Natascha74
Aktives Mitglied
AW: Arbeiten gehen lohn sich nicht mehr in Deustchland
wolf-souled:
ja, es gibt und gab immer schlecht bezahlte Jobs.
Aber jeder hat das Recht, die Freiheit, die Möglichkeit, daß er/sie eben diesen Jobs entkommt, indem man sich für höheres qualifiziert.
Sollen doch andere den Drecksjob machen, ich will mehr. Dieser Ehrgeiz ist die einzige Grundvoraussetzung.
Der Unterschied liegt darin, daß manche den Ehrgeiz haben, sich nicht mit dem Ist-Zustand zufrieden zu geben und sich weiterbilden.
Andere bleiben im schlechtbezahlten Ist-Zustand sitzen und jammern lieber.
Und das ist keine Erscheinung unserer modernen Gesellschaft, das gab es immer schon.
Früher arbeiteten manche ihr Leben lang als Holzknecht, während der andere Hufschmied (oder was auch immer) lernte und sich selbstständig machte.
Das wirkte sich auf die Kinder aus, die eine Familie hatte das Geld um die Kinder in Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichten zu lassen während für die Kids des Holzknechts vorbestimmt war, daß sie wie der Vater als Analphabeten im Holzschlag ihr Leben verbringen werden.
Vor allem wenn sie zu Hause gepredigt bekamen wie schlecht die Welt doch ist und daß sie sowieso schlechte Voraussetzungen hätten und daher nie etwas anderes "besseres" aus ihnen werden würde.
Heute ist Bildung gratis (wofür unsere Vorfahren hart gekämpft haben) und für jeden zugänglich.
Es ist also leichter als damals, dem Teufelskreis zu entfliehen.
PS:
den Ehrgeiz kann man übrigens sehr gut anstacheln bei Kindern.
Mein Sohnemann ist leider in der Schule keine Leuchte. Er tut sich schwer, schwimmt so mit, aber er könnte sicher mehr wenn er nicht "chillen" im Kopf hätte (beginnende Pubertät) 🙂
Am Schulschluß war das Zeugnis äußerst mager.
Ich wollte ein ernstes Wort mit ihm reden, ließ es dann aber.
Er sollte erstmal die Ferien genießen und gegen Ferienende wollte ich mit ihm reden.
Wenn er nicht gerade mit seinem Kumpels mit dem Rad herumfuhr oder Fußball spielte hing er vorm Fernseher bis ich heimkam von der Arbeit.
Da hatten wir ca. 3Wochen nach Schulschluß ein unerwartet wirksames Gespräch.
Er hatte nachmittags diese Sendungen gesehen mit Hartz 4 usw...
Abends fragte er, ob das Tatsachen seien, ob es in Deutschland wirklich so zugehe.
Sagte ich, daß es nicht nur in D so ist, auch in Ö leben Leute so.
Konnte er sich nicht vorstellen.
Da sagte ich so nebenbei "wenn du so weitermachst in der Schule lebst du eines Tages auch so."
Lachte er, nein, er übernimmt doch die Firma.
Lachte ich widerum und erklärte ihm mit ernstem Ton, ich MUSS ihm nichts übergeben, kann auch meine Tochter bekommen und daß ich die Firma jenem gebe, der mir geeigneter dafür erscheint und nicht automatisch ihm, nur weil er ein Mann ist.
Daraufhin war er baff.
Ende des Gesprächs.
Die restlichen Wochen erzählte er mir abends immer, wieviel er angeblich gelernt hat fürs neue Schuljahr. Glaubte ich ihm nicht ganz, ich kann ihn tagsüber nicht kontrollieren wenn ich im Büro sitze.
Nun waren die ersten Tests in der Schule.
Und ganz ehrlich - Hut ab - ich erkenn meinen Sohn nicht wider.
Der schreibt Noten von denen ich bisher nur träumen konnte.
Auf die Frage, warum es plötzlich so bergauf ginge sagte er "weil ich nicht so enden will wie die im Fernsehen".
