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Zu hohe Ansprüche an Freunde- kennt ihr das?

G

Gast

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dieses dumpfe gefühl, dass man selber wieder mal mehr gegeben hat als man zurück bekommt....
dass einem die freunde wichtiger sind als man ihnen....

wenn es meiner besten freundin schlecht geht, höre ich ihr zu- auch wenn ich am nächsten tag 2 klausuren habe. Monatelang ging es ihr wegen Kerlen schlecht und ich hab immer zugehört, launen ertragen und anderen freunden kurzfristig abgesagt um ihr beizustehen.... letztens ging's mir selber schlecht und sie hat nur an sich gedacht und meinte, SIE erträgt das ständige auf und ab meiner stimmungen nicht usw.
wenn selbige freundin erkältet ist frage ich nach, ob sie etwas braucht und ob ich vorbei kommen soll- weil sie alleine wohnt und ich mir gedanken mache.

mich hat's voll erwischt und ich lieg mit magen-darm flach... nachdem ich 3 mal bei ihr angerufen hab ging sie völlig genervt ran sie wäre grad voll am schreiben und könnte nicht...auf meine aussage ich sei krank kam nicht mal die gegenfrage was los ist oder was ich hab, ich wurde genervt abgewimmelt.... eine std später kam dann nur ,,gute besserung'' als nachricht, und in der daraus ufernden diskussion die aussage, dass ich das ja mal respektieren könnte, wenn sie keine zeit hat und es ja nicht lebensbedrohlich gewesen wäre.....nur nebenbei: ich wohne alleine und habe ja hier niemanden der sich um mich kümmern kann...

man muss wohl immer wieder auf schmerzhafte weise lernen, dass man das was man gibt in den seltendsten fällen zurück bekommt! jeder ist sich erstmal selbst der nächste!
 
Hallo.Ja, was Du beschreibst kenne ich auch. Ich hab in der Vergangenheit auch schon Leuten die Freundschaft gekündigt wenn einfach garnichts mehr von denen kam, denn Freundschaft beruht auf Gegenseitigkeit. Das bedeutet aber auch, jeder gibt dem Anderen was er kann (Zeit, Aufmerksamkeit, Hilfe...), mehr kann der Andere nicht erwarten. Vielleicht kann Deine Freundin nicht so viel geben wie Du, oder sie sieht es einfach anders, oder Du gibst mehr als Du eigentlich kannst und das ärgert Dich dann?Wenn Sie Deine beste Freundin ist, dann hat sie doch sicher auch schon mal was für Dich getan und war für Dich da, oder nicht?Also, in einer Freundschaft geht es nicht darum, was man vom anderen erwartet, erwarten kann man von anderen erstmal garnichts, es geht darum was einen verbindet, was man gemeinsam hat, so sehe ich das.Ich habe zum Beispiel Freunde, die sehe ich nur ein oder zweimal im Jahr, manchmal mehr, aber die sind einfach mega beschäftigt, das verstehe und respektiere ich, aber dafür werde ich auch so respektiert und verstanden wie ich bin und wenn wir uns sehen, dann fühle ich mich immer wohl (was bei mir keine Selbstverständlichkeit ist!).Hast Du ihr mal gesagt wie Du Dich fühlst und dass es schön für Dich wäre wenn sie mehr Zeit für Dich hätte, dass Du Dir das wünscht? Wenn sie daraufhin sehr abweisend reagiert, dann kannst Du immernoch überlegen auf Abstand zu ihr zu gehen.Du solltest anderen immer nur geben was Du in dem Moment auch wirklich kannst. Vergiss nicht, in erster Linie bist Du für Dich selbst verantwortlich, Du musst also gut für Dich selbst sorgen, und natürlich auch Deine Grenzen einhalten. Zeig auch Deiner Freundin wo Deine Grenzen sind, also wenn Du morgen zwei Klausuren schreibst, oder auch einfach grad keine Zeit hast oder zu müde bist, dann sag ihr das und bitte sie ein andermal mit Dir darüber zu reden - Du musst ihr nicht allzeit zur Verfügung stehen, das entscheidest Du selbst.Aber wenn Du das doch tust, dann kannst Du es ihr hinterher nicht vorwerfen, denn Du hast das ja entschieden. Verstehst Du was ich meine? Das sich jeder (erstmal) selbst der nächste ist, das ist eigentlich Grundvoraussetzung, nach meinem Verständnis. Das bedeutet Du musst gut für Dich sorgen, andere können doch nicht wissen was Du grade brauchst. Sie können Dich um Hilfe bitten, aber ob Du diese Hilfe leisten kannst, das kannst nur Du entscheiden! Und wenn Du sie leistest, kannst Du es ihnen nicht vorwerfen, aber auch im Gegenzug nicht das gleiche erwarten, denn sie selbst können das vielleicht grad nicht leisten.Freundschaft erwartet keine Gegenleistung - aber sie darf natürlich auch nicht überfordern oder nur einseitig sein.Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen helfen, ist halt nur meine eigene Erfahrung und Sichtweise.Alles Gute.
 
Hi,

im Grunde genommen heißt es doch: "Sei achtsam mit Dir. Gebe, was Du geben kannst und nicht was Du geben sollst." Ich könnte noch ergänzen "... und nicht was Du glaubst geben zu sollen."

Ist nicht einfach. Knappere selbst immer mal wieder an der Grenze. Die Reaktionen sind auch sehr unterschiedlich. Tippe mal deine "Freundin" misst mit zweierlei Maß. Was immer auch von ihrer Seite kommen mag - Reaktionen gehen von Verständnis bis aggressive Umerziehungsversuche - bleibe bei Dir. Ist auch nicht immer einfach, ich weiß 🙂.

In solchen Situationen lernt man erstaunlich viel über andere und noch mehr über sich. Angefangen von Zweifel, Wut, schlechtes Gewissen aber auch gerade stehen, seine Grenzen spüren und respektieren und sich selbst wichtig zu nehmen. Ist wie eine Lernspirale, man kann immer mal wieder über die eigenen Füße stolpern. So verunsichert wollt ich doch gar nicht mehr sein und peng ist es wieder passiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schade ist, dass die "schlechten Freunde" häufig gar nicht wissen, wie ihr Verhalten wirkt.

Ich würde meinen Unmut unbedingt auch ihnen gegenüber äußern.

Einfach schon, um mir Luft zu machen.

Wenn ich einer Freundin am Telefon sage, dass ich krank bin und sie ignoriert das völlig, dann frage ich sie selbstverständlich, ob sie noch sauber tickt.

Zum Beispiel.
 
man muss wohl immer wieder auf schmerzhafte weise lernen, dass man das was man gibt in den seltendsten fällen zurück bekommt! jeder ist sich erstmal selbst der nächste!

Es ist leider oft so dass wenn man zu viel gibt bzw. sich zu weit aus dem Fenster lehnt, man irgendwann die Arschkarte unter die Nase gehalten bekommt. Wer zu viel gibt, wird ausschließlich als "Geber" betrachtet und wenn man dann selbst mal was braucht oder mal nicht kann...

Und ja, in erster Linie sollte man bemüht sein, sich um sich selbst zu kümmern.
 
Gast,

wenn man für jede gute Tat entsprechend belohnt würde, würden alle nur noch gute Taten vollbringen.

Dabei sollte man doch eigentlich das Gute ohne solch einen Hintergedanken (der Belohnung) tun.

Aber ich verstehe Dich schon. Wenn sich Leute mir gegenüber so verhalten würden, dann würde ich ihnen meine "Wohltaten" wohl auf Dauer entziehen oder ich würde meine Bemühungen einschränken.

Aber man sollte wohl nie vergessen, dass eine gute Tat auch dann ihren Wert behält, wenn sich der Empfangende nicht dafür bedankt.
 
die sache ist eigentlich recht einfach:
jeder von euch beiden ist, wie er ist. daran werdet ihr nichts ändern (auch wenn es immer noch menschen gibt, die meinen, man könne durch gespräche den anderen ändern oder zumindest zu einem gelegentlich anderen verhalten bewegen).
und wenn einer das gefühl hat, er bekommt zu wenig zurück, dann wird er sich immer stärker unwohl fühlen in dieser freundschaft. fazit: ihr beide passt gar nicht zusammen, du solltest die freundschaft auf den prüfstand stellen und notfalls beenden.
 
leider muss ich sagen, dass du auch deinen Teil zu dieser Situation beigetragen hast.

natürlich unbewusst. du bist das, was man als "zu nett" bezeichnet: erst kommen die anderen, dann lange nichts und dann irgendwann du selbst.

diese Phase hab ich auch mal durchgemacht und festgestellt, dass man sich dadurch komischerweise keine/kaum Freunde macht.
als ich das Jahre später nochmal durchgedacht habe ist mir folgendes aufgefallen:
indem du "zu nett" bist, vernachlässigst du deinen eigenen Charakter bzw dem gegenüber deinen Charakter zu zeigen.

und so blöd es klingt: du machst dir schneller Freunde, wenn du deinen Freunden deinen ECHTEN eigenen Charakter zeigst - mit allen Vor- und Nachteilen.
und Charakter zu haben bedeutet auch, dem anderen Grenzen aufzuzeigen. dadurch wirkt man selbstbewusst, stark und bestimmt.

dir ist bestimmt schon aufgefallen, dass die supercoolen Typen(sowohl männlich als auch weiblich), die sich oft wie Ar***l***** aufführen, total viele Kumpels/Freunde haben.
mal außen vor, dass so ein Verhalten langfristig natürlich nach hinten losgeht. mir geht's darum, dass man sich auch Freunde macht indem man nicht rund um dir Uhr für sie verfügbar ist - sogar ganz im Gegenteil!
indem du immer verfügbar bist, wirst du unbewusst zur Wegwerfware und das Respektsverhältniss verschiebt sich ganz stark auf die andere Seite.
mal ehrlich - wie wichtig sind dir Leute, für die du keinen Respekt empfindest? 😉


wusstest du, dass negative Emotionen teilweise eine stärkere Bindung zu anderen Menschen herstellen, als positive Emotionen?
also auch Streitereien sorgen indirekt für eine stärkere Bindung zueinander. ständig eitel Sonnenschein kann eine Bindung langfristig sogar verschlechtern.

auf dich gemünzt: DU hättest damals das, was deine Freundin zu dir gesagt hat, zu IHR sagen müssen.
und wenn du mal drüber nachdenkst, wird dir das auch klar. niemand ist verpflichtet sein Leben für einen anderen auf Eis zu legen, bzw alles stehen und liegen zu lassen und zur Hilfe zu hechten.
bzw sollte man das nur in einem "angemessenen" Rahmen tun.

und deine Freundin fordert dieses Recht für sich ein.
mal ehrlich - woher soll sie wissen, wie sehr du dich für sie aufgeopfert hast? hast du es ihr erzählt?


hey - es ist nie zu spät damit anzufangen.
wie du es machst, ist deine Sache. kuck auf deinen Charakter und frag dich, was du gern tun würdest.
allerdings solltest du jetzt nicht den Fehler machen und dich plötzlich um 180° drehen. damit würdest du sie nur verschrecken und dich selbst zum buh-mann machen.

es hilft übrigens, wenn du vorrangig an deinem eigenen Selbstbewusstsein arbeitest.
sei es durch Klamotten, eigene Hobbys, andere Freunde/Kumpels usw.


alles Gute


Skynd
 
Wow, danke für die wirklich hilfreichen Antworten! Das hat mir nochmal ne ganz andere Sicht auf die Dinge gegeben! Ich hätte wirklich einfach in den Situationen Grenzen aufziehen sollen, dann hätte ich jetzt auch nicht das blöde Gefühl mich umsonst ,,aufgeopfert'' zu haben! Ich hab nur einfach noch Probleme damit; denke jedes mal ich enttäusche und verprelle damit meine Freunde! Wenn ich mal versucht hab NEIN zu sagen wurde mir ja auch immer schön nen schlechtes Gewissen gemacht, so dass ich dann doch weichgeklopft wurde! Jetzt haben wir seit zwei Tagen garkeinen Kontakt mehr und ich weiß grad nicht was ich tun soll! Stur bleiben und mich auch nicht melden oder Aussprache? Würde ihr gerne sagen, dass damals meine grenzen überschritten wurden- auch wenn sie nichts dafür kann und dass ich in Zukunft dann sagen werde wenn es einfach nicht geht!
 

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