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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Kann man denn eigentlich wirklich jeden Menschen helfen ?

@Truth...stimmt das Selbstschutz auch zur Selbstfalle werden kann..ich denke es kommt hier auf das richtige Maß an...
An sich finde ich es im Raubtierrudel nicht so günstig sich ein zu reden man müsse sich nie schützen damit man sich lockerer fühlt......das wäre so wie wenn eine Antilope sagt: also nee...immer dieser Stress..da hat mich doch kürzlich ein Löwe angefallen der mir ein Stück aus meinem A**** gebissen hat, ich konnte noch mit Mühe und Not entkommen...bin schwer traumatisiert durch den Vorfall...habe total Schiss vorm Leben, trau mich gar nicht mehr auf die freie Savanne...aber ich muss ja, also geh ich wieder raus und vergesse die Löwensache total.

Geht auch nicht, oder? Ein Trauma und erlebte Gewalt zeigt uns Gefahren..die überall da wo Raubtiere sind (= Menschen sind) lauern..dass darf uns natürlich nicht so sehr einschüchtern dass wir uns gar nix mehr trauen...wir lernen aus der Sache und treffen Vorsorge....gucken uns beim nächsten mal in der Savanne also um und wählen möglichst sichere Weideplätze....halten uns Fluchtwege offen, halten uns an alte Antilopen (die das sie alt sind offenbar gutes Verhalten haben dass sie schützt) und gucken denen mal ab wie die sich so verhalten......und machen Kampfsport oder so...vergessen nicht dass auch Antilopen Füße haben mit denen sie (z.B Löwen oder anderem Gesocks das was von einem will das nicht gut für einen ist in die Eier) treten können...erwachsene Antilopen oder Menschen die kindliche Opferstarre (die in manchen Situationen Schutz in anderen Situationen jedoch eher ne Falle ist) abtrainieren können etc. Und der Rest ist dann Glück...oder Pech. Setzt man aber ohne was zur Sicherrheit zu tun immer nur aufs Glück verringert man an sich seine Chancen.
Es überleben nur die Antilopen oder Menschen relativ unbeschadet und lange die ihre Umgebung relativ furchtlos (zu viel Furcht kostet zu viel Energie und das bewirkt dann irgendwann unachtsamkeit) aber stets wach und achtsam beobachten...lernfähig sind..z.B aus Vorfällen lernen..das zum Beispiel die Antilope die sich in der Abenddämmerung von der Herde entfernt und an den Fluss an dem um diese Zeit die Krokodile am Ufer jagen dem Tod geweiht ist....man also nicht abends zum Fluss geht..oder als Frau abends allein in einsame Gegenden mit hoher Kriminalitätsrate und wenn dann nur wenn man einigermaßen kampfsportfit ist od.ä.

Verstehst du was ich meine?

Augen zu und durch geht auch nicht...manchmal ist Achtsamkeitstraining wichtig....also Augen auf und genau hingucken, realistisches Weltbild und Anpassung an die Gegebenheiten...ich bin mir nicht sicher ob einem die Illusion oder der Wunsch sich nicht fürchten zu wollen immer hilft und gut ist für einen....vielleicht eine Phase lang um übergroße Furcht kleiner zu kriegen....das könnte ich mir gut vorstellen...Aber eine gewisse Grundangst und Respekt vor den Lebensbedingungen und sich dessen bewusst sein dass es absolute Sicherheit nicht gibt aber man einiges dafür tun kann sicherer zu leben ist an sich ganz gut.
Selbstbewusstseinstrainig fand ich persönlich wichtig...ich gehe gerne raus, sehe passabel aus, trage gerne sexy Sachen..auch abends und immer wieder mal begegnet man da einigen Typen (die oft eher kleine eher feige Schakale sind keine Löwen) die es einfach nicht kapieren, denen man aber direkt ne Grenze klar machen muss....es braucht dazu oft nicht viel...sicherer Gang hilft, wie man guckt ist wichtig (Blickmodell aggressiv-verächtlich und mordlustig ist nicht übel 😉) und demonstrativ das Handy zum Fotomachen hochhalten oder sowas.
 
Zuletzt bearbeitet:
soll man um Mut zu machen die Menschen belügen und ihnen sagen...hej allet easy?

Ich bin für klare Verhältnisse...klare Analyse und Aufklärung..schluss mit Träumereien, Illusionen und Märchenstunde....jedenfalls wenn es um Traumablockaden geht.

Ich sehe schon viel Hoffnung darin sagen zu können: ihr alle könnt es schaffen...oder?
Und darüber hinaus zeige ich auch ansatzweise Wege auf wie es zu schaffen ist.

Was ist dagegen ein zu wenden?

Ich finde es ein wenig überheblich dass du so tust als wüsstest du wie es besser geht...ich denke das weisst du auch nicht so recht oder?
Jeder hat da seine eigenen Vorstellungen...ich halt meine (die zumindest auf mich und auch andere Menschen gut funktioniert hat)...warum himmelkreuzdonnerwetter kannst du das nicht einfach akzeptieren?

Ich denke die Wahrheit ist manchmal auch ein kaltes Schwert eines das man entweder zu führen lernt oder immer wieder auf den Buckel geschlagen kriegt..man hat da an sich keine Wahl und muss sich entscheiden: für ein selbstbestimmtes Leben oder eines durch das man durch andere Mächte und ewiges Unwissen getrieben wird.
Eine unbequeme Wahrheit ich weiss...aber da ist was dran oder?

Wenn nicht, bringe Gegenbeweise. Gibt es irgendwo ein härtefreies...piep-piep-piep-wir-ham-uns-alle-lieb-Paradies oder den Superpsychologen der schwuppdiwupp und zauberdizauber für andere ein schönes traumafreies Leben zaubert...? Oder muss man da nicht eher selbst ran?

Und zwar mit Herz und Verstand..einem Herzen für sich selbst und einem Verstand der einem dient?
 
Zuletzt bearbeitet:
Dem einen ist nach solchen Beiträgen,mir war halt mal nach DIESEM!

Klar kannst Du mich überheblich finden--ich finde ja auch einiges so oder so. Darauf geh ich nicht ein--um MICH gehts nicht.

"Wer heilt hat Recht" . Deine "Praxis" kenn ich nicht--aber MEINE.

Bezüglich Lebenserfahrung bin ich eine 200jährige Schildkröte,liebe Tyra. So alte Kröten dürfen auch fluchen und was wünschen...

Bitte - Deine Beiträge wirken auf OPFER nicht gut!

Auf Dich und andere taffe selbstbewußte Leute wirken sie offenbar
bestätigend...aber ...fällt es Dir nicht auf,daß sehr viele traumatisierte User davon regelrecht BEKLEMMUNGEN bekommen ?

Micky
 
Analyse macht vielen ggf da ungewohnt etwas Angst?

Es ist nicht die Analyse, die den Menschen Angst macht. Sie fühlen sich durch die Kälte und das Unverständnis, mit dem die Analyse durchgezogen wird, verletzt.



Für mich ist es aber so dass ich sehr ehrlich bin..ich gebe nicht jedem (und schon gar nicht wildfremden Menschen im Internet) pauschal meine Herzenswärme...das ist halt mein Tick...

An für sich ist Herzenswärme etwas Gutes. Warum so zurückhaltend damit? Ist die bei dir begrenzt? Oder hast du mehr Angst davor, dass wer Herzenswärme gibt, auch welche zurück bekommt? Gehörst du zu den Menschen, die sich so klein und schwach fühlen, dass man sie nicht lieben darf?

Man darf dich bewundern. Aber liebhaben?



Und ich bestimme selbst was ich wo gebe....mein gutes Anrecht oder? Und an sich auch ein ganz guter Selbstschutz...

Da, wo wir Menschen verletzten, haben wir keine Rechte, sondern Pflichten. Nämlich die Pflicht, unser Handeln zu überdenken und zu ändern. Du bist diejenige, die immer von Eigenverantwortung spricht. Allein in diesem Thread gibt es mehrere Leute, die dir gesagt haben, dass sie deine Worte als verletzend empfinden. Ich selbst habe das Wort retraumatisierend benutzt. Wäre es da nicht mal an der Zeit Eigenverantwortung zu übernehmen und über deine Art der Analyse nachzudenken? Wie sieht deine Hilfe wirklich aus?



Herzenswärme braucht man direkt vor Ort...jemanden der einen in den Arm nimmt...Körperkontakt ist wichtig...Es gibt ja auch Spezialtherapien mit Tieren z.B...Pferden, Delphinen...Hunden...über den Körperkontakt mit dem Tier lösen sich psychische Blockaden.

Herzenswärme braucht man immer und überall. Die Leute kommen aus einer kalten, gemeinen Welt in dieses Forum. Es kann sich in ihrem Leben nichts ändern, wenn sie hier mit der gleichen Kälte konfrontiert werden.

Menschen, die missbraucht oder vergewaltigt wurden, müssen erst wieder Vertrauen aufbauen. Genau darum geht es auch in einer Traumatherapie. Bevor man am Trauma arbeiten kann, muss man den Leuten erst vermitteln, dass sie Vertrauen haben können. Darum ist es so wichtig, dass ein Therapeut integer ist, sonst ist er nicht vertrauenswürdig.

Gleichzeitig bringt man den Leuten Techniken bei, mit denen sie sich vor Flashbacks und jenen Momenten, in denen die Gefühle über ihnen zusammen schlagen, schützen können.

Dann - und wirklich erst dann - macht man sich daran mit ihnen am Trauma zu arbeiten.

Welchen Nutzen soll es haben, wenn man den Leuten sagt, sie müssen an ihren Gefühlen arbeiten, sie analysieren? Die Gefühle sind zu mächtig, um sie ohne Schutz anzuschauen. Erst muss man diesen Schutz aufbauen, erst das Vertrauen in sich und die Welt herstellen, dann kann man sich an die Bearbeitung des Traumas machen.

Wenn die Leute in dieses Forum kommen, stehen sie am Punkt Null. Man kann da nicht einfach mit der Tür ins Haus fallen und Schritt drei von ihnen verlangen. Das überfordert sie und macht ihnen Angst.



Geteiltest Leid ist ja oft halbes Leid finde ich.

Ganz genau. Und warum verweigerst du dich dann im Forum dem Leid? Warum nennst du die Leute dann Jammerer?



Ich bin mir unsicher ob sowas durch ein Internetforum ersetzt werden kann...an sich fehlt doch da stets was, oder?

Für viele ist es überhaupt erst mal ein Ort, an dem sie ihr Leid teilen können und etwas Herzenswärme erfahren - für Missbrauchsopfer oft das erste Mal.

Warum dürfen sie nicht erst mal ankommen, bevor man sie in die Pflicht nimmt, an irgendwas arbeiten zu müssen?



Und erneut: ohne Analyse und Verstand als Mittel um seine Emotionen zu ordnen und ein stückweit zu kontrollieren geht es nicht.
Allein in Worte gefasste Herzenswärme im Internet ist ein stückweit Hilfe und Ansatz dafür sich angenommen zu fühlen reicht aber allein nicht.

Diese Emotionen sind so stark, so überwältigend, sie führen einen an den Rand des Wahnsinns und man blickt direkt in den Abgrund.

Wenn man Menschen, die sich zum ersten Mal öffnen, sagt, sie sollen ihre Gefühle in den Griff kriegen, sind sie damit überfordert. Es macht ihnen in der Tat Angst. Und wenn man dann noch hinterher schiebt, "ja, wenn du halt nicht willst, dann kann das ja nicht klappen", dann werden sie außerdem noch gedemütigt.

Sie wollen schon, sie können sich nur dem Chaos nicht stellen. Es ist zu groß, zu überwältigend.

Darum lernt man in der Traumatherapie auch zuerst die Gefühle anzunehmen. Man erfährt, dass es ganz normal ist, sich so zu fühlen und dass viele andere es schon geschafft haben.

Die Leute sind sehr feinfühlig, die merken sofort, wenn jemand mit diesem Gefühlschaos nicht umgehen kann. Wenn man das Leid herabsetzen muss und die Leute demütigt, indem man sie als Jammerer bezeichnet, kann man ihr Vertrauen nicht erringen.

Wenn man das Leid der andern nicht aushalten kann, dann oft weil man seine eigene Vergangenheit noch nicht verarbeitet hat.



wahrscheinlich auch deshalb weil ich mich nicht sehr weiblich, unterwürfig verhalte sondern laut und auffällig...ne freche Klappe habe.....und als Springerin nicht so recht ins Schema passe? Keine Ahnung.

Erwartest du als Frau eine Extrabehandlung? Muss man ganz besonders lieb zu dir sein? Die Leute kritisieren den Inhalt und nicht die "Form". Du kriegst genau die Behandlung, die jeder kriegt, dem es an Respekt fehlt. Ob Mann oder Frau!

Hast du ein Problem mit deinem Frauenbild, weil du dich ständig als Frau angegriffen fühlst?




weil sie sich als Außenseiter fühlen, aber nicht weil ich ihnen diesen Eindruck vermittle (ich bin wie ich bin, mich interessiert son Kram nicht, ich ..bin eher sachorientiert)

Schuld sind immer die Anderen, nicht wahr?!

Niemand muss ein Außenseiter sein, wenn man das Herz öffnet und ihm signalisiert, dass er hier willkommen ist.

Du entziehst dich immer wieder dem Aspekt Menschen so anzunehmen wie sie sind und machst sie zu Außenseitern. Das ist der Eindruck, den DU ihnen vermittelst. Was macht dir Angst daran andere einfach so anzunehmen, wie sie sind?



In diesem Fall dass man sich minderwertig, klein und dumm ggü imaginären wissenden Helfern fühlt hilft nur eins: sich immer wieder klar zu machen, dass es DEN wissenden Helfer nicht gibt, einige Menschen gerne so tun als wären sie allwissend und Inhaber DER Wahrheit..dafür auch ihre Gründe haben aber das ganze nur Illusion und EGO-Schnickschnack ist...das reflektiert man mit und macht sich somit eben nicht zum Außenseiter sondern Insider. 😉

Das ist die erste klare Selbstanalyse, die ich von dir lese.



Die Rolle die man also hier oder anderswo spielt wählt m
an sich selbst...sollte das generell nirgendwo anderen überlassen!
Jeder hat seine Schwächen und Stärken...jeder kann ein stückweit vom anderen lernen.

Seine Rolle wählt man sich immer nur zum Teil selbst. Ein großer Teil wird von anderen bestimmt.



Übrigens bietet das Forum hier die Möglichkeit User durch deren Präsenz man sich gestört fühlt auf Ignorieren zu stellen...

Wozu? Um sie dann in den Zitaten und Diskussionen doch zu lesen? An manchen kommt man leider nicht vorbei.



@ all

Noch mal was zum Thema.

Die Verarbeitung eines Traumas verläuft bei Menschen ganz unterschiedlich.

Dabei liegen jene, die mit Angststörungen, Unruhe, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Misstrauen, etc. reagieren, noch im normalen Bereich. Eine normale Reaktion auf eine außergewöhnliche Tat. Ein Trauma erschüttert die Persönlichkeit und wenn es außerordentlich tragisch ist, dann ist es wie die Abtrennung eines Arms oder Beins. Der Mensch wird "verkrüppelt" und erholt sich ein Leben lang nicht davon.

Solange es um Angst und Misstrauen geht, würde ich nie den Glauben an einen solchen Menschen verlieren und immer um ihn kämpfen. Selbst wenn es Jahre dauert, es gibt einen Weg aus der Angst und die Lebensqualität kann merklich zunehmen. Da sehe ich als Mensch eine Verpflichtung, die Leute nicht im Stich zu lassen.

Meiner Meinung nach sollte man Therapeuten, die Leuten sagen, sie seien nicht therapierbar, die Approbation entziehen! Sie wälzen ihre eigene Schwäche auf den Klienten ab. Das finde ich ganz schlimm.

Manchmal braucht es einfach lange, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen; ganz abgesehen davon, dass nicht jeder Mensch in der Lage ist jedem zu helfen. Man muss da als Therapeut seine Grenzen kennen. Und auch in einem Hilfeforum sollte man sich immer fragen: Kann ich da helfen und auffangen oder mache ich eher was kaputt?


Es gibt aber Leute, die das Trauma anders verarbeiten und bei denen zum Beispiel fühle ich mich überfordert. Da kann ich nicht helfen, weil ich es nicht nachvollziehen kann.

Es gibt Leute, die aus der Täterwelt nie raus kommen. Sie verdrängen ihre Angst und nennen das dann "verarbeiten", aber an jedem ihrer Worte merkt man, dass da gar nichts verarbeitet ist.

Sie kompensieren ihr geringes Selbstwertgefühl durch übertriebene Einschätzung der eigenen Wichtigkeit und haben einen großen Wunsch nach Bewunderung. Das Denken wird durch reine Selbstbezogenheit geprägt.

Wer als Kind unzureichende Liebe und Anerkennung bekommt, leidet oft lebenslang darunter. Der gewalttätige Vater zeigt dem Kind, dass es nicht genug ist und dass es keine Liebe verdient hat. Das Kind strengt sich an, arbeitet hart an sich, versucht immer besser als alle anderen zu sein. Es entwickelt einen Hang zum Perfektionismus.

Sein Bild vom Leben heißt: Man muss sich anstrengen, muss was erreichen, sonst ist man ein Verlierer. Und Verlierer verdienen "Schläge".

Dann irgendwann stellt es fest, dass es sich den Alten vom Hals halten kann, wenn es selbst die Macht ergreift und sich wehrt. Es teilt Schläge aus und merkt, nun hat es das Sagen. Wieder wird das Weltbild unterstützt, dass man sich wehren muss, dass man hart sein muss, dass man auf der Seite der Gewinner sein muss.

Und diese Erfahrungen über ihre Entbehrungen in Sache Liebe und Anerkennung geben diese Menschen dann an andere weiter. Sie versuchen andere zu kontrollieren und suchen nach einer Bestätigung, wie toll sie sind. Sie vergleichen sich mit anderen und kommen zu dem Schluss, dass sie wohl höchstens vielleicht mal an dem Punkt waren, an dem andere jetzt sind, aber das lange schon hinter sich gelassen haben. Auf ein "ich war auch mal melancholisch" folgt sogleich ein "aber ICH habe daraus einen Gedichtband gemacht!" Sie übertünchen damit die innere Leere. Sie können ihre depressive Seite nicht zulassen und belügen sich in großem Ausmaß selbst.

Die meisten suchen sich einen Ort, wo sie ihre "Grandiosität" ausleben können. Die Politik ist so ein Ort. Aber auch Internetforen. Hier treffen viele Menschen aufeinander, die verletzt sind und ihre Schwäche offen zeigen. Darauf stürzt sich dieser Mensch. Er spielt vor, wie großartig er seinen Schmerz schon verarbeitet habe und beweist sich selbst damit, dass er zu den Gewinnern gehört.

Diese Menschen zeigen sich als besonders selbstbewusst. Sie sind laut und auffällig, weil sie das für stark halten. Allerdings hat das wenig mit echtem Selbstbewusstsein zu tun. Selbstbewusste Menschen müssen nicht betonen, wie toll sie ihr Leben meistern. Ich kenne einige Leute mit einem hohen Charisma. Alle diese Leute haben eins gemeinsam: Demut! Ein jeder von ihnen behandelt die Menschen mit Respekt und Freundlichkeit. DAS ist Selbstbewusstsein.

Wer sich und anderen immer wieder erzählen muss, wie toll er die Vergangenheit verarbeitet hat, hat ein massives Problem. Das Trauma reißt tiefe Wunden, von denen einige nie verheilen. Wer also so tut, als wäre er geheilt, belügt sich und andere. Er schafft es nicht sich seinem Schmerz zu stellen. Wer kann einem besser zeigen, wie weit man selbst doch ist, als "Opfer, die den A**** nicht hoch kriegen"?

Jammern passt nicht in die Welt dieser Menschen, denn es erinnert sie zu sehr an ihren eigenen Opferstatus.

Solche Menschen können sich in den anderen nicht hineindenken. Sie haben längst verdrängt, wie sie sich als Opfer des gewalttätigen Vaters gefühlt haben. Diese Gefühle haben sie ja nie bearbeitet, sondern sie eben verdrängt.

Auch Kritik können sie nicht annehmen. Man will ja nur das Beste und ist nur sachlich. Wenn der andere das missversteht, kann man ja nichts dafür. Der andere sollte sich mal der Realität stellen und diese Welt ist böse. Man muss sich schützen, indem man zuerst angreift. "Ich muss an mir nichts ändern, DU musst zusehen, dass DU tough wirst. So wie ich!" Oder: "Du bist ein Außenseiter, weil DU es so willst. Du willst dich nicht an meine Regeln, die Regeln dieser Welt, anpassen. Also bist du selbst Schuld."

Für mich ist das eine Täterwelt. Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf. Klar, wer in so einer Welt lebt, muss zwangsweise um sich schlagen. Geltungssucht führt immer in die Verletzung und wer verletzt ist, verletzt oft andere.


Ich persönlich habe mich entschieden in einer Welt zu leben, in der es selbstverständlich ist, dass man sich um den anderen kümmert, dass man den Leuten mit Respekt begegnet.

Was soll ich von jemandem halten, der klar sagt, ich schenk doch nicht jedem dahergelaufenen Internetuser Respekt? Und auch Wärme, Freundlichkeit, Herzlichkeit steht ihnen nicht zu. Was ist das für eine grausame Welt?

"Du hast meinen Respekt nicht verdient und niemand darf dich lieben!" Das sind Worte, die ich oft genug von meinen Tätern gehört habe. Und ich habe mich klar gegen diese Welt entschieden.

Ich trete mal grundsätzlich jedem mit Respekt entgegen und das funktioniert auch sehr gut. Wenn ich allerdings dann doch auf solche Leute treffe, die ihrerseits glauben, ich bin ihren Respekt nicht wert, zeige ich ihnen klar, wo der Zimmermann die Tür gelassen hat. Solche Menschen haben in meinem Leben keinen Platz.

Ich will nicht mehr länger in der Welt der Täter leben.

Seitdem ich das so klar entschieden habe, geht es mir auch besser. Ich ziehe immer mehr liebenswerte und schätzenswerte Menschen an. Und es stellt sich heraus, dass gerade die Menschen, die man als die Verlierer der Gesellschaft bezeichnet, oft grundanständig und respektvoll sind.

