DerAusHerne
Mitglied
wie gesagt, war mit meiner tochter im schönen gysenberg
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Hallo DerAusHerne,
schau mal hier: Zufrieden sein mit dem was man hat?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Ich denke wahrhaft genießen kann man nur was man versteht. Das Bewusstsein der Größe, macht das Besondere zu dem Besonderen für einen selbst. Nimm den besten Wein dieser Erde und gib ihn jemanden der weder Wein je getrunken hat oder je etwas darüber gehört hat. Kann gut sein das er ihn ausspuckt. Gib ihn jemanden mit echtem Verstand dafür. Er wird höchstwarsch. anfangen vor Glück zu weinen.Mir wird immer wieder bewußt, dass ich nie mit dem zufrieden bin was ich habe. Warum ist das so? Warum strebe ich nach immer mehr?
Ich wollte früher einmal 1000 Mark verdienen, dann 2000, dann 3000, dann 4000.- Aber ist dadurch Zufriedenheit eingekehrt? Nein.
Egal an welche Orte ich gegangen oder gereist, bin es war nie genug, ich wollte immer noch mehr.
Habe versucht Sport zu machen, laufen, radfahren, wandern. aber immer mit dem ziel "weiter, höher, schneller", nie um des Sportes oder des Moments willen.
wenn ich sex hatte, überlege ich schon wann ich das nächste mal sex haben werde. wenn ich esse, überlege ich schon, wann ich das nächste mal was gutes essen werde.
jetzt liege ich auf Couch und überlege ob ich nicht ein bißchen in unserem schönen Gysenberg-Wald spazieren gehen soll, einfach nur so, weil so ein schöner tag ist. ich tue es aber nicht weil ich damit kein ziel verbinde
warum kann ich nicht genießen? Carpe Diem? wie geht das?
mir geht es nicht nur alleine um die frage des genusses. ich stimme dir zu, dass eine gewisse reife erforderlich ist um dinge zu verstehen. ich liebe heute parmesan und bruschetta und habe früher fast gekotzt davon. oder auch der zitierte wein, heute gerne ein merlot, früher nur oppenheimer krötenbrunnen, extra süss.
aber wie gesagt mir geht es nicht alleine um den genuss, ich frage mich ob dieses gefühl zufrieden zu sein mit dem was hat irgendwann kommt.
ist vielleicht ein doofes beispiel. war gerade mit meiner tochter spazieren in einer schönen ländlichen gegend mit vielen pferden. obwohl ich nicht reite und obwohl es geregnet hat und obwohl wir über eine stunde zu fuss gelaufen sind, habe ich es einfach genossen. nur diesen moment.
vor zwei jahren bin ich den rothaarsteig gewandert. sind so 154km. in 6 Tagen. klar war der auch sehr schön, wenn auch anstrengend. aber mir war wichtiger die kilometer abzureißen, anzukommen und das etappenziel geschafft zu haben, als die wanderung an sich zu genießen.
und dieses genießen, dieses zufriedensein mit dem augenblick, dieses carpe diem, das kann ich immer weniger bis garnicht mehr.
Mir wird immer wieder bewußt, dass ich nie mit dem zufrieden bin was ich habe. Warum ist das so? Warum strebe ich nach immer mehr?
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wenn ich sex hatte, überlege ich schon wann ich das nächste mal sex haben werde. wenn ich esse, überlege ich schon, wann ich das nächste mal was gutes essen werde.
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warum kann ich nicht genießen? Carpe Diem? wie geht das?
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