Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

einer prostituierten gute geschäfte wünschen ?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Auch doppelt - hat die Datenbank Schluckauf?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe nicht von besseren oder schlechteren Menschen gesprochen, Missis. Im Milieu zu arbeiten, bzw. vor der direkten Entscheidung zu stehen, dort zu arbeiten, oder nicht, wirft aus meiner Sicht einige andere Aspekte auf.

Welche Aspekte denn? Dass man abgebrüht und moralisch daneben sein muss, um dort zu arbeiten? Dass man als "moralisch einwandfreier" Mensch dort unter die Räder kommt, bzw. keinen Fuß fassen kann? Umschreib es, wie du willst, im Prinzip urteilst du doch über diese Menschen dort. Menschen aus dem Millieu böse- Menschen die nicht im Millieu tätig sind gut.

Darin täuschst Du Dich. Ich urteile so, weil ich Menschen aus dem Milieu sehr persönlich kennengelernt habe. Und ich pauschalisiere nicht über Menschen, ich habe mir eine Meinung über einen Beruf gebildet.

Joa... weisst du, ich bin seinerzeit mal von einigen KFZ-Werkstätten übelst über den Tisch gezogen worden. Da stelle ich mich doch auch gleich mal hin und behaupte, alle Berufe im KFZ-Bereich sind moralisch zu verurteilen und die Leute die diese Berufe ausüben stehen Abseits der Gesellschaft. Die wollten mich schliesslich auch um mein Geld erleichtern. Folglich müssen also ALLE KFZler schlimme Finger sein. 🙄

Und schau, da muss er umschalten. Vielleicht muss er knochenhart sein, um diesem Job nachzugehen, um gleichzeitig im Ort anerkannt zu sein. Er wird umschalten müssen. Vom Milieu auf andere Menschen.

Verstehe ich jetzt nicht recht... wieso muss er knochenhart sein, um hier im Ort anerkannt zu sein? 😕 Er MUSS hier im Ort nicht anerkannt sein... Du darfst jetzt nicht glauben, er wäre im Ort bekannt wie bunter Hund. Dafür ist unsere Gemeinde jetzt doch eindeutig zu groß. Er besucht einfach nur seine alten Freunde. Und die nehmen ihn so, wie er ist. Und umschalten ist nicht. Er ist so, wie er immer war, wie wir ihn eben kennen. Hier muss er keinen auf hart machen, tut er auch nicht.
Er reagiert halt einfach nur darauf, wie man ihm entgegentritt. Und da meinten ein paar Vollpfosten eben, sie müssten mit verschiedenen Leuten rumstressen. Die kannten ihn gar nicht, wussten auch nichts von seinem Beruf. Die waren nur auf Krawall aus, egal mit wem. Und da hatten sie sich eindeutig den Falschen ausgesucht. 😀

Das finde ich nun aber nicht Millieuabhängig. Ich werde auch sehr ungemütlich, wenn man mir dumm kommt. Du doch sicher auch. Wie eben die meisten von uns. Da müssen wir doch nicht "umschalten", wir reagieren einfach.

Die Menschen, die ich aus dem Milieu kennengelernt habe, können nicht umschalten. Sie haben zu lange im Milieu gelebt. Ich muss auf mein Geld aufpassen, wenn ich mit ihnen umgehe. Ich muss akzeptieren, dass Körper sich verkaufen lassen, dass ein F*** für ein paar Minuten gleichbedeutend mit einem 20-Euro-Schein ist, den ich beim Aldi an der Kasse abgebe.

Ich kenne Menschen, die niemals mit dem horizontalen Gewerbe zu tun hatten, auf die deine Beschreibung zutrifft. Da gibt´s welche, die nur auf Terror aus sind und die du nur ertragen kannst, wenn du sie von hinten siehst. Dann gibt´s da welche, die lügen und betrügen und bescheissen dich wenn du daneben stehst. Das würde ich nun nicht allein auf das Millieu beschränken, solche gibt es überall, in sämtlichen Berufen und Gesellschaftsklassen.
Ich bestreite nicht, dass lange Jahre im Gewerbe sicher verhärten können. Aber die Leute, die du beschreibst, die wären ganz sicher auch in einem anderen Umfeld nicht netter oder ehrlicher gewesen.

Könnte es sein, dass die Menschen die du kennen gelernt hast bei dir nicht umschalten wollten? Also, dass sie dich nicht als Mensch, sondern als Kunden gesehen haben?

Oder als jemanden, der auf sie herabsieht und mit dem moralischen Zeigefinger auf sie deutet? Das könnte auch zu besagtem Verhalten geführt haben.
 
Na immerhin merkst Du es noch.
Ikewa, es mag einen Unterschied zwischen uns geben. Wenn ich auf ungewöhnliche Weise an Geld komme sage ich mir: Günter, es war zu einfach, das Geld lag vor Deinen Füßen, Du mußtest nur zugreifen. Bauch hin oder her, Du mußt Dich bücken.

Aber ich versuche mir immer bewußt zu bleiben, wie man an Geld kommt. Ich versuche, mein Gerechtigkeitsempfinden zu erhalten. So, wie ich es gelernt habe. Man arbeitet, und für diese Arbeit bekommt man Geld. Und mit dem Geld bezahlt man die Wohnung, das Essen, man gestaltet halt sein Leben.

Für mich ist es immer entscheidend, wo das Geld herkommt, wie ich an das Geld komme. Ich lege großen Wert darauf, dass Begriffe wie Rechtschaffenheit ihre Bedeutung behalten.

Machst Du das auch?

Günter
 
Ikewa, es mag einen Unterschied zwischen uns geben. Wenn ich auf ungewöhnliche Weise an Geld komme sage ich mir: Günter, es war zu einfach, das Geld lag vor Deinen Füßen, Du mußtest nur zugreifen. Bauch hin oder her, Du mußt Dich bücken.

Aber ich versuche mir immer bewußt zu bleiben, wie man an Geld kommt. Ich versuche, mein Gerechtigkeitsempfinden zu erhalten. So, wie ich es gelernt habe. Man arbeitet, und für diese Arbeit bekommt man Geld. Und mit dem Geld bezahlt man die Wohnung, das Essen, man gestaltet halt sein Leben.

Für mich ist es immer entscheidend, wo das Geld herkommt, wie ich an das Geld komme. Ich lege großen Wert darauf, dass Begriffe wie Rechtschaffenheit ihre Bedeutung behalten.

Machst Du das auch?

Günter

Da es offensichtlich nicht um Austausch geht sondern darum, dass Du Deine selbstverständlich erhabenen Moralvorstellungen präsentieren kannst, gebe ich Dir gern die Gelegenheit Dein Ego aufzubauen und überlasse Dir das letzte Wort: schreib einfach Deine Meinung, sie ist sicher richtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da es offensichtlich nicht um Austausch geht sondern darum, dass Du Deine selbstverständlich erhabenen Moralvorstellungen präsentieren kannst, gebe ich Dir gern die Gelegenheit Dein Ego aufzubauen und überlasse Dir das letzte Wort: schreib einfach Deine Meinung, sie ist sicher richtig.
Wenn ich meine Meinung für falsch halten würde, würde ich sie bestimmt nicht vertreten, oder? 😉

Mich stört diese Gleichmacherei. Prostitution ist kein Job, wie jeder andere auch. Menschen gehen diesem Job nach, weil sie schnell an Geld kommen wollen oder müssen. Oder weil sie in der Schule auf der Strecke geblieben sind.

Prostitution wird nach wie vor von der Gesellschaft nicht voll akzeptiert (aber neuerdings versteuert - ist auch irgendwie absurd, oder? Ausgegrenzt, aber versteuert...). Was ich auch in Ordnung finde. Es gibt Gründe dafür, und ich fände es interessant, sich Gedanken darüber zu machen, wie das gesellschaftliche Abseits zustande kommt, unter welchen Bedingungen es sich vielleicht auflösen ließe, anstatt einfach nur zu erklären, dass alle Menschen gleich sind.

Im Milieu herrschen etwas andere Regeln, als bei meinem Gemüsehändler um die Ecke, oder der Schulkonferenz einer Bekannten. Menschen, die lange Zeit im Milieu verbracht haben, können sich meist nicht davon frei machen, diese Regeln aufzunehmen, nach ihnen zu leben. Da kann es selbstverständlich werden, dass der Herr bezahlt, die Frau sich kaufen läßt. Dass Geld auf der Straße liegt, Menschen, die dafür arbeiten, dumm sind. Oder dass der eigene Körper nach belieben berührt werden darf, die eigenen Grenzen verwischen.

Ich bin vor einiger Zeit einmal durch eine Straße des Milieus gegangen. Ich hatte das Gefühl, an einer schlecht sortierten Fleischtheke eines Supermarktes vorbei zu kommen. Vielleicht mit dem Unterschied, dass mir das Fleisch im Milieu die Preise nachrief. Und beleidigend wurde. Warum beleidigend? Wenn es ein Job wäre, wie jeder andere auch, dann sollten sie sich freuen, wenn sich jemand für ihren Arbeitsalltag interessiert und einfach mal schaut, was sie so machen. Ein Handwerker wäre vielleicht stolz, mir zu zeigen, was er angefertigt hat (Man stelle sich die auflagensteigernden VW-Lustreisen als Begutachtung des Uhrmacherhandwerkes im Schwarzwald vor). Oder ist es doch etwas anderes, ob ich mich für den Berufsalltag eines Lehrers, eines Steuerberaters, eines Handwerkers, oder einer Prostituierten interessiere?

Sicher gibt es viele andere Berufe, über die man sich Gedanken machen könnte. Aber wir sprechen hier von Prostitution und die mit ihr verbundenen Eigenheiten.

Ich für meinen Teil wünsche Prostituierten jedenfalls kein gutes Geschäft. Aber ich wünsche ihnen eine andere Chance, oder auch nur eine andere Sichtweise - auch wenn sie damit nicht viel anfangen können.

Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben