Zum Notaus: Wer ihn missbrauchen oder unüberlegt einfach benutzen würde, der würde auch ohne vermutlich unüberlegt oder im Affekt z.B. vor den Zug springen.
@ dereinst:
Was du mir schreibst ist gut gemeint, aber das haben mir schon tausend Menschen vor dir gesagt. Glaub mal das ich einiges davon auch schon oft versucht habe, hinter mir habe. Und wenn das Leben jeden Tag nur ein beschissener Kampf ist, vergeht es einem.
Du hast in vielem auch Recht, aber für mich spielt das keine Rolle, hat oft nichts damit zu tun. Das wenigste schließt aus das man zugleich auch den Wunsch haben kann das Leben zu beenden.
Trotzdem frage ich mich ob du verstanden hast was ich bisher hier geschrieben habe. Vielleicht bin ich zu anders im Denken geworden, und was meine Worte für mich aussagen, kann ein 'normaler' Mensch einfach nicht erfassen. Jenseits von Gut und Böse.
Bevor ich überhaupt lange Diskussionen anfange frage ich dich:
Wie war denn dein Leben bisher? Erzähl mal!
Und: überlege dir einmal was passieren müsste damit du so denkst, fühlst und handelst wie ich. Was müsste passieren das du das Leben ablehnst und dir den Tod wünscht?
Ich glaube nicht das du es verstehen kannst...
Gruß, Shubunkin
Hallo Shubunki,
wenn dir schon tausend Leute das Selbe geraten haben und du einiges versucht hast, was hast du dabei gefühlt? Hast du es ernsthaft versucht, oder nur damit die Anderen endlich Ruhe geben? Bist du auch voll und ganz dabei gewesen? Ich wage zu behaupten das du das nicht warst.
Wie schon gesagt, das Leben zu beenden ist eine Flucht. Und zwar eine Flucht vor der Verantwortung für sich selbst. Natürlich, wenn man sich mit allem was man hat gegen eine Lösung stemmt, das passiert meist unbewusst, findet man auch immer wieder die Bestätigung, dass eh nichts hilft. Und so treibt man _sich selbst_ immer tiefer in das Jammertal.
Dieses Verhalten ist auch gar nicht selten. Ja es ist sogar eine Art Bestätigung, eine Belohnung, dass man ja doch recht hat. Alles ist mies und schlecht und es gibt nur einen Ausweg. Die Gedanken drehen sich in einem kleinen Kreis. Jeder Türe, jeder Ausgang wird nach Kräften ins Gegenteil verkehrt und man findet auf jeden Fall ein Haar in der Suppe. Ob dies nun auch ein wirkliches Haar ist oder nicht spielt keine Rolle. Immerhin geht es ja nur um Selbstbestätigung.
Nimm einmal selbst die Stelle einer dieser tausend Leute ein, die dir helfen wollten. Benimm dich so wie sie, geh einen Schritt weiter und schimpfe dich selbst. Sag dir mal, aus diesem anderen Standpunkt heraus, die Meinung. Du kannst dir auch einen Brief oder eine Mail schreiben
😉
Wer ist schon "normal"?
😉 Ich verstehe deine Haltung, auch wenn ich sie nicht billigen kann. Du bist nicht so besonders anders. Vielleicht ein wenig stur und zu nach innen gekehrt. Du grübelst zuviel und tust zuwenig. Das machen viele. Möglicherweise lebst du zuviel in einer vermeintlich besseren Zukunft? Du versprichst dir vielleicht Erlösung. Dabei lebst du jeden Moment im hier und jetzt.
Mein Leben wird dir nichts helfen, wenn du schon das Leben tausend anderer Personen ignoriert hast. Möglicherweise bin ich ein absoluter Durchschnittsmensch. Möglicherweise habe auch ich manchmal Herausforderungen zu stemmen. Vielleicht manchmal auch schwierige? Möglicherweise gebe ich mich nicht einfach auf. Eventuell stehe ich wieder auf, wenn ich stolpere? Kann auch sein, dass ich einen Sinn für mein Leben darin sehe, meinen Horizont zu erweitern? Vielleicht bedeutet mir persönliches Wachstum etwas. Oder ich hänge nur herum, höre mir möglichst viele depressive Stimmungen an. Weide mich im "das Leben ist ungerecht" und "ja wenn ich nur mal eine Chance bekäme". Kann auch sein, dass ich gleich wie du eingestellt bin, aber es hier besser ankommt, wenn ich einfach gegen dich argumentiere. Vielleicht halte ich von diesen "Wo ein Wille, da ist auch ein Weg" Gerede auch nichts. Such dir etwas aus.
Egal was ich schreibe, um dass geht es nun wirklich nicht. Der persönliche Fokus (wie der eines Scheinwerfers) kann ein Punkt- oder ein Breitstrahler sein. Die Wahl hat jeder selbst.
Wer will kommt weiter, wer nicht will bleibt eben stehen. Beides macht der Mensch selbst.
Lies selbst was du schreibst und du wirst vielleicht bemerken, dass du nur alles Negative verteidigst und in allem anderen eben das oben erwähnte Haar suchst. Beides entspringt deinem Willen und deinem Unterbewusstsein. Beides kannst du auch formen. Aber deinen Hintern muss du selbst hoch bekommen, wenn ich das mal so sagen darf
😉