Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Das Modell Familie am Ende?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
A

Anzeige

Re: Das Modell Familie am Ende?
Es gibt keinen Vaterschaftstest bei der Geburt.
Einen anerkannten (rechtlich wirksamen) Vaterschaftstest gibt es auch nur mit Zustimmung der Mutter, soweit ich richtig informiert bin.
Insofern bezahlt derjenige, der zu dem Zeitpunkt augenscheinlich in einer Partnerschaft gelebt hat.

Mit diesen Hintergründen und einer allgemeinen "offenen Lebensweise" (Ehe ist out) sehe ich theoretisch keinen Grund diese oder jene Pflichten grundsätzlich wahrzunehmen.
Mal abgesehen davon wenn Jahre später der "Neue Partner" kommt, sie "fremdgeht" (falls es diesen Begriff bis dahin noch gibt) oder auch mit den Kindern folgenlos verschwindet.
Es gibt ja somit keine ehelichen Pflichten mehr.

Oder wie sollte man das ansonsten regeln? Das ist ja hier die eigentliche Frage.

Bislang war es so, daß vom Gesetz her (sprich diverse Ämter) automatisch ausgegangen wurde, daß der Mann in der Ehe automatisch auch der biologische Vater eines Kindes ist, eben weil das der Normalfall war. Wenn sich aber im Rahmen der allgemeinen Veränderung der Gesellschaft auch dieser Punkt ändert, daß eben biologisch mit ehelich nicht mehr gleichgesetzt werden kann (i. d. R. mangels Ehe), spricht nichts dagegen, als denjenigen als Vater anzuerkennen, der sich selbst als solcher bezeichnet - egal ob wirklich der biologische Erzeuger oder nicht. Wenn der (mutmaßliche) Vater sich dagegen weigert, die Vaterschaft anzuerkennen, liegt es im Ermessen der Mutter, ob sie die Vaterschaft mit Hilfe eines Tests feststellen läßt oder nicht. Daran hängt ja schließlich sowohl ihr Mutterunterhalt als auch der Unterhalt des Kindes, und zumindest auf letzteres kann und darf sie nicht so leicht verzichten, weil ihr der nicht "gehört", er ist Recht und Anspruch des Kindes. Vom Recht des Kindes, über seine Abstammung Bescheid zu wissen (samt möglicher späterer Erbansprüche), ganz zu schweigen.
Merke: gesetzliche Regelungen, wie beispielsweise zu Unterhalts- und Verwandtschaftsfragen, sind nicht unabänderlich für alle Zeiten in Stein gemeißelt, sie können jederzeit veränderten Bedingungen und Bedürfnissen gemäß abgeändert werden.
 
Bei dem ganzen Thema geht es doch nur um eins: Abhängigkeit. Ob gegenüber der Technik oder gegenüber seinen Mitmenschen. Ob gegenüber seiner Famile oder fremden Menschen (Technik/Sozialismus).
Und wenn alles gleichwertig oder austauschbar ist, dann ist auch alles gleichgültig.
Da wir auf diese Richtung zusteuern gibt es nur zwei Möglichkeiten: Widerstand mit all seinen Nachteilen. Oder Gleichgültigkeit ala friek.
Oder auch anders gefragt: Für welche Werte leben wir eigentlich ?
Abhängigkeit bietet Sicherheit. Ein Sklave, der von seinem Sklavenhalter abhängig ist, hat die "Sicherheit", daß er über nichts nachdenken muß, weil jemand anders für ihn denkt - in jeder Lebensfrage, was allerdings auch bedeutet, daß er in Richtungen oder zu Taten gedrängt wird, die er aus eigenem, freiem Willen niemals wählen würde. Wer dagegen frei und unabhängig ist, kann und muß jeden Tag seine Entscheidungen selber treffen - aber eben immer mit dem Risiko, damit zu scheitern und niemand anders dafür verantwortlich machen zu können als sich selbst. Abhängigkeit und Unabhängigkeit haben beide sowohl Vor- als auch Nachteile. Und wer mit was besser zurechtkommt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Der eine lebt lieber in "sicherer" Abhängigkeit, der andere lieber in "unsicherer" Unabhängigkeit. Allerdings haben es die meisten Menschen gemein, daß sie sich nicht gerne von anderen gängeln lassen. Und deshalb kann man von Menschen auch nicht erwarten, daß sie sich gegen ihren Willen in heutzutage überflüssige Abhängigkeiten begeben, nur weil das irgendwelchen überkommenen Vorstellungen aus früheren Zeiten entspricht.
 
Das ist das ganze Problem an der Diskussion. Wir brauchen eigentlich gar nicht mehr von der Ehe reden. Sondern viel mehr von der eheähnlichen Gemeinschaft.
Aber gut, wie es da gesetzlich ausschaut weiß ich nicht so genau.

Daoga meinte:
Wenn der (mutmaßliche) Vater sich dagegen weigert, die Vaterschaft anzuerkennen, liegt es im Ermessen der Mutter, ob sie die Vaterschaft mit Hilfe eines Tests feststellen läßt oder nicht. Daran hängt ja schließlich sowohl ihr Mutterunterhalt als auch der Unterhalt des Kindes, und zumindest auf letzteres kann und darf sie nicht so leicht verzichten, weil ihr der nicht "gehört", er ist Recht und Anspruch des Kindes. Vom Recht des Kindes, über seine Abstammung Bescheid zu wissen (samt möglicher späterer Erbansprüche), ganz zu schweigen.
Ja...
So viel zur "Emanzipation". 😉

Daoga meinte:
Abhängigkeit bietet Sicherheit. [...]
Wer ist denn heute wahrlich unabhängig?
Wir brauchen Geld, also sind wir davon abhängig.

Wo liegt der Unterschied sich von seinem Partner oder seiner Familie abhängig zu machen, im Gegensatz zu seinem Arbeitgeber? (ist man selbstständig, ist man abhängig von seiner Kundschaft)
Es kommt im Endeffekt auf das selbe hinaus.
Fragt sich nur für wen man lieber arbeitet/lebt etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer ist denn heute wahrlich unabhängig?
Wir brauchen Geld, also sind wir davon abhängig.

Wo liegt der Unterschied sich von seinem Partner oder seiner Familie abhängig zu machen, im Gegensatz zu seinem Arbeitgeber? (ist man selbstständig, ist man abhängig von seiner Kundschaft)
Es kommt im Endeffekt auf das selbe hinaus.
Fragt sich nur für wen man lieber arbeitet/lebt etc.

Guter Hinweis.
wie aktuell jemand berichtete, waren Kitas in der ehemaligen DDR gang und gäbe und diese straff organisiert. Folgen: angepasste Menschen mit hohem Autoritätsbewusstsein.
Jetzt geht die Frau arbeiten und macht sich von einem anonymen Unternehmen abhängig. Irgendwie gibt mir das zu denken.

Stichworte: Angepasste Menschen mit hohem Autoritätsbewusstsein und der Abhängigkeit von anonymen Unternehmen und Behörden.

Natürlich sind wir alle mehr oder weniger von einander abhängig. Tendenziell nimmt die Abhängigkeit von Menschen, die sich gegenseitig lieben, ab, und Abhängigkeit von einer lieblosen Gesellschaft nimmt zu. In der Kita fängt es an..
Was hier massiv diesen Trend stört: die Familie
 
Folgen: angepasste Menschen mit hohem Autoritätsbewusstsein.

Der gottesfürchtige Bibelfundamentalist kritisiert angepasste Menschen mit hohem Autoritätsbewusstsein? Die Doppelmoral hat gerade ihren Siedepunkt erreicht.

Vor den Kitas bestand das einfache Volk natürlich aus unangepassten Querdenkern und Nonkonformisten. Is klar. Und die Mauer ist durch geballtes, angepasstes Autoritätsbewusstsein gefallen.

:daumen:

Jetzt geht die Frau arbeiten und macht sich von einem anonymen Unternehmen abhängig. Irgendwie gibt mir das zu denken.

Ja soll sie sich doch lieber wieder von ihrem Mann abhängig machen, der wiederum von einem anonymen Unternehmen abhängig ist, wodurch sie genauso abhängig davon ist.

Was gibt es da zu denken?
 
friek meinte:
Jetzt geht die Frau arbeiten und macht sich von einem anonymen Unternehmen abhängig. Irgendwie gibt mir das zu denken.
Was gibt es da zu denken?
Dass wir wieder bei Beitrag #1 sind. 😛
Im Zitat von Umlimited fehlt ein gewisser Satz, deswegen hier die passende Ergänzung:

Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle weil die Frauen arbeiten gehen.

Im Hinblick auf die persönliche Reallohnentwicklung der letzten Jahrzehnte frage ich mich da: Wo ist da der eigentliche Gewinn an der ganzen Sache? Für uns (einfaches Volk)?
 
Im Hinblick auf die persönliche Reallohnentwicklung der letzten Jahrzehnte frage ich mich da: Wo ist da der eigentliche Gewinn an der ganzen Sache? Für uns (einfaches Volk)?

Es geht darum, dass Frauen jetzt nicht mehr das vom Mann abhängige Heimchen am Herd sein müssen und du kommst mit Steuern und Lohnentwicklung? LOL!

Ihr, die mehr persönliche Freiheit als Übel, Gefahr oder was auch immer anseht, versteht natürlich nicht, was der Gewinn an der Sache ist.
 
Ach frieky, es ist nur so dass in meinen Breitengraden längst beide Elternteile/Partner arbeiten müssen, weil eben der Reallohn nicht mehr der von vor ein paar Jahrzehnten ist. Von einer Wahl ist hier schon seit längerem nicht mehr die Rede.

Wo liegt also daher der Gewinn?

Ich habe zur Zeit Bewerbungen am laufen. Vorstellungsgespräche, indem ich mich verkaufen muss. Jobs, wo ich mich meinen Vorgesetzten beugen müssen werde.

Wo besitze ich dort mehr Freiheit ?
Manchmal hört sich das Ganze für mich so an, als ob der eigene Partner vom Vertrauen her auf dem gleichen Level steht wie der Arbeitgeber dort draußen.
Na, wenn das so ist.
 
Ach frieky, es ist nur so dass in meinen Breitengraden längst beide Elternteile/Partner arbeiten müssen, weil eben der Reallohn nicht mehr der von vor ein paar Jahrzehnten ist. Von einer Wahl ist hier schon seit längerem nicht mehr die Rede.

Wo liegt also daher der Gewinn?

Und wenn die Frauen nie angefangen hätten zu arbeiten denkst du jetzt das wäre irgendwie besser? Ja der war gut. Und selbst wenns so wäre. Das ist halt der Preis der Freiheit. Alles hat seine Nachteile.

Wo besitze ich dort mehr Freiheit ?

Du besitzt da genau die selbe Freiheit wie alle anderen auch.

Was hat das alles mit irgendwelchen Familienmodellen zu tun?
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
natasternchen Sozialleasing wie in Frankreich: Ein gutes Modell für uns? Gesellschaft 12
T Ist Dating am ende? Gesellschaft 61

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben