Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Sexprobleme in der Ehe.

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Und wenn der Partner ein gewissenhafter und verantwortungsbewusster Typ ist, wird er dran zugrunde gehen, denn er hat ein Versprechen abgegeben bei der Eheschließung. Soll ja Menschen geben, die ihre Versprechungen halten, bis...

Ich denke in der Tat, dass das der Grund für das gegenseitige Unverständnis hier ist. Nur wenn man die Ehe wirklich als unauflöslich, einmalig und endgültig begreift macht so was wie eheliche Pflichten und die daran gekoppelten Schuildfragen überhaupt erst Sinn - weil sich zu trennen dann eben keine Alternative ist. Sieht man die Ehe dagegen bloß als einen rein symbolischen Akt deren echter Gehalt bloß im trade-off zwischen Steuervorteilen vs. allfälliger per Scheidung abrufbaren Unterhaltverpflichtungen besteht und im Eheversprechen bloß eine rituelle Fromel ohne Verbindlichkeit, dann stellt sich die Sache natürlich ganz anders dar.

Es ist keine Frage, dass die Mehrheitsmeinung mittlerweile zu letzterer Interpretation neigt und deswegen zu denselben Konsequenzen rät wie sie bei einer nicht-ehelichen Partnerschaft angezeigt und vernünftig wären - nämlich der Trennung.

Ich denke, dass diese grundsätzliche Auffassungsunterschied über das Wesen der Ehe der wahre Grund für die hier zu tage tretenden unüberbrückbaren Meinungsdifferenzen und das gegenseitige Unverständnis ist.

Meine persönliche Auffassung dabei ist, dass ich die Ehe für einen Anachronismus halte, da sie zum einen wirtschaftlich obsolet geworden ist und zum anderen heute das gesellschaftliche und religiös unterfütterte Wertegerüst und der soziale Druck fehlen, der für das Funktionieren eines unnatürlichen Konzepts wie der lebenslangen Monogamie auf breite Front eine unabdingbare Voraussetztung ist.

Desungeachtet bin ich der Ansicht, dass man, gerade weil heute niemand mehr gezwungen ist zu heiraten, wenn man sich dennoch dazu verpflichtet, man die Verpflichtung auch ernstzunehmen und sich entsprechend zu verhalten hat solange der andere Partner es auch tut und solange nicht einvernehmlich etwas anderes vereinbart wurde. Und das schließt nunmal mit ein, dass man sich u.a. ggf. trotz eigener Lust sexuellen Kontakten mit dritten zu enthalten und ggf. trotz eigener Unlust die sexuellen Bedürfnisse des Ehepartners zu erfüllen hat - denn dass man, wenn man sich zu einem unnatürlichem "Projekt" wie einer lebenslangen momogamen Partnerschaft entschließt, man auch öfter gegen seine natürlichen Impulse handeln wird müssen liegt ja in der Natur der Sache und sollte beiden Seiten bei Eheschließung klar sein, denn so naiv kann ja keiner sein, zu glauben, dass man nie zu einem Seitensprung versucht wäre oder immer Lust auf den Ehepartner hätte. Um es provokant auszudrücken: Ehe ist, wenn mans trotzdem macht ... 😉

Ob man sich das "antun" will oder gar sollte steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. Aber dann sollte man eben von vornherein nicht heiraten. Eine vernüftige alternative Lösung wäre vermutlich, wenn man die Zivilehe von vornherein als Partnerschaft auf Zeit anlegt, ohne gegenseitige Verpflichtungen die jederzeit ohne Rechtsfolgen zu kündigen ist und man das "... bis das der Tod Euch scheidet" inkl. der dann notwenigen Regeln für des eheliche Zusammenleben den jeweiligen Religionsgemeinschaften anheimstellt.

digitus
 
Danke für diesen Denkansatz Digitus, so habe ich Karlo´s Ansinnen noch gar nicht betrachtet und lässt sein Verhalten nun schon ein wenig in einem anderen Licht erscheinen.

Wenn es so ist, kann ich ihm - leider von mir aus - keinen passenden Ratschlag oder Lösungsansatz unterbreiten.
 
Da ich davon ausgehe, dass guter Sex gerne wiederholt wird, ist Sex, den man umgehen will, vermutlich nicht gut.

