Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deutschland

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
AW: Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deustchland

wolf-souled:

ja, es gibt und gab immer schlecht bezahlte Jobs.
Aber jeder hat das Recht, die Freiheit, die Möglichkeit, daß er/sie eben diesen Jobs entkommt, indem man sich für höheres qualifiziert.
Sollen doch andere den Drecksjob machen, ich will mehr. Dieser Ehrgeiz ist die einzige Grundvoraussetzung.

Der Unterschied liegt darin, daß manche den Ehrgeiz haben, sich nicht mit dem Ist-Zustand zufrieden zu geben und sich weiterbilden.
Andere bleiben im schlechtbezahlten Ist-Zustand sitzen und jammern lieber.

Und das ist keine Erscheinung unserer modernen Gesellschaft, das gab es immer schon.
Früher arbeiteten manche ihr Leben lang als Holzknecht, während der andere Hufschmied (oder was auch immer) lernte und sich selbstständig machte.
Das wirkte sich auf die Kinder aus, die eine Familie hatte das Geld um die Kinder in Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichten zu lassen während für die Kids des Holzknechts vorbestimmt war, daß sie wie der Vater als Analphabeten im Holzschlag ihr Leben verbringen werden.
Vor allem wenn sie zu Hause gepredigt bekamen wie schlecht die Welt doch ist und daß sie sowieso schlechte Voraussetzungen hätten und daher nie etwas anderes "besseres" aus ihnen werden würde.

Heute ist Bildung gratis (wofür unsere Vorfahren hart gekämpft haben) und für jeden zugänglich.
Es ist also leichter als damals, dem Teufelskreis zu entfliehen.

PS:
den Ehrgeiz kann man übrigens sehr gut anstacheln bei Kindern.
Mein Sohnemann ist leider in der Schule keine Leuchte. Er tut sich schwer, schwimmt so mit, aber er könnte sicher mehr wenn er nicht "chillen" im Kopf hätte (beginnende Pubertät) 🙂

Am Schulschluß war das Zeugnis äußerst mager.
Ich wollte ein ernstes Wort mit ihm reden, ließ es dann aber.
Er sollte erstmal die Ferien genießen und gegen Ferienende wollte ich mit ihm reden.
Wenn er nicht gerade mit seinem Kumpels mit dem Rad herumfuhr oder Fußball spielte hing er vorm Fernseher bis ich heimkam von der Arbeit.
Da hatten wir ca. 3Wochen nach Schulschluß ein unerwartet wirksames Gespräch.
Er hatte nachmittags diese Sendungen gesehen mit Hartz 4 usw...
Abends fragte er, ob das Tatsachen seien, ob es in Deutschland wirklich so zugehe.
Sagte ich, daß es nicht nur in D so ist, auch in Ö leben Leute so.
Konnte er sich nicht vorstellen.

Da sagte ich so nebenbei "wenn du so weitermachst in der Schule lebst du eines Tages auch so."
Lachte er, nein, er übernimmt doch die Firma.
Lachte ich widerum und erklärte ihm mit ernstem Ton, ich MUSS ihm nichts übergeben, kann auch meine Tochter bekommen und daß ich die Firma jenem gebe, der mir geeigneter dafür erscheint und nicht automatisch ihm, nur weil er ein Mann ist.

Daraufhin war er baff.
Ende des Gesprächs.
Die restlichen Wochen erzählte er mir abends immer, wieviel er angeblich gelernt hat fürs neue Schuljahr. Glaubte ich ihm nicht ganz, ich kann ihn tagsüber nicht kontrollieren wenn ich im Büro sitze.

Nun waren die ersten Tests in der Schule.
Und ganz ehrlich - Hut ab - ich erkenn meinen Sohn nicht wider.
Der schreibt Noten von denen ich bisher nur träumen konnte.
Auf die Frage, warum es plötzlich so bergauf ginge sagte er "weil ich nicht so enden will wie die im Fernsehen".

Also man sieht, auch in Kindern kann man schon sehr gut den Ehrzeiz wecken. Ganz ohne Drill und Zwang.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deustchland

Sorry, das ist Heuchelei
Die Leute, die unsere Länder nach dem Krieg aufgebaut haben, leben heute nicht mehr und wenn doch, dann recht komfortabel.
Klar, wer nie etwas geleistet hat, lebt mit Minirente. Auch damals packte nicht jeder mit an.