Also man sieht, auch in Kindern kann man schon sehr gut den Ehrzeiz wecken. Ganz ohne Drill und Zwang.
wolf-souled:
ja, es gibt und gab immer schlecht bezahlte Jobs.
Aber jeder hat das Recht, die Freiheit, die Möglichkeit, daß er/sie eben diesen Jobs entkommt, indem man sich für höheres qualifiziert.
Sollen doch andere den Drecksjob machen, ich will mehr. Dieser Ehrgeiz ist die einzige Grundvoraussetzung.
Der Unterschied liegt darin, daß manche den Ehrgeiz haben, sich nicht mit dem Ist-Zustand zufrieden zu geben und sich weiterbilden.
Andere bleiben im schlechtbezahlten Ist-Zustand sitzen und jammern lieber.
Und das ist keine Erscheinung unserer modernen Gesellschaft, das gab es immer schon.
Früher arbeiteten manche ihr Leben lang als Holzknecht, während der andere Hufschmied (oder was auch immer) lernte und sich selbstständig machte.
Das wirkte sich auf die Kinder aus, die eine Familie hatte das Geld um die Kinder in Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichten zu lassen während für die Kids des Holzknechts vorbestimmt war, daß sie wie der Vater als Analphabeten im Holzschlag ihr Leben verbringen werden.
Vor allem wenn sie zu Hause gepredigt bekamen wie schlecht die Welt doch ist und daß sie sowieso schlechte Voraussetzungen hätten und daher nie etwas anderes "besseres" aus ihnen werden würde.
Heute ist Bildung gratis (wofür unsere Vorfahren hart gekämpft haben) und für jeden zugänglich.
Es ist also leichter als damals, dem Teufelskreis zu entfliehen.
PS:
den Ehrgeiz kann man übrigens sehr gut anstacheln bei Kindern.
Mein Sohnemann ist leider in der Schule keine Leuchte. Er tut sich schwer, schwimmt so mit, aber er könnte sicher mehr wenn er nicht "chillen" im Kopf hätte (beginnende Pubertät) 🙂
Am Schulschluß war das Zeugnis äußerst mager.
Ich wollte ein ernstes Wort mit ihm reden, ließ es dann aber.
Er sollte erstmal die Ferien genießen und gegen Ferienende wollte ich mit ihm reden.
Wenn er nicht gerade mit seinem Kumpels mit dem Rad herumfuhr oder Fußball spielte hing er vorm Fernseher bis ich heimkam von der Arbeit.
Da hatten wir ca. 3Wochen nach Schulschluß ein unerwartet wirksames Gespräch.
Er hatte nachmittags diese Sendungen gesehen mit Hartz 4 usw...
Abends fragte er, ob das Tatsachen seien, ob es in Deutschland wirklich so zugehe.
Sagte ich, daß es nicht nur in D so ist, auch in Ö leben Leute so.
Konnte er sich nicht vorstellen.
Da sagte ich so nebenbei "wenn du so weitermachst in der Schule lebst du eines Tages auch so."
Lachte er, nein, er übernimmt doch die Firma.
Lachte ich widerum und erklärte ihm mit ernstem Ton, ich MUSS ihm nichts übergeben, kann auch meine Tochter bekommen und daß ich die Firma jenem gebe, der mir geeigneter dafür erscheint und nicht automatisch ihm, nur weil er ein Mann ist.
Daraufhin war er baff.
Ende des Gesprächs.
Die restlichen Wochen erzählte er mir abends immer, wieviel er angeblich gelernt hat fürs neue Schuljahr. Glaubte ich ihm nicht ganz, ich kann ihn tagsüber nicht kontrollieren wenn ich im Büro sitze.
Nun waren die ersten Tests in der Schule.
Und ganz ehrlich - Hut ab - ich erkenn meinen Sohn nicht wider.
Der schreibt Noten von denen ich bisher nur träumen konnte.
Auf die Frage, warum es plötzlich so bergauf ginge sagte er "weil ich nicht so enden will wie die im Fernsehen".
Also man sieht, auch in Kindern kann man schon sehr gut den Ehrzeiz wecken. Ganz ohne Drill und Zwang.
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