Ja, und diese Denkweise ist eben schon falsch! Es gibt genügend Menschen die benötigen wenig bis gar keinen Sex. Ohne das dabei die Qualität des Sex eine Rolle spielt.
Zudem ist es einfach überheblich, dem TE oder anderen zu unterstellen dass deren Sex qualitativ unzureichend sei ohne deren Sexleben zu kennen. Dies als ultimativen Grund hervorzuheben, lässt sich auch ohne weiteres als Beleidigung auffassen.
Und selbst wenn du recht hättest würde es ja bedeuten das an der Qualität beide mitarbeiten sollten. Eine Mitarbeit kann ich hier allerdings nicht erkennen.


Von daher: Weshalb sollte man sich nicht aufgrund dessen scheiden lassen? Je eher, desto besser.
 
Nun will deine Frau gar nicht mehr und du traktierst sie mit einer angeblichen "Verpflichtung zum Sex in der Ehe" und deinem - und zwar AUSSCHLIEßLICH deinem - Leiden.

Hm, da hab ich dich wohl vorhin voreilig gelobt. Sagtest du nicht in einem früheren Beitrag, BEIDE leiden unter dem Sexentzug? Schade, hätte mich gefreut, in einem Punkt auch mal einer Meinung mit dir zu sein...

An der Unlust deiner Frau fühlst du dich natürlich vollkommen unschuldig. Es kann KEINE Ursache haben, die in irgendeiner Form an dir oder der Partnerschaft liegt.
Tja, nun gibst du IHR alle Schuld, gehst keine Konsequenzen ein, erklärst dass SIE die Ehe ruiniert hat und wie toll du bist, dass du noch bleibst. Obwohl du soooooooo leidest.

Das hat er so aber nie behauptet! Er ist sich keiner Schuld bewusst, klar, und deswegen hat er seine Frau auch darauf angesprochen. Aber die verweigert ihm ja anscheinend jede Auskunft über die Ursachen. Also wenn die Frau auch nur das geringste Interesse daran hätte, diese Ursachen abzustellen (mal vorausgesetzt, es ist eine Ursache, die Karlo zu "verantworten" hat), dann ist dies nur möglich, wenn sie dies auch offen ausspricht. Sollte die Ursache außerhalb Karlos Einflussbereich liegen, hat er ja tatsächlich keinen Anlass, sich an irgendetwas "schuldig" zu fühlen! Der ball liegt also nach wie vor bei seiner Frau!

Die Diskussion bewegt sich hier seit Ewigkeiten im Kreis. Du hast dich von seinem Gedankengerüst noch keinen Millimeter wegbewegt - du siehst gar nicht ein wieso du das solltest.

Finde ich nicht. Klar kommen zum Teil dieselben Argumente. Aber es tauchen auch immer wieder neue Ideen und Bewertungen auf.

Jemand, der mir nur annähernd so käme - mit dem würde ich auch nicht schlafen wollen. Sicher, ich bin nicht deine Frau, sie kann da ganz anders sein.

Darüber würde ich mir kein Urteil anmaßen. Dazu kennen wir Karlo und auch Karlos Frau viel zu wenig.
 
Zuletzt bearbeitet:
och.
ich sehe im eingehen einer ehe kein versprechen.
das ist alles.
aber mehr will ich dazu nicht sagen.

Das ist deine Meinung (deckt sich wohl nicht mit der überwiegenden Mehrheit), ist in Ordnung, würd ich so auch auch als deine private Meinung voll akzeptieren.
Ganz anders schaut die Sache allerdings aus, wenn sie 2 Menschen betrifft. Dann ist es nämlich nicht mehr nur deine private Meinung, die letztlich zählt, sondern es zählen beide Meinungen, und entweder trifft man sich dann in der Mitte oder man lässt es.
Wenn für dich die Ehe keinerlei Bedeutung hat, dürftest du eigentlich nicht verheiratet sein. Falls dus doch bist, würde mich ja brennend die Meinung deines Partners dazu interessieren.


dass der TE eine Therapie macht ist doch toll.

Find ich auch super, vor allem dass seine Frau auch mitmacht.
 
Kater Karlo,
wie ist denn das mit Deiner Frau.
Meint sie im Grunde auch, dass sie
mit der Eheschließung ein Versprechen
auf Intimitäten ausgesprochen hat ?
 