Die Kinder von ALG II Empfänger verstehen die Welt heute noch nicht, klar.
Eines Tages werden sie aber alt genug sein und nachdenken, warum sich Schulkollegen etwas leisten können (Urlaub usw...) und sie nicht.
Ob da nicht doch die eigenen Eltern dran schuld sind und nicht eine Weltverschwörung.

Die Kassiererin am Supermarkt hätte sich weiterbilden können und damit einen höheren Verdienst erreichen.

Die Friseurin jammert gerne (auch meine) über ihr Nettogehalt.
Daß sie nebenbei privat und steuerfrei ihre Dienst anbietet, dadurch locker ein paar Hunderter im Monat schwarz ins Geldbörsel fließen, verschweigt sie gerne.

Natascha,

sorry, du lebst in einer heilen Welt und bist weit von denen weg, die du beurteilst.

Es ist dein Wohlstandsdenken und nicht einen Tag in deinem Leben, wo du die andere Seite kennen lernen konntest.
Du gibst her Ratschläge, die faktisch nicht umzusetzen sind.
Du behauptest hier Theorien vom Erfolg, die real nicht durchführbar sind. Jeder Mensch hat nur ein Leben.
Du denkst dich froh, um nicht mit dem Schrecklichen konfrontiert zu werden.
Deinen Wohlstand verdankst du deiner Geburt, nicht deines Könnens.

Eines Tages werden sie aber alt genug sein und nachdenken, warum sich Schulkollegen etwas leisten können (Urlaub usw...) und sie nicht.
Nein falsch... !
Die Hartz 4 er werden sich wundern, warum sie auf dem Amt ihre Schulkollegen treffen werden, wenn dieses System des nach oben Verteilens gescheitert und zusammen gebrochen ist, weil der Euro nicht mehr fließen wird.

Es staut sich jetzt schon so viel Geld an der Wirtschaft vorbei, dass ich die Prognose wage, dass auch du in spätestens 10 Jahren anders denken wirst.
Reiche kaufen mittlerweile Regierungen und Staaten auf...!

Die Friseurin jammert gerne (auch meine) über ihr Nettogehalt.
Daß sie nebenbei privat und steuerfrei ihre Dienst anbietet, dadurch locker ein paar Hunderter im Monat schwarz ins Geldbörsel fließen, verschweigt sie gerne.
Wobei ich auf die Frage komme.. du mit deinen schönen Haaren, als Unterstützerin der Schwarzarbeit? 😉
Wäre es nicht vielmehr so, dass wenn sie einen normalen Lohn hätte, sich Schwarzarbeit nicht lohnen würde.

Und mal ehrlich, du hast noch nie etwas "schwarz" gemacht, geduldet oder bei der Steuer getrickst...?
Denk dran, Lügen muss man beichten... 🙂
 
AW: Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deustchland

Bildung ist nicht kostenlos, vorallem Weiterbildung oft nicht. In Bayern gibt es immernoch Studiengebühren (zumindest war das vor kurzem noch so). und selbst wenn nicht, dann kann sich das nicht jeder leisten und manche wollen es auch garnicht. Vielleicht weil sie einfach "gerne" Krankenschwestern, Friseure oder Bauarbeiter sind. Wie kann es überhaupt eine Arbeit geben, die qualitativ weniger oder mehr wert ist? Wenn diese Jobs so nutzlos wären, dass man dafür nichts bezahlen muß, dann gäbe es sie garnicht mehr.

Es gibt Branchen, in denen man früher gut verdient hat, die aber als solche beinahe komplett auf Zeitarbeit outgecourst wurden. So jemandem kann man wohl keinen Vorwurf machen, dass er was gescheiteres hätte lernen können. Zu seiner zeit war das nämlich mal was gutbezahltes und gescheites.

Die Verteilung von Einkommen ist heute einfach mehr als unverhältnissmäßig. Ein Friseur hat faktisch für das was er tut, weitaus mehr verdient, als das was er bekommt. Und nicht nur der. Es ist nicht die Arbeit, die schlecht ist, sondern die Bezahlung. Und da könnte der Staat durchaus eingreifen wenn er denn wollte. Stattdessen wird einem aber suggeriert, dass man ja keine mindere Arbeit zu machen braucht. Wer setzt überhaupt diese Maßstäbe? Die Wahrheit ist nämlich, dass die ganzen "Reichen" ziemlich blöd aus der Wäsche schauen würden, wenn es plötzlich keine Deppen mehr gäbe, die für Hungerlöhne ihre "Drecksarbeit" machen würden. Eingeredet wird es einem aber "umgekehrt". Wenn es so weiter geht, dann werden die meißten nicht mehr auf ihre Arbeit angewiesen sein, da sie unterm Strich nicht viel weniger hätten wenn sie arbeitslos wären.

