautet - ich formuliere sie mal für Christen kritisch:


Ist durch die gescheiterten Experimente zur präbiotischen Chemie die zufällige Entstehung des Lebens widerlegt?
Bei exakter Argumentation muss dies verneint werden. Denn eine strikte Widerlegung wäre nur möglich, wenn alle denkbaren Wege zur natürlichen („zufälligen“, abiogenetischen) Entstehung ausprobiert worden wären. Niemand weiß aber, welche Wege noch getestet werden könnten. Und niemand weiß, welche Ergebnisse in Zukunft noch erzielt werden. Die Hoffnung der Wissenschaftler, die auf dem Gebiet der präbiotischen Chemie arbeiten, dass in Zukunft die Frage nach der abiogenetischen Entstehung des Lebens geklärt werden könne, ist nicht widerlegbar. Allerdings besteht aufgrund des Scheiterns bisheriger Bemühungen wenig Anlass zu dieser Hoffnung. Und vor allem: Es gibt zumindest nach meinem Kenntnisstand derzeit keine wirklich originellen und erfolgversprechenden Ideen, wie Leben aus Nichtleben entstanden sein könnte. Der Schöpfungsglaube, der die Entstehung des Lebens dem schöpferischen Wirken Gottes zuschreibt, ist so gesehen sehr plausibel. Omne vivum e vivo – Leben kommt nur aus dem Leben – dieser Satz wurde aus meiner Sicht bisher durch die präbiotische Chemie bestätigt.


Hilft Dir diese Antwort?

LG, Nordrheiner
 
"Die derzeit populärste (autotrophe) Theorie zur Entstehung des Lebens postuliert die Entwicklung eines primitiven Stoffwechsels auf Eisen-Schwefel-Oberflächen unter reduzierenden Bedingungen, wie sie in der Umgebung von vulkanischen Ausdünstungen anzutreffen sind.[3] Während dieser Phase der Evolution auf der Erde, die im Äon vor zwischen 4,6 und 3,5 Milliarden Jahren stattfand, war die Erdatmosphäre wahrscheinlich reich an Gasen, vor allem Kohlenstoffdioxid, Wasserstoff und Kohlenstoffmonoxid, während die heißen Ozeane relativ hohe Konzentrationen an Ionen von Übergangsmetallen wie Eisen (Fe2+) oder Nickel (Ni2+) enthielten. Ähnliche Bedingungen finden sich heute in der Umgebung von hydrothermalen Schloten, die in plattentektonischen Störzonen auf dem Meeresgrund entstanden sind und noch entstehen. In der Umgebung solcher als Schwarze Raucher bezeichneten Schlote gedeihen thermophile methanogene Archaeen auf der Grundlage der Oxidation von Wasserstoff und der Reduktion von Kohlenstoffdioxid (CO2) zu Methan (CH4). Dieses extreme Biotop zeigt, dass Leben unabhängig von Sonnenlicht als Energiequelle gedeihen kann, eine grundlegende Voraussetzung für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Leben vor dem Aufkommen der Photosynthese."
 
Das ist der entscheidende Punkt. Die Frage was ist und woher kommt das Leben? Auch die Vorstellung einer Seele ist eine Antwort auf diese Frage, denn die Menschen konnten sich bislang den Unterschied von unbelebter Materie und belebter Materie nicht erklären.

.

Zur Frage woher das Leben kommt – siehe meinen vorherigen Beitrag.

Auch ist interessant, dass die Herkunft von Bewusstsein / Seele ungeklärt ist.
Aus der christlichen Ecke wird Gott als Schöpfer, der den Menschen Bewusstsein/Seele gab, angegeben.

Ferner wird darauf hingewiesen, dass nach aktuellem Stand der Biowissenschaften Biosysteme keine Werte oder Bewusstsein generieren bzw. zum Gehirn transportieren. Also woher sollen Bewusstsein bzw. Wertesysteme kommen?
Wenn ich mich nicht irre, behaupten Atheisten, dass z.B. Neuronen sowas alles selbst generieren.
Eine interessante Theorie, die ich für falsch halte.

