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Bildungsaufsteiger = Akademisches Proletariat?

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In meiner Klasse befand sich ein Junge, der mit 4en seine Gymnasialempfehlung bekam, seit der 5ten Klasse permanent nur 5en und 6en kassierte und dennoch bis zum Abi durchgezogen wurde.
Ich habe gehört, er solle jetzt an eine private Elite-Uni gehen und Medizin studieren..

Seine Eltern sind beide wohlhabende Ärzte.

Tja, die Eltern werden es schon verstanden haben, sich bei den Lehrern ins rechte Licht zu setzen.

Meine Schwester hatte auch einen Mitschüler, dessen Vater Arzt war. Dieser Mitschüler kam auf dem öffentlichen Gymnasium gar nicht zurecht. Er drehte eine Ehrenrunde. Dann schickten ihn die Eltern auf eine Privatschule. Zwei Jahre später als die mit ihm ursprünglich eingeschulten ehemaligen Mitschüler machte er endlich sein Abitur. Irgendwie hat er auch noch sein Jurastudium hinbekommen, mit welcher Note, weiß ich natürlich nicht. Bei meiner sozialen Herkunft hätte es für ihn bei so viel Dummheit und Faulheit wahrscheinlich bestenfalls zum Pflasterer gereicht...

Meine Schwester hatte außerdem einen Mitschüler, der zu seinem Abitur von seinem Opa einen funkelnagelneuen Porsche geschenkt bekommen sollte. Als er das Abi dann nicht bestand, schenkte der Opa ihm den Porsche trotzdem - zum Trost. 🙄
 
Tja, die Eltern werden es schon verstanden haben, sich bei den Lehrern ins rechte Licht zu setzen.

Meine Schwester hatte auch einen Mitschüler, dessen Vater Arzt war. Dieser Mitschüler kam auf dem öffentlichen Gymnasium gar nicht zurecht. Er drehte eine Ehrenrunde. Dann schickten ihn die Eltern auf eine Privatschule. Zwei Jahre später als die mit ihm ursprünglich eingeschulten ehemaligen Mitschüler machte er endlich sein Abitur. Irgendwie hat er auch noch sein Jurastudium hinbekommen, mit welcher Note, weiß ich natürlich nicht. Bei meiner sozialen Herkunft hätte es für ihn bei so viel Dummheit und Faulheit wahrscheinlich bestenfalls zum Pflasterer gereicht...

Meine Schwester hatte außerdem einen Mitschüler, der zu seinem Abitur von seinem Opa einen funkelnagelneuen Porsche geschenkt bekommen sollte. Als er das Abi dann nicht bestand, schenkte der Opa ihm den Porsche trotzdem - zum Trost. 🙄


Weißt du, ich sehe es gelassen.
Ich brauche keinen Porsche um glücklich sein zu können und ich bin mir dessen bewusst, dass Milliarden Menschen 1000mal ärmer und elender Leben mussten, als meine Familie.

Was mir sehr zusetzt ist, dass ich im Verlauf meiner Erkrankung überhaupt nicht unterstützt, sondern umso mehr fertig gemacht wurde.:wein:
 
Ich brauche keinen Porsche um glücklich sein zu können
Ich auch nicht. Aber der Sohn einer Cousine kaufte sich, kaum dass er Arzt geworden war, gleich einen Sportwagen, der dann natürlich der Verwandtschaft vorgeführt wurde. Vielleicht sollte man doch froh sein, gewisse Leute nur von weitem zu kennen. 😉

