Tyra
Sehr aktives Mitglied
@Truth, und allgemein zum Thema:
stimmt ich hatte ja auch mehrfach geschrieben dass es oft an sehr vielen Faktoren liegt ob man einem Menschen helfen kann, bzw dieser in der Lage ist sich selbst zu helfen....indem er Hilfe annimmt z.B.
Hauptblockaden Hilfe annehmen zu können sind meiner Erfahrung nach mangelndes Selbstwertgefühl...jemand fühlt sich klein und wertlos und keiner Hilfe würdig z.B. Oder mangelndes Selbstbewusstsein Hilfe für sich ein zu fordern. Oder unrealistische Erwartungshaltungen dass andere auf einen zukommen und ohne Aufforderung helfen.
Ich denke ein wichtiger Faktor ist auch die Leidenstoleranz....manche müssen erst mit dem A**** auf Grundeis gehen sozusagen bevor sie erkennen dass sie Hilfe benötigen...Manche Menschen setzen ihre Stärke für das Leiden ein und leiden und leiden und leiden bis sie an den Punkt der Überforderung geraten.
Weiterer Mitfaktor ist dass Menschen Gewohnheitstiere sind, das bedeutet dass sie egal wie schlecht und unbequem eine Gewohnheit manchmal auch sein mag diese beibehalten...weil sie ihnen das Gefühl von Sicherheit und Kontrolle vermittelt. Leidensgewohnte Menschen definieren (unterbewusst) ihr Leid als Normalität für sich, es ist oft normal für sie sich schlecht zu fühlen...und es ist manchmal nicht leicht von dieser Gewohnheit runter zu kommen...eben weil Menschen strukturell und verhaltensbiologisch auf Gewohnheit gepolt sind irgendwie. Eine Phase der Veränderung bringt viel Arbeit und auch Unruhe mit sich..oft ein unangenehmer Zustand den man instinktiv meiden will wogegen man dann bewusst angehen muss...ich kenne das...das erfordert ein großes Maß an Konzentration, Willen und Durchhaltevermögen.
Weiterer Mitfaktor ist das manche Leiden (unterbewusst und allenfalls teilbewusst) funktionalisieren d.h. einen gewissen Nutzen daraus ziehen....was ebenfalls bewirkt sich schwerer lösen zu können. Nutzen aus Leid könnte sein dadurch Aufmerksamkeit und Zuwendungen jegweder Art zu erhalten...zum Beispiel...exakt aus diesem Grund machen professionelle Helfer auch ellenlange Ausbildungen...damit sie lernen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben um diesen Funktionalisierungsaspekt zu vermeiden. Gerade deshalb ist professionelle Distanz zu dem dem man hilft unerlässlich....den Hauptziel sollte sein das der Betroffene in die Lage versetzt wird sich eigenständig helfen zu können. Alle Anlage dazu stecken in JEDEM...nur liegen die bei einigen oft verschüttet oder sind unter entwickelt...Die Erziehung spielt hier eine große Rolle...ob man Kinder zu selbstbewussten eigenständigen Menschen erzieht die ihrer Eigenverantwortung gewachsen sind oder aber (manchmal mit Gewalt) zu unterwürfigen Untergebenen, Befehlsempfängern die ihr Leben lang stark abhängig von anderen Menschen sind.
Verstand und Vernunft helfen viel, sind Werkzeuge um seine Situation, sich selbst analysieren und reflektieren zu können. Ohne ein gewisses Grundmaß diese Werkzeuge für sich anwenden zu können schafft man es nicht im Leben. So sehe ich das. Verstand und Vernunft sind übrigens nicht angeboren sondern zum Teil auch Lernsache...Verstand und Vernunft kann man trainieren...dann hat man auch ein Werkzeug um innere Blockaden auflösen zu können. Anders ausgedrückt: wer sich nie mal hinsetzt und die Dinge bedenkt die er tut, sondern sich nur unreflektiert treiben läßt ist seinen Blockaden und der Konzeption seiner menschlichen Beschaffenheit hilflos ausgeliefert. Hier geht es um Herrschaft und Selbstbeherrschung...wer sich kennt und sich ein wenig zu händeln weiss der läuft generell geschützter durchs Leben.
Viele machen sich oft aber wenig Gedanken und lassen sich von ihren Instinkten (die nicht immer das Richtige für einen wählen) leiten...Fortpflanzungsinstinkt zum Beispiel...nix gegen das Kinderkriegen aber Kinder bedeuten Schwerstarbeit und an sich müsste jemand mit Blockaden zunächst viel Energie darin investieren diese Blockaden in sich ab zu bauen....was dann auch die Kindersache erleichtert...aber zu dem alten unabgebauten Traumastress kommt dann neuer Stress hinzu...und dann kommt es zu Zusammenbrüchen...Instinkte sind mächtig...ganz ohne Frage..aber ein trainierter Verstand und geschulte Vernunft können da ein wenig was gegen setzen.
Ein Instinkt der nicht so günstig ist bei Traumaverarbeitung ist der das sich ein verletztes Tier oder ein verletzter Mensch instinktiv zurück ziehen will und isoliert...auch gegen den muss man dann angehen...sich wieder nach vorne schubbsen damit man nicht in seiner Stigma-Opferhöhle hocken bleibt...instinktiv gemieden vom Umfeld = alles natürliche biologische Verhaltensprozesse...die allerdings reflektiert und auch ein wenig gesteuert werden können.
Reflektiert man gar nicht oder steuert man kein bisschen sondern läßt sich eher treiben und überläßt dem Zufall sein Schicksal kann man Glück haben und kommt damit ganz gut durch, manchmal aber auch nicht. Ein traumatisierter angeknaxter Mensch kann es sich meiner Erfahrung nach nicht erlauben nicht zu reflektieren und zu analysieren...also seinen Verstand und seine Vernunft zu benutzen...
Verstand und Vernunft hat jeder...nur viele nutzen die ggf nicht ausreichend? Und ohne Training verkümmern beide dann...an sich bietet ja das Leben genug Trainingsmöglichkeiten...
Einen Punkt hattest du ja angesprochen den ich auch noch wichtig finde..neuronale Schädigung...also an sich ist das Gehirn ein dynamisches System...d.h. einige neuronale Schädigungen können mit Therapien oder auch Gehirntraing od. ä. durchaus größtenteils behoben werden. Verletzungen im präfontalen Gehirnbereich..also vorne oben am Schädel führen manchmal zu Soziopathie...Gefühlskälte, Amoralität etc...Es kann natürlich durchaus sein dass durch Schläge auf den Kopf jemand lebenslange Hirnschäden zurückbehält...aber wie gesagt das Gehirn ist ein dynamisches sich ständig auch wieder selbst erneuerndes System...vieles ist reversibel = behebbar.
Stimmt viele traumatisierten Menschen können nicht an ihre Gefühle rankommen, merken jedoch zumindest dass mit ihnen was nicht stimmt und sie fachkundige Hilfe brauchen..ist zumindest der Wille da seine Lage zu verbessern und dafür zu kämpfen wieder an seine Emotionen ran zu kommen hat man gute Grundvoraussetzungen dass diesen Menschen geholfen werden kann.
Was das Aushalten von Schmerzen angeht...nunja...manchmal muss man erst durch die Hölle um wieder ans Licht zu gelangen um es mal pathetisch und dramatisch aus zu drücken..was aber in der Realität oft eher wesentlich undramatischer abläuft...überängstliche Menschen machen ggf anfangs ein Drama draus..lassen ihre Angst bestimmen aber erkennen dann oft recht schnell dass das meiste Vorurteile waren und man sich an sich eher selbst verrückt gemacht hat. Macht man sich bewusst dass es an sich nur noch besser werden kann...und glaubt man fest daran ist so etwas an sich kein großes Problem..die jedoch jeglichen Glauben an sich oder Besserung haben fahren lassen sind natürlich verloren. Auch das hat zum Teil (nicht ausschliesslich) was mit einer Entscheidung zu tun, mit Willen...ob man was gutes für sich will oder denkt man hat nix Besseres verdient als ewiges Leid.
Gewalttraumata richten große Schäden an..einer davon ist ein niedergedrücktes Selbstwertgefühl dass einem einflüstert es nicht anders verdient zu haben....auf diese Stimmen in sich sollte man bewusst nicht achten.....sondern sich dagegen bewusst (wozu vorher Reflexon und Analyse gehört um zu erkennen wie das eigene Verhalten funktioniert und wie man es händeln kann) anstemmen..ich erinnere mich gut an die Phase in der ich das tat...und kenne diese Grundtendenzen und Gefahren und (denktechnischen, glaubenstechnischen und emotionalen) Sackgassen und Fallgruben in die man geraten kann sehr gut.
Indem ich hier davon schreibe will ich lediglich ganz unverbindlich ein wenig Hintergrundwissen und eigene Erfahrungen offen legen...also führe Analyse vor. Damit können manche ggf was anfangen, ..manchen hilft es ggf ein stückweit sich selbst wieder zu erkennen und den Mut zu finden sich mit Herz und Verstand (nicht nur einzig mit Herz..das funktioniert nicht da die Emotionen blockiert sind...da hilft dann an sich eher verstärkte Verstandesarbeit, ein Verstand der Emotionen ordnet, analysiert, aus artikuliert, also in Worte fasst..ein sehr wichtiger Entwicklungsschritt der Blockaden abbaut) ihrer Problematik zu stellen um zu versuchen ihre Lebensqualität zu verbessern.
Das ich hier also analysiere und auch reflektiere, philosophiere etc. ist kein Angriff einer hochmütigen intellektuellen Schranze sondern nur eine Hilfe gemäß meiner Fähikeiten. Ich bewerte nicht und finde mich nicht toller nur weil ich gut mit dem Verstand bin....ich leiste nur nen kleinen Beitrag und fertig.
Ich konnte hier im Forum gut beobachten wie irritiert manche auf mich reagieren...tja ich bin halt ein unüblicher Fall..einzigartig...😉 Aber keineswegs kalt oder herzlos nur weil ich kühl und kühn (bis auf den nackten A**** der Seele hin 😉) denken und analysieren kann....leider wird mir das gelegentlich unterstellt....tja so ist das Leben...das Huhn dass nicht wie andere weisse Federn trägt und sich so verhält wie man es erwartet dass kriegt manchmal was auf den Latz....😉 Ich trete halt oft männlich dominant auf...es gibt interessante Bücher aus der Frauenforschung zu dem Phänomen dass insbesondere Frauen andere Frauen auf ganz bestimmte Fähigkeiten und Rollen festlegen wollen...Uniformitätsprinzip steckt dahinter = wollen dass alle so sind wie man selbst damit man sich nicht anders fühlt und man die Illusion der Kontrolle hat...sich sicher fühlt in der masse gleichartiger, gleichdenkender....
Interessant finde ich auch dass auch hier im Hilfeforum sowas wie Rangordnungsverhalten läuft..schon mal beobachtet? Finde ich spannend und inspirierend.
Wie gesagt...meine Beiträge sind ein unverbindliches Leseangebot und Ergänzung zu den vielen auch wichtigen eher herzbetonten Beiträgen hier...Ich bin nicht so gut in schriftlicher Herzenswärme aber ganz gut im Analysieren...und Analyse ist an sich unverzichtbar wenn man voran kommen will...nicht nur in Sachen Blockaden abbauen, Traumaverarbeitung.
Tyra
Analyse macht vielen ggf da ungewohnt etwas Angst? Ist an sich überflüssig..Analyse beißt nicht sondern ist Machtmittel...mit dem man sein Leben in den Griff kriegen kann...Macht ist auch nix Schlimmes....sondern was GUTES und wichtig damit man nicht durchs Leben geschubst wird sondern seinen Weg selbst bestimmt. Verstandesmacht hilft dabei sich selbst erst so richtig kennen zu lernen...klar erschrickt man dann manchmal vor sich selbst..das gehört dazu..aber letztlich ist es ein großes Abenteuer und eine Herausforderung der man sich ruhig stellen sollte...die Vorteile daraus überwiegen definitiv.
ach und nochwas: Der Wille entspringt nicht per se der Vernunft sondern dem Überlebensinstinkt...man sagt ja auch Lebenswillen...man kann Willen zum Leben haben oder Willen zum Leiden (oder wenn man depressionskrank ist sogar Willen zum Tod)...Der Wille zum Leben und zum Glück entspringt der Vernunft...der Wille zum Leiden eher aus einer unreflektierten Traumablockade die einem das Denken und Leben vermasselt (gibt da unzählige Beispiele von Selbstknechtung und Selbstbestrafung, wie man sich selbst immer im weg steht..kenne ich auch von mir früher) ....daher ist Reflexion und Analyse überlebenswichtig ohne diese Machtmittelchen des Verstandes kann man meiner Meinung und Erfahrung nach eine Blockade nicht knacken...und hat man die Blockade geknackt taucht der Wille zum Leben und Glück an sich wieder aus der Versenkung auf...wird stärker...
stimmt ich hatte ja auch mehrfach geschrieben dass es oft an sehr vielen Faktoren liegt ob man einem Menschen helfen kann, bzw dieser in der Lage ist sich selbst zu helfen....indem er Hilfe annimmt z.B.
Hauptblockaden Hilfe annehmen zu können sind meiner Erfahrung nach mangelndes Selbstwertgefühl...jemand fühlt sich klein und wertlos und keiner Hilfe würdig z.B. Oder mangelndes Selbstbewusstsein Hilfe für sich ein zu fordern. Oder unrealistische Erwartungshaltungen dass andere auf einen zukommen und ohne Aufforderung helfen.
Ich denke ein wichtiger Faktor ist auch die Leidenstoleranz....manche müssen erst mit dem A**** auf Grundeis gehen sozusagen bevor sie erkennen dass sie Hilfe benötigen...Manche Menschen setzen ihre Stärke für das Leiden ein und leiden und leiden und leiden bis sie an den Punkt der Überforderung geraten.
Weiterer Mitfaktor ist dass Menschen Gewohnheitstiere sind, das bedeutet dass sie egal wie schlecht und unbequem eine Gewohnheit manchmal auch sein mag diese beibehalten...weil sie ihnen das Gefühl von Sicherheit und Kontrolle vermittelt. Leidensgewohnte Menschen definieren (unterbewusst) ihr Leid als Normalität für sich, es ist oft normal für sie sich schlecht zu fühlen...und es ist manchmal nicht leicht von dieser Gewohnheit runter zu kommen...eben weil Menschen strukturell und verhaltensbiologisch auf Gewohnheit gepolt sind irgendwie. Eine Phase der Veränderung bringt viel Arbeit und auch Unruhe mit sich..oft ein unangenehmer Zustand den man instinktiv meiden will wogegen man dann bewusst angehen muss...ich kenne das...das erfordert ein großes Maß an Konzentration, Willen und Durchhaltevermögen.
Weiterer Mitfaktor ist das manche Leiden (unterbewusst und allenfalls teilbewusst) funktionalisieren d.h. einen gewissen Nutzen daraus ziehen....was ebenfalls bewirkt sich schwerer lösen zu können. Nutzen aus Leid könnte sein dadurch Aufmerksamkeit und Zuwendungen jegweder Art zu erhalten...zum Beispiel...exakt aus diesem Grund machen professionelle Helfer auch ellenlange Ausbildungen...damit sie lernen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben um diesen Funktionalisierungsaspekt zu vermeiden. Gerade deshalb ist professionelle Distanz zu dem dem man hilft unerlässlich....den Hauptziel sollte sein das der Betroffene in die Lage versetzt wird sich eigenständig helfen zu können. Alle Anlage dazu stecken in JEDEM...nur liegen die bei einigen oft verschüttet oder sind unter entwickelt...Die Erziehung spielt hier eine große Rolle...ob man Kinder zu selbstbewussten eigenständigen Menschen erzieht die ihrer Eigenverantwortung gewachsen sind oder aber (manchmal mit Gewalt) zu unterwürfigen Untergebenen, Befehlsempfängern die ihr Leben lang stark abhängig von anderen Menschen sind.
Verstand und Vernunft helfen viel, sind Werkzeuge um seine Situation, sich selbst analysieren und reflektieren zu können. Ohne ein gewisses Grundmaß diese Werkzeuge für sich anwenden zu können schafft man es nicht im Leben. So sehe ich das. Verstand und Vernunft sind übrigens nicht angeboren sondern zum Teil auch Lernsache...Verstand und Vernunft kann man trainieren...dann hat man auch ein Werkzeug um innere Blockaden auflösen zu können. Anders ausgedrückt: wer sich nie mal hinsetzt und die Dinge bedenkt die er tut, sondern sich nur unreflektiert treiben läßt ist seinen Blockaden und der Konzeption seiner menschlichen Beschaffenheit hilflos ausgeliefert. Hier geht es um Herrschaft und Selbstbeherrschung...wer sich kennt und sich ein wenig zu händeln weiss der läuft generell geschützter durchs Leben.
Viele machen sich oft aber wenig Gedanken und lassen sich von ihren Instinkten (die nicht immer das Richtige für einen wählen) leiten...Fortpflanzungsinstinkt zum Beispiel...nix gegen das Kinderkriegen aber Kinder bedeuten Schwerstarbeit und an sich müsste jemand mit Blockaden zunächst viel Energie darin investieren diese Blockaden in sich ab zu bauen....was dann auch die Kindersache erleichtert...aber zu dem alten unabgebauten Traumastress kommt dann neuer Stress hinzu...und dann kommt es zu Zusammenbrüchen...Instinkte sind mächtig...ganz ohne Frage..aber ein trainierter Verstand und geschulte Vernunft können da ein wenig was gegen setzen.
Ein Instinkt der nicht so günstig ist bei Traumaverarbeitung ist der das sich ein verletztes Tier oder ein verletzter Mensch instinktiv zurück ziehen will und isoliert...auch gegen den muss man dann angehen...sich wieder nach vorne schubbsen damit man nicht in seiner Stigma-Opferhöhle hocken bleibt...instinktiv gemieden vom Umfeld = alles natürliche biologische Verhaltensprozesse...die allerdings reflektiert und auch ein wenig gesteuert werden können.
Reflektiert man gar nicht oder steuert man kein bisschen sondern läßt sich eher treiben und überläßt dem Zufall sein Schicksal kann man Glück haben und kommt damit ganz gut durch, manchmal aber auch nicht. Ein traumatisierter angeknaxter Mensch kann es sich meiner Erfahrung nach nicht erlauben nicht zu reflektieren und zu analysieren...also seinen Verstand und seine Vernunft zu benutzen...
Verstand und Vernunft hat jeder...nur viele nutzen die ggf nicht ausreichend? Und ohne Training verkümmern beide dann...an sich bietet ja das Leben genug Trainingsmöglichkeiten...
Einen Punkt hattest du ja angesprochen den ich auch noch wichtig finde..neuronale Schädigung...also an sich ist das Gehirn ein dynamisches System...d.h. einige neuronale Schädigungen können mit Therapien oder auch Gehirntraing od. ä. durchaus größtenteils behoben werden. Verletzungen im präfontalen Gehirnbereich..also vorne oben am Schädel führen manchmal zu Soziopathie...Gefühlskälte, Amoralität etc...Es kann natürlich durchaus sein dass durch Schläge auf den Kopf jemand lebenslange Hirnschäden zurückbehält...aber wie gesagt das Gehirn ist ein dynamisches sich ständig auch wieder selbst erneuerndes System...vieles ist reversibel = behebbar.
Stimmt viele traumatisierten Menschen können nicht an ihre Gefühle rankommen, merken jedoch zumindest dass mit ihnen was nicht stimmt und sie fachkundige Hilfe brauchen..ist zumindest der Wille da seine Lage zu verbessern und dafür zu kämpfen wieder an seine Emotionen ran zu kommen hat man gute Grundvoraussetzungen dass diesen Menschen geholfen werden kann.
Was das Aushalten von Schmerzen angeht...nunja...manchmal muss man erst durch die Hölle um wieder ans Licht zu gelangen um es mal pathetisch und dramatisch aus zu drücken..was aber in der Realität oft eher wesentlich undramatischer abläuft...überängstliche Menschen machen ggf anfangs ein Drama draus..lassen ihre Angst bestimmen aber erkennen dann oft recht schnell dass das meiste Vorurteile waren und man sich an sich eher selbst verrückt gemacht hat. Macht man sich bewusst dass es an sich nur noch besser werden kann...und glaubt man fest daran ist so etwas an sich kein großes Problem..die jedoch jeglichen Glauben an sich oder Besserung haben fahren lassen sind natürlich verloren. Auch das hat zum Teil (nicht ausschliesslich) was mit einer Entscheidung zu tun, mit Willen...ob man was gutes für sich will oder denkt man hat nix Besseres verdient als ewiges Leid.
Gewalttraumata richten große Schäden an..einer davon ist ein niedergedrücktes Selbstwertgefühl dass einem einflüstert es nicht anders verdient zu haben....auf diese Stimmen in sich sollte man bewusst nicht achten.....sondern sich dagegen bewusst (wozu vorher Reflexon und Analyse gehört um zu erkennen wie das eigene Verhalten funktioniert und wie man es händeln kann) anstemmen..ich erinnere mich gut an die Phase in der ich das tat...und kenne diese Grundtendenzen und Gefahren und (denktechnischen, glaubenstechnischen und emotionalen) Sackgassen und Fallgruben in die man geraten kann sehr gut.
Indem ich hier davon schreibe will ich lediglich ganz unverbindlich ein wenig Hintergrundwissen und eigene Erfahrungen offen legen...also führe Analyse vor. Damit können manche ggf was anfangen, ..manchen hilft es ggf ein stückweit sich selbst wieder zu erkennen und den Mut zu finden sich mit Herz und Verstand (nicht nur einzig mit Herz..das funktioniert nicht da die Emotionen blockiert sind...da hilft dann an sich eher verstärkte Verstandesarbeit, ein Verstand der Emotionen ordnet, analysiert, aus artikuliert, also in Worte fasst..ein sehr wichtiger Entwicklungsschritt der Blockaden abbaut) ihrer Problematik zu stellen um zu versuchen ihre Lebensqualität zu verbessern.
Das ich hier also analysiere und auch reflektiere, philosophiere etc. ist kein Angriff einer hochmütigen intellektuellen Schranze sondern nur eine Hilfe gemäß meiner Fähikeiten. Ich bewerte nicht und finde mich nicht toller nur weil ich gut mit dem Verstand bin....ich leiste nur nen kleinen Beitrag und fertig.
Ich konnte hier im Forum gut beobachten wie irritiert manche auf mich reagieren...tja ich bin halt ein unüblicher Fall..einzigartig...😉 Aber keineswegs kalt oder herzlos nur weil ich kühl und kühn (bis auf den nackten A**** der Seele hin 😉) denken und analysieren kann....leider wird mir das gelegentlich unterstellt....tja so ist das Leben...das Huhn dass nicht wie andere weisse Federn trägt und sich so verhält wie man es erwartet dass kriegt manchmal was auf den Latz....😉 Ich trete halt oft männlich dominant auf...es gibt interessante Bücher aus der Frauenforschung zu dem Phänomen dass insbesondere Frauen andere Frauen auf ganz bestimmte Fähigkeiten und Rollen festlegen wollen...Uniformitätsprinzip steckt dahinter = wollen dass alle so sind wie man selbst damit man sich nicht anders fühlt und man die Illusion der Kontrolle hat...sich sicher fühlt in der masse gleichartiger, gleichdenkender....
Interessant finde ich auch dass auch hier im Hilfeforum sowas wie Rangordnungsverhalten läuft..schon mal beobachtet? Finde ich spannend und inspirierend.
Wie gesagt...meine Beiträge sind ein unverbindliches Leseangebot und Ergänzung zu den vielen auch wichtigen eher herzbetonten Beiträgen hier...Ich bin nicht so gut in schriftlicher Herzenswärme aber ganz gut im Analysieren...und Analyse ist an sich unverzichtbar wenn man voran kommen will...nicht nur in Sachen Blockaden abbauen, Traumaverarbeitung.
Tyra
Analyse macht vielen ggf da ungewohnt etwas Angst? Ist an sich überflüssig..Analyse beißt nicht sondern ist Machtmittel...mit dem man sein Leben in den Griff kriegen kann...Macht ist auch nix Schlimmes....sondern was GUTES und wichtig damit man nicht durchs Leben geschubst wird sondern seinen Weg selbst bestimmt. Verstandesmacht hilft dabei sich selbst erst so richtig kennen zu lernen...klar erschrickt man dann manchmal vor sich selbst..das gehört dazu..aber letztlich ist es ein großes Abenteuer und eine Herausforderung der man sich ruhig stellen sollte...die Vorteile daraus überwiegen definitiv.
ach und nochwas: Der Wille entspringt nicht per se der Vernunft sondern dem Überlebensinstinkt...man sagt ja auch Lebenswillen...man kann Willen zum Leben haben oder Willen zum Leiden (oder wenn man depressionskrank ist sogar Willen zum Tod)...Der Wille zum Leben und zum Glück entspringt der Vernunft...der Wille zum Leiden eher aus einer unreflektierten Traumablockade die einem das Denken und Leben vermasselt (gibt da unzählige Beispiele von Selbstknechtung und Selbstbestrafung, wie man sich selbst immer im weg steht..kenne ich auch von mir früher) ....daher ist Reflexion und Analyse überlebenswichtig ohne diese Machtmittelchen des Verstandes kann man meiner Meinung und Erfahrung nach eine Blockade nicht knacken...und hat man die Blockade geknackt taucht der Wille zum Leben und Glück an sich wieder aus der Versenkung auf...wird stärker...
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