Rein wissenschaftlich gesehen, sind diese Genanalysen schon interessant, vor allem wenn über die eigene Familie "rückwirkend" nicht allzuviel vorliegt, weil keine Unterlagen mehr vorhanden sind (ein verstorbener Verwandter mütterlicherseits von mir betrieb mal Ahnenforschung, der ist aber über den 30jährigen Krieg nicht hinausgekommen, weil damals alle älteren Aufzeichnungen vernichtet wurden, väterlicherseits weiß ich so gut wie gar nichts, weil mein Vater adoptiert wurde). Da kann man sich mit etwas Glück darüber informieren, wer sich da alles in der Ahnenreihe verewigt hat, zwar nicht mit Namen, aber zumindest welche Volksgruppen, ob sie Zuwanderer waren oder "Eingeborene", und wo heute die engsten Verwandten zu finden wären... manchmal kann das Ergebnis auch etwas peinlich sein. Abkömmlinge von Adel sind besonders "wertvoll" für die Forschung, weil Adelsfamilien meist ziemlich weit zurückreichende Aufzeichnungen haben, wer wann mit wem in die Laken hüpfte... allerdings kommt manchmal auch peinliches ans Licht. In Großbritannien etwa hat man bei Genanalysen an weißen Einheimischen mit nachgewiesen "blauem Blut" festgestellt, daß ein höherer Prozentsatz von ihnen eine Gensequenz besitzt, die sonst nur bei Afrikanern vorkommt, jetzt rätselt man, wann sie sich im Erbgut der Briten ausgebreitet hat, entweder durch einen afrikanischen Diener im Mittelalter oder schon vorher, durch einen afrikanischen Söldner, der mit der römischen Armee kam...