Was mir sehr zusetzt ist, dass ich im Verlauf meiner Erkrankung überhaupt nicht unterstützt, sondern umso mehr fertig gemacht wurde.:wein:
Das ist auch so ein typischer Punkt. Leute, die es bis ganz nach oben schaffen, sind meist immun gegen mitmenschliche Gefühle, da sie ausschließlich an sich, ihr eigenes Fortkommen und ihren eigenen Vorteil denken. Sie mögen oberflächlich betrachtet sogar freundlich sein und exzellente, sichere Umgangsformen besitzen, aber das ist nur Fassade. Nichts dahinter. Warmherzigkeit, Einfühlungsvermögen, Taktgefühl, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Anteilnahme am Schicksal anderer gelten in deren Augen als Naivität, da sie nur "Connections" zum gegenseitigen Nutzen pflegen, was mit wirklicher Freundschaft nichts zu tun hat. Trotz äußerer Vornehmtuerei ist die innere Gesinnung um so primitiver. Solche Typen verdienen auch weder Vertrauen noch Freundschaft, sondern man sollte sich, wenn sich - wie etwa m Berufsleben - Kontakte zwangsläufig nicht vermeiden lassen, so weit wie möglich von ihnen distanzieren und nur höflich-unverbindliche Äußerungen von sich geben.

Ich kenne eine Kollegin, die die Konkurrenz (jedenfalls, wenn es sich um zurückhaltendere Menschen handelt) grundsätzlich von oben herab behandelt, aus Prinzip widerspricht und völlig unnötigerweise spitze Bemerkungen fallen lässt, nur um ihre scheinbare Überlegenheit zur Schau zu stellen und andere klein zu halten. Zum Glück muss ich mit dieser allzu sehr von sich überzeugten Type nicht unmittelbar zusammenarbeiten, aber die seltenen Kontakte reichen mir völlig. Sie hat zudem ein ausgesprochen hässliches, verkniffenes Gesicht, den Gesichtsausdruck einer chronisch vom Ehrgeiz zerfressenen Cholerikerin, die ihren Jähzorn nur mühsam unterdrücken kann. Richtig widerlich. Thomas Mann hätte sie irgendwo als Romanfigur einbauen und noch treffender beschreiben können als ich.😀 Gegenüber Vorgesetzten wird natürlich auf freundlich und souverän gemacht und selbstdargestellt, was das Zeug hält.🙄 Wüsste nur mal gern, aus was für einer Familie sie stammt...

Vielleicht ist es doch besser, gewisse Karrierenachteile in Kauf zu nehmen und bestenfalls in der 2. Reihe zu tanzen. Immerhin brauche ich mir so nicht mehr Zwang anzutun als unbedingt nötig, habe mehr Freiheiten, insbesondere meine Freizeit so zu gestalten, wie ich es will, und muss mich nicht mehr als im Berufsleben unbedingt notwendig verbiegen, nur um wegen irgendwelcher möglicher Karrierevorteile vor anderen möglichst gut dazustehen. Und wenigstens habe ich einen anspruchsvollen Beruf und ein gesichertes Auskommen, was, wie schon andere angemerkt haben, auch außerhalb der sog. Dritten Welt nicht selbstverständlich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke auch, dass es wahrscheinlich beim Lehramt anders ist, wobei ich aber auch in meinen Fremdsprachen schon "reichere Leute" dabei hatte, was man ja durchaus, wie weiter oben geschrieben worden ist, an der Optik mal erkennen kann. 🙂 Aber ansonsten kenne ich eben viele wie mich, die auch viel nebenher arbeiten müssen, die deswegen auch über Regelstudienzeit sind - wobei das bei mir, wie oben beschrieben, andere Gründe hat. 😉

Bei Jura und Medizin muss ich zugeben, dass ich überwiegend in dem Bereich Leute kenne, die aus gutem Hause kommen - wobei ich aber auch mal 2 kannte, bei denen das nicht so ist. Ich wusste vorher nicht, dass du Juristin bist. 😱
 
Hi LVchen 🙂

Ja, in Jura läuft so einiges anders... ich kenne Leute, die wichtige Bücher für Hausarbeiten verstecken, damit andere sie nicht finden. Die bei Aufsätzen die Seiten aus den Büchern reißen oder Leute bewusst auf die falsche Spur lenken, damit die durchfallen, während man sich auf der sicheren Seite wähnt und dann die bessere Note abgreift... man muss keine Teamarbeit leisten - NIE.

