Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Dignitas Forum

Ja, und es sind so Leute wie Du und andere hier, die mit ihrer Pflicht zum Leben - notfalls mit Gewalt, Andere ihrer real immer vorhandenen Wahlmöglichkeit berauben wollt.

Man könnte statt Wahlmöglichkeit auch Wahlfreiheit sagen. Und dann zeigt sich, dass ihr mit Freiheit nix am Hut habt, sondern nur mit eurer eigenem Dogma.

Nun, Hilfe-Schlumpf... Ich stelle lediglich die derzeitig rechtliche Situation dar, gegen deren Änderung ich bin...
Zudem kann Freiheit sowohl als auch bedeuten, etwas zu tun und etwas zu lassen.
So lange man annehmen muss, dass diese Wahl nicht unbeeinflusst geschieht, tendiere ich für die Beibehaltung der jetzigen Regelung, weil es ansonsten eine Unumkehrbarkeit gibt.
Das magst du anders sehen.

In vielen Situationen muss man die Freiheit des einzelnen einschränken oder etwas abverlangen.
Ich denke da an Soldaten, die ihr Leben geben müssen, besser gesagt, mussten.
Ich denke mal, dass dies eines der wirklichen Gewissensentscheidungen der Politiker sein wird, ähnlich der des § 218 StGB (Schwangerschaftsabbruch).

Daher beneide ich keinen Politiker, der darüber befindet.
Egal wie er sich entscheidet...
Doch die eigentliche Entscheidung ist längst gefallen. Es wird weder die Befürworter noch die Gegner einer Änderung zufrieden stellen...

Ich sage es daher gerne noch einmal. Es gibt für Schwerstkranke bereits die Lösung zu sterben, die hier einige gerne hätten...
Nur die freie Entscheidung für andere nicht.
Wenn diese richtig angewendet wird, darüber streitet der Ärzteverband, brauchen wir so einen "Verein" nicht.
Weil es auch unter den Ärzten einen Gewissenkonflikt gibt.
Halten sie sich an den hippokratischen Eid oder nicht.
Das sollte man auch nicht einfach wegwischen.
 
In vielen Situationen muss man die Freiheit des einzelnen einschränken oder etwas abverlangen.

Und genau das ist es, wo du auf Unverständnis und Abwehr stößt.

Und was, wenn der Mensch nichts mehr zu geben hat? Wenn er völlig leer ist. Wenn da nur noch Leid, Schmerz und eine tiefe Urangst ist?

Keine Frage, manchmal (meist?) kann man diese Menschen zurückholen. Ich bin selbst von so einem Punkt zurückgekommen. Aber ich möchte mir nicht anmaßen, einem Anderen zu sagen, er kann noch ein bisschen mehr aushalten und da findet sich irgendwo schon ein Weg. Das kann ich nicht wissen. Ich kann keine Entscheidungen über das Leben anderer treffen. Ich kann nur Vorbild sein, die Hand reichen.

Ins Leben findet man nur dann zurück, wenn man sich eigenständig und freiwillig dafür entscheidet. Ansonsten läuft man als lebender Toter in der Welt herum und da muss es keinen wundern, wenn sich diese Menschen wünschen, den letzten Schritt auch noch zu gehen.

Um jemanden ins Leben führen zu können, muss erst einmal etwas geben, nämlich Anerkennung, Verständnis, Mitgefühl, Wärme, Demut und allem voran die Eigenverantwortung.

Keinem dieser Menschen hilft es, wenn man ihm sagt, er sei einfach nicht hart genug und er solle sich ein Beispiel an anderen nehmen. Er sei psychisch nicht zurechnungsfähig. Im Gegenteil. Genau das ist die Kälte der Gesellschaft, die Menschen überhaupt erst an diesen Punkt bringt, die überhaupt erst krank macht.

Niemand in diesem Thread hält die Flagge für Selbstmord hoch. Da verstehst du ein Vieles, das hier geschrieben wird, wirklich falsch. Du bist nicht der Einzige, der sich für das Leben einsetzt. Es ist nur immer die Frage, mit welcher Intention man es tut und da kann ich bei dir nicht nachvollziehen, ob das noch etwas mit dem Menschen zu tun hat oder mit einer Meinung, die du durchsetzen willst.



