Hallo Leute
Ihr spekuliert wieder wild herum an was es liegen könnte, wer der oder die Verursacherin ist. Ich finde, es ist nicht möglich den Dingen hier auf den Grund zu gehen, weil ja nur die Sichtweise von KK hier vorliegt.
Meine Spekulation sieht im übrigen so aus:
KK und seine Frau sind beide sehr bedürftige und nicht sehr gefestigte Menschen, was ihre Bedürfnisse und ihre emotionale Entfaltung angeht. So hat sich in ihrer Beziehung ein Status eingestellt der darauf hinausläuft Problemen aus dem Weg zu gehen und die Ansprüche an die Ehe zu reduzieren. Charakteristisch ist doch, dass sonst alles in Ordnung ist, außer bei der Sexualität. Dieses Szenario findet man oft bei Partnerschaften die erstarrt sind, nicht mehr lebendig, mit Leichen und weggesteckten Verletzungen im Keller. Bei Partnerschaften die sich auf eine "Grundversorgung" geeinigt haben, eine aktive, lebendige und emotionale Liebesbeziehung längst beendet haben.
Das KK mangelnden Sex beklagt und das ändern will ist letzlich zwar gut, weil er etwas ändern will, aber es ist nur das herumdoktern an einem Symptom. Deshalb ist die Diskussion hier auch ziemlich sinnlos, denn die Ursache kann so nicht gefunden werden, die "Krankheit" auch nicht bekämpft werden. Meistens weigern sich Menschen in einer verfahreren und lieblosen Beziehung geradezu vor sich selber zu zu geben wie lieblos der Laden geworden ist. Wie nervenaufreibend die subtilen Machtkämpfe geworden sind oder wie kalt und frostig die nach außen hin glückliche Ehe innerlich schon geworden ist.
Es ist eine Angewohnheit der Männer sich dann über die Spitze des Eisbergs, über den mangelnden Sex zu beklagen, ohne zu verstehen was eigentlich abgeht. Frauen beklagen dagegen mehr den Mangel an Liebe und Zärtlichkeit, fühlen sich nicht verstanden.
Hier immer noch zu diskutieren ob Sex inder Ehe Pflicht ist oder nicht, oder weiter zu spekulieren ist mehr als lächerlich. Ebenso weitere Modelle zu entwickeln wer Schuld ist. KK und seine Frau können in der Psychotherapie oder in einer Paarberatung rausfinden wo Blockaden sind, Verletzungen oder weggesteckte, unterdrückte Wünsche und Bedürftigkeiten sind. Dort können sie auch lernen sich gegenseitig zu verstehen, Ursachen heraus finden. Das KK zum Psychoptherapeuten geht ist doch ein großer Erfolg dieses Threads.
Ansonsten verraten die Beiträge hier zwar viel über deren Verfasser, aber wirklich hilfreich sind sie nicht, oder nicht mehr. Wenn ihr euch erninnern könnt, Kamille hat begonnen das Klima in ihrer Partnerschaft zu ändern und ist so aktiv geworden. Ein guter Weg, denn ich auch KK wünsche, denn dann braucht er hier dieses Rumgejammere und die ganzen Spekulationen nicht mehr, so wie Kamille sie nicht mehr braucht.
Zusammengefasst: sexuelle Probleme in der Ehe sind eher kein Problem der Sexualität, sondern eher Ausdruck einer verkorksten Beziehung oder verkorkster Menschen. Im übrigen gibt es auch die andere Seite, sexuell läuft alles angeblich prima, aber sonst streitet man sich gerne, ausgiebig und sehr lieblos. Und diese Probleme kann man weder mit juristischen Diskussionen noch mit neuen Sexualpraktiken lösen, noch mit immer neuen Spekulationen.
Rotfuchs