Und es durchzieht die Uni und die Bib immer dieser "Machthauch" - weil: Irgendwie erklagt man sich schon seine 4 Punkte fürs Examen und wird dann in Papis Kanzlei geparkt. Die müssen sich von Anfang an keine Sorgen machen, weil sie eh wissen, wo sie unterkommen. (Und dann müssen "Bildungsaufsteiger" eingestellt werden, die Söhnchens Arbeit machen, weil ers nicht kann - dazu sind mir einige (zugegeben, wenige! Sind nicht alle so!) Fälle bekannt.)

(Wobei ich sagen muss, dass ich bei einigen reichen Söhnchen immer hoffe, dass sie das Studium überhaupt überleben 😵 Bei diesen bescheuerten Burschenschaftsspielen ist schon mal einer vom Dach gefallen und hat sich das Rückrat gebrochen. Sitzt jetzt im Rollstuhl. Oder Leute, die ne Flasche Gin vor der Vorlesung trinken.)

Das ist bei "Bildungsaufsteigern" anders. Und da fängt es schon an mit gewisser Ungleichheit. Weiter geht es wie gesagt mit den Büchern. Weißt du, was wir für Gesetze kaufen müssen und was die im Laufe der Zeit kosten? Da fallen einem schon ein paar Haare aus. Weiß nicht, wie das bei euch ist, aber meine Freundin studiert Lehramt und ist immer wieder erschüttert, was ich kaufen muss, wie lange ich lerne etc.

Grüßle,
Joey
 
In der heutigen Ausgabe der Zeitschrift "Der Freitag" ist ein sehr passender Artikel zu unserem Thema unter dem Titel "Dieser Weg wird kein leichter sein" erschienen.

Daraus ein kurzes Zitat:

In der Studie „Kaum Bewegung, viel Ungleichheit“ resümiert Reinhard Pollak vom Berliner Wissenschaftszentrum für Sozialforschung, dass die Durchlässigkeit nachgelassen habe. Wenn in den Geburtenjahrgängen 1940 bis 1959 noch etwa 40 Prozent der westdeutschen Männer einen Aufstieg in eine höhere Schicht erlebten, ist der Wert in den Jahrgängen 1970 bis 1978 um etwa fünf Prozent gesunken. Das sind jene Männer, die heute zwischen 30 und 40 Jahre alt sind, die Kinder der Generation Schröder also, die in einer blockierten Gesellschaft um die Plätze in den vorderen Reihen kämpfen, als kreisten sie bei der Reise nach Jerusalem um die freien Stühle. Die Verlierer in diesem Spiel sind die Aufsteiger aus bildungsfernen Schichten. Sie werden immer seltener.
...
Der "Eurostudent"-Report von 2011 stellt fest, dass gerade einmal zwei Prozent aller deutschen Hochschüler aus bildungsfernen Familien stammen – einer der niedrigsten Werte in Europa.
Dieser Weg wird kein leichter sein
 
Ja, in Jura läuft so einiges anders... ich kenne Leute, die wichtige Bücher für Hausarbeiten verstecken, damit andere sie nicht finden. Die bei Aufsätzen die Seiten aus den Büchern reißen oder Leute bewusst auf die falsche Spur lenken, damit die durchfallen, während man sich auf der sicheren Seite wähnt und dann die bessere Note abgreift... man muss keine Teamarbeit leisten - NIE.

