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glauben?!

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Fakt ist, dass wir unsere technischen Errungenschaften nicht durch glauben bekommen haben.

Für mich ist glauben Fantasie, was ein wesentlicher Faktor für Menschen ist.
Aber glauben und Wissenschaft zu vergleichen halte ich doch für absurd. Ich beziehe mich auf den ersten Absatz des vorhergehenden Beitrages. DU kannst doch beides nicht zusammenbringen.
Dieser "schöpfer" ist auch Theorie, die allerdings nicht bewiesen werden kann. Woher weist du, dass er männlich ist.

Und außerdem: Polytheistische Religionen und unlogisch und versponnen ?
Die Demokratie als Staatsform ist jedenfalls nicht aus dem Christentum hervorgegangen. Das würdest du nicht schreiben, wenn deine Vorfahren möglicherweise mit Gewalt dazu gezwungen worden wären, diese Religion anzunehmen. Die im übrigen der Evolutionstheorie wiederspricht.
 

Hallo Bleached,

schau mal hier: glauben?!. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Fakt ist, dass wir unsere technischen Errungenschaften nicht durch glauben bekommen haben.
Das sehe ich eigentlich auch so. Der Glaube befasst sich zB nicht mit Orthopädie oder Integralrechnung. Die Wissenschaft beschränkt sich auf ihre Gebiete. Der Glaube auf die Metaphysik.

Aber glauben und Wissenschaft zu vergleichen halte ich doch für absurd. ...DU kannst doch beides nicht zusammenbringen.
Genau. Es handelt sich um zwei Bereiche, die man streng voneinander unterscheiden sollte.

Und außerdem: Polytheistische Religionen und unlogisch und versponnen ?
Ja, das ist ganz klar: Wenn es zwei oder mehr Götter gäbe, dann wären es nicht mehr Götter, weil nur ein Gott allmächtig sein kann. Ein Gott macht keine Gewaltenteilung 🙂 - per Definitionem.

Die Demokratie als Staatsform ist jedenfalls nicht aus dem Christentum hervorgegangen.
Das Christentum hat in besonderer Weise die Freiheit des Einzelnen hervorgehoben, während ältere Religionen doch eher autoritär angelegt waren. Insofern finde ich schon, dass das Christentum eventuell eine gute Vorbereitung auf die Demokratie war. Das wird besonders deutlich, wenn man sie mal wirklich mit anderen Religionen vergleicht.

Das würdest du nicht schreiben, wenn deine Vorfahren möglicherweise mit Gewalt dazu gezwungen worden wären, diese Religion anzunehmen.
Man kann jedenfalls keinen Menschen dazu zwingen, den Vernunftglauben anzunehmen. Der kommt nämlich aus der Vernunft und läßt sich nicht erzwingen. Entweder hat man ihn oder nicht. Der Vernunftglaube hat nämlich nichts mit einer autoritär von aussen aufokroierten "Religion" zu tun.

Die im übrigen der Evolutionstheorie wiederspricht.
Meinst Du den Vernunftglauben? Dieser widerspricht nicht der Evolutionstheorie, an die ich im übrigen natürlich auch glaube. Evolution gehört in den Bereich der Naturwissenschaften. Das ist Physik. Und Physik ist eben nicht Metaphysik. Wie schon so oft gesagt: der Mensch lebt gleichzeitig in diesen zwei Bereichen Natur und Freiheit. Er befindet sich in einer von Naturgetzen durchwobenen Welt und kann sie dennoch transzendieren, indem sich in Freiheit in ein Verhältnis zu ihr setzen kann. Das ist dann die Moral, deren gelungene Ausübung dem Religiösen Hoffnung gibt.

Sorry, wenn einiges etwas schwer verständlich ist.
 
Das Christentum hat in besonderer Weise die Freiheit des Einzelnen hervorgehoben, während ältere Religionen doch eher autoritär angelegt waren.

Aha, da muss ich aber lachen. Bei den Germanen hatten Frauen in viele Stämmen hohe Stellungen. Manchmal auch schlechte, aber das kam auf den Stamm an und nicht auf die Religion. Beides war vereint damals, aber die Wissenschaft wurde nicht aufgehalten. Auf Frauen wurde auch gehört, sie wurden geachtet. Bei einigen germanischen Stämmen waren Frauen in hohen Stellungen. Im Christentum sind Frauen ja die minderwertigen Menschen. Es wurden nie Glaubenskriege geführt. Auch nicht im alten Ägypten oder Griechenland. Was Hochkulturen waren. Wirklich, dass jemand schreibt, diese Religionen seinen Autorität gewesen, wie kommst du auf sowas ?


Insofern finde ich schon, dass das Christentum eventuell eine gute Vorbereitung auf die Demokratie war.

Die ist unter einer anderen Religion als Staatsform entstanden.😉

Das wird besonders deutlich, wenn man sie mal wirklich mit anderen Religionen vergleicht.


Man kann jedenfalls keinen Menschen dazu zwingen, den Vernunftglauben anzunehmen. Der kommt nämlich aus der Vernunft und läßt sich nicht erzwingen.

Meinst du die nordische Mythologie ? Mir sind die vielschichtigen, fehlerhaften und doch teils gerechten wie ungerechten Götter da viel lieber, und vor allem interessanter weil sie das Wesen des Menschen spiegeln als eine platte Vorstellung von einem alten Mann mit weissem Bart. Was soll daran bitte vernünftiger sein ?

Entweder hat man ihn oder nicht. Der Vernunftglaube hat nämlich nichts mit einer autoritär von aussen aufokroierten "Religion" zu tun.


in dem aufokroiert fehlt etwas 😉

Meinst Du den Vernunftglauben? Dieser widerspricht nicht der Evolutionstheorie, an die ich im übrigen natürlich auch glaube. Evolution gehört in den Bereich der Naturwissenschaften. Das ist Physik. Und Physik ist eben nicht Metaphysik. Wie schon so oft gesagt: der Mensch lebt gleichzeitig in diesen zwei Bereichen Natur und Freiheit. Er befindet sich in einer von Naturgetzen durchwobenen Welt und kann sie dennoch transzendieren, indem sich in Freiheit in ein Verhältnis zu ihr setzen kann. Das ist dann die Moral, deren gelungene Ausübung dem Religiösen Hoffnung gibt.

Sorry, wenn einiges etwas schwer verständlich ist.

Ich habs verstanden, keine Angst. Ich denke, da ist auch der zentrale Unterschied- eine Heidnische Religion hätte nie für sich in Anspruch genommen, ein "Vernunftglaube" zu sein und wäre derart intolerant gewesen. Und das christentum ist sicher auch keiner. Im übrigen hat Glauben auch nichts mit Vernunft zu tun. Daher ist allein schon das Wort "Vernunftglaube" irreführend.
 
Worauf würde ein Glaube basieren, wenn nicht auf Vernunft? Man glaubt ja nicht einfach irgendetwas zum Spass. Man hat Gründe, die einen zum Glauben bewegen. Und die liegen eben in der Vernunft. Wo sonst?

Vielleicht in der Autorität eines anderen, der mich dazu zwingt etwas zu glauben. Das geht doch gar nicht. Man muss schon überzeugt sein von seinem Glauben.

Das beste ist eben, wenn er aus der Verunft kommt. Das ist eine autonome, selbstbestimmte Quelle - kein heterogen verursachte Unterwerfung.
 
Ich hoffe doch nicht, dass jeder der glaubt unvernünftig ist in deiner Beurteilung?

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Nein, aber es kann Ausmaße der Unvernunft annehmen. Außerdem bin ich auch kein Atheist, sondern Agnostiker. Ich meinte, dass Glaube nichts mit wissenschaftlicher Rationalität zu tun hat. Er erfüllt andere Dinge. Ich würde Glauben auch nicht unbedingt auf irgendeine Weltreligion beschränken.
 
Nein, die Germanen wurden gezwungen wie auch die Wikinger. Außerdem besteht der Mensch aus weit mehr, als Vernunft. Wir sind keine Computer.
Wir können uns über unseren Tod Gedanken machen, doch nicht wissenschaftlich erklären, was danach kommt. Zumindest das ist eine Tatsache. Das ist wohl das Fundament von Glauben.
 
Außerdem besteht der Mensch aus weit mehr, als Vernunft.

Ja, du sagst es. Für mich ist es der "goldene Mittelweg" von dem ich mich leiten lasse. Da wir mit Verstand geboren wurden, wäre es sicher nicht richtig, ihm zu ignorieren, ebenso wie eine Überbetonung des Rationalen zu Einseitigkeit führt. Ich denke, ein Streben nach einer gewissen Harmonisierung der vielen Elemente, die wir in uns tragen, kann weiterführen.


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