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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Nicht die Finanzierung, sondern die Rückzahlung von denen, die es sowieso dicke haben! Kapito?

Es soll keiner ZURÜCKZAHLEN. Hat doch nie jemand hier gesagt.

Jeder finanziert das BGE über Steuern mit.
Sprich auch wer 5000 € netto im Monat verdient, bekommt BGE, zahlt aber zb über die Lohnsteuer etwa so viel zusätzlich wie das BGE ihm bringt. Für den normalen AN soll das BGE unterm Strich neutral sein. Kapito?
 
Außerdem fallen diejenigen, die unter Abbau der Bürokratie verstanden werden, auch ins BGE.......( ist das nicht eine sog. Win-win-Situation? )

Eben erst redet ihr von den unzähligen Non-Profit Bereichen und jetzt findet ihr es schlecht wenn man Non-Profit Bereiche reduziert? Sollen wir die Bürokratie als ABM erhalten? Die Beamten können auch Büroklammern basteln, Hauptsache Job?

Überlegt doch mal wie viel Arbeitskraft im öffentlichen Sektor frei würde um sich zb der heutigen Asylproblematik oder anderen Problemen zu widmen.
 
Du hast durchaus Recht, dass die Verlockung größer ist auf der faulen Haut zu liegen wenn man dafür nicht mal einen Antrag stellen muss.

Die interessante Frage ist, über wie viele Leute wir da reden und ob das große negative Auswirkungen hätte.

Das könnte ich natürlich auch nur mutmaßen.

Insgesamt muss ich aber sagen, überzeugen mich allmählich deine Ausführungen zum BGE! :blume:

Zumindest bist du in der Lage, einige Vorbehalte sachlich entkräften zu können.
 
Es soll keiner ZURÜCKZAHLEN. Hat doch nie jemand hier gesagt.

Jeder finanziert das BGE über Steuern mit.
Sprich auch wer 5000 € netto im Monat verdient, bekommt BGE, zahlt aber zb über die Lohnsteuer etwa so viel zusätzlich wie das BGE ihm bringt. Für den normalen AN soll das BGE unterm Strich neutral sein. Kapito?
Wie soll das funktionieren? Schlägt man das BGE auf die normale Lohnsteuer drauf, oder erhöht man den Prozentsatz der Lohnsteuer massiv? Und wo ist die Grenze zwischen Großverdiener und "normalem" AN? Und was ist z. B. mit Freiberuflern, Landwirten etc., denen - da nicht Arbeitnehmer - keine Lohnsteuer abgezogen wird, sondern die ihre Einkommensteuer in vollem Umfang aus der eigenen Tasche zahlen müssen (und zuweilen nicht können oder wollen...)
 
Wie soll das funktionieren? Schlägt man das BGE auf die normale Lohnsteuer drauf, oder erhöht man den Prozentsatz der Lohnsteuer massiv? Und wo ist die Grenze zwischen Großverdiener und "normalem" AN? Und was ist z. B. mit Freiberuflern, Landwirten etc., denen - da nicht Arbeitnehmer - keine Lohnsteuer abgezogen wird, sondern die ihre Einkommensteuer in vollem Umfang aus der eigenen Tasche zahlen müssen (und zuweilen nicht können oder wollen...)

Richtig, die Lohnsteuer bzw. Einkommenssteuer könnte entsprechend erhöht werden. Ganz einfach.

Und diese "Mehrsteuer" kann jeder bezahlen weil das Mehr an Steuer ja nur ungefähr dem entspricht was er im Rahmen des BGE vorher mehr bekommt. Wie gesagt: ergebnisneutral! +/- 0

Wenn jemand keine Steuern zahlen will, ist das in jedem System ein Problem. Ich sehe aber nicht, wie jemand das BGE steuerlich hinterziehen soll, schließlich ist das BGE eine Einkunft, die keiner verschleiern kann. Jeder Landwirt bekommt BGE und muss logischerweise mehr Steuern zahlen. Das BGE erleichtert doch keine Steuerhinterziehung.
 
Fromme Worte. Geld einnehmen ist bekanntlich viel leichter als eingenommenes Geld, das man vielleicht schon längst auf den Kopf gehaut hat, wieder zurückzuzahlen. Oder der Staat verrechnet das Geld, das nicht zurückbezahlt wird, mit dem nächsten BGE, das dann eben ein paar Monate lang nicht ausbezahlt wird, bis die Summe wieder drin ist?
 
Da wäre ich findig. Als Selbstständiger, der schön regelmäßig monatlich das BGE bekommt könnte man z.B. zusätzlich eine Tätigkeit als Reiseschriftsteller ( ich weiß wovon ich rede... ) aufnehmen. Jeder weiß ja wie teuer solche Reisen sind. Auf denen man dann schreibt.
Oder man könnte teuere Geschäftsreisen zu den Kunden in aller Welt machen; zur Aquise sozusagen. Ich würde wetten, daß von dem ausbezahlten BGE da nur sehr wenig - im Idealfall gar nicjhts - in die Kassen zurückfließen würde. Aber das hatten wir hier alle schon mal, wer mitgelesen hat.
 
Zitat Rhenus:

Sorry, wenn ich da einmische.
Die Arbeitgeberbeiträge zur Arbeitslosenversicherung sind für den Arbeitgeber eine Pflichtabgabe und keine Solidarleistung!
Daher kann man auch keine Planspiele damit begründen, wer solidarischer oder sozialer ist.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Es ging darum, daß BEIDE ( AG und AN ) einbezahlen müssen. Das ist solidarisch ( so erfunden worden ) Ob Zwang oder nciht ist da unerheblich.

😉

"Solidarisch" sind aber die Zahler untereinander!
Das sagt das Wort aus.
Dass ein Arbeitgeber zahlen muss, ist in diesem Falle paritätisch, obwohl das schon aufgeweicht wurde.
Denn der AG zahlt teilweise mindere Sätze oder der AN wird mit Sonderbeiträgen traktiert.
 
Wie bitte? Beamte nicht sozialabgabenpflichtig? Da muß ich aber mal lachen. Für Beamte (lebenslänglich) gibt es keine Arbeitslosenversicherung - weil sie nicht (mehr) arbeitslos werden können, dafür aber Zeit ihres Arbeitslebens dem Arbeitgeber (Staat) weisungsgebunden sind, z. B. jederzeit auch an neue Dienststellen umziehen müssen, wenn die jeweilige vorgesetzte Stelle das so verlangt. Z. B. mal so eben von Bonn nach Berlin oder so, oder abgeordnet in die hinterste Pampa, wenn eine Stelle verlagert wird, um "strukturschwache Regionen (politisch gewollt) zu unterstützen".

Nun das rührt mich fast zu Tränen... 🙂
Verlangt man von Arbeitslosen keinen Umzug? Allerdings ohne Trennungszulage usw.
Und wäre ein Arbeitnehmer nicht auf Knien dankbar eine Lebensstellung zu bekommen...?

Es gibt aber Fälle wo die Solidargemeinschaft eintreten muss, daher wäre es schon gut die fetten Gehälter mit in die Sozialkassen zu integrieren.
Schließlich ist der Staat größter Arbeitgeber!

Hast mir aber nicht erklärt welche Sozialversicherungsbeiträge der Beamte zahlt, wenn man von freiwilliger Krankenversicherung und privater Pflegeversicherung mal absieht. 😀


Und sind nicht zigtausende in vorzeitigen Ruhestand gegangen!
Damit sie nicht von Bonn nach Berlin mussten oder mit Abfindung entlassen worden, wobei damit spätestens dein Argument, sie kämen nicht in öffentlichen Kassen, entkräftet ist.


Beamte zahlen als Arbeitnehmer ganz normal Lohnsteuern samt Soli, Kirchensteuern falls Mitglied, für Kranken- und Pflegeversicherung ist die Mitgliedschaft in einer "freiwilligen" Kranken- und Pflegeversicherung verpflichtend (!) -

Was haben Lohnsteuern und Kirchensteuern damit zu tun?
Und Privatpatienten haben doch Vorteile, oder?

das Beihilfesystem der Beamten zahlt (maximal) die Hälfte aller Leistungen, den Rest muß der Beamte - per seiner Versicherung - selbst aufbringen, und die "freiwilligen" nehmen es bekanntlich vom Lebendigen, die sind nicht billig.

So, so...
Da hast du dir geflissentlich den niedrigsten Satz gesucht, andernfalls ist es 80% Erstattung.
Und unterm Strich, ist der Aufwand trotz Privatversicherung niedriger, als ein Leben lang in der Gesetzlichen zu zahlen.
In jungen Jahren spart man ganz schön.


Rentenbeiträge zahlen die Beamten nicht, da sie Pensionen vom Staat, nicht Renten aus dem Rentensystem, beziehen, und für die Pensionen wurde bereits in den 60er Jahren der sogenannte "Gehaltsverzicht" eingeführt in Höhe von 7 % Abzug vom Bruttolohn, von dem eines Tages die Pensionen finanziert werden sollten. Dummerweise wurde nur dieser Abzugsbetrag nie irgendwo angelegt - das war reines Buchgeld, das nach Abzug spurlos verschwand, und erst irgendwann in den 80er/90er Jahren, als klar wurde, daß die Verbeamtungswellen der 60er und 70er, als jeder zum Beamten gemacht wurde, der bei drei nicht auf dem Baum war, irgendwann unerwünschte Folgen in Form von jeder Menge Pensionäre haben würde, ging man langsam daran, Rücklagen für diesen Zweck aufzubauen. Weshalb übrigens der Staat sich auch weigert, die Beamten ins normale Rentensystem, wie oft gefordert, zu überführen - nicht die Beamten sind dagegen, sondern ihr Arbeitgeber, weil der nämlich im Gegenzug auch alle Pensions-Rücklagen, die ja schon seit den 60ern hätten zurückgelegt werden müssen, in die Rentenkassen überweisen müßte, und das ist nicht möglich, weil diese Gelder gar nicht existieren.

Stimmt!
Ich habe auch nichts gegen Beamte gesagt... Lediglich kritisiert, dass sie nicht mit den guten Gehältern, in der Solidargemeinschaft aller Versicherten eingegliedert sind.

Es ging in meinem Kontext darum, dass weite Bevölkerungsgruppen mit guten Einkommen, nicht solidarisch in den gesetzlichen Kassen sind.
Also - damit das nochmals klar ist - werden die Kassen austrocknen, nicht mehr haltbar sein und daher das BGE kommen muss!

Und warum kommen junge Beamte nicht in die Pflichtversicherungen?


Übrigens gibt es noch einen deutlichen Unterschied zwischen normalem Arbeitnehmer und Beamten: während bei normaler Rente nur der Zinsanteil zu versteuern ist, deren günstige Freibeträge (bisher jedenfalls) die wenigsten Rentner überschritten haben, weshalb sie meistens gar nicht steuerpflichtig waren (außer sie hatten noch andere Einkünfte) muß ein Beamter seine Pension lebenslänglich voll mit Lohnsteuer versteuern - ohne die Möglichkeit von Werbungskosten- und ähnlichen Abzügen, weil die ja bei einem nicht mehr arbeitendem Beamten nicht mehr anfallen. Also Steuerpflicht bis zum Grab.

Du spricht von der Vergangenheit!
Ich will das BGE nicht rückwirkend einführen... 😉
Zudem haben Beamte auch Freibeträge.
Es wird bei Rentnern die schrittweise Vollbesteuerung eingeführt.
Dazu kommt dann die private Vorsorge. So kann es durchaus eine Einkommensteuer geben.

Und ich sage dir noch was....
Wird das BGE nicht kommen, so werden zukünftig alle Einkommen in der Rente steuerpflichtig und sozialversicherungspflichtig werden.
Mieten, Kapitalerträge, Zusatzrenten, usw.
Anders ist das System nicht mehr finanzierbar!
Das hast du übrigens jetzt schon, nur die Freibeträge sind noch hoch, dass es kaum jemand merkt und erkennt, dass diese Art der Vorsorge sehr fragwürdig ist.

Ich frage also noch einmal die Runde, hat jemand die Tragweite der Agenda 2010 ganz verstanden?
Denn noch nicht alles ist in Kraft oder wirkt sich aktuell aus.
 
Richtig, die Lohnsteuer bzw. Einkommenssteuer könnte entsprechend erhöht werden. Ganz einfach.

Und diese "Mehrsteuer" kann jeder bezahlen weil das Mehr an Steuer ja nur ungefähr dem entspricht was er im Rahmen des BGE vorher mehr bekommt. Wie gesagt: ergebnisneutral! +/- 0

Wenn jemand keine Steuern zahlen will, ist das in jedem System ein Problem. Ich sehe aber nicht, wie jemand das BGE steuerlich hinterziehen soll, schließlich ist das BGE eine Einkunft, die keiner verschleiern kann. Jeder Landwirt bekommt BGE und muss logischerweise mehr Steuern zahlen. Das BGE erleichtert doch keine Steuerhinterziehung.

Ihr vergesst alle die tausend anderen Steuern, die jeder Mensch bezahlen muss.
Selbst Babys zahlen theoretisch von ihrem Einkommen (Kindergeld) diverse Steuern, von der Mehrwertsteuer bis zur Energie- oder Mineralölsteuer.

Die Einkommensteuer ist im Ertrag für den Staat lächerlich und weit überschätzt!
Die Haupteinnahmen des Staates generieren sich aus anderen Erträgen.

Daher ist die Floskel... 10% der Einkommensteuer wird von... usw. gezahlt, eine blendende Lüge!
Das wird immer gerne im Zusammenhang der Sozialgesetze angeführt.
 
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