Und es durchzieht die Uni und die Bib immer dieser "Machthauch" - weil: Irgendwie erklagt man sich schon seine 4 Punkte fürs Examen und wird dann in Papis Kanzlei geparkt. Die müssen sich von Anfang an keine Sorgen machen, weil sie eh wissen, wo sie unterkommen. (Und dann müssen "Bildungsaufsteiger" eingestellt werden, die Söhnchens Arbeit machen, weil ers nicht kann - dazu sind mir einige (zugegeben, wenige! Sind nicht alle so!) Fälle bekannt.)
Super, Joey! :blume: Treffender hätte ich es auch nicht beschreiben können. Tragisch nur, dass sich seit meiner Studienzeit in den 1980er Jahren offenbar nichts geändert hat, wahrscheinlich ist es eher noch schlimmer geworden. Wichtige Aufsätze konnte man schon damals daran erkennen, dass die entsprechenden Seiten aus der Zeitschriftensammlung herausgerissen worden waren. Nirgendwo wird so viel geklaut wie in juristischen Unibibliotheken. Nur die Theologen sollen in etwa gleich schlimm sein.

Das ist auch etwas, worüber ich mich maßlos ärgern kann: Bestimmte Leute wissen von Anfang an, dass Papi sie schon in seiner Kanzlei oder dank seinen "Verbindungen" in einem anderen lukrativen Posten unterbringen wird (kein Wunder, dass sich deren Prüfungsangst in Grenzen hält!). Dort können sie dann Leuten wie uns, die sich alles ehrlich erarbeitet und so manches Hindernis überwunden haben, nach Gutsherrenart Befehle erteilen.:mad:

Und mir sind auch Fälle von renommierten Volljuristen bekannt, die ihre Kinder oder Schwiegerkinder mit zwei nur "ausreichenden" Examina in Positionen bringen, die ihnen mit diesen Examensnoten normalerweise komplett verschlossen gewesen wären. Andere müssen neben besseren Examensnoten dafür ein AC-Verfahren mit hoher Durchfallquote durchlaufen - wer dagegen den "richtigen" Vater oder Schwiegervater hat, der hat so etwas selbst bei nur mäßigem Examenserfolg nicht nötig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, bei Juristen weht ein anderer Wind, das habe ich während meines Studiums auch mitbekommen. Die hatten ihr Institut direkt neben unserem, allein über den "dresscode" haben wir uns immer schon schlapp gelacht. 😉 Aber ich hatte eine gute Freundin, die Jura studiert hat, sogar aus einer Akademiker-Familie stammt (Mutter Lehrerin, Vater Zahnarzt) und trotzdem quasi zum "Pöbel" gehörte. Eben keine Juristen-Dynastie. Ihr war von vornherein klar, dass sie in einer Kanzlei nur schwer Fuß fassen können würde (oder würde können? *confused* ihr wisst, was ich meine), jedenfalls ohne sich komplett verheizen zu lassen. Darum hat sie auch gleich nach Jobs im wirtschaftlichen Bereich gesucht und ist, obwohl sie Volljuristin ist, nun eben als juristische Beraterin in einem Unternehmen angestellt. Dort hat sie sogar gleich zu Beginn ein höheres Einstiegsgehalt bekommen, als wenn sie sich in einer Kanzlei krumm gebuckelt hätte. Mit moderaten Arbeitszeiten.
 
Exkanzler Gerhard Schröder war auch Bildungsaufsteiger...neben ihm viele andere Persönlichkeiten...D
Dass Gerhard Schröder als Ex-Bundeskanzler Brioni-Anzüge tragen kann, hat er nicht in erster Linie seinem Bildungsaufstieg zu verdanken. Damit allein wäre er vielleicht nur Rechtsanwalt in einer Kleinstadtkanzlei geworden. Maßgeblich ist dafür sein Eintritt in die Politik, und zwar in die "richtige" Partei - der einzige Weg, als Kind kleiner Leute an die Spitze zu kommen. Weiteres Beispiel: Hannelore Kraft. Funktioniert aber leider nur in der SPD; in der CDU und FDP werden in der Regel nur Leute aus Patrizier- oder gar Adelsfamilien gefördert. Siehe nur meine spezielle, dauergrinsende 😀 Freundin Ursula von der Leyen oder den arroganten Betrügerschnösel zu Guttenberg.🙄 Die würden jemanden wie mich doch neben sich gar nicht hochkommen lassen.

Da nützt es auch nichts, dass ich mich tatsächlich für klassische Musik interessiere (war schon als Jugendliche so) und mich auf dem Gebiet inzwischen auch recht gut auskenne, und auch lieber Thomas Mann und Theodor Fontane als Rosamunde Pilcher lese. Das reicht in solchen Kreisen noch nicht. Klassische Bildung ist out. Heute muss man weltläufig sein, möglichst viele Erdteile und Metropolen gesehen haben und vor allem auch auf sportlichem Gebiet, auf dem ich schon immer eine totale Niete war, gewisse Talente in den "richtigen" Sportarten (Reiten, Segeln, Tennis, Golf) besitzen - waghalsige Hobbys wie der Erwerb des Flugscheins und Bergsteigen wären auch nicht schlecht. Tja, dazu bin ich leider zu ängstlich und noch dazu sehbehindert und habe mich daher für gewisse Positionen gleich disqualifiziert.

Kürzlich bekam ich mit, wie sich eine ehrgeizige Kollegin vor anderen Kollegen über einen gebildeten Kollegen, der ihr intellektuell mit Sicherheit das Wasser reichen kann, lustig machte (natürlich hinter seinem Rücken und in seiner Abwesenheit), weil er in einem Kirchenchor singt. Dabei weiß ich selbst, dass es Kirchenchöre von hohem musikalischem Niveau gibt. Die einzige, die nicht mitlachte, war ich. Wie in meiner Abwesenheit über mich gesprochen wird, kann ich mir an fünf Fingern abzählen. 😎 Marke harmlos, brav, ein wenig pedantisch, übervorsichtig bis ängstlich, phantasielos und langweilig - im günstigsten Fall.

Tja, so ist das in den ach so vornehmen Juristenkreisen. Man gönnt sich gegenseitig nicht den Dreck unter den Fingernägeln, fährt die Ellenbogen aus und intrigiert gegeneinander und ist immer bestrebt, sich auf Kosten anderer ins rechte Licht zu setzen. Das hat man als Sproß einer Patrizierfamilie bzw. einer seit Generationen dem Bildungsbürgertum angehörenden Familie quasi mit der Muttermilch eingesogen. Immerhin hat man als Bildungsaufsteiger einen abwechslungsreichen, anspruchsvollen und auch angesehenen Beruf und - trotz der natürlich auch vorhandenen Juristenarbeitslosigkeit - vielfach eben doch noch eine gesicherte Existenz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was Du hier beschreibst läuft so, nicht nur in Juristenkreisen. Nein dieses Verhalten ist leider Alltag in unserer Gesellschaft. Niemand gönnt dem Anderen irgendwas, fast jeder ist nur noch auf sein Wohl bedacht und lieber über Andere herziehen, als selbst dran zu sein. 🙄 Und das dann nicht nur in den eigenen Schichten, nein auch von oben nach unten und von unten nach oben. In meinen Augen wirklich Schade, dabei bleibt nämlich die Menschlichkeit leider auf der Strecke und ein Miteinander gibt es kaum noch.
Ja, das finde ich auch sehr bedauerlich. Aber es gibt wohl zu wenige feinfühlende Menschen, die in dem Punkt so denken wie wir, bzw. sie können sich mit dieser Einstellung leider gegenüber der breiten Masse nicht durchsetzen.

Der einzige schwache Trost besteht für mich darin, dass es deiner Meinung nach auch in anderen Kreisen der Gesellschaft so zugeht - insofern hätte sich für mich auch nichts geändert, wenn ich etwas anderes oder gar nicht studiert hätte. Mit meinem Beruf kann ich ja wenigstens meinen Lebensunterhalt gut bestreiten.

Vielleicht hängt meine Unzufriedenheit ja auch gar nicht so sehr damit zusammen, dass ich Bildungsaufsteigerin bin, sondern eher damit, dass die Menschheit leider so ist, wie sie ist, und die großklappigen Charakterschweine den Ton angeben.
 
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