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Ich habe keine Lust zu arbeiten

Monarose, nee über das Geld beschwer ich mich sicher nicht. Das ist das wenigste Problem, da leb ich lieber bescheiden aber glücklich. Ich sag immer, lieber weniger verdienen aber dafür glücklich. Haha... ich bekomm nicht mal die Chance dazu!!!

Nee ist gar nicht öde. Ich find immer ne Beschäftigung, dass passt schon! Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, 8 Stunden am Tag in nem Kabuff zu hocken und zu schuften. Warum auch? Für was eigentlich? Für was macht man das??

Ich bin 28. Und ich krieg die Zeit daheim schon rum. Aber was die Jobsuche betrifft, ich resigniere und mich k*** es so an. Ich frag mich echt für was. Ich hab alles menschenmögliche getan und das kann ich wirklich ohne schlechtes Gewissen und ohne Zweifel sagen, ich hab bestimmt über 250 Bewerbungen abgeschickt, jede einzelne davon stundenlang gut durchdacht und ausgefeilt und nuuuuur Absagen! Kam es zum Vorstellungsgespräch blieb es dabei und die Absage kam eben dann und ich war toll gekleidet und präsentierte mich von meiner besten Seite. Ich hab das alles gelernt und weiss wie es geht.

Ist doch kein Wunder wenn ich langsam gar keinen Bock mehr habe!!! Wenn das so erniedrigend und frustierend ist, dass man schon an seiner eigenen Person zweifelt... dann eben nicht. Dann resigniere ich auch irgendwann. Würde doch jeder irgendwann mal!

Und Nehelenja, ja es ist so verdammt frustierend, sooooo sehr!!! Ich geb wirklich nichts auf die Kohle, ich sag immer, hauptsache die Arbeit passt, ob ich jetzt etwas mehr oder weniger verdiene - nicht so wichtig. HAHA, erstmal überhaupt was arbeiten dürfen! Wenn einem NIEMAND die Chance gibt dazu, einen Job in dem erlernten Beruf zu bekommen... irgendwann kommts automatisch, dass man keinen Bock mehr hat und sich zu gerne sonst wo gern haben lässt.

Das schlimme ist, nicht mal die Chance zu bekommen, sich beweisen zu können, zu zeigen das man was drauf hat!! Zum ko****. Aber gut, dann eben gar nicht. Dann könnt ihr mich mal...

Ist doch wahr!

GENAU; sofort wird man als Assi abgestempelt wenn man so denkt wie ich, dass ist ja das Tollste daran! Keinen interessiert es warum man so geworden ist und was man schon alles einstecken und mitmachen musste... zack, Stempel drauf und gut.
 
Das sind ja Ansichten hier. Wenn alle so denken würden, wäre der Staat nicht in der Lage ALG I bzw. ALG II zu bezahlen.
Ich kann zwar verstehen, dass keiner gerne für einen Hungerlohn arbeitet. Da hilft nur eins: Nicht aufgeben und immer wieder Bewerbungen schreiben. Auch wenn es lästig ist und nervt. Irgendwann ergibt sich was. Ein Freund von mir hat 350 Bewerbungen geschrieben und hat, weil er eben nicht aufgegeben hat, einen tollen Job gefunden. Da ist er jetzt schon seit 6 Jahren und rundum zufrieden.
 
Irgendwie hab ich das Gefühl , als läge die akute Arbeitsunlust auch an den Bewerbungen , " wo Du schreibst" , weil , wenn ich so eine Bewerbung auf den Tisch bekäme, " wo Du geschrieben hast " bzw. " wo Du gemacht hast" dann wäre ich sicher guten Gewissens , wenn ich sie nicht in die engere Wahl ließe , ergo es ist vielleicht nicht alles gut genug , was man für gut hält ......

Des weiteren hab ich das Gefühl als wärst Du mit Deiner Lebenssituation, unabhängig von der Arbeitsmarktlage, äußerst unzufrieden , klingt für mich zumindest so....


Heißt Tina_29 das Du 29 bist ? Wenn ja , wann hast Du Deine Lehre gemacht und als was - wieviel Erfahrung hast Du im Job und was kannst Du ?

Weil wenn Du schreibst - hab nix vernünftiges gearbeitet ( also keine Erfahrung gesammelt ) hab nur Plätze freigehalten ( also auch nix getan ) 3 Jahre für eine Erziehungsurlauberin und wurde nicht übernommen ( weil ich es in den 3 Jahren nicht geschafft habe die Firma von meinen Qualitäten zu überzeugen ) habe danach nur Zeitarbeitsverträge gehabt ( die ebenfalls nicht verlängert wurden , weil ich andauernd krank war ) - !!!!!!

-,also mal im Ernst , wer bitte soll Dich einstellen, und warum ?

Ich versuche es Dir anders zu erklären ....wenn ich ein Kartenhaus baue und nicht dafür sorge , das kein Durchzug ist , kann ich nicht davon ausgehen , das es stehen bleibt !!!

Oder

wenn ich ein Auto lackiere und nicht dafür sorge, dass es technisch in Ordnung ist , kann ich nicht davon ausgehen, dass es fährt, auch dann nicht , wenn es schön aussieht ....

Ich an Deiner Stelle , würde anders handeln , ich würde versuchen, die ganze Situation mal realistisch zu sehen, mich dementsprechend bei Unternehmen bewerben, die mir als angemessen erscheinen , die eine gute soziale Struktur aufweisen und für geleistete gute Arbeit auch gerecht entlohnen.


Ich könnte jetzt nicht sagen , dass es sich nicht lohnt, in der BRD arbeiten zu gehen.

Genauso bin ich aber auch davon überzeugt , das schlechte Qualität der Arbeit zu geringer Entlohnung führt , das marode Unternehmensstrukturen zur Gewinnmaximierung des Unternehmens durch Lohndumping führen , sowas ist als Sprungbett gut - ( mache den Mist mit, aber suche dringend was besseres, weil ich qualitativ gesehen unterfordert und unterbezahlt bin ) zumindest ist es als Sprungbett besser als die Aussage , sitze Zuhause rum , gehe mir selbst auf den Geist und hab im Grund keinen Bock es sei , ich kriege viel Geld fürs Nixtun .....

Monarose hat recht - keiner zwingt Dich zum arbeiten , Du darfst faul sein , aber dann beschwere Dich nicht .....

Richtig ist aber auch - überdenke Deine Situation , Deine Ausdrucksweise , die Qualität Deiner Bewerbungen und Deiner Arbeitsleistungen , bilde Dich ggf. unternehmensspezifisch weiter , zeige die Bereitschaft, Dich für ein Unternehmen einzusetzen . Wenn Du Dir das selbst aber nicht wert bist , so brauchst Du keinen Zuspruch , in der Form , das man Dir sagt ," ne lohnt sich nicht , mit der Arbeit ", sondern den Zuspruch, es Dir wieder selbst wert zu werden .

Ich wünsche Dir viel Glück
 
P
Ich habe keine Lust zu arbeiten

Du hast keine Lust zu arbeiten; das ist doch o.k.
Die meisten die zur Arbeit gehen, haben auch keine Lust zu arbeiten. Tun, was sie nicht tun wollen, weil viele tun, was sie nicht tun wollen, weil Politik und persönliches Umfeld (= Leute, die zur Arbeit gehen, obwohl sie viel lieber anderes täten, und die deshalb über/auf Leute schimpfen, die nicht zur Arbeit gehen😀) wollen, dass der Mitmensch arbeiten gehe.

Was machst Du gerne? Wo liegt (D)eine spezielle Begabung? Für was würdest Du freiwillig um 4 Uhr das Bett verlassen?
Über solche und ähnliche
Fragen kannst Du Dich mal an Deinen Kern ranfühlen.
Lebe aufrichtig, folge Deiner Intuition, dann passt das schon.
 
Viele faule Leute sind sich gar nicht darüber im Klaren, dass die ach so schreckliche Berufstätigkeit auch soziale Kontakte vermittelt, die nicht in allen Fällen ausschließlich unangenehm sind. Das Herumhängen zu Hause ist nur kurzzeitig befriedigend. Langzeitarbeitslose lassen sich vielfach mit zunehmender Dauer ihrer Arbeitslosigkeit gehen, vernachlässigen ihr Äußeres, pflegen sich und ihre Wohnung nicht mehr so wie früher, weil der Tag keine Struktur mehr hat, ziehen sich von allen und allem zurück, auch deshalb, weil für nichts mehr Geld übrig ist.

Meist kann man sich mit einer guten Ausbildung und einer Arbeitsstelle auch mehr leisten denn als Hartz IV-Empfänger. So zu tun, als ob nahezu alle einigermaßen gut ausgebildeten Leute oder gar Akademiker arbeitslos auf der Straße liegen oder für einen Hungerlohn arbeiten müssten und Lernen und Arbeiten sich sowieso nicht lohnen würden, ist die Lüge derer, die schlicht und ergreifend zu allem im Leben zu faul sind und vor der kleinsten Anstrengung kapitulieren. Sie betrügen sich in Wirklichkeit selbst und suchen nur faule Ausreden, um nichts an ihrem Lebensstil ändern zu müssen. Dann brauchen sie auch hinterher nicht zu maulen, wenn sie sich nichts leisten können. Ich sehe nicht ein, warum die Faulsten der Gesellschaft von denen, die arbeiten, auf noch höherem Niveau durchgefüttert werden als bisher. Das wäre ja noch schöner!

Den Hintern hochkriegen, sich nicht mit einem Hauptschulabschluss zufrieden geben, ein gepflegtes Äußeres, Interesse, Eigeninitiative, Engagement, Durchhaltevermögen auch bei Rückschlägen und lebenslanges Lernen - dann klappt's in den allermeisten Fällen auch mit einer Arbeit, von der man leben kann!
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt Mitmenschen.

Andere Optionen? Ich wüsste nicht was! Nur meinen erlernten Beruf.

Es gibt Können, also Erlerntes, und es gibt Begabungen - Gaben. Eines lese ich jedenfalls aus deinen Beiträgen heraus: du steckst voller Energie, die sich unbedingt irgendwie freisetzen will. Die Leute, die dich faul nennen, kannst du links liegen lassen. Sie predigen Wasser und trinken heimlich Wein. Finde raus, was deine Stärken sind und wie du sie einsetzen kannst. Ob nun freiberuflich, selbständig oder angestellt. Sei kreativ.
 
Wie ist es denn, wenn man versucht, einen anderen Job zu machen? - mit Hilfe von anderen Jobs an irgendwelche besseren Positionen heranzukommen?
Wenn sich die Threadstarterin so langweilt bei allem, muss es doch ein Einfaches sein, sich in bessere Stellungen hochzuarbeiten. 🙄
 

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