Wirkliche Indizien, die dagegen sprechen würden mich wirklich interessieren.
Wie gesagt: Mir geht es nicht mal darum zu argumentieren "Doch da muss was kommen".
Denn ohne jegliche Anhaltspunkte kann ich mir keine Entscheidung zu einer Seite erlauben.
Nun, das ist eigentlich relativ einfach.
Zunächst mal können wir annehmen, dass, falls das Bewusstsein an das Gehirn gekoppelt ist, ein Leben nach dem Tod nicht möglich ist.
Als nächstes schauen wir, was dafür spricht, dass das Bewusstsein an das Gehirn gekoppelt ist:
1. Das menschliche Bewusstsein wächst während sich das Gehirn entwickelt. Ein Embryo hat noch kein menschliches Gehirn, und er hat auch kein Bewusstsein. Ein junges Kind hat ein Gehirn, das erst am Anfang der Entwicklung steht. Auch sein Bewusstsein ist eingeschränkt - zum Beispiel können Kinder die Welt nur aus ihrer eigenen Perspektive betrachten. Erst wenn das Gehirn voll entwickelt ist, bringt es ein voll ausgeprägtes Bewusstsein hervor. Wenn ein Mensch so alt wird, dass sein Gehirn langsam abbaut, baut auch sein Bewusstsein ab.
2. Es ist möglich, mit Medikamenten das Bewusstsein zu ändern. Man kann es komplett ausschalten (Narkose), krankhafte Bewusstseinszustände teilweise ändern (Psychopharmaka) oder "erweiterte Bewusstseinszustände" hervorrufen (Drogen).
3. Auch andere Tierarten haben Bewusstsein. Je komplexer das Gehirn, desto umfangreicher ist es. Dies legt nahe, dass das Bewusstsein automatisch entsteht, sobald das Gehirn eine gewisse Komplexität erreicht.
Es gibt sicher noch mehr Punkte.
Es spricht also alles dafür, dass das Bewusstsein an das Gehirn gekoppelt ist. Daraus folgt, dass ein Leben nach dem Tod nicht möglich ist (s.o.).