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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Wie will man also die Vorteile eines BGE erkennen oder gar messen?
Die wirkliche Gefahr besteht ja darin, dass Finnland wirklich das BGE einführen könnte, weil das dann zu einem großen Wettbewerbsvorteil führen würde.
Daher wirken andere auf das Land ein, den Test nicht optimal und lange genug, fortzuführen.

So wichtig ist Finnland wirtschaftlich nicht, daß andere Länder es nötig hätten, den Test zu sabotieren. Auch von wegen Wettbewerbsvorteil sind keine nennenswerten Veränderungen drin. Wer vorher nicht arbeitswillig war, wird es durch das BGE auch nicht, eher steigen mit BGE Leute mit mieser Tätigkeit aus dieser aus. Ergo ein absinken statt steigen der Produktivität, und damit nix Wettbewerbsvorteil.
 
Wer vorher nicht arbeitswillig war, wird es durch das BGE auch nicht, eher steigen mit BGE Leute mit mieser Tätigkeit aus dieser aus.

Ganz im Gegenteil, durch den Wegfall des ganzen starren Hartz 4 Anrechnungskram, wird die Hürde kleinere Beschäftigungen anzunehmen viel geringer. Natürlich hat kaum einer Bock 6 Stunden täglich ackern zu gehen um dann 180€ davon behalten zu dürfen und trotzdem vom Amt abhängig zu sein. Oder Vollzeit irgendeinen Scheiß Job zu machen um dann nen Hunni mehr zu haben als mit Hartz 4. Oder Aufstocker zu sein und über jeden Mist Rechenschaft ablegen zu müssen.

Das alles fällt weg wenn Jemand durch nen 400€ Job tatsächlich sein Einkommen völlig unbürokratisch auf 1400€ erhöhen könnte. Und wenn man unliebsame Jobs endlich anständig bezahlt werden sich auch da immer genug Leute finden. Zu denken die Menschen würden plötzlich alle ultra bescheiden und genügsam mit ihrem Existenzminimum rumhängen ist einfach völlig weltfremd und spricht eher Bände über die eigene Mentalität und verbitterte Weltsicht als über das Wesen der Menschen.

Der Mensch will immer mehr, darauf war und ist Verlass. Zumindest wenn man ihm nicht allzu viele Steine in den Weg legt.
 
Das setzt allerdings voraus daß jetzt auf einmal jede Menge Minijobs vorhanden sind. Die vorher alle nicht gemacht wurden, weil keiner die Bedingungen - Abzüge über Hartz, bis am Ende trotzdem nicht mehr übrigblieb - akzeptieren wollte. Und das bezweifle ich jetzt mal ganz fromm.

Gegen den Wegfall der starren Zuverdienstgrenzen und Abzüge bei Hartz habe ich nichts. Das ist längst überfällig. Aber dafür braucht man kein BGE, nur eine taugliche Hartz-Reform. Also kein Argument zugunsten BGE.
 
Das setzt allerdings voraus daß jetzt auf einmal jede Menge Minijobs vorhanden sind. Die vorher alle nicht gemacht wurden, weil keiner die Bedingungen - Abzüge über Hartz, bis am Ende trotzdem nicht mehr übrigblieb - akzeptieren wollte. Und das bezweifle ich jetzt mal ganz fromm.

Gegen den Wegfall der starren Zuverdienstgrenzen und Abzüge bei Hartz habe ich nichts. Das ist längst überfällig. Aber dafür braucht man kein BGE, nur eine taugliche Hartz-Reform. Also kein Argument zugunsten BGE.

Aber alleine das wäre ja schon mal ein guter Anfang und ein Schritt in die richtige Richtung. Es würde jede Menge Bürokratie wegfallen Zeit für die Sachbearbeiter freischaufeln und mehr Anreiz für Arbeit ist es auch.
 
Die ganzen Umstellungen für ein BGE wären erst einmal eine riesige Quelle für Bürokratie, weil da erst mal für jeden Fliegenschiß eigene Prüfkommissionen und was weiß ich gegründet werden müßten - und das alles mit sehr ungewissem Ausgang. Dagegen sind Hartz-Reformen per simplem Federstrich zu machen.
 
Die ganzen Umstellungen für ein BGE wären erst einmal eine riesige Quelle für Bürokratie, weil da erst mal für jeden Fliegenschiß eigene Prüfkommissionen und was weiß ich gegründet werden müßten - und das alles mit sehr ungewissem Ausgang. Dagegen sind Hartz-Reformen per simplem Federstrich zu machen.

Naja dann macht man das eben Schrittweise so das sich die Bürokratie darauf einstellen kann. Das wäre für mich sowieso am vernünftigsten und mit der Abzugsregelung fangen wir doch gleich mal an.😀 So zum Warmlaufen.😛
 
Wenn das Hartz erst mal für Geringverdiener taugt und für Leute, die eh nicht erwerbsfähig sind, ein eigenes System jenseits Hartz gegründet wird - gibt es gar keine Grundlage mehr für ein BGE. Denn dann würden echt nur noch die chronisch arbeitsunwilligen, die Faulpelze davon profitieren.
 
Als allerallererstes sollte für Arbeitslose etwas verbessert werden, die in Hartz4 fallen.
Was für ein Unding, dass ein Handwerker, der nach vielen Jahren arbeitslos wird, auf das gleich Niveau von jemandem gestellt wird nach einem läppischen Jahr, der noch nie einen Handschlag getan hat.

Genauso die Aufstocker. Wie kann es sowas geben, dass man aufstocken muss, um soviel zu haben wie jemand, ....

Bei der Rente dasselbe.

Wie kann es sein, dass ich nach 35 Arbeitsjahren soviel bekomme wie jemand, der nie einen Cent in die Rentenkasse eingezahlt hat.
 
Wenn das Hartz erst mal für Geringverdiener taugt und für Leute, die eh nicht erwerbsfähig sind, ein eigenes System jenseits Hartz gegründet wird - gibt es gar keine Grundlage mehr für ein BGE. Denn dann würden echt nur noch die chronisch arbeitsunwilligen, die Faulpelze davon profitieren.

Ich weis worum es dir geht du möchtest gerne die Spreu vom Weizen trennen ja das verstehe ich aber ich denke man wird das nie so richtig können.

Es gibt ja auch noch eine oder mehrere Gruppen dazwischen nämlich die, welche nicht Chronisch krank und Erwerbsfähig jedoch nur zu alt für den Arbeitsmarkt sind, die dann auch noch mit den Sanktionen zu belegen grenzt für mich schon an blanken Hohn.

Wollen wir uns doch mal nichts vormachen den 55 Jährigen Kohlearbeiter bekommt man nicht mehr untergebracht und ich weis nicht ob es noch viel Sinn macht den in Computerlehrgänge zu stecken.
Früher ist diese Berufsgruppe in dem Alter mal in Rente gegangen und das zurecht. Ich weis nicht ob es das heute immer noch gibt aber ich fürchte bald nicht.
 
Die Diskussionen im Land über ein solidarisches oder bedingungsloses Grundeinkommen haben ja inzwischen viele Seiten bekommen, nun haben CDU-Politiker sozusagen wieder "neues Öl" in das Diskussions-Feuer gegossen.
Christian Gräff, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigungen der Berliner Union (MIT) hat in einem Interview der "Berliner Morgenpost" vor einem oder 2 Tagen geäußert, dass es ist bei der derzeitigen Situation am Arbeitsmarkt nicht einzusehen wäre, dass Menschen, die 25 oder auch 45 Jahre alt sind, zu Hause sitzen und Hartz IV beanspruchen können. Das sei für ihn gewissermaßen ein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Wirtschaftspolitiker lehnen nicht nur eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze ab, sondern es wird vielmehr gefordert, dass Menschen unter 50 gar kein Geld mehr bekommen sollen. Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Arbeit annehmen könne, der werde weiter unterstützt.
Dazu führt dann der Herr Gräff aus, dass angesichts von hunderttausenden fehlenden Arbeits- und Fachkräften in der Wirtschaft die Bundesregierung prüfen müsse, ob vor allem die jüngeren Menschen bei der derzeitigen Arbeitsmarktsituation mehr in die Pflicht genommen werden können.
 
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