Geniale Differenzierung, Sori - Glaube und Religion zu trennen (mache ich auch so, wenn auch mit anderem Ergebnis 😉 )
Wenn dem so wäre hätte sich Gott (dessen Existenz ich einmal hypothetisch voraussetze, ohne irgend etwas Sicheres über ihn/sie zu wissen) reichlich Zeit gelassen damit. Immerhin gab es die Menschheit und ihren Bedarf nach einem "neuen Leben" schon ein paar Jährchen vorher. Wieso ist Jesus nicht gleich zu Beginn der Menschheitsgeschichte aufgetaucht?
Weil der Widersacher (Teufel) dann behauptet hätte, der Gott ließe ihm keine Zeit, zu beweisen, dass es ohne ihn besser geht. Genau das, was hier im Forum viele heute noch dem Gott vorwerfen. Deshalb die Zeit, in der er aber von Anfang an vorbereitete, was geschehen sollte.
Also liebt dich Gott nicht bedingungslos? Du musst eine Vorleistung bringen oder eine Folgeleistung? Komische Eltern, würde ich sagen, die ihre Kinder zuerst zu Sündern erklären, sich dann selbst foltern und töten lassen, um das auszugleichen und dann Bedingungen stellen (je nach Auslegung, nur glauben oder halt alles Mögliche zusätzlich), damit diese Selbstopferung Wirkung zeigt.
Wenn Gott so ist möchte ich möglichst wenig mit ihm zu tun haben.
Nix Vorleistung, Jesus starb, als wir z. B. noch nicht mal geboren waren für uns. Folgeleistung? Na ja, Dankbarkeit und Anerkennung und Interesse für das Vorhaben des Erlösers mit der Menschheit sollten selbstverständlich sein, finde ich.
Wenn du Gott und "seinen Sohn" trennst haben wir es sogar mit jemand zu tun, der ein Kind (das Erstgeborene) opfert, leiden lässt und in den Tod schickt um damit den Rest (bzw. den, der "mitspielt" und glaubt) seiner Kinder vor ihm selbst und seinem Zorn zu retten.
Würde sich sowas im Deutschland es Jahres 2009 abspielen wäre sofort die Polizei im Haus und die Eltern im Knast. Mir scheint, von diesem Gott stamme ich nicht ab - oder ich bin eine Mutation 😉
Das ist Polemik, Jesus war kein kleines Kind, was seinen Eltern weggenommen wird, er war der Baumeister der Welt laut Bibel. So mächtig und groß, wie niemand sonst außer Gott selbst. Seine Entscheidung kam von ihm und war unanfechtbar.
Die Erklärung ist doch recht einfach: In der Bibel ist gar nicht vom wirklichen Gott die Rede (oder nur zufälligerweise) und die Gottes-Bilder darin haben sich eben im Laufe der geschätzten 2000 Jahre ihrer Entstehung verändert). Wenn Gott Gott ist, verändert er sich sicher nicht.