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"Designer-Babys" moralisch vertretbar?

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Ja, nur Männer können Leitfigur von Jungens sein. Deswegen brauchen Jungs auch Lehrer.
Jedoch hast Du Recht, dass hinsichtlich "Leitbild" die Familie gefordert ist. Nur - wenn die Familie immer mehr von der Bildfläche verschwindet, vor allem die stabile intakte Familie, dann fehlt es schon von Anfang an einem Leitbild.
Die Schule - mit Lehrerinnen - setzt lediglich fort, was schon in zu vielen Fällen schief begann.

Weil die Leitbilder von früher ja massenweise zufriedene und starke Persönlichkeiten hervorgebracht haben. Früher war alles besser und so. Nee sorry, egal wie oft du es wiederholst, es wird dadurch auch nicht wahrer.

Und es gibt auch die Untersuchungsergebnisse aus denen hervorgeht, dass Jungs auf Grund ihres Geschlechts schlechter benotet werden.

Jetzt komm doch nicht wieder mit der alten Leier. Ich muss die angeblichen "Untersuchungenergebnisse" nicht mal ansehen um zu wissen, dass es völlig unmöglich ist da einen Kausalzusammenhang zu beweisen. Wie soll das möglich sein? Höchstens irgendwelche Korrelationen, die man dann nach seinem persönlichen Weltbild interpretieren kann um so seine eh schon bestehenden dogmatischen Überzeugungen zu bestätigen.

Reife Leistung! 🙄
 
Mit den "Geschenken Gottes" (bzw. des Lebens) sollte man vorsichtig argumentieren, denn jahrhundertelang wurde genauso argumentiert, daß Krankheiten aller Art (Pest, Cholera, Blinddarmdurchbruch... einschließlich ungewollte Kinderlosigkeit), von machtgierigen Fürsten angezettelte Dauerkriege, Hungersnöte, Armut und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten "Strafen Gottes" seien, die deshalb klaglos und unhinterfragt hingenommen werden müßten. Ich denke, aus diesen Zeiten haben wir uns inzwischen herausentwickelt...
Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Kinderlosigkeit ist keine Krankheit, schon gar keine lebensbedrohliche. Nicht alles, was technisch oder medizinisch machbar ist, ist auch ethisch vertretbar. Ich halte überhaupt nichts davon, der Natur um jeden Preis ins Handwerk zu pfuschen, nur weil ich mir einbilde, zu meinem Glück unbedingt ein "eigenes" Kind zu benötigen. Was ist denn der nächste Schritt, wenn das herbeigezwungene Kind meine Vorstellungen nicht entspricht? Tausche ich es dann um? Ist mein Leben nur lebenswert, wenn alle meine Herzenswünsche in Erfüllung gehen? Denke ich dabei nur an mich oder auch an das Kind? Wie ist es z.B. bei einer anonymen Samenspende, wenn mein Kind mich hinterher fragt, wer sein Vater ist bzw. warum es ohne Vater aufwachsen muss? Was nützt eine durch riskante Hormonbehandlungen herbeigeführte Schwangerschaft, wenn sich dadurch wenige Jahre später das signifikant erhöhte Krebsrisiko realisiert und meine Kinder vielleicht schon im Schul- oder gar Vorschulalter ihre Mutter verlieren? Ich kenne einen Fall, der so tragisch ausgehen könnte und bei dem ich den eben beschriebenen Hintergrund vermute.

Siehe auch: http://www.faz.net/aktuell/wissen/m...sfalle-unerfuellter-kinderwunsch-1464013.html

Auch wenn sich viele damit nicht abfinden wollen: Es ist nun mal nicht alles im Leben "machbar", zumindest ist nicht alles Machbare bei näherer Betrachtung wirklich wünschenswert.

Dieser Artikel spricht mir aus der Seele: http://www.zeit.de/wissen/2013-04/ungewollt-kinderlos-giovanni-maio

Das gezielte Heranzüchten von Föten bis zur Geburtsreife in künstlichen Gebärmüttern - für Frauen, die sich Kinder wünschen, aber beispielsweise aufgrund fehlender Gebärmutter steril sind und sich auch keine einpflanzen lassen wollen oder können (letzteres vor kurzem erfolgreich praktiziert) - beispielsweise funktioniert bisher noch nicht. Aber kommen tut´s bestimmt, irgendwann, irgendwo. Würdest Du das machen lassen, sobald es ginge, um doch noch an ein eigenes Kind zu kommen -
Nein, das würde ich nicht machen lassen. Das halte ich für menschenunwürdig. Es erinnert mich an einen Brutautomaten, der für bestimmte Vögel (die als Nutztiere gezüchtet werden) geeignet sein mag. Dies ist auch nicht mit einem Brutkasten zu vergleichen, in den Frühchen kommen, die wenigstens bis dahin so lange wie irgend möglich als Föten im Mutterleib über die Nabelschnur Kontakt zu ihrer Mutter hatten.