Kater Karlo,
wie ist denn das mit Deiner Frau.
Meint sie im Grunde auch, dass sie
mit der Eheschließung ein Versprechen
auf Intimitäten ausgesprochen hat ?

Karlo hat sich doch vorübergehend verabschiedet und möchte erstmal in Ruhe seine Therapie zum Laufen bringen.

Aber du hast meine Frage noch nicht beantwortet, Dani: Bist du selbst verheiratet (wenn dus für dich behalten willst, ists natürlich auch ok, aber interessieren würds mich schon und mal von Seiten einer Frau die ganze Sache hören). Ich bin nämlich bisher davon ausgegangen, dass gerade die Frauen wert auf eine verlässliche und stabile Partnerschaft, gerade auch wegen evt. Kinder, legen würden.

Falls du nicht verheiratet bist, vielleicht könntest du ja auch mit einem Gedankenspiel antworten und so tun, als ob dus wärst.

Also, warum wärst du denn eine Ehe eingegangen, bei der man sich gar nichts gegenseitig verspricht? Da kann mans eigentlich doch auch gleich bleiben lassen (oder man heiratet natürlich nur aus steuerlichen gründen oder zum erlangen einer Aufenthaltserlaubnis, aber das ist in meinen Augen sowieso keine richtige Ehe).

Oder bezieht sich deine Aussgae wirklich nur auf den geschlechtlichen Teil und alles andere würdest du sehr wohl einfordern / bei deinem Partner voraussetzen (wie es Control etwas provozierend angedeutet hat?)

Mich stört übrigens auch, dass so auf dem Begriff "Ehe" herumgeritten wird. Klar ist das nochmal ne Stufe höher angesiedelt als eine "uneheliche" Partnerschaft. Aber letztlich geschieht doch dasselbe, wenn 2 Menschen beschließen, zusammenzuleben. Auch sie versprechen sich doch in irgendeiner Weise die "ehelichen Tugenden" (und damit mein ich jetzt nicht nur Sex!).

Allerdings sind mir diese modernen Partnerschaften, wo man sich für ein paar Jahre zusammentut und danach mal schaut was sich ergibt und sich dann eben trennt oder weiter zusammenbleibt, ein ziemlicher Gräuel. Das ist doch wieder typisch egoistisches Denken, das in unserer Gesellschaft so dramatisch überhand nimmt. Jeder denkt nur an sich, holt das beste heraus und wenns die ersten Probleme gibt, trennt man sich eben wieder. Ganz schön arm!
Und was wird eigentlich aus den Kindern, die in so einer Partnerschaft aufwachsen? Die reine Horrorvorstellung.
Aber Karlo ist ja Gott sei Dank nicht so. Der läuft nicht beim ersten schlechten Wetter davon...
 
Ob ich verheiratet bin
oder ob ich mich verheiraten möchte
ist völlig irrelevant.
Weil ich damit kein Versprechen abgebe
und auch kein Versprechen einfordere.
Das ist dann nur ein Symbol der Liebe
und hat mit einem späteren Einfordern
von Intimitäten auch gar
gar nix zutun.
Begriffen ?
 
Hm, da hab ich dich wohl vorhin voreilig gelobt. Sagtest du nicht in einem früheren Beitrag, BEIDE leiden unter dem Sexentzug? Schade, hätte mich gefreut, in einem Punkt auch mal einer Meinung mit dir zu sein...

Klaus, mein Beitrag war insofern gemeint, dass Kater Karlo das Leiden seiner Frau schlichtweg negiert.
Er hält jedem sehr nachträglich - und sicherlich auch ihr - sein Leiden vor die Nase. Das Leiden seiner Frau existiert für ihn jedoch nicht.

Ich gehe mit dir überein, dass er sich keiner Mitverantwortung an der Situation BEWUSST ist. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass sie in der Vergangenheit nie mit ihm geredet hat darüber. Wenn ich mir sein Diskussionsverhalten hier vor Augen führe, dann besteht durchaus die Möglichkeit, dass er ihre bisherig genannten Gründe einfach nicht akzeptiert hat oder sie gar keinen Sinn daran sieht mit ihm darüber zu reden, weil sie sich keine Anerkennung ihrer Sichtweise erhofft.

Es wäre schon ungewöhnlich, wenn er seiner Frau gegenüber einsichtiger und offener wäre als uns gegenüber hier im Forum.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben