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Die Depression

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 32652
  • Datum Start Datum Start

Hallo Gelöscht 32652,

schau mal hier: Die Depression. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Gast

Es fehlt viel mehr als die Frage nach meiner Herkunft oder Identität.
Das was ich jetzt sage ist kein Vorwurf,aber ich denke um mich zu verstehen muss man es selbst erlebt haben,zu meiner Zeit.
Später war es zwar auch noch schlimm,aber nicht mehr so wie bei uns.
Man muss es erlebt haben.
 
ich denke um mich zu verstehen muss man

So was in der Art hast du mir auch schon mal geschrieben und ich frage mich auf der einen Seite, ob du überhaupt verstanden werden möchtest und wie der Weg wohl weiter verläuft, wenn du verstanden wirst.

Auf der anderen Seite spüre ich tiefe tiefe Traurigkeit und Sinnlosigkeit, Verzweiflung, teils auch schwindende Kraft, Abgrenzung....


Man muss es erlebt haben. - Dem wiederspreche ich.
 
ein, zwei Gedanken hierzu in verallgemeinerter Form. Ich würde vermuten, der einzelne depressive Mensch ist nur Symptomträger. Tatsächlich krank sind, wie Du m.E. pointiert beschreibst, die Strukturen unserer Gesellschaft, die uns als einzelnen Individuen in letzter Konsequenz nur dann eine Existenzberechtigung zumessen, wenn wir funktionieren, d.h. in irgendeinem – wohl überwiegend ökonomisch zu verstehenden – Sinn “produktiv” sind. Und Hierarchien, “heilige Ordnungen”, in Frage zu stellen ist Ketzerei. Was will man aber ausrichten, wenn man feststellt, dass die vorgegebenen Sinnzusammenhänge, in die man sich einzufügen hat oder denen man sich nur unterwerfen kann, nicht tragen? Wenn man, wie in meinem Fall, ständig nur auf Orte stößt, an die man nicht hingehört, andererseits aber auch den Platz, den man legitimer Weise für sich beanspruchen könnte, nicht selbst schaffen kann, weil einem die Mittel und Möglichkeiten dazu fehlen? In solch einem Erleben liegt die Konsequenz der autoaggressiven Schaffung eines selbstzerstörerischen Schwarzen Loches, das das umgebende Beziehungsgefüge gleichermaßen in Mitleidenschaft zieht, gleichsam auf der Hand.
Ich fress einen Besen, sollte die Häufigkeit von Depressionen in anders gestalteten, nicht unter derart hohem ökonomischen Druck stehenden Gesellschaften ebenso groß sein wie in unserer.
 

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