LG; Nordrheiner
 
So ein Unsinn.

Von der Einsteins Relativität spricht man auch noch oft als "Relativitätstheorie", obwohl sie auf so viele Kommastellen vermessen wurde.
Namen bleiben oft einfach kleben.

Vitamine begannen ihre Karriere auch als Vit(al)-Amine. Die meisten heute bekannten Vitamine sind aber keine Amine im chemischen Sinne. Der Name blieb einfach kleben.

So spricht man heute auch noch oft von Evolutions-"theorie", trotz der enormen Beweislage.

Sorry, TomTurbo, Beweise gibt es nur in der Mathematik. Alles andere sind logische Schlussfolgerungen auf Grund von erforschten Fakten. Die Fakten sind Realität - keine Frage. Die Schlussfolgerungen jedoch sind keine Beweise.
D i e Evolutionstheorie gibt es nicht... es sind - nach meinem Kenntnisstand - drei Theorien.
Wenn Du Theorie A für richtig hältst, sind B und C falsch. Hältst Du B für richtig, sind Theorie A und C falsch. Hältst Du C für richtig, sind A und B falsch. Ich denke, alle drei sind falsch.

LG, Nordrheiner
 

Die Seele und Geist kann nur ein Konstrukt aus organischen (Neural)Zellen in Verbindung mit chemisch und elektromagnetischen Vorgängen sein.

Hallo Rhenus,

Deine Meinung liest sich so, als ob Du zu diesem Punkt über wissenschaftliche Fakten verfügen würdest. Informativer wäre Deine Meinung – aus meiner Sicht – dass Dir lediglich bekannt ist, dass es neuronale Zellen gibt, chemische und elektromagnetische Prozesse – und dass Du daher annimmst, dass Seele und Geist ein Konstrukt dieser sind.
Könntest Du nachweisen, wie Seele und Geist, Bewusstsein entstehen, hättest Du sicher schon lange den Nobelpreis verdient.


LG, Nordrheiner
 
Zur Frage woher das Leben kommt – siehe meinen vorherigen Beitrag.

Auch ist interessant, dass die Herkunft von Bewusstsein / Seele ungeklärt ist.
Aus der christlichen Ecke wird Gott als Schöpfer, der den Menschen Bewusstsein/Seele gab, angegeben.

Ferner wird darauf hingewiesen, dass nach aktuellem Stand der Biowissenschaften Biosysteme keine Werte oder Bewusstsein generieren bzw. zum Gehirn transportieren. Also woher sollen Bewusstsein bzw. Wertesysteme kommen?
Wenn ich mich nicht irre, behaupten Atheisten, dass z.B. Neuronen sowas alles selbst generieren.
Eine interessante Theorie, die ich für falsch halte.

LG; Nordrheiner

Hallo Nordrheiner

Das ist schwierig, denn Bewusstsein und Seele sind etwas unterschiedliches. Bewusstsein wird auch nicht transportiert, es ist eine Funktion des menschlichen Gehirns. Aus der Lebenstätigkeit des Menschen heraus wurde Sprache, Planung, Arbeit notwendig und hat sich entwickelt. Bewusstsein ist eine systemische Funktion, die daraus entstanden ist. Bewusstsein hat somit auch keinen ganz genau bestimmten Ort im Gehirn, Bewusstsein entsteht aus vielen Fähigkeiten, Erfahrungen und Funktionen heraus.

Bewusstsein ist aus der sozialen Notwendigkeit und der planvollen (bewussten) Notwendigkeit des Überlebens der Menschen heraus entstanden. Oder anders herum, Werkzeuggebrauch und planvolles Zusammenarbeiten erfordert ein Mindestmaß an Sprache und Bewusstsein.
 
Könntest Du nachweisen, wie Seele und Geist, Bewusstsein entstehen, hättest Du sicher schon lange den Nobelpreis verdient.

Lieber Nordrheiner

Eine sehr einfache Polemik, denn für einen Gottesbeweis würdest du dagegen alle Preise dieser und fernerer Welten bekommen.

Liebe Grüße von
kobaltblau

PS: Und mich als deinen gelehrigen Schüler.
 
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