Tuesday
 
Ich sehe hier das Problem, dass es Schwerkranken und Behinderten dann eben nicht mehr gestattet wird, sich auch für ihr Leben zu entscheiden. Es wird die Bahn frei gemacht dafür, dass sie zum Suizid hin beraten werden oder es eben auch vollig legitim wird, Menschen eine Behandlung zu verweigern.

Auch bin ich für mehr Hospitzplätze, aber auch dafür, dass die Formulare für Ärzte, die auf Patientenwunsch z.B. vom Krankenhaus zum Hospitz hin überweisen, auch ausreichend Raum zum Schreiben geben, um auch wirklich alle notwendigen Medikamente notieren zu können.


LG
Landkaffee
 
Ich sehe hier das Problem, dass es Schwerkranken und Behinderten dann eben nicht mehr gestattet wird, sich auch für ihr Leben zu entscheiden. Es wird die Bahn frei gemacht dafür, dass sie zum Suizid hin beraten werden oder es eben auch vollig legitim wird, Menschen eine Behandlung zu verweigern.

Es geht ja nur um die Möglichkeit. Es soll natürlich kein Arzt dafür Werbung machen. Der Mensch muss sich aus freien Stücken in die Beratung begeben. Und wenn er leben will, dann gibt es für ihn andere Beratungsmöglichkeiten. Es soll auch keinem die Behandlung verweigert werden. Die Behandlung sollte durchgeführt werden, wenn es der Mensch wünscht.

Bei psychisch Kranken ist es so, dass sie eingesperrt werden, wenn sie sich selbst gefährden. Es entscheiden also praktisch andere für denjenigen. Da ist Missbrauch doch ebenso Tür und Tor geöffnet, ich sag nur Fall Gustl Mollath. Soll mir keiner erzählen, dass das nicht extremster Missbrauch der bestehenden Gesetze durch die bayrische Justiz war. Und das ist mit Sicherheit kein Einzelfall. Ich krieg immer Probleme damit, wenn einem Menschen die Selbstbestimmung durch Diagnose abgesprochen wird und er eingesperrt werden darf und sogar mit Zwang Medikamente bekommt. Das hat mit "Die Würde des Menschen ist unantastbar" überhaupt nichts mehr zu tun, es sei denn, kranke Menschen sind im Sinne des GG keine Menschen mehr.
 
Ich sehe hier das Problem, dass es Schwerkranken und Behinderten dann eben nicht mehr gestattet wird, sich auch für ihr Leben zu entscheiden.

Ganz im Gegenteil.

Wenn ich einen Menschen zwinge, unter allen Umständen vor sich hin zu vegetieren, kann er gar nicht anders, als zwangsläufig für sein Recht auf einen menschenwürdigen Tod zu kämpfen.

Lasse ich ihm die Wahl, hat er auch eine Wahl und kann sich jederzeit für das Leben entscheiden und da kann dann Beratung und Hilfe ansetzen.


Tuesday
 
Es geht ja nur um die Möglichkeit. Es soll natürlich kein Arzt dafür Werbung machen. Der Mensch muss sich aus freien Stücken in die Beratung begeben. Und wenn er leben will, dann gibt es für ihn andere Beratungsmöglichkeiten. Es soll auch keinem die Behandlung verweigert werden. Die Behandlung sollte durchgeführt werden, wenn es der Mensch wünscht.

Bei psychisch Kranken ist es so, dass sie eingesperrt werden, wenn sie sich selbst gefährden. Es entscheiden also praktisch andere für denjenigen. Da ist Missbrauch doch ebenso Tür und Tor geöffnet, ich sag nur Fall Gustl Mollath. Soll mir keiner erzählen, dass das nicht extremster Missbrauch der bestehenden Gesetze durch die bayrische Justiz war. Und das ist mit Sicherheit kein Einzelfall. Ich krieg immer Probleme damit, wenn einem Menschen die Selbstbestimmung durch Diagnose abgesprochen wird und er eingesperrt werden darf und sogar mit Zwang Medikamente bekommt. Das hat mit "Die Würde des Menschen ist unantastbar" überhaupt nichts mehr zu tun, es sei denn, kranke Menschen sind im Sinne des GG keine Menschen mehr.

