Und was ist, wenn ich einen bestimmten Job will, aber einfach schlichtweg nicht die Skills dafür mitbringe, egal wie sehr ich das möchte? Dann falle ich aus dem Raster raus. Oder was mache ich, wenn ich 100 bessere Konkurrenten habe, die talentierter sind?
Ich würde wahnsinnig gerne selbst Videospiele entwickeln, so richtig profimäßig mit allem drum und dran, die in der oberen Liga spielen und häufig gekauft werden und keine Nischenprodukte sind. Wäre ein Traum. Ich würde freiwillig 20 Stunden am Tag arbeiten. Und nun? Selbst wenn ich es versuchen wollen würde, bzw. mein Talent erkannt hätte, Plots und Charaktere zu entwerfen, wäre ich noch von dem Wohlwollen bestimmter Chefs abhängig und hätte massig Konkurrenten. Weil es mehr Leute wie mich gibt, die sich das wünschen, als frei verfügbare Stellen und Bedarf.
Bitte jetzt keine Grundsatzdiskussion darüber, dass Findefuchs gerne profimäßig Storyboards und Settings für Videospiele machen wollen würde 😉.
Damit wertest du aber ganz schön. Und vieles ist kein Gemotze (was du ja auch tust), sondern schlichtweg eine andere Meinung. Es geht hier auch über ein brisantes Thema, wo sich die Geister scheiden. Du kannst anderen nicht deine Meinung aufzwingen oder alles nur als nicht-Gemotze empfinden oder als gut und fundiert, was so denkt und tickt wie du.
Recht hast du aber damit, dass unser Bildungssystem oft versagt und dass mehr Platz für Freigeistigkeit sein sollte und weniger Leistungsdruck oder Hackordnungen. Aber ganz vermeiden kann man es nicht.