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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Die Diskussionen im Land über ein solidarisches oder bedingungsloses Grundeinkommen haben ja inzwischen viele Seiten bekommen, nun haben CDU-Politiker sozusagen wieder "neues Öl" in das Diskussions-Feuer gegossen.
Christian Gräff, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigungen der Berliner Union (MIT) hat in einem Interview der "Berliner Morgenpost" vor einem oder 2 Tagen geäußert, dass es ist bei der derzeitigen Situation am Arbeitsmarkt nicht einzusehen wäre, dass Menschen, die 25 oder auch 45 Jahre alt sind, zu Hause sitzen und Hartz IV beanspruchen können. Das sei für ihn gewissermaßen ein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Wirtschaftspolitiker lehnen nicht nur eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze ab, sondern es wird vielmehr gefordert, dass Menschen unter 50 gar kein Geld mehr bekommen sollen. Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Arbeit annehmen könne, der werde weiter unterstützt.
Dazu führt dann der Herr Gräff aus, dass angesichts von hunderttausenden fehlenden Arbeits- und Fachkräften in der Wirtschaft die Bundesregierung prüfen müsse, ob vor allem die jüngeren Menschen bei der derzeitigen Arbeitsmarktsituation mehr in die Pflicht genommen werden können.

Das die Wirtschaft eine Erhöhung der H.4. Sätze ablehnt kann ich mir gut vorstellen. Garantiert doch H.4. die Zuführung der billigen und billigsten Arbeitskräfte man stelle sich nur mal vor der Arbeiter könnte ablehnen das wäre für die Wirtschaft ja ein richtiges Desaster.

Ich wünsche niemandem was schlechtes aber Leuten wie den Herren Gräff wünsche ich das er/sie in seinem nächsten Leben in Asien oder Afrika zur Welt kommen und das in Endlosschleife, mehr habe ich zu solch einem Unfug nicht zu sagen doch hätte ich, aber ich handele mir wegen dem keine Sperre ein.

Ich weis man arbeitet schon lange auf das Amerikanische System hin und das wäre wieder ein Schritt näher dahin dann jedoch sollten sich die Befürworter aber auf eine höhere Kriminalität einstellen und das kostet hinten rum auch nicht gerade wenig. Also ich zahle lieber für H.4. Empfänger als für neue Knäste, Herr Gräff wahrscheinlich nicht.

Nicht umsonst sind in den Staaten so viel Menschen hinter Gittern um genau zu sein die meisten Weltweit und das sollte einem zu denken geben, nicht immer nur die Dollarzeichen in den Äuglein haben, ruhig auch mal ein bisschen weiter denken, nech.😉

Was glaubt der "gute" Herr Gräff denn was die machen werden wenn sie kein Geld mehr haben sich zu diesem Hungerlohn irgendwo verdingen, mitnichten, träumt weiter, die rutschen alle ab in die Kriminalität das ist alles was bei solch einem "Genialen" Vorschlag raus käme wie gesagt siehe USA.🙄
 
Also ich zahle lieber für H.4. Empfänger als für neue Knäste, Herr Gräff wahrscheinlich nicht.


Nein? Im anderen Thread rufst aber dafür sehr laut *SPERRT SIE ALLE EIN FÜR IMMER, ICH WILL DAS SO, ICH BIN ONDINA UND IHR DIE DUMME KUSCHELJUSTIZ* 😉

Dafür müsstest du dann schon zahlen. Es sei denn du führst die Zwangsarbeit ein sozusagen das alle schweren jungs und Mädchen ihre Knäste selbst bauen müssen.

Du könntest auch den Kohlearbeiter bitten Dir zu helfen beim aufbauen da muss er nicht in deine Zwangsrente die du auch noch erfunden hast für ALLE.

Halleluja.....gut das ich noch Kollegen hab die 75 sind und Perfekt mit dem PC umgehen können. Aber stimmt ja es ergibt ja kein Sinn das jemand das mit 55 oder 75 kann. 😉

Als 55 jähriger hat man keine Selfies zu machen.....macht kein Sinn....und auch unter zwang muss man auf die Enkel aufpassen....anderes macht kein Sinn. 😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Das die Wirtschaft eine Erhöhung der H.4. Sätze ablehnt kann ich mir gut vorstellen. ...

