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Pfeife
Gast
Hmmm, also ganz ehrlich: Genau in dieser Frage selbst liegt (meiner Ansicht nach) irgendwie auch schon ein Teil der Antwort begründet. *nachdenklichschau*
Ich kann mich irren - doch die Frage hört sich irgendwie so an, als wären Depressionen etwas Besseres oder Normaleres als verrückt zu sein. Oder als wäre Verrücktsein etwas Schlimmeres oder Unnormaleres als depressiv zu sein.
Sie ist also wertend. Und genau wegen dieser weit verbreiteten Tendenz der Menschen, alles um sich herum zu werten und zu bewerten ... und auch wegen der Neigung der Menschen, sich selbst als normaler als die jeweils anderen ... also eben deshalb gibt es immer wieder diese Verachtung zwischen den einzelnen Gruppierungen der Menschen. Jeder glaubt von sich, grad noch etwas besser zu sein, als eine andere Untergruppe. Völlig egal, ob man diese Grüppchen nun nach Diagnosen, nach Hautfarbe, nach Religionszugehörigkeit, nach politischer Gesinnung, ... oder sonstwas einteilt.
Mich persönlich friert es, wenn ich sowas lese!
Da glauben die Depressiven, sie wären immer noch "normaler" als die Schizophrenen ... die mit der Zwangsstörung glauben vielleicht, sie wären immer noch "normaler" als die Borderliner ... die Magersüchtigen glauben vielleicht, sie wären immer noch "normaler" als die Fettsüchtigen ... die Traumatisierten glauben vielleicht, sie wären immer noch "normaler" als die Neurotiker ... usw. usf.
Wieso? Mit welchem Recht?
Und wer definiert eigentlich, was verrückt ist?
Es gibt eine Internetseite www. verrueckt.de - die spricht ALLE Menschen an, die an irgendeiner seelischen Krankheit leiden, ganz egal, ob Ängste, Zwänge, Depressionen,Magersucht, Psychosen oder sonstwas. Ist das die "Definition"?
Laut Wikipedia meint Verrücktheit je nach Fachgebiet Psychosen, Neurosen, Wahnsinn oder auch geistige Behinderungen. Ist das die Definition? Doch welche denn nun von den vieren?
Im Alltagssprachgebrauch meinen die meisten Menschen mit dem Wörtchen "verrückt" wohl sowas wie: anders als die Norm. Ist das nun die Definition?
Ganz ehrlich: Es scheint also keine allgemeingültige Definition von "verrückt" zu geben. Und ich persönlich glaube, dass verrückt einfach anders bedeutet, also eben ver-rückt, umgerückt. Und: Ich bin gerne anders - und auch gern verrückt!
Depressiv bin ich nicht - und ich hatte auch noch keine Depressionen. Doch dass mich das nun zu einem schlechteren oder besseren Menschen machen sollte, als jemanden, der eben eine Depression hat, glaube ich deswegen noch lange nicht!
Und anders - sind wir doch letztlich alle! Jeder ist einzigartig - und somit auch anders als alle anderen.
Und Menschen sollten also alle einfach wie Menschen behandelt werden - und sich auch wie Menschen verhalten. Doch da sind wir wohl weit entfernt davon ... leider ...
Traurige und sehr nachdenkliche Grüße von der Gänseblümin.
PS: Ja, es mag sein, dass manche Menschen andere Menschen gern in Schubladen schieben - doch mit dem Finger darauf zeigen darf man wohl nur, wenn man das selbst nie tut. Doch genau diese Frage ist für meine Begriffe selbst schon Schubladendenken ... schade!
Ich kann mich irren - doch die Frage hört sich irgendwie so an, als wären Depressionen etwas Besseres oder Normaleres als verrückt zu sein. Oder als wäre Verrücktsein etwas Schlimmeres oder Unnormaleres als depressiv zu sein.
Sie ist also wertend. Und genau wegen dieser weit verbreiteten Tendenz der Menschen, alles um sich herum zu werten und zu bewerten ... und auch wegen der Neigung der Menschen, sich selbst als normaler als die jeweils anderen ... also eben deshalb gibt es immer wieder diese Verachtung zwischen den einzelnen Gruppierungen der Menschen. Jeder glaubt von sich, grad noch etwas besser zu sein, als eine andere Untergruppe. Völlig egal, ob man diese Grüppchen nun nach Diagnosen, nach Hautfarbe, nach Religionszugehörigkeit, nach politischer Gesinnung, ... oder sonstwas einteilt.
Mich persönlich friert es, wenn ich sowas lese!
Da glauben die Depressiven, sie wären immer noch "normaler" als die Schizophrenen ... die mit der Zwangsstörung glauben vielleicht, sie wären immer noch "normaler" als die Borderliner ... die Magersüchtigen glauben vielleicht, sie wären immer noch "normaler" als die Fettsüchtigen ... die Traumatisierten glauben vielleicht, sie wären immer noch "normaler" als die Neurotiker ... usw. usf.
Wieso? Mit welchem Recht?
Und wer definiert eigentlich, was verrückt ist?
Es gibt eine Internetseite www. verrueckt.de - die spricht ALLE Menschen an, die an irgendeiner seelischen Krankheit leiden, ganz egal, ob Ängste, Zwänge, Depressionen,Magersucht, Psychosen oder sonstwas. Ist das die "Definition"?
Laut Wikipedia meint Verrücktheit je nach Fachgebiet Psychosen, Neurosen, Wahnsinn oder auch geistige Behinderungen. Ist das die Definition? Doch welche denn nun von den vieren?
Im Alltagssprachgebrauch meinen die meisten Menschen mit dem Wörtchen "verrückt" wohl sowas wie: anders als die Norm. Ist das nun die Definition?
Ganz ehrlich: Es scheint also keine allgemeingültige Definition von "verrückt" zu geben. Und ich persönlich glaube, dass verrückt einfach anders bedeutet, also eben ver-rückt, umgerückt. Und: Ich bin gerne anders - und auch gern verrückt!
Depressiv bin ich nicht - und ich hatte auch noch keine Depressionen. Doch dass mich das nun zu einem schlechteren oder besseren Menschen machen sollte, als jemanden, der eben eine Depression hat, glaube ich deswegen noch lange nicht!
Und anders - sind wir doch letztlich alle! Jeder ist einzigartig - und somit auch anders als alle anderen.
Und Menschen sollten also alle einfach wie Menschen behandelt werden - und sich auch wie Menschen verhalten. Doch da sind wir wohl weit entfernt davon ... leider ...
Traurige und sehr nachdenkliche Grüße von der Gänseblümin.
PS: Ja, es mag sein, dass manche Menschen andere Menschen gern in Schubladen schieben - doch mit dem Finger darauf zeigen darf man wohl nur, wenn man das selbst nie tut. Doch genau diese Frage ist für meine Begriffe selbst schon Schubladendenken ... schade!