Ja, stimmt!
Es war Missbrauch von Macht, Klüngel und Versagen der Politik.
Doch der Fall Mollath, passt absolut nicht in das Thema, weil er nicht sterben wollte und es sich zudem um einen Prozess mit Urteil handelt, wo ihm aggressives Verhalten mit Körperverletzung, vorgeworfen wurde.
Also keine Aggressivität, gegen sich (was unser Thema wäre) sondern gegen andere!

Doch keiner möchte doch ernsthaft behaupten, dass von diesem Fall abgesehen, solch eine Grundsätzlichkeit, gegen Straftäter vorzugehen, sie psychiatrisch zu untersuchen, ob eine Schuldfähigkeit vorlag, abgeschafft gehört.
Denn das ist nicht selten Voraussetzung um Straftäter zu therapieren.
Hier kam, meiner Meinung nach, kriminelle Energie dazu, was aber Folgen haben wird.
Insoweit, wenn jetzt Schlüsse daraus gezogen werden, hat der bedauerliche Fall Mollath auch sein Gutes.

Jedes System, jede Instanz und jedes Urteil, kann theoretisch Fehler beinhalten, dafür sind alle nur Menschen.

Bei psychisch Kranken ist es so, dass sie eingesperrt werden, wenn sie sich selbst gefährden. Es entscheiden also praktisch andere für denjenigen.
Wie sollte es anders sein?

Dagegen kann man sich auch als Betroffener zur Wehr setzen. Doch wenn ein Richter entscheidet, dass es gerechtfertigt ist, wird man das hinnehmen müssen.

Auch du definierst "Würde" anders als das Gesetz, was aber demokratischer Konsens einer Gesellschaft darstellt. Es wäre absolut unerträglich, wenn Einzelmeinung und Einzelhandlung dem vorgingen.
Hast du das mal überlegt?
Welche schrecklichen Taten ließen sich so (etwa straflos?) rechtfertigen.

Du hast aber die Möglichkeit, diesem Gesetz adios zu sagen und dir die Gesellschaft zu suchen, die das gestattet.
Das ist nicht ironisch gemeint, denn die gibt es.
Man kann aber nicht die Vorteile eines Staates in Anspruch nehmen, ohne dessen Regeln zu beachten oder sich ihnen zu unterwerfen.
Man kann allerdings Mehrheiten für eine Änderung suchen.

Viele Menschen wollen eine Therapie, wollen in eine Klinik und finden keinen Platz, das ist für mich weitaus ärgerlicher.
 
J



Auch du definierst "Würde" anders als das Gesetz, was aber demokratischer Konsens einer Gesellschaft darstellt. Es wäre absolut unerträglich, wenn Einzelmeinung und Einzelhandlung dem vorgingen.


Da hast du Recht, aber im Falle der assistierten Selbsttötung sehe ich mittlerweile durchaus einen demokratischen DISSENZ.
Ich will nicht der leichtfertigen Selbsttötung das Wort reden, damit keine Mißverständnisse aufkommen. Und schon gar nicht der aktiven Sterbehilfe nach Kosten-Nutzen-Rechnungen.
Aber es gibt Erkrankungen ( ich meine nicht gesellschaftliche Umstände ) und Behinderungen, bei denen ich denke, daß wir den Betroffenen sogar helfen müssen, wenn sie dies wirklich wollen.
Eine gesellschaftliche Verpflichtung kann sich auch dem Einzelnen gegenüber ergeben.
Gesetze sind nicht zwangsläufig das Ergebnis eines demokratischen Konsenses, schließlich haben wir eine repräsentative Demokratie, in der der Abgeordnete nur seinem Gewissen verantwortlich ist, wenn er denn eins hat, Über Fraktionzwänge , Abstimmungsverhalten, die Sicherung der eigenen Existenz und die gesammelten Begleiterscheinungen brauch ich dir, Rhenus, ja nichts zu erzählen.
 
Ganz im Gegenteil.

Wenn ich einen Menschen zwinge, unter allen Umständen vor sich hin zu vegetieren, kann er gar nicht anders, als zwangsläufig für sein Recht auf einen menschenwürdigen Tod zu kämpfen.

Lasse ich ihm die Wahl, hat er auch eine Wahl und kann sich jederzeit für das Leben entscheiden und da kann dann Beratung und Hilfe ansetzen.


Tuesday

Das ist aber eine Frage der Definition!
Nämlich die, des unwerten Lebens...
Das beträfe auch lebende und Behinderte.

Zudem stimmt deine Aussage nicht, niemand muss "dahinvegetieren" in Deutschland.
Woher hast du diese Rechtfertigung das zu behaupten?

Du kannst jederzeit eine Patientenverfügung bereitlegen, in der du genau bestimmst, was bei einer Unfähigkeit, dies selbst zu bestimmen, gemacht werden soll.

Du kannst zudem die Person deines Vertrauens benennen, dass kein anderer deine rechtliche Vertretung im Falle deiner Unfähigkeit, erhält.

Ich denke, hier ist viel Unwissen im Strang.


Und genau das ist es, wo du auf Unverständnis und Abwehr stößt.

Und was, wenn der Mensch nichts mehr zu geben hat? Wenn er völlig leer ist. Wenn da nur noch Leid, Schmerz und eine tiefe Urangst ist?

Keine Frage, manchmal (meist?) kann man diese Menschen zurückholen. Ich bin selbst von so einem Punkt zurückgekommen. Aber ich möchte mir nicht anmaßen, einem Anderen zu sagen, er kann noch ein bisschen mehr aushalten und da findet sich irgendwo schon ein Weg. Das kann ich nicht wissen. Ich kann keine Entscheidungen über das Leben anderer treffen. Ich kann nur Vorbild sein, die Hand reichen.

Ins Leben findet man nur dann zurück, wenn man sich eigenständig und freiwillig dafür entscheidet. Ansonsten läuft man als lebender Toter in der Welt herum und da muss es keinen wundern, wenn sich diese Menschen wünschen, den letzten Schritt auch noch zu gehen.

Um jemanden ins Leben führen zu können, muss erst einmal etwas geben, nämlich Anerkennung, Verständnis, Mitgefühl, Wärme, Demut und allem voran die Eigenverantwortung.

Keinem dieser Menschen hilft es, wenn man ihm sagt, er sei einfach nicht hart genug und er solle sich ein Beispiel an anderen nehmen. Er sei psychisch nicht zurechnungsfähig. Im Gegenteil. Genau das ist die Kälte der Gesellschaft, die Menschen überhaupt erst an diesen Punkt bringt, die überhaupt erst krank macht.

Niemand in diesem Thread hält die Flagge für Selbstmord hoch. Da verstehst du ein Vieles, das hier geschrieben wird, wirklich falsch. Du bist nicht der Einzige, der sich für das Leben einsetzt. Es ist nur immer die Frage, mit welcher Intention man es tut und da kann ich bei dir nicht nachvollziehen, ob das noch etwas mit dem Menschen zu tun hat oder mit einer Meinung, die du durchsetzen willst.



Tuesday

Ich denke nicht,
ins Leben findet man zurück, wenn es Leute gibt, die nicht passiv zuschauen und helfen. Die sich kümmern!
Was wäre mit denen, wo der Suizid gescheitert ist?
Sollte man diese nicht behandeln, weil ihr Wille ja sagte, sie wollten sterben?
Was wäre das für eine Gesellschaft!!!

Man ist nicht immer gleich Tod!!!
Sollte man Menschen mit grausamsten Verletzung und Verstümmelungen im Blut liegen lassen...?

Ich glaube ihr wisst gar nicht um die Tragweite eurer Worte.
Sorry für die Schilderung, doch das habe ich erlebt, wer von euch auch?

Tuesday,

ich danke dir trotzdem weil dieser Beitrag einmal so war, dass ich nicht glaube, dass er so aggressiv ist, wie das schon einmal gegen mich gerichtet ist.

Ich glaube auch, dass ihr hier einzelne Schicksale im Auge habt, was ein Gesetz aber nicht leisten kann.
Ein Gesetz kann nicht den Einzelfall berücksichtigen, sondern muss Vorgehen und Handlungen zu einem Thema beinhalten.

Sorry, du zitierst wieder Sätze die ich so nicht schrieb...
Manchen Äußerungen entnehme ich auch allgemein, dass es immer mehr ins Persönliche geht.
Rhenus möchte...will... Rhenus nimmt uns die Freiheit...