Ich empfinde Menschen, die in mein Leben kommen, als Geschenk. Und so gehe ich auf sie zu und versuche sie kennen zu lernen. Auf die Aussage hin, dass man nicht erwarten kann, dass die Welt auf einen zu kommt und einem Respekt auf dem goldenen Tablett serviert, kann ich nur sagen: "Warum eigentlich nicht?" Es ist doch nur eine Frage der Entscheidung. Von mir kann man es erwarten und von den Menschen in meinem Umkreis auch.

Aber für manche ist es eben leichter in der Welt der Täter zu leben. Da wissen sie, wie man sich verhält, wie man sich selbst schützt. Alles andere macht ihnen Angst. Manche Menschen bleiben in der harten Realität der Täter hängen.

Narzissten fehlt leider jedes Krankheitseinsehen, da sie kein Leid zulassen. Einen Narzissten kann man nicht aus seiner Hölle holen, weil er diese Hölle für normal hält.


Jedenfalls möchte ich nicht in einer Welt leben, in der es Verlierer und Gewinner gibt. Für mich hat jeder Mensch seinen Wert und jede Erfahrung ist kostbar. Ja, sicher, auch die Erfahrung ein Narzisst zu sein, ist irgendwie kostbar, aber ich persönlich kann halt gar nicht damit.

Und auf die Ursprungsfrage bezogen. Um die "Angsthasen" mache ich mir weniger Sorgen. Die können es schaffen. Aber bei den Narzissten denke ich, ist Hopfen und Malz verloren.



Ich jedenfalls habe mich für eine warme und herzliche Welt entschieden.



Tuesday
 
Zuletzt bearbeitet:
Kälte und Unverständnis liegen meiner Meinung nach nicht in der Analyse sondern in den traumatisierten Menschen und deren Interpretation von Analyse....der Angst davor als etwas Ungewohntem...
Und sich verletzt fühlen nur weil die Erwartungshaltungen nicht erfüllt werden...naja...jeder fühlt sich durch irgendwas verletzt...aber denk mal nach..wie kann kühle sachliche Analyse an sich verletzen....? Geht gar nicht...es sei denn man personifiziert das Instrument oder aber hängt in seinem Grundgefühl der allgemeinen Verletztheit fest und überträgt das auf alles was einem Angst macht oder machen könnte.....

Wenn man angstvoll ist und unsicher fühlt man sich manchmal von etwas ungewohntem angegriffen...das ist ganz normal und davor sollte man sich nicht fürchten...Bei Angststörung helfen an sich nur Medis..dann erledigt sich das Thema auch und man hat wieder die Energie zur Analyse...

Nochmals: Analyse ist Hilfsmittel...ein sehr gutes sogar und wer zu viel Schiss vor ein wenig Kühle und Sachlichkeit hat der bleibt dann oft in einer verwirrten Emotionalität stecken...das ist leider so...

Jeder gibt was er geben will...Herzenswärme geben ich gerne den Menschen die ich persönlich kenne und schätze....Ich könnte mich nicht verbiegen Herzenswärme vor zu heucheln, daher lasse ich es lieber..was nicht heißt dass ich nicht dazu fähig bin....ich bin hier halt ein wenig geizig damit...na und?

Stimmt meine Schwäche ist Ungeduld..ich bin selbst sehr schnell....naja nobody is perfect oder?...es liegt an sich nicht nur an mir dass überängstliche Menschen noch mehr Angst bekommen wenn sie mit der Realität konfrontiert werden...
Erneut: das Forum ersetzt Therapie nicht, ich bin keine Therapeutin die sanft mit Schritt 1 anfängt...und wer sich durch mich verletzt fühlt oder überfordert kann und SOLLTE mich einfach auf Ignorieren stellen.

Wer am Rande des Wahnsinns steht und den Blick in den Abgrund scheut sollte eher in eine Klinik...so viel Grundvernunft sollte sein...finde ich...egal wie krank und verwirrt man ist.

Nö als Frau erwarte ich keine Sonderbehandlung...aber als Frau die mal nicht immer erwartungsgemäß kuschelig und herzbetont auftritt (wie das Klischee es ggf vorschreiben mag) erwarte ich mehr Toleranz.

Ähm..ich verweigere mich nicht dem Leid oder nenne jemanden Jammerer....sage nur wertneutral und allgemein dass jammern und klagen nix bringt..ich vermute einige interpretieren mich da falsch und sehen sich selbst als Jammerer und fühlen sich deshalb durch diese allgemeine nicht persönlich gemeinte Feststellung angepisst?

Wer sagt denn dass ich andere nicht annehme wie sie sind? Einige nehmen das glaube ich manchmal hier viel zu persönlich und erwarten hier zu viel....sone Art Ehe oder richtige Beziehung? Erneut: dieses Forum ersetzt wirkliche Herzenswärme nicht und auch echte Beziehungen nicht...man lernt hier niemanden wirklich kennen und kann somit auch niemals sagen wie jemand wirklich ist...man kriegt hier ja nur ganz wenige Teilaspekte von einer Person mit und sollte nicht den Fehler machen andere vor zu verurteilen ......ich mache das nie und weise stets darauf hin dass ich da ich die Personen nicht persönlich kenne nur ganz allgemeine Tipps und Ratschläge gebe..und eben keine pauschale Herzenswärme...Ich gebe was ich geben will.....mein gutes Anrecht...und an sich kriegt man hier ja von vielen Seiten und anderen Usern auch genug herzenswärme...oder ist es so dass einige hier zwanghaft versuchen Herzenswärme von allen zu erpressen/erzwingen..... und sich ansonsten verletzt fühlen? Verletzt fühlen weil sich ihre Erwartungshaltung von einem kuschligen Ausweichort von der Welt nicht erfüllt?

DAs Spektrum hier im Forum repräsentiert ein stückweit die Welt...hier gibt es Menschen die man mag und weniger mag, mit denen man kann oder weniger kann......Menschen die anonym fremden Menschen Herzenswärme geben können und andere die Gedanken geben...manche können beides..zu denen gehöre ich offenbar nicht...na und? Nobody is perfect oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Tyra meinte:
und wer sich durch mich verletzt fühlt oder überfordert kann und SOLLTE mich einfach auf Ignorieren stellen.

Leider kann man Leute erst auf ignorieren setzen, wenn man schon mindestens einmal verletzt wurde.
Ansonsten ist das ein richtig guter Vorschlag, dem ich jedem an Herz legen möchte. Ergänzen möchte ich, dass man jeden Beitrag, durch den man sich verletzt fühlt, auch melden darf und soll.

Manche verstehen einfach nicht, worum es geht. Da können x verschiedene Leute mal ruhig und sachlich, mal deutlicher, mal wütender einem versuchen, eine Sache zu erklären, es kommt nicht an.

Weil die betreffende Person nicht verstehen kann oder will.

Wer den Unterschied zwischen sachlichen Kommentaren und verletzenden Verbal-Schlägen nicht versteht, dem kann man wohl nicht helfen. Ich finde es bewundernswert, wie sehr sich hier die Leute bemüht haben und es aber leider einfach nicht ankommt 🙁
 
tja Sori die welt ist nicht ideal und auch das Forum hier nur von ganz normalen Menschen besiedelt...
Die Welt passt sich nicht immer perfekt an die Empfindsamkeit einiger Menschen an...ein solider Selbstschutz (= solides Selbstbewusstsein und Abgrenzungsvermögen) sind auch wichtig um mit einem Hilfeforum angemessen um gehen zu können.

Ich bitte Unterstellungen zu unterlassen ich würde absichtlich Menschen verletzen...oder meine Art würde menschen per se verletzen...Ich denke ich verletze hier nicht mehr oder weniger als alle anderen es hier tun...Wenn sich menschen dadurch verletzt fühlen dass ich einige Dinge halt anders sehe und analysiere (sprich den Blick in den Abgrund wage) kann ich da wenig daran ändern.
Man kann es nicht allen Recht machen...

Ich bekomme übrigens auch viel positives feedback....habe hier einige sehr nette Menschen kennengelernt die mich richtig interpretieren und auch durchaus meine Herzenswärme in meinem Engagement und meinem Elan an der Sache erkennen.

Wo genau praktiziere ich verbale Schläge?
Mit pauschaler Kritik kann ich wenig anfangen....das Thema hatten wir ja vielfach....und bisher hattest du in der Regel keine konkreten Hinweise geben können.

apropos verbale Schläge...ich denke pauschale Kritik und rumhacken ist auch sone Art gewalt oder? Mal bitte an die eigene Nase fassen bitte!
 
Tyra, ich habe nicht gesagt, dass du absichtlich oder nur verletzt. Ich habe nur selbst erfahren, dass Du verletzt und es hier von anderen auch gelesen. Darauf habe ich Bezug genommen.
Im Übrigen bezieht sich das natürlich nicht ausschließlich auf Dich, dass man Menschen, die einen hier im Forum verletzen, ignorieren und melden sollte.

Deine andere Frage wurde hier in diesem Thread so oft beantwortet, dass ich keinen Sinn darin sehe, erneut zu erklären, was insbesondere Opfer an deinen Beiträgen verletzend empfinden. Ich weiß nicht, woran es liegt, dass dies bei Dir nicht ankommt. Ich habe aber das Gefühl, dass es auch nichts bringt, es jetzt nochmals aufschreiben. Denn es prallt an Dir ab, Du bist Dir sehr sicher in Deiner Sache.


Mir fällt nur hier in diesem Thread sehr stark auf, dass da eigentlich keiner ist, der Dich in dieser speziellen Ansicht (das Thema hier betreffend) unterstützt. Woran könnte das liegen?
Interessiert diese Thematik diejenigen, die Deine Meinung befürworten (positives Feedback) nicht? Würde ja vielleicht helfen, wenn andere auch nochmal in ihren Worten erklären, was Du meinen könntest.
Hier schreiben ja auch viele verschiedene Leute in ihren eigenen Worten, was sie an diesen Beiträgen nicht gut finden.

Wie wärs denn mal mit nem Gedankenspiel.
Wie ging es Dir, BEVOR Du diese Erkenntnis hattest, dass Du für Dich selbst verantwortlich bist, BEVOR Du Dich gegen Deinen Vater gewehrt hast?
Wie alt warst Du da? Was hast Du empfunden, wenn er Dich geschlagen hat? Oder wenn Du beobachtet hast, dass er Deine Schwester oder Deine Mutter geschlagen hat?
Hast Du Dich hilflos gefühlt? Oder stark? Selbstbewusst oder erniedrigt? Wie war dieser Moment für Dich?
Hast Du geweint? Warst Du verzweifelt oder immer mutig? Was war der schlimmste Moment, den Du erlebt hast?

Also jetzt mal wirklich auf der Gefühlsebene.
 
Hallöle
habe an andere Stelle hier geschrieben,das ich Tyras Beitrag beleidigend finde,für alle die die nicht "wollen können"....
weil ich eben die erfahrung gemacht habe das hilfe bei meinem bruder nicht ankam,er aber eben auch irgendwie blockiert war,in seinem wollen.
ich denke das er nichts dazu konnte und finde es eben beleidigend,wenn dann tyra daher kommt un sagt,man muß nur wollen...

Das möchte ich nun mal ergänzen,einerseits versthe ich tyra,denn auch ich war mal so drauf,in bezug auf probs die zum beispiel frauen haben die sich schlagen lassen.das kann ich einfach nicht verstehen,da ich selbst von klein auf, mich gewehrt habe. auch in meinem elternhaus wurde geschlagen,meine geschwister waren alle älter als ich und haben viel abbekommen,ich habe viel gewalt gesehen und als ich denn so alt war,das ich mich an schläge erinnern kann,habe ich mich gewehrt....bis heute versthe ich nicht wie jemand sich die schläge gefallen läßt-und ich schreibe auch hier im forum nur den frauen,trennt euch. gehe nicht auf gefühlsebene,denn das hat für mich keinen sinn.wer mich schlägt wird verlassen,schläge gilden nicht.egal wie toll der mann sonst ist.
das ist ein thema da kann ich absolut nichts anderes sagen,als eben auf der verstandesebene, verlasse ihn und beginne ein eigenes leben.

oft verstehe ich bei dem thema auch nicht,warum da noch nett geredet wir.ich verstehe eben frauen nicht die schläge duchgehen lassen,ende aus.

vielleicht ist es eben bei tyra so, sie ist auf einen level,wo sie ihre probs im griff hat,froh darüber ist und eben nicht versteht warum eben die betroffenen ,solch gefühlsding rauß machen und nicht einfach handeln-so wie ich es bei geschlagenen frauen eben nicht verstehe.
vielleicht gibts gewisse grenzen ie man von anfang an hat und da eben die gefühlsbasis nicht sieht.weiß nicht wie ich das erklären soll..
viele beiträge von tyra finde ich gut,manchmal aber fehlt die komponente des verständnisses,einfach mal schreiben,"verstehe ich,aber man kann...."das ist nicht ihr stil.
Vieles kommt so rüber -für mich,wie "eine schlechte Mutter die Maßstäbe setzt in form von Muß+ soll" was mich manchmal auch schockiert und mich blockiert ,die ratschläge ernst zu nehmen, soll+ muß ist eben für mich in notsituationen schwierig zu verfolgen...
aber es ist eben ihre art....es hat ihr geholfen und sie kennt es nicht anders...das verstehe ich so.
schade ist eben das manchmal die ratschläge total gut sind,sie aber durch die art des schreibens eher abstoßend wirken und eine andere art,zum beispiel aus der ich-form heraus ,viel viel mehr bringen würden und sich nicht soviele von ihr auf den schlips getreten fühlen würden.
ich denke , man muß tyra zu nehmen wissen,was aber eben bei hilferufen in not schwierig ist. da braucht man jemanden der auf einen eingeht und nicht ein haufen von sachlichen aufgaben die erfüllt werden müßen......

gruß
sonnenlichtlein
 

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