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Zu unsozial zum Arbeiten

  • Starter*in Starter*in crymeariver
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Ja das kann ich gut verstehen.
Ich mache meine Arbeit oft nicht nur gut, sondern bemühe mich sie überdurchschnittlich gut zu machen.
Und musste feststellen: Viel Einsatz gegen Geld reicht in Deutschland offensichtlich nicht mehr. Du musst ein „Social Butterfly“ sein.
Praktikum, Job etc. überall hörte ich das ich zu ruhig bin. Dabei rede ich definitiv mit den Leuten, nur nicht pausenlos und ohne Sinn und Verstand.
Die Krönung war, als die Chefin am Ende eines Praktikums vor dem Team sagte: Ich wünschte das du mal mehr geredet hättest, das hat mich doch etwas an dir gestört. Sie entschuldigte sich nachher unter vier Augen dafür und sagte das hätte sie nicht so gemeint etc. Am Wochenende eingesprungen, 100% Leistung, nie krank gewesen, kein Geld bekommen, nicht mal die Fahrkarte wurde mir wenigstens anteilig im Monat bezahlt. Meckern auf hohem Niveau und einfach nicht ok das man sich das anhören muss.

In meinem jetzigen Job arbeitet man theoretisch viel allein und ich setze mich oft allein ins Büro. Auch da darf ich mir von der Abteilungsleitung fast täglich anhören, ich soll mal ins Großbüro gehen und mich dazu setzen. Wie ich mich bei Geschnatter von zehn Leuten im Raum konzentrieren soll interessiert nicht. Ich wünsche mir auch eine Arbeit, wo man so akzeptiert wird wie man ist, und nicht so tut als würde man jemand akzeptieren.
Ich unterhalte mich lieber über tiefsinnige Dinge die meinen Horizont erweitern. Ich weiß nicht was ich sagen soll, wenn es mich nun mal nicht interessiert.

Viele Leute „brauchen“ auch andere Leute und wissen schnell nichts mit sich anzufangen wenn sie allein sind. Oder sind stark verunsichert. Corona hat deutlich gezeigt, wie stark extrovertierte Menschen unter den Einschränkungen leiden. Das Gejammer kam sicher weniger von Introvertierten und Schüchternen.
 
Ich kann diejenigen, die einfach gern während ihrer ARBEITSzeit in Ruhe ihre ARBEIT machen wollen, sehr gut verstehen, und für den Chef sollten das doch die liebsten Mitarbeiter sein.

Aber ich glaube, man strahlt dann so ein "Ich kann auch ohne euch" (was ja stimmt!) aus, und das irritiert Menschen, die nicht so selbstgenügsam sind, und nicht können, ohne sich ständig bei anderen rückzuversichern, dass sie ihre Anerkennung genießen, dass andere ihren Rat oder ihre Teilnahme an netten Dingen wie Kaffeetrinken und Spazierengehen brauchen, usw. Diese Leute fühlen sich dann (zu Unrecht) defizitär. Da man sowas nicht zulassen kann, kreidet man es den anderen an. Viele soziale Gemeinschaften vertragen ein individuelles Anderssein anscheinend nicht.

Wenn man dann nicht aktiv ausgegrenzt werden will (wenn einem das nichts ausmacht, ist es natürlich egal), muss man sich eine Strategie zurechtlegen. Die kann zB darin bestehen, zu größeren Feiern hinzugehen und dann nicht lang zu bleiben, oder an täglichen Kaffeerunden ein bis 2x in der Woche kurz teilzunehmen. Man kann auch einem Kollegen, zu dem man einen besseren Zugang hat, erklären, was Sache ist, und versuchen, den zu seinem Fürsprecher zu machen.
Was offenbar besser klappt, ist, wenn es einen konkreten Grund für dieses Abgrenzen gibt: Uns hatte mal ein Kollege offenbart, dass er Asperger Autist ist; er hat uns gesagt, was seine Trigger sind, was man mit ihm nicht machen sollte, und wie man ihm bestimmte Dinge mitteilen sollte, usw, und das wurde problemlos akzeptiert.
 
haha, ich denke da bist du hier genau richtig mit deinem Anliegen. Ich kann das ebenfalls so fühlen.

ich hasse diesen belanglosen smalltalk auch. dazu dann immer dieses künstliche Lachen, vor allem wenn der chef einen witz macht. da könnte ich direkt kotzen.

Ich bin controller im eigenen büro. ich muss quasi nie reden. beste.
 
Ich hasse das auch, aber es hängt irgendwie von den Kollegen ab. Ich war mal in einem Büro mit lauter älteren Damen - die haben mir täglich ein Ohr abgequatscht über ihre neusten gesundheitlichen Probleme, oder darüber was ihre Kinder so machen. Da so zu tun, als würde ich interessiert zuhören, war wirklich extrem anstrengend und einfach nur störend, wenn ich mich mal wirklich konzentrieren musste. Manchmal, wenn ich selbst wirklich gar nichts zu tun hatte, konnte es aber auch ganz nett sein. Und ich hatte auch schon Kollegen mit denen ich mich so gut verstanden habe, dass ich richtig gesprächig wurde.

Meiner Erfahrung nach ist die Smalltalk-Kultur in alteingesessenen Büros am schlimmsten. In Gastronomie, Handel etc hat man für so etwas gar keine Zeit. Aktuell arbeite ich auch alleine und es ist ein Traum!
 
Man ist arbeiten um Geld zu verdienen oder um sich zu "verwirklichen" und nicht für Smalltalk und Freunde zu finden.



Das würde ich gleich der Führungskraft melden,das mich das nervt. Und dann hat er da abzustellen und ggf. abzumahnen.

Ich arbeitete seit Jahren so, das ich 0,0 privat erzähle und mit den Kollegen nur dienstliche Gespräche führe. Ich bleibe auch jeglichen "geselligen" Veranstaltungen fern.
Als Führungskraft hätte ich diese Person dann gekündigt, da grundlegende Softskills scheinbar fehlen. Nur Menschen, die sprechen, können auch arbeiten. Man es sieht täglich. Da wo Kommunikation nicht vorhanden ist oder nicht so stark ausgeprägt ist, passieren viele Fehler.

Ich teile mit dir die gleiche Einstellung. Auf der Arbeit will ich Geld verdienen aber ohne Kommunikation geht es auch nicht. Man muss auch nichts Privates erzählen aber den Mund aufmachen ist doch nicht so schwer.

Mitarbeiter, die nicht reden, wirken desinteressiert, motivations- und antrieblos. Macht die Person wirklich die Arbeit richtig oder träumt sich einfach?

@TE:
Lasse dir, wenn du Neu bist, den Prozess erklären. Stelle Fragen, um Interesse zum Prozess/ Produkt zu zeigen. Was passiert davor/ danach? Welche Maschinen gibt es noch? Nach und nach baut sich dann ein Gespräch auf.
 

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