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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Sinn des Lebens

Ein Hallo nach allen Seiten,

Ich lese mir auch die vorhergehenden Beiträge durch und – erst wenn ich sie verstehe – antworte ich!
Oder stelle Fragen!
Mein Beitrag war ja zuerst an Karmalia gerichtet!
Aber - dereinst – ich beklage nicht hier nur Meinungen zu finden (!) und was wäre ich für ein Thor, wenn ich da nicht unterscheiden könnte, was nur Meinung, Überzeugung, Empfindung, Idee, oder nur ein kognitiver Entwurf ist. Auch der Mensch ist ja ein Entwurf - der Natur !
Mein lebenslanges Bedürfnis ist nach der Wahrheit zu suchen! Universelle Wahrheit(?) – ist wohl auch ein eigener Versuch. Jeder Mensch meint seine Meinung und seine Überzeugung ist die Richtige! Das reicht noch nicht – er vertritt auch noch seine Wahrheit als gäbe es nur diese! Daraus entstehen Diskussionen, Streitereien, Gewalttaten, bis hin zu Mord und Totschlag! Eigene Zweifel sind unangenehm, verunsichern, sorgen für eine innere Schwäche, produzieren Ängste und sie beweisen dass es noch kein Ergebnis gibt und können den Menschen zur Verzweiflung führen. Darin liegt eins der eigentlich wesentlichen Problem des Menschen, so wie z. B. auch die schon genannte Subjekt-Objektspaltung!
Einerseits ist der Zweifel also eine negative Eigenschaft, es schafft Unbehagen! - Doch das ewige Zweifeln ist auch die Motivation und Voraussetzung dafür, immer neue Erfahrungen zu sammeln, sich neue Erkenntnisse anzueignen, neue Meinungen zu bilden und ganz einfach neugierig zu bleiben. Wer nicht versteht, sollte Fragen stellen. Das hat mir mein Lehrherr und Meister schon in meinem 14. Lebensjahr beigebracht und er hatte damit recht. Wer nicht an seiner Meinung zweifelt, wird jede andere missachten und nicht gelten lassen. Nicht anders ist es mit dem eigenen Glauben, der jeder kognitiven Leistung und Entwicklung im Wege steht. Trotzdem sind die Menschen fast immer sicher, den notwendigen und genügend Verstand zu haben, die richtige Meinung, Überzeugung, die Wahrheit zu kennen und den einzig richtigen Glauben, dem einzig wahren Gott zu dienen und zu gehorchen.
Wer hat recht wer unrecht, richtig oder falsch, gut oder böse und: “Normal oder Unnormal?“

Dass es dabei bei jedem nur um seine eigene Sichtweise geht und er nur diese eigene gelten lässt, ist menschlich!
Jeder entscheidet (nicht immer) selbst, – aber wenn dann aufgrund seiner Sichtweise und eben selten im Zweifel !
Natürlich prägen die äusseren Umstände - etwas falsch verstanden? Alle und immer, ohne Ausnahme! Es ist nicht meine Meinung, dass jeder Mensch aufgrund seiner Herkunft, Abstammung, Vererbung, gemäß seiner Erlebnisse, der Ereignisse, seiner Erfahrungen und den daraus entstandenen Erkenntnissen, seiner Erziehung und Bildung, sogar aufgrund seines Wissens – und nur durch all diese geprägt wird! Sondern, das setze ich für mich als eine unumstössliche Erkenntnis voraus, um beurteilen zu können mit wem ich es zu tun habe. An erster Stelle steht bei mir da immer, den Menschen selbst verstehen zu wollen, dann kommen all die Dinge, die er sich geschaffen, angeeignet, oder für die er sich entscheidet, oder wie er fühlt, denkt und handelt und welche Meinungen er hat. Auch seine Charaktereigenschaften, seine Moral und welche Werte er vertritt, dann sind auch seine Ansprüche, Bedürfnisse und Forderungen wichtig. Wie geht er mit seinen Mitmenschen um und welche Lebensweise realisiert er, wo liegen seine Stärken und Schwäche?
Auch ich vertrete und trage hier nur meine Meinung vor. Nur so lange wie sie widerspruchsfrei bleibt. Andere Meinungen mit besseren Argumente übernehme ich gern. Auch jeglicher argumentativen Kritik gegenüber bin ich offen und freue mich über das Interesse an meinen Beiträgen!

Philosophieren kann jeder, wenn er sich selbst nicht zu wichtig nimmt und über alles vorher nachdenkt, bevor er seine Meinung vertritt. Das Verständnis für seine Mitmenschen wird aber vorausgesetzt!

Meine besten Wünsche und Grüsse.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Thales von Milet,

schau mal hier: Sinn des Lebens. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo auch,

Ein Hallo nach allen Seiten,

Ich lese mir auch die vorhergehenden Beiträge durch und – erst wenn ich sie verstehe – antworte ich!
Oder stelle Fragen!
Mein Beitrag war ja zuerst an Karmalia gerichtet!
Aber - dereinst – ich beklage nicht hier nur Meinungen zu finden (!) und was wäre ich für ein Thor, wenn ich da nicht unterscheiden könnte, was nur Meinung, Überzeugung, Empfindung, Idee, oder nur ein kognitiver Entwurf ist. Auch der Mensch ist ja ein Entwurf - der Natur !

Ja dieser Thread ist schon ziemlich lange. Auch ich habe ihn gelesen. 😉
Sind am Ende nicht alles nur Meinungen? Selbst ein geäußertes Gefühl erscheint mir eine Meinung zu sein. Darüber könnte man wohl stundenlange philosophieren. 🙂

Mein lebenslanges Bedürfnis ist nach der Wahrheit zu suchen! Universelle Wahrheit(?) – ist wohl auch ein eigener Versuch. Jeder Mensch meint seine Meinung und seine Überzeugung ist die Richtige! Das reicht noch nicht – er vertritt auch noch seine Wahrheit als gäbe es nur diese! Daraus entstehen Diskussionen, Streitereien, Gewalttaten, bis hin zu Mord und Totschlag! Eigene Zweifel sind unangenehm, verunsichern, sorgen für eine innere Schwäche, produzieren Ängste und sie beweisen dass es noch kein Ergebnis gibt und können den Menschen zur Verzweiflung führen. Darin liegt eins der eigentlich wesentlichen Problem des Menschen, so wie z. B. auch die schon genannte Subjekt-Objektspaltung!

Wie wirklich ist die Wirklichkeit (ein sehr interessantes Buch von Paul Watzlawik) ist für mich eine sehr wichtige Frage. Und, um beim Thema zu bleiben, eine Grundfrage bei der Suche nach den Sinn des (eigenen) Lebens. So kann ich mir persönlich keine universelle Wahrheit vorstellen. Zu unterschiedlich sind die Wahrheiten, Auffassungen und Sichtweisen der Menschen. Das ist auch durchaus etwas Gutes. Nur so konnte die unbeschreibliche Vielfalt menschlicher, alles andere blende ich hier mal aus, Taten und Errungenschaften entstehen. Zwar zählen sie nur die negativen Auswüchse auf, wo wir doch sehr viel öfter von positiven Dingen umgeben sind. Ich nehme aber an, dass dies nicht ihre ganze Sichtweise widerspiegelt sondern auf meine, gar nicht mal so ernst gemeinte, Kritik eingeht. Möglicherweise liege ich ja auch ganz falsch 🙄

Und genau diese Stoßrichtung verfolge ich und versuche sie auch anderen näher zu bringen. Seht auch was es Gutes gibt. Diese Dinge sind meist relativ klein, schon fast unbedeutend. Und doch so enorm wichtig - wenn man sie nur erkennen kann und will. Das hat nichts mit "positiv Denken" im leider verzerrtem und vereinfachtem (überstrapaziertem) Sinne zu tun. Es ist nur eine Seite der ständig vorhandenen Medaille, die eben durch Prägung usw. allzuoft verschüttet ist. Offenheit, Lernbereitschaft und eine erweiterte Wahrnehmung. Hinterfragen der Dinge. Besonders der großen "Meinungsmacher".

... Natürlich prägen die äusseren Umstände - etwas falsch verstanden? ...

Nein 😉 Wie kommen sie darauf? Habe ich doch fast die gleichen Worte benutzt
Ja die äußeren Umstände ... Natürlich prägen sie.
😕 Gedacht war die als Zustimmung zu ihren Ausführungen. Und somit wurde es ein herrliches Beispiel verschiedener Wahrnehmungen. 🙂

Auch ich vertrete und trage hier nur meine Meinung vor.

Wer nicht, freundschaftlich gefragt?
 
Hallo dereinst,
ich bin etwas verunsichert in meiner bisherigen Überzeugung, dass sich die Teilnehmer hier alle mit dem “DU“ anreden. Fand ich auch ganz sympatisch!
entweder/oder, aber ich respektiere natürlich auch einzelne (Ihre) Bedürfnisse!
Meine Antwort: – ich beklage nicht hier nur Meinungen zu finden (!)
Dass hatte ich auf Ihre Feststellung - ich würde hier die Meinungen beklagen aber selbst auch nur meine eigenen vortragen - geantwortet!
Zitat: Universelle Wahrheit(?)
Mit Fragezeichen als Frage gedacht, weil ich meine Ausführungen von Meinung, Wahrheit und Wirklichkeit zu Ihrer “Universellen Wahrheit“ nicht zuordnen kann! Für mich gibt es keine universelle Wahrheit! Jeder Mensch vertritt seine eigenen Wahrheiten! Fertig! Da hatte ich mir eine Erklärung gewünscht.
Zitat: “Wie wirklich ist die Wirklichkeit“ (ein sehr interessantes Buch von Paul Watzlawik) ist für mich eine sehr wichtige Frage - Nur so konnte die unbeschreibliche Vielfalt menschlicher, alles andere blende ich hier mal aus, Taten und Errungenschaften entstehen. Zwar zählen sie nur die negativen Auswüchse auf, wo wir doch sehr viel öfter von positiven Dingen umgeben sind. Ich nehme aber an, dass dies nicht ihre ganze Sichtweise widerspiegelt sondern auf meine, gar nicht mal so ernst gemeinte, Kritik eingeht. Möglicherweis liege ich ja ganz falsch - Zitat Ende!
Da gibt es wieder verschiedene Begriffsbestimmungen für “Wirklichkeit“ – Bei mir steht hinter der individuellen Wahrheit, die der Mensch ganz allgemein für sich in Anspruch nimmt und die ich ewig suche, die objektive, aber eben auch in ständiger, ewiger Veränderung befindliche Wirklichkeit. Diese werde ich nie erkennen oder gar verstehen. Es verschliesst sich unserem Verstand, unserer kognitiven Leistungsfähigkeit, die Gesetze des Universums und seiner Regeln, Abläufe, Ereignisse, Abhängigkeiten oder Entwicklungen und Beziehungen zu erkennen und zu verstehen. Da haben die Menschen mit sich selbst noch genügend Probleme, die sie lösen müssten und auch könnten. Dann käme erst noch der vernünftige Umgang mit unserem Lebensraum, der Erde, ihren Ressourcen, der Natur und auch des sonst noch so vorhandenen Lebens – nur um mal die Reihenfolge einzuhalten. Das gehört alles noch in den Bereich unseres Verständnisses. Ich denke mal da so an die Entwicklung in den letzten hundert Jahren. Positiv Denken, wenn der Mensch ganz allgemein nichts dazu lernt? Er muss doch bei sich selbst anfangen und was hatte schon Thales oder Heraklit so trefflich gefordert – aber nichts ist passiert!
Meine Klarstellung: Natürlich prägen die äusseren Umstände - etwas falsch verstanden?
Da hatten Sie mit – “nicht alle“ - irgendwelche äusseren Umstände wohl ausgeschlossen - habe ich so verstanden und wollte das noch mal erläutern!
Inzwischen ist wohl alles Klar: Zitat: Wie kommen sie darauf? Habe ich doch fast die gleichen Worte benutzt – Ja die äusseren Umstände, natürlich prägen sie. Gedacht war die als Zustimmung zu ihren Ausführungen. Und somit wurde es ein herrliches Beispiel unterschiedlicher Wahrnehmungen. - Zitat Ende!
Ich kann es nicht oft genug sagen, die Begriffsbestimmungen . . . - und wenn man nur ein Wort nicht berücksichtigt, wie “alle“ oder eines hinzufügt, wie “fast“, dann bekommt die Meinung auch einen anderen Sinn – oder?

Andere Frage: Flucht vor sich selbst! = Flucht vor der Eigenverantwortung = Das eigene Leben nicht in eigener Verantwortung und Verpflichtung planen, gestalten und entsprechend Handeln! Eine
typisch menschliche Schwäche. - Wieder ein Problem, dem sich jeder Mensch stellen muss!
Dazu fällt mir eine eigene Erkenntnis ein: Der freiwillige Zwang zum selbstverantwortlichen, vernünftigen und moralischen Handeln! Stelle ich mal so zur Diskussion!
Aber noch etwas zum Sinn des Lebens: Der Mensch ist auf der Suche nach Lust, nach Befriedigung, Erfolg, nach Anerkennung, nach Wohlbefinden und Glücklichsein. Da kann sich doch jeder sein Menü zusammen stellen. So ganz, wie es Euch gefällt! (Shakespear)
Aber wieder wird gefragt: Wie mache ich es "Richtig" und wie ist es für mich "Falsch" ?
Dazu haben Sie "dereinst" vorgetragen, dass jeder sich selbst entscheiden kann - meiner Meinung nach, ist das Wunschdenken. Es kann sich eben nicht jeder entscheiden. Allein schon der Gedanke daran, verunsichert viele Mitmenschen und so werden auch viele Entscheidungen nicht oder eben falsch getroffen. Da ist der Zug der eigenen Entwicklung an einer Weiche falsch abgebogen, doch der Zug fährt weiter, vielleicht sogar hinter einer
scharfen Kurve auf einen Prellbock zu. Es könnten auch die Bremsen versagen und da kommt dann ein Kopfbahnhof . . . Auch das hier jeder seine eigene Meinung vorträgt, halte ich für ein Gerücht! Da gibt es doch das "von Guttenberg-Syndrom", wo einfach irgendwo abgekupfert wird, da behängt man sich mit den Girlanden seiner Mitmenschen oder plappert irgendetwas nach. Ob das immer so die eigenen Gedanken, Meinungen und Überzeugungen sind, bezweifle ich. Der "Zweifel" ist ja auch aus zwei verschiedenen Sichtweisen zu definieren. (ein anderes Thema)

Das warst jetzt, das Wort zum Tage!
Ich muss mein Mittagessen zubereiten!

Meine besten Wünsche und Gruss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Philosophieren kann jeder, wenn er sich selbst nicht zu wichtig nimmt und über alles vorher nachdenkt, bevor er seine Meinung vertritt. Das Verständnis für seine Mitmenschen wird aber vorausgesetzt!

Hallo guten Tag!

ich glaube, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Sich selbst und die eigene Meinung gar nicht so wichtig zu nehmen und eben stets aufs Neue auch dazulernen zu können, weil ich gar nicht erst dogmatisch eingestellt bin. Zu wissen, dass es keine Endgültigkeit beim Wissen gibt, dass es ja allein das Lernen und der Austausch ist, was schon motivierend genug sein kann.

Ich glaube Nietsche hatte ja mal gesagt, dass wenn es wirklich einen nachweisbaren und generalisierbaren Sinn im Leben für alle Menschen gäbe, dann hätten die Menschen es auch schon längst herausfinden müssen, so lange machen sie sich das betreffend schon Gedanken darüber.

Kant wiederum hatte mit seiner Philosophie ja mit für die damalige Aufklärung gesorgt, weil er als erster plausibel begründen konnte, dass jeder menschliche Standpunkt unbedingt subjektiv aus der Rolle seines Betrachters sein muss. Was für eine Kränkung war das wohl damals für die absolutistischen Herrscher. 🙄

Mir gefällt vor allem der Ausspruch des Physikers Herbert Pietschmann: "Das Leben hat keinen Sinn, weil es bereits Sinn ist".

Viele Grüße
Traumatisierter
 
Wie schon gesagt, das Leben zu beenden ist eine Flucht. Und zwar eine Flucht vor der Verantwortung für sich selbst.

Wie viele flüchten sich in Alkohol- oder Drogenmissbrauch? Üben in jeder Form Gewalt auf andere aus? Es gibt viele verschiedene Arten zu 'flüchten', und die wenigsten sind auf Dauer für die Mitmenschen erträglicher als ein Suizid.
Was tut ein Vater der sich betrinkt um seine Probleme beiseite zu schieben, und seine Kinder oder seine Frau verprügelt, über Jahre? Was tut er seinen Kindern/seiner Frau damit? Eine bessere Lösung als Suizid?
Sicher besteht dann im Gegensatz zum Suizid immer eine relative Chance zur Änderung. Aber findet diese statt? Wie viele schaffen den Weg aus dem Sumpf? Und wie viele nicht? Sind die 'Folgeschäden' (an Mitmenschen) noch Verhältnismäßig? Ist das letzten Endes vertretbarer? Frag einmal jene die gelitten haben unter extremer psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt was sie sich selbst und/oder den Tätern wünschen...

Ich müsste das noch weiter ausführen, stelle aber gerade fest das ich keine Lust mehr habe Menschen eine Realität zu erklären die für viele existiert, aber von Außenstehenden niemals verstanden wird, vermutlich nicht verstanden werden kann.
 
Es ist doch legitim, vor unerträglichen Situationen zu flüchten
und eine persönliche Entscheidung.

Hallo egal0815,

wann ist eine Situation unerträglich? Eine Flucht vor einer unerträglichen Situation ist natürlich nicht grundsätzlich falsch, eher schon Pflicht, ja. Eine Flucht aus dem Leben nicht.
Ich kann nur jedem raten, in solch einer Situation zu einem guten Therapeuten zu gehen. Es gibt nämlich viele verschiedene Fluchtwege. Konstruktive und destruktive.
Wer gesund und bei halbwegs klarem Verstand, ist braucht dann noch Mut. Das gestehe ich freimütig ein. Ja es braucht auch Mut zu einem Therapeuten zu gehen. Aber es lohnt sich!
 
Zuletzt bearbeitet:
Unerträglich in dem Sinn,
das es nur noch seelische Schmerzen gibt
oder noch schlimmer, diese innere Leere, Gefühlslosigkeit
eigentlich schon innerlich Tot.

Ich gehe zum Therapeuten aber wenn es nichts bringen sollte
und sich an der Situation nichts ändert, werde ich diese keine 30, 40 oder 50 Jahre mitmachen.
Dann ist es mein Recht, welches ich mir dann auch nehmen werde, mein Leben
vorzeitig zu beenden.

Der Wunsch ist jetzt schon sehr stark.
Und ich bin zwar depressiv aber nicht unzurechnungsfähig.
bin mir der folgen, Konsequenzen und der Endgültigkeit dieses Schrittes
voll bewußt.
 
Hallo dereinst,
ich bin etwas verunsichert in meiner bisherigen Überzeugung, dass sich die Teilnehmer hier alle mit dem “DU“ anreden. Fand ich auch ganz sympatisch!
entweder/oder, aber ich respektiere natürlich auch einzelne (Ihre) Bedürfnisse!

Hallo Thales,

na dann bin ich doch glatt für das "Du". Meine Bedürfnisse in dieser Hinsicht sind erstaunlich klein 😉

Zitat: Universelle Wahrheit(?)
Mit Fragezeichen als Frage gedacht, weil ich meine Ausführungen von Meinung, Wahrheit und Wirklichkeit zu Ihrer “Universellen Wahrheit“ nicht zuordnen kann! Für mich gibt es keine universelle Wahrheit! Jeder Mensch vertritt seine eigenen Wahrheiten! Fertig! Da hatte ich mir eine Erklärung gewünscht.

Eben. Jegliche Wahrheit kann nur subjektiv sein. Selbst harte Fakten werden von verschiedenen Menschen verschieden interpretiert. Meine Wahrheit ist nichts anderes als eine Interpretation. Wie nahe sie dabei einer eventuelle allgemein anerkannten "Wahrheit" kommt, kommt wohl auch auf die Situation an und was als allgemein anerkannte Wahrheit gelten darf. Ein Thema für sich. Darum gibt es für mich eben keine universelle Wahrheit - noch nicht mal meine 😉

Da gibt es wieder verschiedene Begriffsbestimmungen für “Wirklichkeit“ – Bei mir steht hinter der individuellen Wahrheit, die der Mensch ganz allgemein für sich in Anspruch nimmt und die ich ewig suche, die objektive, aber eben auch in ständiger, ewiger Veränderung befindliche Wirklichkeit. Diese werde ich nie erkennen oder gar verstehen. Es verschliesst sich unserem Verstand, unserer kognitiven Leistungsfähigkeit, die Gesetze des Universums und seiner Regeln, Abläufe, Ereignisse, Abhängigkeiten oder Entwicklungen und Beziehungen zu erkennen und zu verstehen. Da haben die Menschen mit sich selbst noch genügend Probleme, die sie lösen müssten und auch könnten. Dann käme erst noch der vernünftige Umgang mit unserem Lebensraum, der Erde, ihren Ressourcen, der Natur und auch des sonst noch so vorhandenen Lebens – nur um mal die Reihenfolge einzuhalten. Das gehört alles noch in den Bereich unseres Verständnisses. Ich denke mal da so an die Entwicklung in den letzten hundert Jahren. Positiv Denken, wenn der Mensch ganz allgemein nichts dazu lernt? Er muss doch bei sich selbst anfangen und was hatte schon Thales oder Heraklit so trefflich gefordert – aber nichts ist passiert!

Auch Watzlawik schreibt von verschiedenen Begrifflichkeiten. Selbst das Universum und seine Gesetze sehe ich persönlich nur bedingt als Wirklichkeit. Eben in dem Zusammenhang, dass früher einmal die Erde flach war ... Die von dir erwähnte ewige Veränderung, auch in den Entdeckungen der Wissenschaften, machen es meiner Meinung nach unmöglich um jemals zu einem Endpunkt zu gelangen. Auch der begrenzte Geist des Menschen trägt hier seinen Teil bei.
Ob der Mensch aus seiner Geschichte lernt ist wahrlich eine gute Frage. Kaum scheint man das mit "Ja" beantworten zu können, gibt es Ereignisse die zu einem "Nein" führen ... Einer der Gründe, warum ich mich eher mit der ganz individuellen Weiterbildung beschäftige. Eben dem Sinn des eigenen Lebens. Für sich schon ein unerschöpfliches Thema. Hochinteressant, wenn man sich darauf einlässt. Sehr lohnend und spannend und erkenntnisreich (Ich weiß das ich nichts weiß).

Ich kann es nicht oft genug sagen, die Begriffsbestimmungen . . . - und wenn man nur ein Wort nicht berücksichtigt, wie “alle“ oder eines hinzufügt, wie “fast“, dann bekommt die Meinung auch einen anderen Sinn – oder?

Geht es um einen Vertrag, stimme ich vorbehaltlos zu. In einem lockeren Gespräch würde ich hingegen freimütiger sein. Wird der Zusammenhang zerrissen, dann ja. Bleibt die Aussage erhalten, dann nein. Und dazwischen bleiben noch die unendlichen Möglichkeiten der Abstufungen. In diesem Zwischenbereich kann es sinnvoll sein nach zu fragen.
Bei den Begriffsbestimmungen bin ich mittlerweile ein wenig vorsichtiger geworden. Verschiedene Regionen können hier schon einen Unterschied ausmachen. Ein Beispiel: "Ist schon gar net mal so schlecht" gilt in Bayern (ganz Bayern?) ja schon fast als Superlativ. Woanders würde man das eher als mürrisch einstufen und nicht als Lob.

Andere Frage: Flucht vor sich selbst! = Flucht vor der Eigenverantwortung = Das eigene Leben nicht in eigener Verantwortung und Verpflichtung planen, gestalten und entsprechend Handeln! Eine typisch menschliche Schwäche. - Wieder ein Problem, dem sich jeder Mensch stellen muss!
Dazu fällt mir eine eigene Erkenntnis ein: Der freiwillige Zwang zum selbstverantwortlichen, vernünftigen und moralischen Handeln! Stelle ich mal so zur Diskussion!

Fraglos ein Thema hier. Muss sich der Mensch dem stellen? Was wenn er es nicht macht? Beispiele kennt wohl jeder. Sowohl in der einen, als auch in der anderen Richtung. Sowohl von einer sehr schlechten, als auch aus einer sehr guten Ausgangslage. Genau genommen, aber sehr oft negiert, bleibt jedem Menschen jede Möglichkeit. Es verlangt einem schon etwas ab, diese Erkenntnis auch nur teilen zu können. Stellt man sich dem offen kommt die "schmerzliche" Einsicht, dass es eben viele Wahlmöglichkeiten gibt. Was ist man bereit zu geben? Eine ganz fundamentale Frage.

Aber noch etwas zum Sinn des Lebens: Der Mensch ist auf der Suche nach Lust, nach Befriedigung, Erfolg, nach Anerkennung, nach Wohlbefinden und Glücklichsein. Da kann sich doch jeder sein Menü zusammen stellen. So ganz, wie es Euch gefällt! (Shakespear)
Aber wieder wird gefragt: Wie mache ich es "Richtig" und wie ist es für mich "Falsch" ?
Dazu haben Sie "dereinst" vorgetragen, dass jeder sich selbst entscheiden kann - meiner Meinung nach, ist das Wunschdenken. Es kann sich eben nicht jeder entscheiden. Allein schon der Gedanke daran, verunsichert viele Mitmenschen und so werden auch viele Entscheidungen nicht oder eben falsch getroffen. Da ist der Zug der eigenen Entwicklung an einer Weiche falsch abgebogen, doch der Zug fährt weiter, vielleicht sogar hinter einer scharfen Kurve auf einen Prellbock zu. Es könnten auch die Bremsen versagen und da kommt dann ein Kopfbahnhof . . .

Ich für mich bleibe dabei, dass jeder sich entscheiden kann. Ob er das tut und welche Qualität diese Entscheidung(en) hat ist eine andere Frage. Die Hände in den Schoß zu legen ist leider zuwenig. Es gäbe die Menschheit nicht mehr. Ja es gibt im Leben Prellböcke, versagende Bremsen und Kopfbahnhöfe. Das gehört dazu. Es gibt Dinge die man einfach nur akzeptieren kann, weil man sie nicht ändern kann. Z. B. Naturkatastrophen. Hier kann man nur schauen sich zu retten. Aber genau dieses Denken in der "Kategorie Naturkatastrophen" wird nur zu gerne vorgeschoben um nicht selbst aktiv werden zu müssen. Ich nehme mich da gar nicht aus! Auch ich muss immer wieder erkennen, dass es doch Mittel und Wege gibt, einen unerwünschten Zustand zu ändern. Das ist oft unbequem. Ändert aber nichts an der Sache, dass ich etwas tun muss. Die Bandbreite der Möglichkeiten ist fallabhängig. Der viel zitierte Spruch: "Wo ein Wille, da ist auch ein Weg" transportiert hier sehr viel Kraft. Wenn man natürlich nicht die Energie aufbringt, nach diesem Weg, oder diesen Wegen, zu suchen, dann darf man aber nicht behaupten, dass es keinen Weg(e) gibt.
Zumal Energielosigkeit in der einen Frage vorhanden, bei banaleren Dingen aber oft ein förmlicher Energieüberschuss vorhanden ist.

Auch das hier jeder seine eigene Meinung vorträgt, halte ich für ein Gerücht! Da gibt es doch das "von Guttenberg-Syndrom", wo einfach irgendwo abgekupfert wird, da behängt man sich mit den Girlanden seiner Mitmenschen oder plappert irgendetwas nach. Ob das immer so die eigenen Gedanken, Meinungen und Überzeugungen sind, bezweifle ich. Der "Zweifel" ist ja auch aus zwei verschiedenen Sichtweisen zu definieren. (ein anderes Thema)

So gesehen dürfte hier niemand etwas schreiben 😉 Prof.Dr. Hüther (Gehirnforscher) bringt das sehr schön auf den Punkt, wenn er behauptet, dass eigentlich niemand von sich behaupten darf, dass dies oder jenes von ihm stammt. Denn zumindest die Grundlagen einer Aussage, Meinung, Gedanken oder Überzeugung stammen aus verschiedenen Quellen. Sei es Erziehung (gelernt von Eltern, Verwandten ..), Schule (Lehrer und Bücher, wobei auch der Lehrer es von anderen gelernt hat), Freunde und Bekannte oder Medien. Also kupfert ohnehin jeder immer ab. Ich auch, ständig. 😉
Die Zweifel sind also durchaus gerechtfertigt.

Das warst jetzt, das Wort zum Tage!
Ich muss mein Mittagessen zubereiten!

Ein verspätetes "Mahlzeit" wünsch ich noch.

Meine besten Wünsche und Gruss.
Besten Dank und wünsche selbstverursachtes Glück auf allen Wegen! :daumen:
 
Unerträglich in dem Sinn,
das es nur noch seelische Schmerzen gibt
oder noch schlimmer, diese innere Leere, Gefühlslosigkeit
eigentlich schon innerlich Tot.

Ich gehe zum Therapeuten aber wenn es nichts bringen sollte
und sich an der Situation nichts ändert, werde ich diese keine 30, 40 oder 50 Jahre mitmachen.
Dann ist es mein Recht, welches ich mir dann auch nehmen werde, mein Leben
vorzeitig zu beenden.

Der Wunsch ist jetzt schon sehr stark.
Und ich bin zwar depressiv aber nicht unzurechnungsfähig.
bin mir der folgen, Konsequenzen und der Endgültigkeit dieses Schrittes
voll bewußt.

Du sprichst mir aus der Seele. Endlich jemand dazu genauso denkt und fühlt wie ich.
 

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