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Was ist, wenn ein Christ Selbstmord begeht? Frage an Christen und Atheisten

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Okay.
Bei Gemeinden (christlich, oder eine Religion betreffend), da kann ich nicht mehr mitreden, denke ich.

Liebe Grüsse!
Landkaffee


Manchmal soll es ja nicht nur eine Gemeindeseelsorge sondern auch christliche Therapeuten geben. Ich habe da persönlich keinerlei konkrete Erfahrung, aber.... .
Christa, meinst Du dass diese Menschen auch so denken und von Sarah und ihrer Familie nichts halten?



Soweit ich weiß, war Sarah zwischenzeitlich in einer Thera; sicher bin ich da allerdings nicht. Doch generell hat die Gemeinde nichts gegen christliche Therapeuten; wir haben hier eine Beratungsstelle am Ort (bei der ich selbst 7 Jahre lang in Behandlung war) und die hiesigen freien Gemeinden arbeiten eng mit den Therapeuten zusammen.
Das ist ja das schiziode - offiziell ein Ja dazu, Veranstaltungsabende, Informationen darüber und persönlich dann ein Abwenden und ein Nein..
Ein Nein, das auch Sarahs Eltern haben hören müssen (es galt also nicht nur mir; leider) nach dem Tod ihrer Tochter - dieses "Nein, das darf ein Christ nicht tun, das trennt ihn für immer von Gott".
Wie grausam muss das für diese Familie gewesen sein, sich neben der Trauer und Verzweiflung auch noch mit derartigen Vorwürfen auseinander setzen zu müssen....😱
 
Ehrlich gesagt, als gläubiger Christ hätte ich damit sehr große Probleme.
Der Selbstmord - Mord! - ist ganz klar in den 10 Geboten festgehalten - eine Todsünde.
Mich wundert es, wie hier Christen so einfach darüber hinweggehen können. Wir hatten ja erst kürzlich die Diskussionen um den Freitod von Gunter Sachs. Ich wüßte keinen Kirchenvertreter, der dies nicht als Todsünde benannt hätte.

Es gibt lt. Bibel nur eine einzige Sünde, die für immer von Gott trennt und das ist die Sünde wider den Heiligen Geist (sollten Fragen dazu sich nun häufen, müsste man hierzu einen Extrathread aufmachen, sonst würde das Thema hier gesprngt).
Die sog. "Todsünden" sind eine Erfindung der Kirchen, nicht die Gottes - für Ihn ist Sünde Sünde ohne Unterschied.
 
mike
manches wird halt je nach Situation passend gemacht

man beruft sich auf die Gebote Gottes, die dann so zurecht gebogen werden bis sie passen.

Wie sonst hätte man in Namen Gottes Kriege führen können? Denn nach den Geboten sind Soldaten auch Mörder, die aber in den Himmel kommen - hat mir mal ein Zeuge Jehovas erklärt.

Und so ist es auch mit Selbsttötung - da passt es, da passt es nicht .- also macht man es passend. In der Beziehung ist man sehr weltlich 🙂))
#



Nicht weltlich - barmherzig, DieDi....Das, was Jesus forderte, der übrigens selbst einer Ehebrecherin vergab (die man damals i.a. steinigte). Und die Worte vorausschickte:
"Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein" - was dann natürlich niemand mehr konnte....
 
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jesus diesem Mädchen zürnt. Er wird ihren Schmerz und ihre Verzweiflung spüren und sein Herz war als Mensch ja schon so groß, dass er ein solches Kind (und das war sie ja beinahe noch) niemals ohne Trost gelassen hätte. Und jetzt, wo er seine göttliche Macht wieder besitzt, sollte er weniger liebevoll sein? Ich kann es mir nicht vorstellen.


Tuesday



Du sprichst mir aus dem Herzen, Tuesday - und ich empfinde, auch aus dem liebenden Herzen Jesu.....:wein:
 
Ich habs jetzt mal im Katechismus nachgelesen - wenn ich Lust habe stell ich es morgen ein.

Selbstmord ist eine sehr schwere Sünde. Da nützt Euch alle "Flexibilität" gar nichts. Ich bin zwar die Heuchelei inzwischen gewohnt - man biegt es sich eben so zurecht, damit man noch den Anschein eines "Gläubigen" wahren kann - aber ehrlich ist es nicht. Das war auch hier nicht zu erwarten.
Hier hat niemand Eier in der Hose zu sagen: Es ist mir wurscht, was passiert, wenn ich mich umbringe.

Man müßte eigentlich mit solchen "Gläubigen" ganz anders umgehen.
 
Ach Mike...🙄
Was irgendwo geschrieben steht, ist doch unwichtig.
Wir Menschen haben auf jeden Fall kein Recht, darüber zu urteilen, wenn ein Mensch sich selbst tötet.
Und wer das tut, der quält auch noch dessen ganze Familie unnötigerweise zusätzlich. Das ist bestimmt nicht in Gottes Sinne!

Ganz davon abgesehen kann man nicht von freiem Willen reden wenn eine Depression so schwer wird, daß sie den Menschen dazu bringt.

Aber was red ich, du suchst eh nur was zum Stänkern🙄
 
Ja-das gibt es ÖFTER -dieses Maske-fallen-lassen...

Soweit ich weiß, war Sarah zwischenzeitlich in einer Thera; sicher bin ich da allerdings nicht. Doch generell hat die Gemeinde nichts gegen christliche Therapeuten; wir haben hier eine Beratungsstelle am Ort (bei der ich selbst 7 Jahre lang in Behandlung war) und die hiesigen freien Gemeinden arbeiten eng mit den Therapeuten zusammen.
Das ist ja das schiziode - offiziell ein Ja dazu, Veranstaltungsabende, Informationen darüber und persönlich dann ein Abwenden und ein Nein..
Ein Nein, das auch Sarahs Eltern haben hören müssen (es galt also nicht nur mir; leider) nach dem Tod ihrer Tochter - dieses "Nein, das darf ein Christ nicht tun, das trennt ihn für immer von Gott".
Wie grausam muss das für diese Familie gewesen sein, sich neben der Trauer und Verzweiflung auch noch mit derartigen Vorwürfen auseinander setzen zu müssen....😱

Du hast es erkannt. ((Es geht doch,Christa! 🙂))

Exakt DIESE Heuchelei ist es,die daran zweifeln läßt,ob es überhaupt "wirkliche"
Versteher von Jesus gibt--in DIESEN selbst als "christlich" definierten Kreisen.

Menschenfeindlichkeit,Hartherzigkeit ,Dünkel,Hochmut...
DANN ,wenn es wirklich drauf ankäme. "An ihren Taten..." usw.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Hab sowas auch erlebt: da kapitulierte eine alte Dame mit akuter progressiver Luftnot (Sauerstoffgerät auf Dauer) vor dem "Zwangsauszug" aus ihrem Haus,es hätte nur ein sehr
ungemütliches Pflegeheim noch als "Zukunft" gewartet--

nach dem Besuch einer eher barschen "Gemeinde-Mitschwester"
(Öh--LEIDER können wir Dir ja jetzt nicht mehr helfen...), war dann der Bademantelgürtel der letzte Kontakt mit der realen Welt. ((Man HÄTTE ihr konkret helfen können übrigens!!! ))

Diese kranke Dame hatte JAHRZEHNTELANG die Kirche für die Gottesdienste geschmückt (ehrenamtlich,logo...) ,sie war bis zuletzt im Kirchenchor....
Weil sie der "Glaube und das Dulden" verließen,wurde sie geächtet.

Naja-- ich als "Begleitperson" eines Angehörigen hätte am liebsten dem Pfarrer mal HEFTIG in die Gusche gehauen--weil er eine derart blöde Rede hielt-- und "seine Kirche" natürlich NICHT für die Trauer"feier" öffnete...DAS muß man sich mal vorstellen --nicht mal Glocken angeworfen!

Dieser Selbstmörderin wurde zum Glück nicht mehr
SELBST gewahr,daß "ihre Gemeinde" von ihr "Abschied" nahm mit schiefen Gesicht in der winzigen "Ersatzkapelle".

Sie hatte sich dann offenbar jahrzehnte lang geirrt-- in ihrem Mit-Kirchenfans.

Wie erst muß es DENEN zumute gewesen sein,die diese Frau kannten --und dann so eine
Reaktion als fetten Schlag auf dem Weg ins Nirwana miterlebten?
Schlimm.

Leider hörte "Gott" mich Atheistin nicht ,als ich um einen Erweiterten-Blitzschlag bat...

Eben das ist widerlich --und nicht die Spur "gottgefällig"....dieses "AUSGRENZEN"!

Das 17jährige Mädel wird von den wirklich verzeihenden verstehenden Freunden zu ihrer letzten ,zu frühen Ruhe begleitet werden. Sie BRAUCHT "Segen" nicht.

Ein Platz im Herzen der Liebsten ist allemal gemütlicher,als jede Wolke im Himmel...
 
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