Hallo,
da viel Gäste da sind, nenne ich mich jetzt mal Gast1, zum auseinanderhalten. Mir geht es in unserer Beziehung genauso, wie dem Mann. Ich verhalte mich auch so. Wahrscheinlich inzwischen noch schlimmer. Trotzdem liebe ich meine Partnerin wirklich.
Am Anfang unserer Beziehung, war es wunderschön. Wir konnten reden, zusammen in Urlaub fahren und wir hatten, Sex der sehr schön war, trotz vieler schwerer Hemmnisse von außen. Meine Partnerin machte mir viele Komplimente und ich ihr. Inzwischen (10 Jahre später) ist es so, daß wir sehr selten miteinander schlafen und unsere Beziehung auf der Kippe steht, oder schon drüber ist. Wir schauen uns nicht mehr in die Augen, lachen nicht mehr miteinander und verletzen uns. Ich glaube trotzdem, von mir weiß ich es, daß wir uns unter dem ganzen Scheiß noch lieben.
So nun zu mir. Es ist so, wie Digitus es sagt. Mich verletzt es, dauernd zurückgewiesen zu werden, wenn ich mit meiner Liebe Sex haben möchte. Für mich gehört es zu einer Liebesbeziehung dazu, genauso, wie in den Arm nehmen, in die Augen schauen und sich helfen, wo es geht. Ich bekomme immer zu hören "Ich bin müde, ich bin krank ..." Alles Gründe, die an jedem einzelnen Tag sicher richtig sind, aber nicht jeden Tag. Das macht, daß ich mich zurückziehe und abweisend werde, wenn meine Partnerin meine Nähe sucht. Nicht absichtlich, aber Dauerzurückweisung wirkt nunmal so. Ich muß mir dauernd anhören, wenn ich mich mal traue mich ihr zu nähern, daß ich nur ****en will, daß meine Partnerin die Beine breit machen soll und diesen ganzen "Du bist ein Unterdrücker " Scheiß. Alles in mir drin als Gefühl nicht so! Und schon hat man zwei Menschen, die sich lieben, aber nicht mehr zueinanderfinden. Ich glaube nicht, daß es fair und emanzipiert ist, zu erwarten liebevoll in die Arme genommen zu werden und am Tage bei allem Unterstützung zu erwarten, wenn ich mich in der Nacht verweigere. Ich sehe nicht, daß Sex schlechter ist als brüder- oder schwesterlich in den Arm nehmen. Und auch daß Bedüfnis nach Sex ist nicht schmachvoll, sondern ein Ausdruck von Liebe und zwar in einer sehr schönen Form. Ich habe leider keine Lösung für Dein Problem, da ich meins auch nicht lösen kann, aber ich glaube, daß Dein Mann Dich liebt, so gut wie er es kann, genauso wie Du ihn liebst, wie Du es kannst. Aber ihr könnt euch nur aufeinander zubewegen und "tägliche Liebe" und "Sex" als Versuche des jeweils andern verstehen eurer Liebe Ausdruck zu verleihen. Achtet den anderen in seinem Bedürfnis, versucht es zu befriedigen und wertzuschätzen.