Vor allem aber halte ich es für durchaus zumutbar, ein erfülltes Leben auch ohne erfüllten Kinderwunsch zu führen. Es müssen nicht alle meine Wünsche in Erfüllung gehen. Man reift auch daran, wenn es im Leben anders kommt als geplant und erhofft.

Wenn ich wirklich sooo kinderlieb bin, dann kann ich mich auch um Kinder anderer Leute kümmern und muss nicht auf fragwürdige Methoden zurückgreifen, um dem Schicksal ein "eigenes" Kind regelrecht abzutrotzen. Und wenn ich so extrem unter meiner Kinderlosigkeit leide, dass mir mein Leben ohne Kind nicht mehr lebenswert erscheint, dann muss kein "eigenes" Kind her, sondern ein erfahrener Psychotherapeut.
 
Zuletzt bearbeitet:
friek meinte:
Google mal "Manosphere". Dann verstehst du womit du es hier zu tun hast. Ist wirklich faszinierend und erschreckend zugleich. 😉
Ja, erschreckend wahrhaftig. 😉
Würde mir die Welt auch schöner malen wollen. Aber manche Wirklichkeiten lassen sich leider (auf Dauer) nicht wegreden. Ich weiß, gerade wir zwei sind da unterschiedlicher Meinung was "Wirklichkeiten" betrifft oder was sie ausmacht. Wollte es aber nur nochmal erwähnt haben. 😎

Unlimited meinte:
Sehr empfehlenswerter Artikel !

Bei Interesse hätte ich zu dem Thema einen weiteren parat:

Von der biologischen Revolution zur Gefahr des Genderismus
verlangt nicht mehr und nicht weniger als die Aufhebung von Ehe und Familie, und zwar indem er sie ihres Sinnes beraubt: der Zeugung und der Aufzucht der Nachkommenschaft. Damit ist die künstliche Zeugung durch In-vitro-Fertilisation angesprochen, die Befruchtung im Reagenzglas. Sie ist heute zur Routine geworden. Als Kurzformel könnte man zu dieser Art der Befruchtung sagen: Geschaffen - nicht gezeugt, denn die natürliche Zeugung wird ja umgangen.
[...]
Auf der einen Seite wird für die Abtreibung gekämpft, auf der anderen Seite will man die künstliche Fortpflanzung in Anspruch nehmen. Wie dekadent muss eine Gesellschaft sein, die diese offensichtliche Schizophrenie einfach nicht wahrhaben will? Es geht auch hier den Gender-Feministinnen unverblümt um die Zerstörung der Familie, und die Zerstörung des Männlichen und Weiblichen, denn Zitat "das Ende der biologischen Familie", so heißt es in einem Forschungs- und Studienprogramm (*Anmerkung von mir; vermutlich: Alison Jaggar - "Political Philosophies of Women's Liberation"), "wird auch dem Bedürfnis für sexuelle Unterdrückung ein Ende bereiten. Es wird angestrebt, dass außereheliche, homosexuelle, lesbische Lebensweisen gesetzlich verankert und nicht lediglich toleriert werden. Die feministische Gleichheit bedeutet nicht nur Gleichheit vor dem Gesetz oder Gleichheit in der Befriedigung von Grundbedürfnissen, sondern dass Frauen keine Kinder austragen müssen. Die Zerstörung der biologischen Familie erlaubt das Emporkommen neuer Frauen und neuer Männer, die sich von allen bisher existenten Menschen unterscheiden." Zitatende.
 
Ja, erschreckend wahrhaftig. 😉
Würde mir die Welt auch schöner malen wollen. Aber manche Wirklichkeiten lassen sich leider (auf Dauer) nicht wegreden. Ich weiß, gerade wir zwei sind da unterschiedlicher Meinung was "Wirklichkeiten" betrifft oder was sie ausmacht. Wollte es aber nur nochmal erwähnt haben. 😎

Die Wirklichkeit, dass der Feminismus/Genderwahn die Gesellschaft zerstört und in letzter Konsequenz den Untergang der Welt verursachen wird? Oder das Frauen dominiert und unterdrückt werden müssen weil sie biologisch nicht in der Lage sind ohne Anleitung eines starken Alphamännchens zurecht zu kommen bzw. diese Führungslosigkeit wiederum zum Untergang führt? Ach und, dass weinerliche Soziallegastheniker keine Olle abkriegen liegt natürlich auch am Feminismus. Und das sind lediglich die harmloseren "Wahrheiten" deiner fanatisch frustrierten Glaubensbrüder.

http://de.wikimannia.org/Frau Der Artikel sagt schon alles was man wissen muss.

Was du für Wirklichkeiten hältst ist lächerlich und, dass du nicht mal erkennst welcher Ideologie du da auf den Leim gegangen bist, ist einfach nur traurig. Wie ein Schaf blökst du alles nach und denkst du wärst erleuchtet. Und ich habe mich wirklich eingehend damit beschäftigt. Es ist nämlich sehr interessant und beeindruckend was für abartige Auswüchse aus banaler Zurückweisung und Enttäuschung entstehen können. Eine Armee aus wütenden Würsten.

Naja viel Spaß mit den erbärmlichen Pick Up Maipulationen und dem imitieren eines "Alphamännchens" oder wie du es wohl nennst, der "Mannwerdung". Lass dir deine rote Pille schmecken.🙄
 
Zuletzt bearbeitet:
Mittlerweile ist mir mehr als bewusst dass meine mangelnde Wortgewandheit mir im Weg steht meine wirkliche Haltung so darzustellen, dass andere insbesondere Leute mit deinem Standpunkt es gründlich verstehen.
Leider hast du nämlich immer noch ein falsches Bild über dieses Thema. ...
Naja, belassen wir es für heute.

friek meinte:
Lass dir deine rote Pille schmecken.🙄
Humor hast du ja. 😛
Aber glaub mir. Schmackhaft ist was anderes. Versichere ich dir. Auch wenn du's mir nicht zutraust. 😉
 
Mittlerweile ist mir mehr als bewusst dass meine mangelnde Wortgewandheit mir im Weg steht meine wirkliche Haltung so darzustellen, dass andere insbesondere Leute mit deinem Standpunkt es gründlich verstehen.
Leider hast du nämlich immer noch ein falsches Bild über dieses Thema. ...
Naja, belassen wir es für heute.

Von den Leitmotiven der "Manosphere" habe ich definitiv kein falsches Bild, falls du das mit Thema meinst. So kompliziert ist das nun wirklich nicht auch wenn du gerne so tust.
Und um Wortgewandtheit geht es eben gerade nicht. Billige Rhetorik und ausschweifendes polemisches Geschwafel sind doch genau das Problem bei deinen geistigen Führern. Sachliche Inhalte und keine Ansammlung von aufgeblasenen Anekdoten und albernen Klischees. Darum gehts!
 
Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Kinderlosigkeit ist keine Krankheit, schon gar keine lebensbedrohliche. Nicht alles, was technisch oder medizinisch machbar ist, ist auch ethisch vertretbar. Ich halte überhaupt nichts davon, der Natur um jeden Preis in Handwerk zu pfuschen, nur weil ich mir einbilde, zu meinem Glück unbedingt ein "eigenes" Kind zu benötigen.
Auch wenn sich viele damit nicht abfinden wollen: Es ist nun mal nicht alles im Leben "machbar", zumindest ist nicht alles Machbare bei näherer Betrachtung wirklich wünschenswert.
Vor allem aber halte ich es für durchaus zumutbar, ein erfülltes Leben auch ohne erfüllten Kinderwunsch zu führen. Es müssen nicht alle meine Wünsche in Erfüllung gehen. Man reift auch daran, wenn es im Leben anders kommt als geplant und erhofft.
Wenn ich wirklich sooo kinderlieb bin, dann kann ich mich auch um Kinder anderer Leute kümmern und muss nicht auf fragwürdige Methoden zurückgreifen, um dem Schicksal ein "eigenes" Kind regelrecht abzutrotzen. Und wenn ich so extrem unter meiner Kinderlosigkeit leide, dass mir mein Leben ohne Kind nicht mehr lebenswert erscheint, dann muss kein "eigenes" Kind her, sondern ein erfahrener Psychotherapeut.

Erstaunlich. So viel Selbsterkenntnis und Akzeptanz findet man selten bei Leuten mit starkem Kinderwunsch. Ich persönlich konnte mit Kindern noch nie was anfangen (hab ich gemerkt, als ich drei kleine Halbgeschwister an der Backe hatte - die hatten kein leichtes Leben mit mir) und hab mir konsequent auch nie welche angeschafft. Aber nur weil Du Dich mit der Situation abgefunden hast, tun andere das noch lange nicht. Und wenn andere sagen, sie gehen bewußt Risiken ein und akzeptieren Nachteile oder gehen ungewöhnliche Wege, um doch noch ein eigenes Kind zu bekommen, dann wäre ich der allerletzte, der sie daran hindern würde.
 

@Yamifood

Ja, die Entwicklung in den letzten Monaten ist erfreulich, es gibt immer mehr einsichtige Frauen in den westlichen Ländern (die Autorin ist, glaube ich, eine Kanadierin), die sagen "Nein, ich will von dieser männerfeindlichen Politik nicht "profitieren". Nicht so!"
Vor allem intellektuelle Frauen haben es erkannt, dass Kinder in solchen Verhältnissen kaputt aufwachsen und Selbstverwirklichung sich als Werteverfall, Armut und Verblödung entpuppt. Die Anzahl der psychisch kranken Frauen und der verhaltensgestörten Kinder steigt in Deutschland, habe ich neuestens wieder gelesen.
In unserem Land gibt's zunehmend Frauen, die sich von Sylvie Meis (ex Van der Vaart) und Sabia Boulahrouz distanzieren. Die eine vertritt das Lebensmodell 'betrügen und nur Spaß haben', die andere vertritt das Lebensmodell 'Kindersammlerin' (von 3-4 Männern je ein Kind zwecks materieller Absicherung bekommen). Viele Frauen sagen mittlerweile "Nein, das ist nicht die richtige Familienpolitik, diese Lebensmodelle werden uns von Lobbyisten über die Medien aufgezwungen, aber wir wollen keine kaputte Gesellschaft."

@ primavera7

Guter Beitrag. Schön zu sehen dass du und andere Frauen jetzt anfangen die gesellschaftliche Entwicklung zu analysieren und zu hinterfragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vor allem intellektuelle Frauen haben es erkannt, dass Kinder in solchen Verhältnissen kaputt aufwachsen und Selbstverwirklichung sich als Werteverfall, Armut und Verblödung entpuppt. Die Anzahl der psychisch kranken Frauen und der verhaltensgestörten Kinder steigt in Deutschland, habe ich neuestens wieder gelesen.
In unserem Land gibt's zunehmend Frauen, die sich von Sylvie Meis (ex Van der Vaart) und Sabia Boulahrouz distanzieren. Die eine vertritt das Lebensmodell 'betrügen und nur Spaß haben', die andere vertritt das Lebensmodell 'Kindersammlerin' (von 3-4 Männern je ein Kind zwecks materieller Absicherung bekommen). Viele Frauen sagen mittlerweile "Nein, das ist nicht die richtige Familienpolitik, diese Lebensmodelle werden uns von Lobbyisten über die Medien aufgezwungen, aber wir wollen keine kaputte Gesellschaft."
Ich finde es lustig, daß die weibliche Selbstverwirklichung als Ursache für Werteverfall, Armut und Verblödung hingestellt wird, weil von Frauen immer noch erwartet wird, daß sie die Familien zusammenhalten und den Hauptteil der ganzen Lasten tragen, während die männliche Selbstverwirklichung weiterhin als Selbstverständlichkeit betrachtet wird und ja nicht angetastet werden darf. Wie wäre es, wenn ab sofort jede Partei gleichberechtigt 50 % der gesamten Familienarbeit trägt und dafür auch gleichberechtigt 50 % Selbstverwirklichung zugesprochen bekommt? Was für die meisten Frauen einen Gewinn, für die meisten Männer Abstriche bedeuten würde. Klar, ein Mann kann nicht 9 Monate schwanger sein und das Kind anschließend säugen - aber zum Ausgleich könnte er ja später, sobald das Kind entwöhnt ist, ein Jahr länger beim Kind zuhause bleiben, während Frau die Kohle verdient.

Und wer sich von irgendwas oder irgendwem, egal ob das "Lobbyisten über die Medien", Religionen, die eigene Familie, Erwartungen der Gesellschaft oder sonstwas, ein "Lebensmodell" aufzwingen läßt, das einem nicht liegt und einen nur unglücklich macht, sorry, der ist in meinen Augen schlicht blöd.
 
Es geht hier doch um Designer-Babies. Und wenn Du jetzt Selbstverwirklichung zum Maßstab allen Handelns machst, dann ist wohl klar, dass das Wohl des Kindes bestenfalls in der zweiten Reihe zu suchen ist.

 
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