Mayem
Mitglied
Ein bisschen hat das aber meiner Meinung nach schon mit dem Staat selbst zu tun. Wurde ja schon gesagt, dass in manch anderem europäischen Land die Menschen doch noch ein wenig offener und hilfsbereiter sind. Und das Wirtschaftssystem ist ja bekanntlich das gleiche kapitalistische.
Deutschland mischt sich allerdings überpropertional in die Bürgerverantwortung ein. Alles ist reguliert und die Eigenverantwortung ist in Deutschland geringer als in den meisten anderen Ländern. Ok, das ansich ist nicht schlimm. Aber es verleitet mich zu einer vereinfachten These: Wenn der Staat sich um die Belange und die vollständige Absicherung des einzelnen Bürgers kümmert (oder zumindest so tut als ob), dann fühlen sich andere auch nicht mehr in der Verantwortung selber zu helfen. Stammtischmäßig heisst es dann "soll halt der Staat machen, der macht schon genug, von meinem Steuergeld, da brauch ich nicht noch selber helfen". Weniger Eigenverantwortung, fördert vielleicht auch ein Gefühl von weniger Verantwortung für andere.
Kann ein Sozialstaat die Menschen untereinander kälter machen? Es kommt mir so vor... der Staat kann soziale Wärme nicht ersetzen.
Jetzt könnte man sagen, in der DDR war das nicht so und das war ja in einer Weise auch ein Sozialstaat. Nunja da spielten andere Faktoren rein. Einerseits waren die Menschen "gleicher" und schon deshalb gemeinschaftlicher, andererseits hatten sie einen gemeinsamen Feind, sowas stärkt immer die Gemeinschaft. Feind war für viele der Staatsapparat, auch wenn die wenigsten das offen äußerten.
Deutschland mischt sich allerdings überpropertional in die Bürgerverantwortung ein. Alles ist reguliert und die Eigenverantwortung ist in Deutschland geringer als in den meisten anderen Ländern. Ok, das ansich ist nicht schlimm. Aber es verleitet mich zu einer vereinfachten These: Wenn der Staat sich um die Belange und die vollständige Absicherung des einzelnen Bürgers kümmert (oder zumindest so tut als ob), dann fühlen sich andere auch nicht mehr in der Verantwortung selber zu helfen. Stammtischmäßig heisst es dann "soll halt der Staat machen, der macht schon genug, von meinem Steuergeld, da brauch ich nicht noch selber helfen". Weniger Eigenverantwortung, fördert vielleicht auch ein Gefühl von weniger Verantwortung für andere.
Kann ein Sozialstaat die Menschen untereinander kälter machen? Es kommt mir so vor... der Staat kann soziale Wärme nicht ersetzen.
Jetzt könnte man sagen, in der DDR war das nicht so und das war ja in einer Weise auch ein Sozialstaat. Nunja da spielten andere Faktoren rein. Einerseits waren die Menschen "gleicher" und schon deshalb gemeinschaftlicher, andererseits hatten sie einen gemeinsamen Feind, sowas stärkt immer die Gemeinschaft. Feind war für viele der Staatsapparat, auch wenn die wenigsten das offen äußerten.