Ich weis man arbeitet schon lange auf das Amerikanische System hin und das wäre wieder ein Schritt näher dahin dann jedoch sollten sich die Befürworter aber auf eine höhere Kriminalität einstellen und das kostet hinten rum auch nicht gerade wenig. Also ich zahle lieber für H.4. Empfänger als für neue Knäste, Herr Gräff wahrscheinlich nicht.

Nicht umsonst sind in den Staaten so viel Menschen hinter Gittern um genau zu sein die meisten Weltweit und das sollte einem zu denken geben, nicht immer nur die Dollarzeichen in den Äuglein haben, ruhig auch mal ein bisschen weiter denken, nech.😉

Was glaubt der "gute" Herr Gräff denn was die machen werden wenn sie kein Geld mehr haben sich zu diesem Hungerlohn irgendwo verdingen, mitnichten, träumt weiter, die rutschen alle ab in die Kriminalität das ist alles was bei solch einem "Genialen" Vorschlag raus käme wie gesagt siehe USA.🙄

Was meinst Du mit dem amerikanischen System? Und woher der Zusammenhang mit den vielen Menschen hinter Gittern?

In den USA gibt es auch Befürworter für eine Art solidarisches/bedingungsloses Grundeinkommen. Vor allem in Kalifornien und Colorado ist man da dran, etwas neues einzuführen. Auf jeden Fall geht es um eine Reform des Sozialsystems. Es geht vor allem darum, die Löhne von Geringverdienern aufzufüllen. Diese sogenannte Lohnauffüllung funktioniert dann wie eine große Steuererstattung und wird an die Arbeitnehmer mit geringem Einkommen gezahlt, wenn die Steuererklärung fällig wird. Der genaue Betrag steigt oder fällt, je nach dem Gehalt: Je weniger man verdient, desto mehr bekommt man dann. Bis jetzt sollen es 600.000 Amerikaner (in Kalifornien) bekommen und es wird darum gekämpft, dass es noch viel mehr Menschen in Anspruch nehmen können.
 
Das setzt allerdings voraus daß jetzt auf einmal jede Menge Minijobs vorhanden sind. Die vorher alle nicht gemacht wurden, weil keiner die Bedingungen - Abzüge über Hartz, bis am Ende trotzdem nicht mehr übrigblieb - akzeptieren wollte. Und das bezweifle ich jetzt mal ganz fromm.

Gegen den Wegfall der starren Zuverdienstgrenzen und Abzüge bei Hartz habe ich nichts. Das ist längst überfällig. Aber dafür braucht man kein BGE, nur eine taugliche Hartz-Reform. Also kein Argument zugunsten BGE.


Doch gerade bei Hartz 4 muss man sich nackig machen und sich von den Mitarbeitern schikanieren lassen. Das muss man mit einem BGE nicht mehr.
 
In den USA hat man eine ganz andere Sichtweise auf soziale Gerechtigkeit.
In dem Land, in dem es Tellerwäscher bis zu Millionär bringen können, herrscht die Do-It-Yourself Mentalität. Wenn man nicht gerade krank ist, ist man an Armut eben selber Schuld.

In den USA wird ein BGE deswegen wohl kaum Fuss fassen können. Sogar eine Krankenversicherung ist in den USA nicht selbstverständlich. Aus US Sicht, klagen Deutsche auf hohem Niveau.

Den US-Geist wünsche ich mir manchmal auch hier. Viele Amis glauben an den amerikanisches Traum; daran dass Fleiß und Einsatz belohnt werden. Hier im Hilferuf Forum lese ich dagegen Threads wie "lohnt es sich überhaupt sich Mühe zu geben?". Ich kann verstehen, dass jemand mit 60 Jahren und vielen Bauchlandungen frustriert ist, aber wenn ein 20 Jähriger ohne Lebenserfahrung solche Fragen stellt, stimmt doch hier was nicht.

Egal ob es jemals ein BGE geben wird oder nicht, es muss Menschen möglich sein ihr Leben abseits von Sozialleistungen zu führen. Wenn ich höre, dass es zu wenig Arbeit gäbe und deswegen BGE zwangsläufig die Lösung sei, dann sage ich: falsch! Es darf nie die Lösung sein, einen Teil der Menschen auf ein Abstellgleis zu schieben.

Wir brauchen die US Mentalität, dass jeder für sein Leben verantwortlich ist und mit Einsatz etwas erreichen kann, arbeiten kann! Wenn Menschen anfangen auszurechnen, ob sich arbeiten "lohnt", dann stimmt was nicht. Dann sind vielleicht Löhne zu gering oder sonstwas. Dann brauchen wir kein BGE, sondern einen besseren Arbeitsmarkt.

Das BGE wird nicht helfen wenn es nur eine bedingungslose bessere Sozialleistung ist. ich behaupte: Über 50% der Hartz 4 Empfänger KÖNNEN arbeiten. Sie sind aber nicht faul, sondern haben oft schlicht den Anschluss an das Leben und den Arbeitsmarkt verloren. Sie glauben nicht an den US Traum, sondern sind deprimiert und zurückgezogen. Diese Menschen sollten wir aber nicht verloren geben, egal ob mit Hartz 4 oder einem BGE.
 
Es darf nie die Lösung sein, einen Teil der Menschen auf ein Abstellgleis zu schieben.
Keiner Lohnarbeit nachzugehen ist automatisch ein Abstellgleis? Finde ich doch ziemlich eigenartig diese Auffassung. Aber in unserer Leistungsgesellschaft wahrscheinlich der Status Quo.

Ich finde es generell sehr merkwürdig in was für panikartige Schnappatmung die Leute verfallen bei der Vorstellung Arbeit wäre irgendwann kein Muss mehr für die Mehrheit. Früher träumten die Menschen davon, dass die Maschinen sie irgendwann von der Arbeit befreien und heute ist das plötzlich die schrecklichste Vorstellung überhaupt.

Dieser Arbeitsfetischismus ist wirklich zu einer Art Ersatzreligion für die meisten geworden hab ich das Gefühl. Der technische Fortschritt wird vielen Leuten gewaltig in den A**** treten und die Gesellschaft kräftig umkrempeln. Ach nein, ganz vergessen, wir werden ja alle Programmierer und Systemadministratoren in Zukunft. 🙄
 
Das setzt allerdings voraus daß jetzt auf einmal jede Menge Minijobs vorhanden sind. Die vorher alle nicht gemacht wurden, weil keiner die Bedingungen - Abzüge über Hartz, bis am Ende trotzdem nicht mehr übrigblieb - akzeptieren wollte. Und das bezweifle ich jetzt mal ganz fromm.

Stichwort Arbeitsteilung. Auf lange Sicht werden immer weniger Menschen benötigt als Arbeitskraft und mit einem BGE würden sich die alten Lohnstrukturen eh ändern. Wer fett Kohle machen will wird nach wie vor den ganzen Tag arbeiten gehen müssen aber wenn man mit weniger zufrieden ist muss man das nicht. Dann Zahlt der Chef eben 2 halbe Gehälter und hat zwei motiviertere Angestellte, die nicht ständig halb überarbeitet und gestresst sind. Kinder und Job unter einen Hut bringen wird auch einfacher. Viele Jobs sind auf Dauer furchtbar in Vollzeit aber bei täglich 4 Stunden sieht das durchaus anders aus. Die Arbeitsbedingungen würden sich auch zwangsläufig verbessern wenn die Menschen nicht mehr so erpressbar wären aufgrund von Existenzängsten. Sie könnten einfach gehen wenn es ihnen nicht gefällt und der Chef bleibt dann eben auf seinem Drecksjob sitzen bis er ihn verbessert. Mehr Augenhöhe und mehr Flexibilität.
 
Keiner Lohnarbeit nachzugehen ist automatisch ein Abstellgleis? Finde ich doch ziemlich eigenartig diese Auffassung. Aber in unserer Leistungsgesellschaft wahrscheinlich der Status Quo.

Ich finde es generell sehr merkwürdig in was für panikartige Schnappatmung die Leute verfallen bei der Vorstellung Arbeit wäre irgendwann kein Muss mehr für die Mehrheit. Früher träumten die Menschen davon, dass die Maschinen sie irgendwann von der Arbeit befreien und heute ist das plötzlich die schrecklichste Vorstellung überhaupt.

Dieser Arbeitsfetischismus ist wirklich zu einer Art Ersatzreligion für die meisten geworden hab ich das Gefühl. Der technische Fortschritt wird vielen Leuten gewaltig in den A**** treten und die Gesellschaft kräftig umkrempeln. Ach nein, ganz vergessen, wir werden ja alle Programmierer und Systemadministratoren in Zukunft. 🙄


Momentan haben wir diese Verhältnisse aber noch gar nicht ... Wie - wenn nicht durch Arbeit, kann man heutzutage sich sein Leben aufbauen und davon leben. Bis jetzt ist es noch nicht so, dass hier und heute Erwerbslosigkeit ein Dauerzustand (mit oder ohne Hartz 4 o. ä.) für alle Menschen zum erstrebenswertesten Ziel gehört.

Andreas900 hat geschrieben: Egal ob es jemals ein BGE geben wird oder nicht, es muss Menschen möglich sein ihr Leben abseits von Sozialleistungen zu führen. Wenn ich höre, dass es zu wenig Arbeit gäbe und deswegen BGE zwangsläufig die Lösung sei, dann sage ich: falsch! Es darf nie die Lösung sein, einen Teil der Menschen auf ein Abstellgleis zu schieben.
Das ist eine andere Aussage, als Du sie interpretierst.
 
Richtig, ich gehe von jetzigen bzw. realistischen Bedingungen aus und nicht von utopischen Zukunftsvorstellungen.

Dabei stellt sich für mich immer eine Frage: WIE entscheiden wir, WER mehr Geld als ein anderer bekommt. Die Antwort darauf: Arbeit

Selbst wenn morgen jeder ein BGE erhielte, würden 90% der Menschen mehr verdienen wollen. Wie? Durch Arbeit.

Das ist kein Arbeitsfetischismus sondern schlicht Realität. Und es ist eine gute Realität, dass Menschen immer mehr wollen und aktiv ihr Leben verbessern wollen. Es geht nicht darum, dass wir uns nur über Arbeit definieren, es geht um gerechte Geldverteilung.

Wer über ein BGE diskutiert, MUSS über Arbeit diskutieren. Er muss darüber nachdenken, dass auch mit einem BGE die Mehrheit aller Menschen Arbeit haben MUSS.

Von daher ist die ständige Leier, es gäbe nicht für alle Arbeit Blödsinn. Es wird immer ausreichend Arbeit geben, es muss! Und wenn wir Arbeit im Zweifel anders aufteilen müssen. In jedem denkbaren System muss Arbeit so gestaltet sein, dass 90%+X der Menschen arbeiten können und so aktiv mitbestimmen können, ob sie mehr Geld bekommen.

Ich weiß, die Utopie sich anders als in Arbeit gesellschaftlich zu beteiligen, klingt toll. Und viele helfen freiwillig und arbeiten auch heute ehrenamtlich, gut so! Das kann ein BGE fördern, ja! Arbeit ist und wird aber immer Maßstab dafür bleiben wie viel Menschen wortwörtlich "verdienen".
 
Momentan haben wir diese Verhältnisse aber noch gar nicht ... Wie - wenn nicht durch Arbeit, kann man heutzutage sich sein Leben aufbauen und davon leben. Bis jetzt ist es noch nicht so, dass hier und heute Erwerbslosigkeit ein Dauerzustand (mit oder ohne Hartz 4 o. ä.) für alle Menschen zum erstrebenswertesten Ziel gehört.

Andreas900 hat geschrieben: Egal ob es jemals ein BGE geben wird oder nicht, es muss Menschen möglich sein ihr Leben abseits von Sozialleistungen zu führen. Wenn ich höre, dass es zu wenig Arbeit gäbe und deswegen BGE zwangsläufig die Lösung sei, dann sage ich: falsch! Es darf nie die Lösung sein, einen Teil der Menschen auf ein Abstellgleis zu schieben.
Das ist eine andere Aussage, als Du sie interpretierst.

Die Verhältnisse werden kommen, egal ob ganz langsam und schleichend oder plötzlicher als man denkt. Natürlich wird es weiterhin die Möglichkeit geben zu arbeiten. Nur weil es keinen Zwang zur Arbeit mehr gibt heißt das ja nicht, dass es ein Verbot gibt. Aber ziemlich sicher ist auch, dass eben in Zukunft nicht mehr jeder einzelne Mensch als Arbeitskraft gebraucht wird. Aber da wird auf jeden Fall ein generelles Umdenken stattfinden müssen, wenn nicht die Selbstmordrate in die Höhe schießen soll. Diese stumpfe Arbeitsversessenheit wird dann eben nicht mehr massentauglich sein.
Und die Frage "was willst du werden bzw. machen wenn du groß bist" ist dann auch nicht mehr mit einem Blick in die Stellenanzeigen zu beantworten. Is doch super!
 
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