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Zusammenziehen in seine Wohnung/ Probleme

Kolo

Neues Mitglied
Hallo,

vor einigen Monaten bin ich nach mehrjähriger Beziehung mit meinem Partner, in seine Wohnung gezogen. Eigentlich nur Vorübergehend, da es allerdings Eigentum ist, raten jetzt alle seine Familien Angehörigen dazu, in dieser eigentlich viel zu kleinen Wohnung zu bleiben. In zwei-drei Jahren, ergibt sich die Möglichkeit in ein Haus zu ziehen, das ebenfalls der Familie gehört. Wir müssen nur warten, bis es frei wird… (wer weiß…) dabei ist seine Familie ziemlich forsch. Und sie versuchen mir die Idee aus dem Kopf zu schlagen, „ihr wärt dumm, dafür mehr zu zahlen“…

Die Wohnung in der wir nun leben, gehört ihm, ALLE Möbel gehören ihm und für mich gibt es eigentlich gar keinen Platz. Unsere Geschmäcker sind verschieden, ist auch okay. Allerdings meinte ich vor einer Weile, dass ich nun gerne auch ein Teil meiner Möbel mitbringen würde. Seine Antwort- dafür ist es zu klein.
Er möchte sich von nichts trennen, da jedes Möbelstück (alle absolut zusammengemixt) eine Erinnerung trägt. Sei es, dass die Möbel bereits in seinem Kinderzimmer, danach in der ersten eigenen Wohnung standen. Es seie „alles Geld, dass er mal ausgegeben hat“

Nachdem ich das erste Mal ansprach, dass ich mich hier nicht zuhause fühle, wurde er unendlich sauer. Hier ist eben nichts von mir. Und er sieht es wie eine Kritik, an seinen ganzen „Wertvollen Sachen“

Allerdings lässt sich von mir, meinem Geschmack und meinem Charakter absolut nichts in dieser Wohnung wiederfinden.

Ich weiß nicht was ich machen soll, einerseits ist da seine Familie die sich ungefragt einmischt. Andererseits möchte ich ihn auch nicht kränken. Es stimmt, er hat für alles einmal Geld ausgegeben, aber es ist doch irgendwie unfair von ihm, alles behalten zu wollen.

An und für sich führen wir eine fast perfekte Beziehung, das Zusammenleben klappt gut, auch so läuft alles bestens. Kaum Streitigkeiten. Doch dieses Thema, lässt mich nicht los.

Gerne hätte ich eine Mischung aus uns beiden, und in meinen Augen müssen dafür auch einfach einige seiner Möbel weichen. Ich möchte dort wo ich wohne, ein Gefühl von Zuhause haben und nicht das Gefühl, Gast zu sein.

Hat jemand Tipps? War selbst schon mal jemand in einer so ähnlichen Lage? Was sagt ihr dazu?
 
Eigentlich wolltest du nur vorübergehend bei ihm einziehen?
Es war also gar nicht geplant, dass das nun ein Dauerzustand wird?

Vielleicht ist er innerlich noch nicht 100% bereit?
Und kann dir deshalb keinen Platz für deine Möbel schaffen?

Kommt es für dich infrage, wieder in eine eigene Wohnung zu ziehen?
Seine ist eh zu klein.

Und wer weiß, ob es mit diesem Haus überhaupt klappt?
Oder, ob du damit einverstanden wärst, dir Lage und Haus und Konditionen dazu passen?

Wenn dein Partner so stur an seinen alten Möbeln hängt, dann ist da für dich nicht wirklich Platz.
Er stellt seine Möbel über dich.

Ist er immer so unflexibel?

Wie gesagt, zieh in eine eigene Wohnung, seine ist zu klein und sie gefällt dir nicht und du darfst nichts umgestalten.

Dein Freund ist noch nicht so weit, dich vollständig in sein Herz und Heim zu lassen.
 
Könntest du dir einen Raum oder Garage mieten und deine Sachen dort hinstellen ?

Könnt ihr euch ein Haus oder eine grössere Wohnung mieten ?
 
Welche Möbel möchtest du denn drin haben?
Ich seh das erst mal aus der praktischen Sicht- steht da schon ein großer Kleiderschrank, wäre es Quatsch, den zu entsorgen, um deinen Schrank hinzustellen.
Wo sind deine Möbel aktuell?
Gibt es ein Stück, das du besonders gerne haben möchtest?

Ich denk mal eher, der Möbel-Streit ist ein „Platzhalter“ für was anderes.

Du möchtest die Wohnung umgestalten nach deinen Vorstellungen, damit auch du dich zu Hause fühlst- und nicht nur wie ein Gast. Das kann ich nachvollziehen!
In einer funktionierenden Beziehung verhandelt man immer mal wieder neu - und ja, dann wird mal ein Möbelstück ausgetauscht, weil es alt/ angeschlagen/ schief/ unmodern ist. Es müssen halt im Endeffekt beide zustimmen.

Was ich bei deiner Schilderung vermisse, ist die Freude am gemeinsamen Leben und Gestalten des Wohnraumes.

Es wird bei euch immer eine Art Hierarchie in der Wohnsituation geben, solange es in seinem Eigentum liegt - oder in dem seiner Familie. Du kannst das in Kauf nehmen - du kannst um deine „Räume“ kämpfen - du kannst daraus auch eine Grundsatzentscheidung machen, die zur Trennung führen könnte.

Zahlst du denn Miete…? Wenn ja, wäre das absolut hilfreich, damit ihr auf Augenhöhe bleibt.
 
Ehrlich gesagt hätte ich mir diese Fragen bereits vor dem Einzug gestellt.
Du bist nicht nur bei deinem Partner eingezogen, sondern in seine bestehende Welt. Seine Wohnung, seine Möbel, sein Eigentum, seine Erinnerungsstücke.
Das muss nicht zwangsläufig ein Problem sein, aber man sollte vorher darüber sprechen, wie daraus ein gemeinsames Zuhause werden soll.
Was mich noch stutzig macht, du beschreibst, dass für dich eigentlich kein Platz da ist. Nicht nur räumlich, sondern auch symbolisch. Deine Möbel sollen nicht hinein, dein Geschmack findet sich nicht wieder und schon der Wunsch nach Veränderung wird als Angriff auf seine Einrichtung verstanden.
Ich würde mich fragen, wollt ihr als Paar gemeinsam leben oder wohnst du dauerhaft in seiner Wohnung mit?
Natürlich hat er das Recht, an seinen Sachen zu hängen. Aber du hast genauso das Recht, dich in deiner eigenen Wohnung zuhause zu fühlen und nicht wie ein Gast.
Die Familie würde ich dabei sogar ausklammern. Die kann viel reden.
Entscheidend ist, was ihr beide wollt.
Wenn ihr tatsächlich eine gemeinsame Zukunft plant, sollte es möglich sein, Kompromisse zu finden und auch deine Wünsche ernst zu nehmen.
Und ganz offen, wenn jemand schon bei der Frage nach einem Regal oder einem Möbelstück "unendlich sauer" wird, dann würde ich weniger über Einrichtung sprechen und mehr darüber, warum dieses Thema bei ihm so empfindlich ist.
Ein Zuhause entsteht nicht dadurch, dass einer alles behält und der andere sich anpasst.
Es entsteht dort, wo beide ihren Platz finden.
Im Moment klingt es leider eher so, als würdest du in seinem Leben wohnen, nicht in eurem gemeinsamen Zuhause.

Und da ist noch etwas.
Gerade wenn man in Eigentum des Partners zieht, ist es sinnvoll, sich vorher Gedanken darüber zu machen, wie man im Fall einer Trennung oder bei Konflikten dasteht.
Das löst zwar nicht das aktuelle Problem, zeigt aber, wie wichtig solche Gespräche vor dem Zusammenziehen eigentlich sind.
 
Deshalb würde ich nie bei jemandem mit einziehen. Vom Gefühl her - und bei deinem Freund auch durch sein Verhalten - wird das immer die Wohnung des Partners bleiben und keine gemeinsame.

Wenn sich dann auch noch die Eltern des Partners einmischen - ganz schwierig.

Ich würde mir wieder eine eigene Wohnung suchen. Zusammenziehen könnt ihr, wenn er bereit ist, sich mit dir gemeinsam ein neues gemeinsames Zuhause aufzubauen. Was ihr beide aussucht, nicht er allein und schon gar nicht seine Eltern. Und wenn er das nicht kann, ist er vielleicht nicht der Richtige. Man sollte sich in einer Partnerschaft nicht wie zu Besuch fühlen.
 
Deshalb würde ich nie bei jemandem mit einziehen. Vom Gefühl her - und bei deinem Freund auch durch sein Verhalten - wird das immer die Wohnung des Partners bleiben und keine gemeinsame.

Wenn sich dann auch noch die Eltern des Partners einmischen - ganz schwierig.

Ich würde mir wieder eine eigene Wohnung suchen. Zusammenziehen könnt ihr, wenn er bereit ist, sich mit dir gemeinsam ein neues gemeinsames Zuhause aufzubauen. Was ihr beide aussucht, nicht er allein und schon gar nicht seine Eltern. Und wenn er das nicht kann, ist er vielleicht nicht der Richtige. Man sollte sich in einer Partnerschaft nicht wie zu Besuch fühlen.
Kann ich nur unterstreichen. So wird das nichts. Kein Platz für dich, hoffen auf ein größeres Haus - irgendwann.

TE, suche dir eine eigene kleine Wohnung, wenn möglich. Deine Wohnung, deine Möbel, keine Einmischung seiner Eltern.

Dein Freund geht jetzt schon keine Kompromisse ein, du sitzt auf einem Pulverfass, wenn er auf deine Wünsche keinen Bock mehr hat.

Die Frage sei auch erlaubt, wie ihr zuvor den Zusammenzug kommuniziert habt.
 
Seltsame Partnerschaft und das seit Jahren.
Was ist daran toll und zufriedenstellend, wohl nur für ihn.
Sowas merkt du doch nicht erst seit gestern, warum tust du dir das an.
Kommt mir alles recht seltsam vor, was hält dich da empfindest es ja auch noch als perfekte Beziehung, das Zusammenleben klappt gut, auch so läuft alles bestens.
Bist du von ihm abhängig, materiell, oder steht das Bedürfnis nach sexueller Befriedigung im Vordergrund.
Das oft mit einem starken inneren Druck und dem Verlust der Kontrolle über das eigene Verhalten einhergeht.
Betroffene geben sich selbst als Person auf und ordnen sich dem Partner komplett unter, da sie sich ohne ihn nicht als Ganzes ansehen.
Nur durch den Partner erfahren Betroffene das Gefühl, wichtig und begehrenswert zu sein.
 

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