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Das Modell Familie am Ende?

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Früher gab es Festnetz Telefone oder Telefonzellen, das war das höchste der Gefühle, mit denen hat man sehr kurze Gespräche(weil teuer) mit den Freunden geführt um sich für irgendwas zu verabreden und hat sich dann eben getroffen. Heute wird permanent auf Facebook irgendein unsinn gepostet und das Essen fotografiert, das man gerade verdaut bzw bald verdauen wird, das Ganze mit GeoTag und "passendem" Kommentar geschmückt, versteht sich.

Es werden Whatsapp Gruppen zusammengestellt, durch die man alle paar Minuten mehrere Mitteilungen am Smartphone bekommt, die man wie aus Zwang ansehen und kommentieren muss. Der Mensch ist längst Sklave der Technik geworden, wie lange hältst du es mit ausgeschaltetem Smartphone aus, bzw. die Leute um dich herum? -Und bei Kindern ist dieses Verhalten sogar noch ausgeprägter und wird immer schlimmer, denn mit 6 Jahren, da sollte man bereits ein Smartphone haben, sonst ist man ja schon Außenseiter 😉

Es ist die Schuld der Eltern, des Staates, desKapitalismus(und der Firmen dahinter) und der Gesellschaft was aus "unseren" Kindern wird bzw. werden wird.

Platte Pauschalaussagen. Es gibt auch heute genügend, die das anders handhaben. Es klingt einfach nur antiquiert und konservativ. Du wirst auch Leute gehabt haben, die die Telefone verteufeln weil man weniger handschriftlichen Briefe benutzt hat oder was auch immer. Die Zeiten ändern sich eben, das haben sie immer getan und es gab immer Leute wie dich, die daran rummosern, weil es irgendwie anders ist als sie es gelernt haben.

Du hast immer noch nicht erklärt wieso das nun alles so schlecht sein soll? Die Smartphonebesessenheit wird sich legen und es werden sich auch da Verhaltenskonventionen durchsetzen. Es ist ein sehr neues Spielzeug und da ist die Begeisterung eben überproportional groß.

Vielleicht ist es auch der erste Schritt hin zu einer neuen technologisch geprägten Evolution. Mensch 2.0. Irgendwann brauchen wir nicht mehr aufs Smartphone zu gucken sondern wir kriegen alle Infos direkt über einen Chip in unser Gehirn übermittelt. Wer weiß das schon.

Du kannst den Fortschritt nicht aufhalten also mach das beste draus und erfreue dich an ihm. Oder sitz halt weiter in der Ecke und wiederhole endlos, dass früher alles besser war. Deine Entscheidung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, das mit den Smartphones mag ja stimmen, man sieht die Leute oft vor sich auf diese Dinger blicken......Aber: Warum soll das schlecht sein? Und: Es bricht lediglich die traditionelle Familie ( wir erinnern und: Papa, Mama, zwei Kinder, natürlich christlich erzogen ) weg - dafür bilden sich aber andere Formen, die am Ende auch nichts anders machen. Das halte ich für ein Gerücht. Oder sogar oft besser. Solltest Du nicht gestörte Familienverhältnisse meinen, halte ich dieses "sogar oft besser" für sachlich falsch.

wie ich mir erzählen lies, gibt es jetzt eine neue Krankheit: Verkrampfung der Nackenmuskulatur, ggf. auch schnellerer Verschleiß der oberen Nackenwirbel.

Dass lediglich die traditionelle Familie wegbricht, sehe ich nicht auf Grund der Smartphones. Da sehe ich schon eher ein Verkümmerung der sprachlichen Fähigkeiten und diese führen dann zu Kommunikationsprobleme. Die bisherigen Kommunikationsprobleme bekommen Nachschub und diese tun jeder sozialen Gemeinschaft nichts Gutes.
 
Bei dem ganzen Thema geht es doch nur um eins: Abhängigkeit. Ob gegenüber der Technik oder gegenüber seinen Mitmenschen. Ob gegenüber seiner Famile oder fremden Menschen (Technik/Sozialismus).

Und wenn alles gleichwertig oder austauschbar ist, dann ist auch alles gleichgültig.

Da wir auf diese Richtung zusteuern gibt es nur zwei Möglichkeiten: Widerstand mit all seinen Nachteilen. Oder Gleichgültigkeit ala friek.

Oder auch anders gefragt: Für welche Werte leben wir eigentlich ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab nirgends gesagt, daß das Wegbrechen der traditionellen Familie etwas mit Smartphones zu tun hätte. Letzteres ist eine Zeiterscheinung, genauso wie mal bei der Jugend Autos an erster Stelle standen. Die Telefone werden irgendwann von etwas anderem abgelöst. Familien brechen deshalb auseinander, weil viele Leute gemerkt haben, daß nichts für die Ewigkeit ist. Und Ehen schon mal gar nicht.
 
Ich hab nirgends gesagt, daß das Wegbrechen der traditionellen Familie etwas mit Smartphones zu tun hätte. Letzteres ist eine Zeiterscheinung, genauso wie mal bei der Jugend Autos an erster Stelle standen. Die Telefone werden irgendwann von etwas anderem abgelöst. Familien brechen deshalb auseinander, weil viele Leute gemerkt haben, daß nichts für die Ewigkeit ist. Und Ehen schon mal gar nicht.

Dem kann ich nicht zustimmen. Mein Auto ist auch nicht für die Ewigkeit gebaut. Jedoch - wenn es mal nicht fährt - dann bringe ich es doch auch nicht gleich auf den Schrottplatz. Und wenn es am Arbeitsplatz mal nicht gut läuft oder wenn ein Kind in der Schule eine 5 schreibt, dann wird doch auch nicht gleich gekündigt. Fallbezogen erscheint es mir angemessen, nach einer harmonischen Lösung zu suchen. Stichwort: Frustrationstoleranz
 
Bei dem ganzen Thema geht es doch nur um eins: Abhängigkeit. Ob gegenüber der Technik oder gegenüber seinen Mitmenschen. Ob gegenüber seiner Famile oder fremden Menschen (Technik/Sozialismus).

Und wenn alles gleichwertig oder austauschbar ist, dann ist auch alles gleichgültig.
Eine starke Feststellung! Und richtig obendrein.

Da wir auf diese Richtung zusteuern gibt es nur zwei Möglichkeiten: Widerstand mit all seinen Nachteilen. Oder Gleichgültigkeit ala friek.

Oder auch anders gefragt: Für welche Werte leben wir eigentlich ?[/QUOTE]

Eine super gute Frage, Yamifood.
Ich denke, dass gerade Ehen oft aus einem Mix von Gefühlen und praktischen Überlegungen geschlossen werden.
Und jetzt stellen wir uns mal vor, wenn einer dieser Faktoren nicht mehr vorhanden ist....
Mir fehlt es da - wie Du, Yamifood, fragst - an dem Faktor Werte, an der Werte-Überlegung. Haben Gefühle oder praktische Überlegungen einen Wert erreicht, der alle anderen in den Hintergrund drängt?
 
Immerhin ein Vergleich Partner - Auto. Das sagt schon alles. Woher willst denn nun ausgerechnet Du wissen, daß Ehen - wie Autos - gleich beendet werden, wenn mal was nicht läuft? Das weißt Du doch gar nicht, sondern Du nimmst es einfach mal an, weil es in Deine Denke passt. Nimm doch einfach mal an, daß sehr viele Leute ihre Ehe zu retten versuchen, wenn´s mal schief läuft. Wenn aber die Liebe weg ist, dann sind gewöhnlicherweise alle Rettungsversuche zum scheitern verurteilt. Dann - wenn man dies tut - wird unter Krach zusammengelebt und die Kinder leiden dann. Und in diesem Fall ist schnelle Trennung immer noch besser, als irgendwelche lächerlichen "Reparaturversuche". Und um die einfache Tatsache das dies so ist - und immer mehr so ist - kommst auch Du nicht herum. Aber gut, Du "prangerst" ja auch nur an ( das ist sicherlich ein Recht alter Leute mit alten Vorstellungen ) - von Lösungsmöglichkeiten bist Du soweit entfernt wie die meisten anderen hier auch.Und insofern sage ich eben ( und nicht nur ich ) man soll den Leuten ihre Freiheiten lassen und der Staat soll sich drum kümmern, daß solche Sachen nicht in der Sozialhilfe enden. Und in ein paar hundert Jahren wird auch die Kirche mitziehen.....
 
Zunächst einmal glaube ich nicht, dass die Familie am Ende ist. Auch wenn Ehen geschieden, Familien auseinanderbrechen, hindert das auch heute junge Menschen nicht, vor das Standesamt zu treten, um die Ehe einzugehen und eine Familie zu gründen.
Das geschieht meist auch gar nicht aus irgendwelchen übergestülpten Ehe-und Familienmodellen, sondern aus einem - so behaupte ich -in uns angelegtem Bedürfnis nach Gemeinschaft und Ergänzung.
"Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei!" Diese alte Weisheit beschreibt das sehr gut und überaus treffend. Ein Mensch, der eine Partnerschaft eingeht, der sich Kinder wünscht, ist nicht aus der Zeit gefallen, sondern von zutiefst in uns angelegten Bedürfnissen bestimmt.
Ich gehe nach allem, was ich über die Fragen zur Bindungsfähigkeit, zur sozialen und emotionalen Kompetenz eines Menschen weiß, davon aus, dass dieses Bestreben gesund ist und zutiefst menschlich.
Ungesund und für einen davon betroffenen Menschen jedoch tragisch ist es, wenn diese Fähigkeiten fehlen. Die Wartezimmer von Therapeuten sind voll mit solchen Menschen. Wer das Gegenteil behauptet, macht die Krankheit zum Modell, das Pathologische zum Ideal.

Burbacher
 
Gemeinschaft und Ergänzung - klar, aber dazu bedarf es nun wirklich keiner Ehe, oder? Aus der Zeit gefallen sind lediglich Leute, die - und das scheint mir der wahre Grund für manche Ehe zu sein - in der "Angst" leben, etwas nicht mehr so leicht verlieren zu können und um "etwas zu haben was mir gehört". Also völlig albernes Zeug. Und natürlich wird die Zahl der Ehen - schon mal aus demografischen Gründen - stark abnehmen. ( oder es heiratet einfach jeder zwei-oder dreimal )
 
mikenull meinte:
Und insofern sage ich eben ( und nicht nur ich ) man soll den Leuten ihre Freiheiten lassen und der Staat soll sich drum kümmern, daß solche Sachen nicht in der Sozialhilfe enden.
Und zack - hier hätten wir die Abhängigkeit vom Staat.
Aber auch die Möglichkeit über den Staat den Ex-Partner weiterhin zu Unterhaltszahlungen zu nötigen, obwohl man sich von ihm getrennt hat. Insbesondere interessant, weil es seit ca. 40 Jahren keine Schuldfrage mehr im Falle einer Ehescheidung gibt.

Emanzipation oder Freiheit ? Nichts davon in Sichtweite.
Nein, die Abhängigkeit hat sich nur verlagert.

Ehen sind heute abzuschaffen?
Wer kümmert sich dann väterlicherseits im Falle einer Schwangerschaft um die Frau und das Kind? Bei offenen Beziehungen könnte ich mich als Mann ja damit immer aus dem Staub machen. Wozu Verantwortung in einem solchen Falle?Alles ist frei.
Man weiß ja in einem solchen Fall noch bei weitem weniger ob das Kind sein eigenes ist. Es gibt ja keine festen Bindungen mehr. Alles austauschbar.

Gerade Frauen wären bestimmt nicht begeistert.

Und falls du meinst dass die Männer trotzdem zur Verantwortung gezogen werden sollten: Es muss immer ein Gleichgewicht zwischen Rechten und Pflichten geben. Das Ganze ist keine Einbahnstraße.
 
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