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(Wie viel) muss man beim Studium wirklich Üben?

hi,
Ich frage mich ob ein Studium wirklich so schwer ist wie alle sagen. Ich kann die Lehrer, die das behaupten, nicht mehr ernst nehmen. Rückblenden:
9 Klasse Hauptschule
die Lerer sagten: "wer die 10 Klasse machen will, muss sich richtig anstrengen"
in der 10 Klasse stellte ich fest, dass ich weiter Schlafen konnte...
11Klasse FOS
die Lerer sagten:" Wer nächstes Jahr weiter machen will, muss sich richtig anstrengen"
Ich stellte fest, dass ich weiter schlafen konnte...
Ganz ehrlich das Praktikum in Vorjahr (welches eine echte Motivation war 😀 [ich hoffe ihr versteht den]), war echt wesentlich mehr Arbeit, selbst wenn man nur die Berichte hätte schreiben müssen. Einige fächer die wir 40stunden hatten, hätte ich locker in 4stunden lernen können (zumindest die ganzen Technischen)

und nun sagen die Lehrer wieder: "das Studium wird echt schwer"
Ich kann das ehrlich gesagt nicht mehr glauben, vor allen da ich jetzt Elektrotechnik Studiere und ich so kein Englisch(ich überlege es trotzdem parallel zum Studium zu verbessern) und Deutsch mehr habe. Die beiden Fächer haben mir letztes Jahr, wenn auch geringe, Schwierigkeiten gebracht.
Ich hab leider nicht denn vergleich zwischen Gymnasium und FOS (aber wenn jemand seine Kindheit genissen will [und es auf der Hauptschule aushält], weiß er jetzt was er machen muss. Ich persönlich fand das ich zu viel Zeit hatte)
Das wovor ich beim Studium am meisten Angst habe ist das Praxis-Semester.
Sind hier zufällig welche die auch nach der FOS etwas Studiert haben und mir sagen können wie viel schwerer es wirklich ist? Ich kann es den Lehrern nämlich irgendwie nicht glauben, dass ich da, dann, wirklich was tuen muss, b.z.w. die ganze zeit Lehren muss.

Das soll nicht bedeuten, dass ich beim Studium nichts machen werde, auch wenn ich es müsste. Ich will nur Gewissheit.
 
Die bekommst du nach 2-3 Wochen im Studium.
Rechne mal mit 5 Modulen a 6 Credits pro Semester, 50-150 Seiten pro Modul kommen jede Woche an Stoff dazu, das wird dann alles zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit innerhalb von 1-2 Wochen abgeprüft. Dann kommen noch Übungen, Referate usw. dazu und je nach Uni der Kampf um die Seminarplätze und ggf. Nebenjobs zur Finanzierung.
 
Du kannst ja schonmal üben, hier einige Skripte (Skripte sind Zusammenfassungen, im Lehrbuch entspricht eine Seite eines Skripts schonmal 5-8 Seiten im Orginal):
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/Snteil.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/buchwe.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/esmogda.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/thermo.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/filterpr.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/pt100.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/eispunkt.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/daeispunkt.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/magneto.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/prozess.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/swlochp.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/techdoku.pdf
http://www.stud.fh-hannover.de/~wellhaus/tastsens.pdf

Hier noch eine Formelsammlung:
Class Notes

Hier nochmal etwas von der Uni Graz, Begleitmaterial zu Rechenübungen (du musst sowas anwenden können, da reicht auswendig lernen nicht):
Schaltungstechik Rechenübung
Klicke hier auf die einzelnen Stunden

Und noch etwas für dich: Klausuraufgaben:
Hage: Basic Electrical Engineering

Ich wünsche viel Erfolg beim Studium. Mit der Schulzeit kannst du sowas aber beim besten Willen nicht vergleichen.
 
anscheinend wird es nicht langweilig. Kann ich davon ausgehen das ein Skripte etwa einer Vorlesung entspricht?

In welchen Zeitraum lernt man ein Skripte? und muss man es eigenständig lernen oder wird von Lehrer das Prinzip erklärt und man selber macht dann dazu Übungen?

Ich werde übrigens an einer FH studieren. Macht das einen unterschied?
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt Leute, die müssen nur anwesend sein und das Nötigste tun und bekommen ihre gute Noten (so wie du wahrscheinlich @ TE) und dann gibt es welche, die müssen richtig reinhauen. Bei mir ist das fächer- und themenabhängig. Ich habe z.B. in Engl/Franz/Deut/Philo/Erdk/Kunst kaum je was machen müssen und hinkte in Mathe, Physik, Bio und Chemie immer nach. 😀
 
Es gibt Leute, die müssen nur anwesend sein und das Nötigste tun und bekommen ihre gute Noten (so wie du wahrscheinlich @ TE) und dann gibt es welche, die müssen richtig reinhauen. Bei mir ist das fächer- und themenabhängig. Ich habe z.B. in Engl/Franz/Deut/Philo/Erdk/Kunst kaum je was machen müssen und hinkte in Mathe, Physik, Bio und Chemie immer nach. 😀

Bezieht sich das jetzt auch aufs Studium?
Ich sehe grade Philo, das wird glaube ich nur in Studium unterrichtet.

Bei mir ist es eher umgekernt ich hinke in Deutsch und Englisch hinterher. Leider habe ich mich nie wirklich dazu motivieren können, an meinen Schwächen zu arbeiten.
 
Ich beziehe es auf alles. 😀 Philo wurde bei uns an der Schule ab zehnter Klasse unterrichtet. Ich hatte es bis zum S4 dann. 😉

Jetzt auf der Uni finde ich es unterschiedlich. Man kann das nicht so pauschalisieren alles. Es gibt Phasen, in denen man sich überfordert fühlt und es gibt Phasen, in denen alles wie am Schnürchen läuft. That's it. 😛
 
anscheinend wird es nicht langweilig. Kann ich davon ausgehen das ein Skripte etwa einer Vorlesung entspricht?

In welchen Zeitraum lernt man ein Skripte? und muss man es eigenständig lernen oder wird von Lehrer das Prinzip erklärt und man selber macht dann dazu Übungen?

Ich werde übrigens an einer FH studieren. Macht das einen unterschied?


anscheinend wird es nicht langweilig. Kann ich davon ausgehen das ein Skripte etwa einer Vorlesung entspricht?

In welchen Zeitraum lernt man ein Skripte? und muss man es eigenständig lernen oder wird von Lehrer das Prinzip erklärt und man selber macht dann dazu Übungen?

Ich werde übrigens an einer FH studieren. Macht das einen unterschied?



Das Studium wird einem wirklich nicht langweilig. Das wirst du spätestens einen Monat vor den Klausuren bemerken, außer du lernst von Semesteranfang an mit.
Wie das Wort Vorlesung bereits sagt, der Prof. liest nur aus dem Skript. Ich habe mir die eine oder andere Vorlesung gespart (habe das Skript eigenständig gelernt) und habe die Übungen besucht. Das soll aber nicht heißen, dass man die Skripte in der Vorlesung ignoriert werden können. Bei uns gibt es keine Anwesenheitspflicht, sodass man auch selbstständig das Skript durchlernen kann und wenn man fragen hat die Sprechstunden vom Prof. nutzen kann. Ich rate dir von Anfang an zu lernen und nicht bis zum Termin der Klausuren zu warten, denn dann kannst du mit schlaflosen Nächten rechnen, was meine Mitstudenten gemacht haben und dann das Studium abgebrochen haben.
 
Dazu kann ich nur eines sagen:

Ich habe für mein Abitur nicht gelernt. Auch in der Oberstufe des Gymnasiums nicht. Weder auf Klausuren, noch Hausaufgaben und nicht auf die großen Abi Prüfungen. Ich habe ein Abitur von 2,1

Ich habe ein abgeschlossenes Physikstudium und derzeit befinde ich mich in meinem Zweitstudium und dazu sei gesagt:

Im Physikstudium hatte ich oft 70 bis 80 Stunden Wochen! Damals hätte ich mir gewünscht, dass ich so wie "normale Berufstätige" diese "lächerlichen" 40 Stunden Wochen hätte.

In den höheren Semestern wurde es besser. Ich war damals entsetzt das sie uns plötzlich etwas Freizeit zugestehen! Sind die denn wahnsinnig, so ganz ohne Resozialisierung?! Wir wussten ja gar nichts mehr damit anzufangen... 🙄

In meinem Zweitstudium habe ich nun meine 40 Stunden Woche, aber das liegt daran, dass ich durch mein erstes Studium viele Vorteile habe, da die Fächer zusammen passen.

Und natürlich dauert eine Woche sieben Tage lang! Es ist keine Seltenheit, dass man Sonntags bis in die Nacht lernen muss, oder an sonnigen Tagen in der Bib. sitzt anstatt in der Sonne im Park!

Das ganze hängt aber auch vom Fach ab. Es gibt auch genug Studiengänge, da hat man fast nichts zu tun. Dafür haben Leute, wie z.B. Germanisten "studierte Arbeitslosigkeit".

Muss jeder für sich selbst entscheiden...
 

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