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Zeit der Trauer

Danke... klar darfst du 🙂 hatte gestern einen Nervenzusammenbruch... die Nachbarn meines Partners waren für mich da, haben mich aufgefangen und mich sozusagen im Sanften dazu gedrängt, ihnen alles zu erzählen... das hab ich dann (Gott sei Dank!!!) getan 🙂 und jetzt geht's wieder einigermaßen...

Liebe Grüße
 
Es wird kein Jahr besser.
Die letzten Wochen vor dem Todestag durchlebe ich unsere ganze letzte gemeinsame Zeit und könnte verrückt werden, daß ich die Uhr nicht zurückdrehen kann und an diesem Sonntag Abend zu mir gefahren bin. Eine falsche Entscheidung, sonst könnte mein Freund noch leben:wein:
 
Claudia, das weißt du nicht. Du hättest bei ihm sein können möglicherweise, ja, aber wenn es seine Zeit war zu gehen, dann hättest du dies auch durch deine Anwesenheit nicht verhindern können.

Gleich, was immer du dann in die Wege geleitet hättest - schau: Wenn es nicht SO ernst wie Fakt gewesen wäre, hätte dein Freund selbst noch den Notarzt alarmieren können. Aber das war nicht der Fall und so hätte auch dein da sein nichts an dem Entsetzlichen geändert.

Quäle dich nicht auch noch mit solchen Gedanken, deren Umsetzung außerhalb deines Einflussbereichs liegt! Deine Trauer wiegt schwer genug und ich mache mir große Sorgen um dich, dass es dir auch nach Jahren nicht gelingt, zumindest ein Stück weit wenigstens loszulassen und mit mehr Frieden und Sille zu trauern, sondern immer noch nichts als diese rasende Verzweiflung spürst, die dich dann auch immer wieder zu falschen Aktionen - du weißt, was ich meine - treibt.

Magst du nicht doch einmal Kontakt aufnehmen zu anderen, die in sich in einer ähnlichen Situation und Verfassung befinden wie du? Einer Trauergruppe? Diese Menschen kommen gern zunächst auch mal allein zu dir oder treffen sich mit dir irgendwo, damit ihr in Ruhe reden könnt - und es sind Menschen, die dein Leid und deine Not kennen und wirklich verstehen können, weil sie es selbst so erlebt haben, erleben, empfinden.

Die aber auch vielleicht schon einen entscheidenden Schritt weiter sind und den Lichtstrahl wieder sehen, der einfach nicht dein Dunkel durchdringen kann/darf.....

Ich umarme dich ganz fest.

Mayar
 
Mayar, danke für deine Gedanken dazu.
Trauergruppe ist wohl nichts für mich, weil ich so unregelmäßige Arbeitszeiten habe und mich kenne, daß ich nirgendwohin gehe, wenn ich dann mal frei habe.

Außerdem ist das schwierig, jeder Mensch verarbeitet seine Trauer anders.
Ich weiß nicht einmal, ob man sich da gegenseitig helfen kann.
Ich sehe es ja hier im Forum auch. Die trauernden Menschen verstummen, man kann es ab und zu mal in Worte fassen versuchen, aber letztendlich kann einem keiner dabei helfen, daß diese Zeit einmal besser wird.

Auch meine Zuversicht wie all die letzten Jahre, daß alles irgendwie wieder gut wird, schwindet immer mehr.
 
Zu Trauer gehört auch Wut. Wer das nicht akzeptiert, hat bei Trauernden nichts zu suchen.

Gib mir meine Frau zurück.
 
Zu Trauer gehört auch Wut. Wer das nicht akzeptiert, hat bei Trauernden nichts zu suchen.

Gib mir meine Frau zurück.

Siehst du, Tztz,
schon von daher könnten wir nicht gemeinsam in einer Trauergruppe sitzen.