Ich frage mich manchmal wie Menschen die glauben, dass alle selber schuld sind, die weniger verdienen oder kein Studium haben,mit ihresgleichen umgehen. Solche Überzeugung (ala deine Arbeit ist ja auch wirklich nichts wert) muß sich doch unweigerlich im täglichen Leben auswirken. Sind das dann die, die den Kellner anblaffen, der Krankenschwester das Leben zur Hölle machen und über Müllmänner spotten? Schließlich ist man ja selbst schuld an seinem schwachen Verdienst und obendrein auch noch dumm, weil mans nicht anders gemacht hat.

In meiner Überzeugung jedenfalls ist jeder Job genug wert, dass man von ihm leben kann, sich bisschen was zurücklegen kann. Arbeit muß angemessen bezahlt werden. Für mich gibt es keine "schlechten" oder "minderen" Berufe. Nur solche, die mir gefallen oder eben nicht gefallen würden. Auch studieren ist nicht jedermans Sache und es ist noch lange nicht jeder Studierte klüger, gebildeter und weiser als ein nichtstudierter. Bei dieser Trennung in gut und schlecht, intelligent und doof grußelt es mich. Ich frage mich wie lang es wohl noch dauert, bis wir dieses Schichtendenken in der Verfassung niederschreiben. Und bevor man spontan, die arme Hälfte der Menschheit als zu faul oder dumm abstempelt, um besseres aus sich zu machen, sollte man mal über folgendes Zitat nachdenken:

„Mann der Arbeit, aufgewacht! Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still,
wenn dein starker Arm es will ...“
 
AW: Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deustchland

Wenn es so weiter geht, dann werden die meißten nicht mehr auf ihre Arbeit angewiesen sein, da sie unterm Strich nicht viel weniger hätten wenn sie arbeitslos wären.

so lang Arbeitslose Unterstützung in heutiger Höhe bekommen gebe ich dir Recht.
Wer sagt aber, daß diese Unterstützung nicht sinkt?

Du hast den typischen Mitteleuropäer in dir.
Sozial bis zum umfallen. Ist ja im Grunde kein Fehler.
Nur wird dann oft übersehen, daß auch wieder andere Zeiten kommen können, wo auch in Westeuropa das soziale Netz nicht mehr finanzierbar ist.

Und bevor es so weit kommt sollte man gegenlenken und genauer schauen, wer tatsächlich Unterstützung verdient hat (sich um Arbeit bemüht, wegen Krankheit benachteiligt usw...) .... ihnen kann man auch ruhig mehr vergönnen.
Dazu muß man aber auch jede Art von Schmarotzer aus dem System werfen.
Dann läufts wieder rund.

Nochmal zurück zum Thema Weiterbildung:
es fehlt sowohl bei euch in D wie auch in Ö extrem an Facharbeitern.
Bildungsangebote für Arbeitslose werden nicht angenommen (zumindest hier in Ö)
Na hallo, muß man sich jetzt arbeitslose, aber arbeitswillige und gut ausgebildete Spanier "importieren", die unsere Arbeitslosen erhalten?
 
AW: Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deustchland

Ausserdem geht es um die "gerechte" Verteilung von Einkommen und davon ist genug da, dass jeder ein einigermaßen gutes Leben haben könnte.

Oh, oh! Das ist aber eine gefährliche Aussage, Gazelle.
Denn wenn einerseits gesagt wird das dritte Welt Vergleiche hinken und im nächsten Satz geschildert wird das jeder ein einigermaßen gutes Leben haben könnte, hört eure Denke anscheinend an der Landesgrenze auf?
Das heisst, bevor wir uns für den Lehmhüttenbewohner einsetzen schauen wir nur auf den Hartz IV Empfänger in Deutschland? Weil uns der Rest der Welt nicht interessiert?

Oder interessiert uns dies doch aber wir möchten nicht zugeben dass wir uns eigentlich um den Lehmhüttenbewohner mehr kümmern sollten als um einen Hartz IV Empfänger in der BRD?

Aus diesem kontext heraus wäre es nicht nur möglich, sondern auch notwendig solche globalen Vergleiche zu ziehen und nicht einfach da aufhören wo man keine Lust mehr hat.
 
AW: Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deustchland

Wieso werden hier ellenlange Beiträge zu Deutschen Verhältnissen aus Österreich geschrieben ?

Sind die Verhältnisse gleich ? Gibt es in Ö die gleichen Leistungen ? Hartz 4 Programm ?

Ich frage,weil Nataschas Sohn erst aus dem Fernehen von Hartz IV erfuhr.
 
AW: Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deustchland

galubst du wirklich, dass jeder es zu wohlstand bringen kann?
zumindest der, der genug grips mitbringt, kann es zum abitur bringen, ein fach studieren, dessen absolventen gesucht sind, und spaeter gutes geld verdienen, ja sicher.

wenn DIE kassiererin im supermarkt sich weiterbildet und einen besser bezahlten job macht (so sie denn einen bekommt, und nicht anschliessend "weitergebildet" kassiert), sitzt halt eine andere an der kasse. muss ja.
es MUSS doch immer jmd. da sein, der die schlechtbezahlten jobs macht. sonst würde doch alles zusammenbrechen.
einziger ausweg - mehr lohn auch für diese jobs..
nein! es gibt zu viele, deren bildung nur fuer die supermarktkasse reicht. wenn sich erheblich mehr leute weiter bilden wuerden statt an der supermarktkasse zu sitzen, dann wuerde die kassiererin vielleicht irgendwann zur mangelware, und dann koennte sie auch mehr geld verlangen, weil der betrieb sonst nichts verkaufen koennte.

solange es aber mehr als genug leute gibt, die nur solche eher gering qualifizierten jobs machen koennen, ist der lohn in dem bereich natuerlich sehr gering - das ist aber auch notwendig und gut so, weil es ja sonst keinen anreiz gaebe, etwas zu lernen, was auf dem arbeitsmarkt eher gesucht wird.

und ich finde ehrlich gesagt jetzt schon, dass es zuviele theoretiker gibt in den unternehemen (die viel verdienen), und zu wenige, die wklich produktiv arbeiten. produzieren.
wieso? mangelt es etwa an leuten, die "wirklich produktiv" arbeiten?
ich nehme an, mit "wirklich produktiv" meinst du den, der die vorprodukte in die jeweilige maschine packt, die endprodukte rausnimmt und verpackt etc - meinst du ernsthaft, an arbeitskraeften fuer so unqualifizierte arbeiten gaebe es irgendeinen mangel?

den mangel gibts doch eher an den "theoretikern", die diese maschine entwerfen, sich um ihre finanzierung kuemmern, sie aufbauen, sie programmieren etc.

dummerweise ist es eine scheiss arbeit, erstmal zum theoretiker zu werden. schon in der schule muss man aufpassen und lernen und spaeter muss man dann noch ein studium durchziehen, so einfach ist das nicht. wieso sollte sich einer diese muehe machen, wenn er dann spaeter einen stundenlohn von 30 euro hat und ein unqualifizierter arbeitnehmer einen stundenlohn von 25 euro?

kriegt aber der eine 6 euro und der andere 60 euro, dann ist der entsprechende anreiz vorhanden!


also nicht jammern, wenn man wenig verdient, sondern sich an die eigene nase packen, dass man nicht was gelernt hat, mit dem man mehr geld verdienen kann.

und die friseurin, was soll die denn machen? von 800€ im monat (bei vollzeit wohlgemerkt) leben? sich auch weiterbilden und was anderes arbeiten? und von wem lässt du dir dann die haare machen?
bergeweise koennten friseurinnen sich weiterbilden und was anderes arbeiten, ohne dass es anschliessend zu wenige friseurinnen gaebe.

also ja bitte, liebe friseurinnen, bildet euch weiter und lernt was vernuenftiges, wenn ihr dazu irgendwie im stande seid!

"schlimmstenfalls" gibts irgendwann nur noch so wenige friseurinnen, dass man denen einen vernuenftigen stundenlohn bezahlen muss und nicht nur 3,80 euro. das waer gut fuer die, die sich weitergebildet haben, gut fuer die, die friseurin bleiben und auch noch gut fuer die sozialkassen.

und denen dann zu sagen "du bist selber schuld" ist nicht fair.
ich kenne genug leute, die, wenn es darum geht, sich bildung anzueignen, nicht grade "hier" schreien, sondern sich eher zurueckhalten. das waer ja auch anstrengend...

bei denen sage ich tatsaechlich: selber schuld.

wer heute noch friseur(in) wird, ob er mehr erreichen koennte, der ist wirklich selber schuld.

ein armes schwein ist dagegen, wer auf grund koerperlicher oder geistiger handicaps leider gar nicht mehr erreichen kann.
 
AW: Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deustchland

Nochmal zurück zum Thema Weiterbildung:
es fehlt sowohl bei euch in D wie auch in Ö extrem an Facharbeitern.
Bildungsangebote für Arbeitslose werden nicht angenommen (zumindest hier in Ö)
Na hallo, muß man sich jetzt arbeitslose, aber arbeitswillige und gut ausgebildete Spanier "importieren", die unsere Arbeitslosen erhalten?

Ich ergänze den ersten Satz: es fehlt extrem an Facharbeitern, die für einen Hungerlohn arbeiten wollen. (die Gastronomie ist da mein Lieblingsbeispiel)

Bist du den Arbeitslosengeld,- Notstandshilfe- und Mindestsicherungsbeziehern wirklich das bisschen Geld neidig? Ich stimme zu, dass sich Arbeiten vielfach finanziell zu wenig auszahlt, aber das wäre ein Grund dafür, endlich Arbeit gerecht zu entlohnen.

Ich verstehe jeden, der es sich dreimal überlegt, einen Job um 1000€ brutto für Vollzeit anzunehmen. Auch deswegen, weil er, sobald er wieder arbeitslos wird, deutlich weniger Arbeitslosengeld bekommt. So beginnt die Abwärtsspirale.

Und Bildungsangebote für Arbeitslose: in erster Linie will das AMS (verständlicherweise) seine eigenen Kurse füllen. Das sind nur leider nicht unbedingt die, die Arbeitslose weiterqualifizieren.
Ob man einen anderen Kurs bewilligt bekommt, hängt vom Betreuer ab, ist also Glückssache.

LG
Vesna
 
AW: Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deustchland

Jeder soll sich weiterbilden,besser noch studieren.

Was soll man mit den ganzen "Planern am PC" wenn niemand da ist der den Plan lesen kann und handwerklich umsetzt.

Es sollen sogar schon Pläne herausgegeben worden sein,welche handwerklich gar nicht umzusetzen sind.😀
 
AW: Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deustchland

Oh, oh! Das ist aber eine gefährliche Aussage, Gazelle.
Denn wenn einerseits gesagt wird das dritte Welt Vergleiche hinken und im nächsten Satz geschildert wird das jeder ein einigermaßen gutes Leben haben könnte, hört eure Denke anscheinend an der Landesgrenze auf?
Das heisst, bevor wir uns für den Lehmhüttenbewohner einsetzen schauen wir nur auf den Hartz IV Empfänger in Deutschland? Weil uns der Rest der Welt nicht interessiert?

Also was dieses Thema angeht, hört es für mich wirklich erstmal an der Landesgrenze auf. Jedes Land sollte in erster Linie schon auch etwas gegen seine eigene Armut tun, bevor es großzügig Geld spendet an andere Länder. Denn nur dann, wenn die Armut in den eigenen Kreisen beseitigt ist, kann es als "starkes" Land ernsthaft etwas an den Verhältnissen in der Welt ändern und vorallem die Mittel hierfür aufbrigen.

Oder interessiert uns dies doch aber wir möchten nicht zugeben dass wir uns eigentlich um den Lehmhüttenbewohner mehr kümmern sollten als um einen Hartz IV Empfänger in der BRD?

Ich finde wir sollten uns erst einmal um unsere eigenen Sorgenkinder kümmern, bevor wir in die Welt hinausgehen und dort etwas propagieren, was wir selbst nicht zu leisten vermögen. Nicht zuletzt im Interesse all jener die Jahrelang geschuftet haben und jetzt "unschuldig" in Hartz vier sitzen.

Aus diesem kontext heraus wäre es nicht nur möglich, sondern auch notwendig solche globalen Vergleiche zu ziehen und nicht einfach da aufhören wo man keine Lust mehr hat.

Ich halte es für sinnlos zwei völlig verschiedene Strukturen miteinander vergleichen zu wollen. Wem ist damit geholfen? Es heißt ja nicht umsonst man sollte erstmal vor seiner eigenen Tür kehren. Auf Deutschland bezogen, bedeutet das, dass wir erstmal hier unsere Verhältnisse klären müssen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben