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Stuttgart 21 - "Wir sind das Volk"

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Das sind einseitige Meldungen von der Schlichtung. Mann sollte sich lieber die Schlichtung anschauen. Aber das wäre nicht gut fü springer😀
 
Ich bin kein Jurist, aber auch der zitierte Artikel in der "Süddeutschen" verkürzt wohl wieder mal die Tatsachen. Im Originaltext der Urteilsbegründung liest sich das doch etwas anders:

Ich sehe die Interpretation der Süddeutschen Zeitung nach wie vor als richtig an, dass hat der Gesetzestext nun nichts geändert. Wozu dient ein Bürgerbegehren überhaupt, wenn die Entscheidungen des Gemeinderates von vornherein als sakrosankt erklärt werden und ohnehin als unumstößlich gelten, wobei es völlig egal ist, ob die Gemeindevertreter ihren repräsentativen Pflichten nachgekommen sind oder nicht?

Damit wird der politischen Willkür erst recht Tür und Tor geöffnet. Und der Bürger muss es ganz selbstverständlich hinnehmen, wie seine Steuergelder verbraten werden? Super, das riecht nach einem Gefälligkeitsurteil... Wenn das "Recht" sein soll, dann entspricht das jedenfalls nicht meinem Rechtsempfinden.

Ich würde das eher als Freibrief für die Verantwortlichen sehen, auf die Bürger zukünftig gar keine Rücksicht mehr nehmen zu müssen. Tut mir leid, aber das hat den kristischen Artikel für mich eher noch untermauert als dass es ihm wiedersprechen würde. Für mich ist das mit demokratischen Vorstellungen keineswegs vereinbar, hier sollen die Widerstände der Bürger mit aller Macht ausgeschaltet werden.
 
Also ich weiß nicht wo da ein Problem drin liegen soll :

Springer, Du hast vollkommen Recht , mit dem Punkt, dass man die Leistungsfähigkeit eines Bahnhofes natürlich schon genau nehmen muss, also zur Not auch Zehntelssekunden.

Nur sollte dann aber auch alles, was Grundlage der Berechnungen ist, machbar ist bzw. überprüft wurde. Eine Haltezeit - ich glaube die Befürworter gehen von 3 Min. im Fernverkehr aus - die nicht machbar ist, aber als Berechnungsgrundlage dient, macht die ganze Berechnung unbrauchbar.

Ich bin auch schon öfters von Stuttgart nach Frankfurt ( und weiter ) gefahren. Wenn der ICE aus München kommend steht, kann man sich noch getrost eine Zigarette anzünden und gemütlich zu Ende rauchen, bis alle Fahrgäste ausgestiegen sind, die anderen eingestiegen sind und der Schaffner seine Kelle schwingt. 3 Min sind zumindest bei stark frequentierten Zügen ein Witz ( im Nahverkehr rechnet man glaube ich sogar mit 2 Minuten ) , da sollte man als Schaffner während der Fahrt schon mal die "Pressentleerung" des Zuges üben 😀

@ Giesey : Ich hab am Samstag auf dem Demozug eine gesehen, die ein Schild "Berufsdemonstrantin" trug. Wenn ich gewusst hätte, dass Du das warst ..... 😀 😀
 

Mir fällt auf, dass die Argumente für den Tunnelbahnhof sich hier immer wieder um die "Leistungsfähigkeit", um Schnelligkeit (Einsparungen im Minutenbereich) drehen. Selbst die Haltezeiten werden immer mehr verkürzt, nur um "Zeit" zu sparen. Juchhu, wieder Zeit gespart, ob die Oma überhaupt noch in Ruhe einsteigen kann, das zählt natürlich alles nicht mehr.

Sind das die so wichtigen Argumente der Technokraten, dass sich allein durch "höher, schneller und weiter" diese immensen Kosten rechnen? Muss der Bürger diese Denke gutheißen, ist diese Denke wirklich in seinem Sinne? Ich finde diese Überfliegermentalität zum Kotzen, vor allem wird sie den tatsächlichen Bedürfnissen der Bürger ganz bestimmt nicht gerecht. Hier tut sich eher ein Abgrund auf, der allmählich auch immer sichtbarer wird durch den Protest.
 
Ja ja, aber ich bemühe mich ja immer, gerade diese albernen Sachargumente außen vor zu lassen. Denn ich glaube, daß sich auch nach Austausch aller dieser "Sachargumente" die Fronten weiterhin ohne Lösung gegenüberstehen.
Ich wünschte mir mal eine Umfrage, in der Bahnfahrer gefragt werden, ob ein oder zwei Minuten Zeitgewinn - sowohl in Bahnhöfen oder auf der Strecke - wirklich wichtig sind.
 
Die direkte Demokratie hat aber auch ihre Tücken. Wahlen und Entscheidungsstrukturen wären noch aufwändiger,
die Wahlkämpfe und Politikentscheidungen würden wahrscheinlich
nur noch griffiges Werbeformat haben, denn wenn jede Stimme
absolut gleichrangig ist gewinnt aller Voraussicht nach die Partei
mit dem besten Konzept für " DSSP" Deutschland sucht Spitzen- Politiker !!!!!
Alles müsste sich total dem Prinzip " Brot und Spiele" unterordnen.
Unangenehme Wahrheiten und die damit verbundenen unangenehmen Entscheidungen hätten keinen Markt, weil
unstrukturierte Massen, auch Wählermassen in sozialdarwinistisches Verhalten kippen.

Soziologische Studien haben hier in Österreich gezeigt, dass
eine direkte Demokratie die Wiedereinführung der Todesstrafe
bringen würde.

Gerade in Zeiten der zunehmenden popolistischen Vereinnahmung
wichtiger gesellschaftlicher Infrastrukturbereiche halte ich
die Einführung einer direkten Demokratie für gefährlich.

Wenn die Mehrheit der Menschen vernünftig, rücksichtsvoll
und solidarisch geworden sein wird, dann werde ich auch
für die direkte Demokratie sein.
 
@kuddeldaddeldu

Es geht nicht um direkte Demokratie oder parlamentarische Demokratie, sondern um parlamentarische + direkte Demokratie unter Einhaltung der Verfassung.

Damit ist keine Todesstrafe möglich und auch der Schutz von Minderheiten gewährleistet.
 
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