Die Wut hatte ich auch, aber das ist eine Phase, die man durchmacht.
"wie konntest du mich so alleine zurücklassen")

Jetzt habe ich keinerlei Wut mehr aber mein Leben wird nicht schöner.
Die Freude zu leben kommt nicht wieder.

Lieber Tztz,
es gibt selten Menschen, die in ihrer Trauer gleich empfinden,
deswegen ist es ja auch so schwer, miteinander darüber zu reden.

Ich war vor diesem Forum kurzzeitig in verwitwet.de,
aber als ich da las, daß verwitwete Männer sich 6 Wochen nach dem Tod ihrer Frau eine Neue suchen und ihnen auch noch Glück dafür gewünscht wurde, mußte ich weg dort.
 
Siehst du, Tztz,
schon von daher könnten wir nicht gemeinsam in einer Trauergruppe sitzen.

Die Wut hatte ich auch, aber das ist eine Phase, die man durchmacht.
"wie konntest du mich so alleine zurücklassen")

Jetzt habe ich keinerlei Wut mehr aber mein Leben wird nicht schöner.
Die Freude zu leben kommt nicht wieder.

Lieber Tztz,
es gibt selten Menschen, die in ihrer Trauer gleich empfinden,
deswegen ist es ja auch so schwer, miteinander darüber zu reden.

Ich war vor diesem Forum kurzzeitig in verwitwet.de,
aber als ich da las, daß verwitwete Männer sich 6 Wochen nach dem Tod ihrer Frau eine Neue suchen und ihnen auch noch Glück dafür gewünscht wurde, mußte ich weg dort.
Danke. Es ist ja nicht die Wut, alleine zurückgelassen zu werden, sondern Wut auf alles, auf das ganze Leben, den Tod, alles.

Ich kann was anfangen mit deinen Beiträgen, da ich es auch ähnlich empfinde, denke ich: Nix wird jemals wieder gut werden, und Trauergruppen sind genau dazu da: angepasste Trauernde zu katalogisieren, die sich nach einem halben Jahr dem nächsten an den Hals schmeißen und ihre Trauer im Bett verarbeiten. 🙄

Ich kann auch nichts anfangen mit so Sprüchen wie: "Sie hätte gewollt, dass du glücklich wirst", so ein Müll.

Und wenn man morgen verreckt, ist es scheißegal, man ist lediglich zu feige, dem ein Ende zu bereiten (ich zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt halt) - das sollten Außenstehende endlich mal akzeptieren.
 
Und weil man zu feige ist kurz und schmerzlos, zerstört man sich selber mit Macht längerfristiger. Saufen z. B. - macht Spaß und bringt den verdammten Tod irgendwann, richtig?😉

Und schon ist man dort, wo man hin will.

Pass auf dich auf...
 
Schöner Thread.
Was ich denke?

Wenn dein Kind stirbt ist alles vorbei.
Alles.
Ein Kind darf nicht vor seinem Vater gehen.
Wenn das so ist ist alles vorbei.
Du fragst dich.
Warum konnte ich ihn nicht beschützen.
Du fragst dich.
Warum liegt er hier unter der scheiss kalten Erde und nicht ich.
Du fragst dich.
Ach ist egal.

Alles
was danach kommt
ist Plastikbeiwerk
auf
einem Leben
voller Trivialität.

Auch eine Mutter fragt sich das.
 
Und weil man zu feige ist kurz und schmerzlos, zerstört man sich selber mit Macht längerfristiger. Saufen z. B. - macht Spaß und bringt den verdammten Tod irgendwann, richtig?😉

Und schon ist man dort, wo man hin will.

Pass auf dich auf...

Keine Ahnung ob ich jetzt richtig bin mit meiner Trauer, ich trauere seit fast 22 Jahren um mein Kind. Es war ein Verkehrsunfall und seitdem bin ich auch fast nicht mehr am Leben. Und ich hasse den Schuldigen. Und ich habe ihm vergeben, damit ich weiterleben konnte und kann. Ich liebe und vermisse sie.
 

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