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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Nein, es ist nicht finanzierbar. Nicht ohne sehr hohe Steuern. Und genau das werden die Konservativen nicht machen.
Jedem Menschen der ein wenig rechnen kann - Überschlagsrechnung - wird klar sein, daß wenn sowas käme, es keineswegs "bedingungslos" wäre.
 
A

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
Wenn es ein BGE geben sollte, ziehe ich um in Richtung mikenull an die französische Grenze. Bekomme in Deutschland mein BGE und arbeite in Frankreich, muss ja kein anstrengender Vollzeitjob sein. 1.000 € BGE und 600 € Arbeitseinkommen reichen mir 😀
 
Es wird kein BGE geben. Weil es nicht finanzierbar ist. Es gibt bisher kein Modell das eine glaubwürdige Finanzierung vorgelegt hat. Bisher nur Kaffeesatz-Leserei. Maximal wird bei steigender Beschäftigung unter einer linken Regierung ( falls eine kommen würde ) eine Minderung der Sanktionen geben - mehr aber auch nicht.
Aber selbstverständlich darf die Familie auf der Hallig in Schleswig-Holstein einen Versuch machen.

Was Du da als "nicht finanzierbar" bezeichnest, gleicht dann auch mehr einer Kaffeesatz-Deutung als einer realen Berechnung. Die Schweizer gelten ja, was Wohltaten anbelangt, eher als Pfennigfuchser, und dennoch gibt es das BGE bei den Eidgenossen.
Wenn ich dann bedenke, dass in meinem Bundesland (NRW) in einem der letzten Haushalte von knapp 22 Mrd. rd. 4, 5 Mrd. für die Migration eingestellt waren, lässt das für mich den Schluss zu, das Geld da ist, wenn der politische Wille dazu vorhanden ist.
Im Übrigen würden die Empfänger das BGE in der Mehrheit sicher nicht auf die hohe Kante legen, sondern wieder in den Wirtschaftskreislauf geben. Das wäre ein wahrhaftes Konjunkturprogramm.
Zudem ließen sich Kosten der Öffentlichen Hand einsparen, weil es derzeitiger Fördermaßnahmen unterschiedlichster Art gar nicht mehr bedürfte.

Burbacher
 
Wenn es ein BGE geben sollte, ziehe ich um in Richtung mikenull an die französische Grenze. Bekomme in Deutschland mein BGE und arbeite in Frankreich, muss ja kein anstrengender Vollzeitjob sein. 1.000 € BGE und 600 € Arbeitseinkommen reichen mir 😀

Ich dachte bei eigenem Einkommen gäbe es kein BGE?
Und in der Steuererklärung muss man ja mittlerweile Explizit angeben, ob ausländische Einkünfte vorhanden sind.
 
Ach, sie wollen? Ja, das tun wir auch alle.
Und es geht höchstens um einen weiteren Testversuch, mit *hust* 2 Personen die 12 Monate zusätzliches Geld erhalten.

Wollt ihr mich veräppeln? 😕



@ kareena
schau mal nach "dauphin", die kanadische Stadt ohne Armut.
Erfolgreich getestet und wieder eingestellt.
Wenn ich nichts übersehen habe, wurde alle Experimente die irgendwo diesbezüglich vorgenommen wurden, niemals längerfristig übernommen.
 
Knapp 83 Milliarden würde ein BGE in Höhe von 1.000 € deutschlandweit kosten, abzüglich der Kosten die es sparen würde an Sozialausgaben (z.B. für Hartz 4). Effektiv würde ich vielleicht schätzen 50 Mrd.

Gemessen am Bundeshaushalt von rund 320 Mrd. aber auf jeden Fall eine hohe Summe.

Kurzfristig finanzierbar: Ja.

Nachhaltig/langfristige Finanzierbarkeit: Jain
Es wären dauerhafte Ausgaben, die nicht gegenfinanziert sind wie etwa eine Versicherungsleistung. Auch wenn ein Teil über Steuern zurückfließt, wäre es fraglich wie das Modell bei immer weniger Arbeitskräften (demographische Entwicklung) funktioniert. Ein BGE hätte das gleiche Problem wie die Renten heute.

Gerecht: ???
Kommt auf die konkrete Gestaltung an. Aber machen wir uns nichts vor, ein echtes bedingungsloses Grundeinkommen, wer will das wirklich? Braucht die 6 köpfige Familie 6.000 € zuzüglich 1-2 Arbeitseinkommen. Braucht der Millionär ein BGE? Braucht jeder Zuwanderer ein BGE (auch der Asyl Bedürftige, der kostenfrei in einer Unterkunft lebt)?

Sonstige Probleme/Fragen: Viele
Was geschieht mit Rentenanwartschften? bekommen Menschen Rente UND BGE?
Was geschieht mit den Mieten? Gibt es lokal angepasste BGE Sätze an Mietspiegel?
Wie besteuern wir Menschen, die in Deutschland BGE bekommen aber im Ausland arbeiten?
Wie finanzieren sich Krankenkassen?
Was passiert mit Eigentümern?
Wie entwickeln sich die Preise?
Wie entwickeln sich die Löhne?
.....

Das BGE wäre vielleicht die größte Reform der Menscheitsgeschichte.

Die Experimente in Finnland und der Schweiz könnten wertvolle Erfahrungswerte in die Diskussion um das Bedingungslose Grundeinkommen einbringen. Lustigerweise ist aber selbst das Schweizer Modell nicht durchdacht. Es wird getestet wie Menschen sich mit dem BGE verhalten, die Volksabstimmung aber sagt nichts aus wie es finanziert werden soll.
Insofern ist ein Experiment, in dem jeder 1000 € mehr bekommt, sicher schön, in dem Moment aber wo diese 1.000 € irgendwo her kommen müssen, sieht das anders aus.
 
Die Experimente in Finnland und der Schweiz könnten wertvolle Erfahrungswerte in die Diskussion um das Bedingungslose Grundeinkommen einbringen. Lustigerweise ist aber selbst das Schweizer Modell nicht durchdacht. Es wird getestet wie Menschen sich mit dem BGE verhalten, die Volksabstimmung aber sagt nichts aus wie es finanziert werden soll.

Es ist doch ohnehin ein Witz wenn man von 2 Probanden spricht.
Des weiteren kann ich mir bei solchen Experimenten sowieso nur an den Kopf greifen.

Man möchte damit also die Frage klären ob Menschen ihre berufliche Tätigkeit niederlegen?
Und dann greift man sich eine handvoll people und sagt ihnen, das machen wir jetzt 12 oder 24 Monate?
Ah ja..., da wirft, gerade bei grosser Arbeitslosigkeit Drumherum, jeder natürlich seinen Job hin um dann nach dieser
kurzen Testphase, monatelang wieder auf arbeitssuche sein zu müssen und den Job den man evtl. seit 20 Jahren ausübt, nie mehr wieder bekommt.

Was soll dieser quatsch eigentlich??

Wenn ich für 12 Monate mehr Geld habe, erhalten meine Kredite eine Sondertilgung. Mehr passiert nicht. Tolles Experiment...ich kündige sicher nicht meinen job und töpfere im Keller ein bißchen vor mich hin.
 
jaaaa, Danke! 😀
Ich meinte ja auch eher den guten Burbacher. ^^

Ist ja gut. Ich bin da, das kommt tatsächlich mal vor, einer Fehlinformation aufgesessen. Wenn ich mich richtig erinnere, haben sie das in der Schweiz in der Tat mal erwogen und- auch daran erinnere ich mich- mal testweise gestartet. Es gab damals in einem anderen Forum einen Schweizer, der so etwas berichtete.

Ansonsten bleibe ich bei meiner Meinung. Unser Staat unterhält auf den verschiedenen Ebenen so viele Fördertöpfe und zahlt für sehr unterschiedliche Bedürfnisse Gelder, die sich dann auch zu einem Bürgergeld zusammenfassen ließen.
Am Ende ginge dieses Geld, davon bin ich überzeugt, in den Konsum, wovon der Staat ja auch wieder profitierte.

Burbacher
 
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