Ich denke, dass ich mir aufgrund meines Lebens und meiner Tätigkeiten, um mich hier nicht zu sehr outen zu müssen, eine fundierte und begründete Meinung dazu leisten kann.
Ich kann weder zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas "durchsetzen", noch würde ich mich um diese Entscheidung reißen, wie ich schon schrieb.

Wie ich ebenfalls schrieb, es ist an anderer Stelle ausdiskutiert...!
Was folgen wird, ist eine öffentliche Debatte vermutlich nach der Wahl in der folgenden Legislaturperiode, die aber letztlich nur Scheingefechte sein werden.
Man wird vordergründig argumentieren, ähnlich wie du und andere, und dennoch ist diese Entscheidung der Pflege-, Kranken- und Rentenversicherung geschuldet...
Man muss halt lieber Geld in Autos investieren, nicht in das Krankensystem bzw. in Menschen... 🙄

Ich mag mich gar nicht freuen, einmal sagen zu können, ich hatte Recht, mit allen den Folgen die ihr spüren werdet...
Doch ob du und andere sich freuen werden... wer weiß?
Mich betrifft es als [...) nicht.
Es wird einmal, wenn sich gewisse Meinungen durchsetzen, das sage ich voraus, ein „Hartz 4 des Todes“ geben...

Es ist so bizarr... Jegliche Fürsorge für einen Menschen in Ausnahmesituationen wird infrage gestellt.
Meint ihr nicht, es gäben genügend Leute, die sich genau das wünschen, die mehr oder minder sagen: "Dann lasst sie/ihn doch!" "Ein Kostenfaktor weniger."

Ich denke, dass manche vor lauter Freiheitsgelaber bereit sind, ihre eigene Existenz zu gefährden.

Worum geht es eigentlich?
Wer soll denn zu Lebzeiten einem Depressiven die Absolution zum Freitod erteilen, welche Genugtuung wäre das ihm?
Etwa das Gefühl, du bist unwert, mach dich ruhig davon?
Wäre es nicht besser ihn zu motivieren, perspektiven zu zeigen, sich kümmern?

Wer das doch unbedingt machen möchte, der kann es doch!
Dann mal zu... sage ich... doch habt ihr wirklich alles durchdacht?

Ich verstehe viel, doch das nicht...

Es wird keine Industrie mehr in Medikamente für Alte investieren...
Keine Forschung für typische Schmerzmitte und MS, Alzheimer und sonstige Mittel...

Wer möchte dann noch von "Freiwilligkeit“ reden?

Und worum geht es eigentlich?
Die Sterbehilfe, die ihr euch vorstellt, wird es nie geben!
Auch nicht die Legitimation!
Dafür gibt es keine Mehrheit! Wäre sogar nicht verfassungsgemäß!
Und ist euch klar, das geht doch selbst meilenweit über das Ansinnen des besagten Vereins hinaus.
Konkretisiert doch mal, kommt mal mit konkreten Situationen!
Und nicht mit diffusen Schilderungen, "leer, ausgebrannt" usw. wo doch lediglich der Lebenswille wieder geweckt werden muss.

Wer sollte denn Millionen in neue Antidepressiva mit weniger Nebenwirkungen oder Behandlungsformen investieren, wenn man Depressive ihrem Schicksal überlässt, ihrem Leben ein Ende zu setzen?

Nein, dafür gibt es keine Mehrheit! Auch nicht in der Schweiz.

Die Bundes-Ärztekammer hat die Bundesregierung aufgefordert, dass Sterbehilfe bzw. solche Organisationen, die es anbieten, per neuem Gesetz zu verbieten.
Weiterhin kann kein Arzt gezwungen werden daran mitzuwirken.
Es ist also noch Hoffnung in Deutschland.

Und noch einen Satz bitte.
Altersdepression ist nicht unbedingt die Folge des Alterns, es ist vielmehr die Folge von Kontaktlosigkeit, Vereinsamung, Herabwürdigung, nicht gebraucht zu werden und eben auch einer inneren Einstellung, daran nichts ändern zu können.
Was ich bezweifle.
 
Das ist aber eine Frage der Definition!
Nämlich die, des unwerten Lebens...
Das beträfe auch lebende und Behinderte.

Zudem stimmt deine Aussage nicht, niemand muss "dahinvegetieren" in Deutschland.
Woher hast du diese Rechtfertigung das zu behaupten?

Du kannst jederzeit eine Patientenverfügung bereitlegen, in der du genau bestimmst, was bei einer Unfähigkeit, dies selbst zu bestimmen, gemacht werden soll.

Du kannst zudem die Person deines Vertrauens benennen, dass kein anderer deine rechtliche Vertretung im Falle deiner Unfähigkeit, erhält.

Ich denke, hier ist viel Unwissen im Strang..

Du peilst nur einfach nicht, worum es geht. Aber bezeichnend, zu welchem Schluss du kommst.



Die Sterbehilfe, die ihr euch vorstellt, wird es nie geben!

Die Sterbehilfe, die wir uns vorstellen, gibt es schon mal gar nicht, weil hier jeder für seine Sache eintritt.

Das, was ich vertrete, hast du nicht mal im Ansatz verstanden.



Und nicht mit diffusen Schilderungen, "leer, ausgebrannt" usw. wo doch lediglich der Lebenswille wieder geweckt werden muss.

Dann erklär doch du mal genau, wie du den Lebenswillen eines Menschen wieder wecken möchtest. Das würde mich jetzt echt interessieren!



Wer sollte denn Millionen in neue Antidepressiva mit weniger Nebenwirkungen oder Behandlungsformen investieren, wenn man Depressive ihrem Schicksal überlässt, ihrem Leben ein Ende zu setzen?

Ach, du meinst, dann kann man ja nicht mehr genug Kohle verdienen. Alleine darum geht es doch bei Medikamenten. Wir wollen doch hier bitte nicht behaupten, dass es auch nur ansatzweise darum ging, Menschen zu helfen.

Die finden schon ein anderes Mittel, womit sie Kohle machen können. Um die Pharmaindustrie mache ich mir die wenigsten Sorgen!



Tuesday
 
Zuletzt bearbeitet:
Du peilst nur einfach nicht, worum es geht. Aber bezeichnend, zu welchem Schluss du kommst.

Die Sterbehilfe, die wir uns vorstellen, gibt es schon mal gar nicht, weil hier jeder für seine Sache eintritt.

Warum nicht?

Das, was ich vertrete, hast du nicht mal im Ansatz verstanden.

Könnte ich auch nicht, bin dir einfach diesbezüglich unterlegen...

Dann erklär doch du mal genau, wie du den Lebenswillen eines Menschen wieder wecken möchtest. Das würde mich jetzt echt interessieren!

Wenn ich das hochrechne, dann sind es jährlich etwa 30.000 Menschen, bei denen es nicht zum Tod kommt, wobei die Zahlen der alten Menschen gar nicht erfasst werden.
Davon werden einige Tausend wieder ein völlig normales Leben führen...
Aber ich bin bescheiden, nicht ich bewirke das, wie du fälschlich vermutest.
Es sind viele Menschen, die ihr Bestes geben und das besser können, als ich...🙂

Ach, du meinst, dann kann man ja nicht mehr genug Kohle verdienen. Alleine darum geht es doch bei Medikamenten. Wir wollen doch hier bitte nicht behaupten, dass es auch nur ansatzweise darum ging, Menschen zu helfen.

Die finden schon ein anderes Mittel, womit sie Kohle machen können. Um die Pharmaindustrie mache ich mir die wenigsten Sorgen!

Tuesday

Nein Tuesday, dich interessiert nicht wirklich meine Meinung... 🙂
Denn ansonsten würdest du im Forum mit deiner Frage vielfach fündig werden, bei Menschen, die weiter leben und es geschafft haben.
Wer hinter jedem Baum eine Verschwörung, Geldschneiderei und miese Absichten vermutet, sollte sich gewisse Fragen stellen...
Aber das weißt du besser als ich.
Wie du eben alles besser weißt. Doch diesmal glaube ich sogar, dass du es besser weißt. 🙂

Aber wenn du dich von mir missverstanden fühlst, warum führst du nicht konkret aus, ganz ohne Andeutung?
Warum schilderst du nicht, auf einen infrage stehenden Einzelfall bezogen, und verlierst dich nicht ständig in mehr oder weniger polemischen Angriffen?
Oder war es nur schlicht falsch, dir ein Kompliment zu machen...? 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben