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Zu unsozial zum Arbeiten

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crymeariver

Gast
Hey, irgendwie.. bin ich einfach zu ruhig für gefühlt jeden Beruf. Ich hab schon einige sehr unterschiedliche Jobs hinter mir, aber mir wird egal wo immer gesagt ich sei zu schüchtern, zu ruhig, würde zu wenig reden.
Dabei rede ich wenn ich etwas zu sagen oder zu fragen habe und so ein wenig small talk versuche ich auch zu betreiben, wobei ich das unfassbar hasse. Ich gehe zur Arbeit um zu Arbeiten und nicht um in der Ecke zu stehen und zu quatschen.
Also keine ahnung, vor kurzem habe ich eine neue Stelle angefangen in der Produktion wo ich dachte da passiert mir das sicher nicht. So laut und teils stressig wie es da ist. Man arbeitet ja auch nicht mit Kunden direkt zusammen wie im Einzelhandel etc. Aber dennoch muss ich mir anhören das ich doch mehr reden solle. Ja was denn? Übers Wetter?
Mich nervt und verletzt es zugleich das solche Erwartungen an mich gestellt werden egal wo ich hingehe. Seinen Job ordentlich zu machen reicht wohl nicht.

Geht es noch irgendwem so? Und kennt ihr vielleicht einen Beruf bei dem man definitiv nicht auf sowas stößt?
 
Hast du es schonmal mit Backoffice-Stellen versucht?

Man arbeitet feste Arbeitspakete ab, ist für Kunden / Klienten, Partnerfirmen etc. unsichtbar, was auch für den Chef und einen Großteil der Kollegen gilt.

Deine direkten Kollegen im besagten Backoffice sind ebenfalls in der Regel eher ruhiger Natur, keine Angst also, viel Konversation ist eher unüblich.

Achte also mal bei Stellenausschreibungen intern oder extern auf das Stichwort "Backoffice"... das sind schließlich die Leute, die so einen Laden überhaupt erst am Laufen halten.
 
@Styx.85 , hier https://www.hilferuf.de/thema/vorst...keine-rueckmeldung.255981/page-2#post-3651992 bezeichnest du Backoffice als "Abstellgleis":

Man setzt gerne solche Mitarbeiter ins "Backoffice", welchen man nicht zuviel Stress zumuten möchte und nicht selten kein entsprechendes Auftreten vor Partnern etc. (siehe oben) zutraut.

Abstellgleis eben... und ich will auch gar nicht vorschnell urteilen, jeder von uns kann im Backoffice enden. Am Ende einer Arbeitnehmerschaft kurz vor der Rente vielleicht auch nicht das schlechteste Los.
Die dortige TE siehst du eher nicht auf einem Abstellgleis, aber diesen TE hier schon, oder wie ist das zu verstehen?

Auf sowas
Deine direkten Kollegen im besagten Backoffice sind ebenfalls in der Regel eher ruhiger Natur, keine Angst also, viel Konversation ist eher unüblich.
würde ich mich übrigens nicht verlassen. Man kann sicher nicht alle Menschen, die in einem Backoffice arbeiten, über einen Kamm scheren.
 
Moin crymeariver,
ich bin auch sehr ungesprächig und kenne das.
Das Problem ist denke ich das wir zwar unsere Arbeit machen, aber mehr Zeit benötigen um in der Firma „anzukommen“.

Also aus der Perspektive der anderen:
Die Mitarbeiter wollen einen kennenlernen, und meistens gehen die Leute wenn sie Fragen haben auch zu den Leuten, wo sie wissen das die Arbeit unkompliziert abläuft, oder wo sie noch etwas Zeit totschlagen können.

Und der Chef möchte ein funktionierendes Team, teilweise hat der seine eigenen Aufgaben und bekommt bei einer größeren Gruppe dann nur über Kommunikation mit was in der Abteilung läuft.

Zu meinen eigenen Erfahrungen:
In meinem jetzigen Job im Büro hat der Chef zu Anfang auch gemeckert deswegen.
Mittlerweile ist das Team auch kleiner geworden und er hat aufgehört damit.
Ich denke durch das kleinere Team fällt direkt auf was ich mache. Vorher gab es noch eine Person, die sehr gerne geredet hat, was er alles gemacht hat.
In der Situation hatte der Chef dauernd gehört was einer im Team macht, und von meiner Seite kamen die Ergebnisse beim Kunden an, aber der Chef hat nichts davon gehört.
Bei der Arbeit mit den anderen Abteilungen stört es nicht so, weil mir dort die Problemstellungen ein Thema geben, über das ich reden kann.
Ab und zu kommen die auch mit Smalltalk. Da lasse ich sie dann kurz reden und frag wenn es mir zu viel wird direkt nach dem Problem.

Vorher hatte ich in der Produktion in Schichtdienst gearbeitet, dort ist das nicht so aufgefallen, wegen ständig wechselnder Arbeitszeiten. Und die Leute die nachts gearbeitet habe wollten eh meistens ihre Ruhe.
Schichtarbeit geht dauerhaft aber auch an die Substanz.

Einen Beruf ohne so etwas kenne ich nicht.
Aber ich denke in jedem Beruf muss man den anderen etwas entgegenkommen, auch wenn man selbst nicht gerne redet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß genau wie es dir geht . Ich denke auch genauso und hasse Smalltalk. Fühle mich iwie total unter Druck gesetzt weil ich weiß da meine ruhige Art die anderen iwie stört und versuche dann mit zu reden aber ich hasse es und kann es auch nicht wirklich. Die selbe Frage welcher Bereich am besten in Frage käme stelle ich mir ebenfalls. Wünschte die Gesellschaft würde einen akzeptieren wie man ist aber stattdessen muss man sich anhören warum redest du nie ? Du bist mir nicht geheuer weil du unnahbar wirkst . Arrogant . Es nervt.
 
Man ist arbeiten um Geld zu verdienen oder um sich zu "verwirklichen" und nicht für Smalltalk und Freunde zu finden.

Aber dennoch muss ich mir anhören das ich doch mehr reden solle. Ja was denn? Übers Wetter?

Das würde ich gleich der Führungskraft melden,das mich das nervt. Und dann hat er da abzustellen und ggf. abzumahnen.

Ich arbeitete seit Jahren so, das ich 0,0 privat erzähle und mit den Kollegen nur dienstliche Gespräche führe. Ich bleibe auch jeglichen "geselligen" Veranstaltungen fern.
 
Das würde ich gleich der Führungskraft melden,das mich das nervt. Und dann hat er da abzustellen und ggf. abzumahnen.
Die Führungskraft wird kein Verhalten abmahnen, das für sie wie eine freundliche Integration in ein Team aussieht, das deswegen gut läuft, weil die Teammitglieder nicht nur funktionieren, sondern auch durch soziale Kontakte miteinander verbunden sind. Die Führungskraft interessiert es erst, wenn zB zum Kaffeetrinken/ für Pausen ausgestempelt werden muss, das aber nicht gemacht wird und dann stundenlang in der Kantine rumgehockt wird.

Wenn man nicht mit Kollegen quatschen will, muss man das schon selber klarkriegen.

Ich habe auch Kollegen, die nicht über was Privates reden wollen, das ist bei uns überhaupt kein Problem bzw das ist nicht das Problem derer, die sich auch mal unterhalten wollen. Ich kann dir aber leider nicht sagen, woran das genau liegt, dass das halt respektiert wird.
 
Man muss das nur als belästigung und Störung des Betriebsfrieden deklarieren. Ich habe es so schon geschafft das für den nervigen Kollegen eine Abmahnung geschrieben wurde.
"Deklarieren" würde mir als Chef nicht reichen. Das müsstest du schon genau beschreiben. Und die Hürden für eine Abmahnung sind ja nicht gerade niedrig.
Wenn dir die Frage nicht zu persönlich ist: Mich würde es interessieren, was dein Kollege konkret gemacht hat, also was in dem von dir erwähnten Fall die Belästigung bzw die Störung des Betriebsfriedens war.
 
Kann dich sehr gut verstehen.
Geht mir genauso.
Natürlich muss man mit Kunden reden und wichtige Dinge müssen auch mit den Kollegen besprochen werden.
Aber dieses ständige Gequatsche ist auch nichts für mich.
Ich kann auch nicht verstehen warum das für viele Leute so wichtig ist?
Manche Leute sind eben ruhiger.
Das hat nichts mit persönlicher Ablehnung zu tun.
 

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