@gast
also was das "kriegmachen" und dass "menschen dumm bleiben wollen" angeht, gebe ich dir recht!
aber es klingt schon sehr verallgemeinernd und frustriert!
ich kann das teilweise unterschreiben was du sagst, oder eigtl kann ich sogar "alles" unterschreiben!
aber es trifft noch lang nicht auf "alle" zu!
aber dennoch war der text sehr schön formuliert, auch wenn ich dir wünsche dass du ihn nicht "genauso" und "immer" meinst😉
danke kena, übrigens.
übertreibung ist für mich manchmal ein mittel, anderen zuvorzukommen. in ihren rassistischen, dummen, mobbenden aussagen. manchmal bring ich die leute so zum schweigen. habe bei der arbeit und sonst auch gelernt, wie es um die macht geht, nicht um den inhalt. oder dass es ok ist, dass man auf irgendeiner gruppe rumhackt. der witz ist. mir persönlich hilft das nicht. macht es weder glücklich noch fühl ich mich besser. anscheindend hilft es gewissen leuten.
eigentlich ist das nicht mein weg, meine art, zu überborden, derart zynisch zu werden, voll auf der ironischen schiene zu fahren. ich nehme noch immer vieles ernst, auch mein gegenüber. gehe auf die gedanken ein. oder versuch dann meine perspektive, meine erfahrungen einzubringen. wenn ich dann merke, dass das unerwünscht ist, bin ich oft perplex. mein gegenüber will hassen. will auf jemanden schlagen. will gar nicht auf den grund, will gar keine "hilfe"stellung. aufklärung. was soll man da machen? ja, hier, nimm das beil und schlag zu.
und mit gewissen hasseinstellungen geht man ja konform. war ein grund, meine letzte stelle zu kündigen. !!!
ich werde oft überfahren mit solchen sachen, egal aus welcher ecke sie kommen. weil ich persönlich nicht so drauf bin. schlagfertig. sein. das fehlt dann. da nicht vorbereitet. oder wenn man mich plötzlich angeht. manchmal... geb ich halt zurück. dann heisst es, ich sei frustriert. ja, sicherlich. bin ich das. wenn ich sehe, dass erwachsene, verantwortungsvolle menschen tendenzen zu rassissmus und krassen abwertungen und verzerrungen haben. wie in diversen männerrunden. da bin ich auch schon aufgestanden und bin gegangen. doofe frauen. dumme frauen. zicken. etc. ich habe nur grosse augen bekommen. und dachte, was seid ihr für idioten. ich bin ne frau. aber manche haben halt immer die eine ausrede parat: man sei ausnahme.
wenn ich mich menschen öffne und nähere, die ohne mit der wimper zu zucken draufschlagen, gibt das in mir verletzungen. aber das ist ja ok. man darf und soll sich äussern. wenn ich aber nicht drauf eingehen darf, mein gegenüber in seiner pauschalisierung nicht kritisieren darf, dann muss ich weg. es tut mir nicht gut. interessanterweise muss ich nur die gruppe wechseln. männerhasser, frauenhasser, deutschhasser, türkenhasser, linkenhasser, rechtenhasser, dünne-frauen-verachter, fette-frauen-verachter, arme-menschen-verachter, reiche-menschen-hasser etc. aber ich fühl mich in keiner gut. also bleib ich dann halt öfters alleine. weil sie sich ja auch nicht erklären können und wollen. sie wollen einfach draufhauen. das ist sozialpsychologie. selten, aber eben zum glück nicht nie (sonst wär ich jetzt im irrenhaus) erlebe ich menschen, die anders drauf sind. für meinen geschmack und meinen bedarf noch zu wenig. wie gesagt, ich kann aufstehen und gehen.
aber es ist einfach nicht ok. so wie das mobben in den schulen. und manche schauen weg. lehrer, chefs, wer auch immer.
ich fühl mich manchmal ganz lau.. so à la "der feind in meinem bett". dem menschen, dem man vertraut, den menschen, den man achtet, wertschätzt, erdolcht einen!
und wenn man sich wehrt, wird man noch mehr runtergemacht.
irgendwie brauchen gewisse menschen andere menschen um ihren frust auszleben. koste es was es wolle. dass ich hier dann mein erlebtes runterschreibe tut mir gut. und ungut ist, dass ich dann wieder angegangen werde. "alles einbildung", "verzerrung". mitnichten.
das ist wie mit dem auffälligen kind. man untersucht nicht das umfeld. nein, man seziert das kind, stuft es als krank und unfähig ein. verabreicht ihm ritalin, oder was auch immer.
na egal, ich bin schlau genug, mir nichts einreden zu lassen. und ich habe die fähigkeit zur reflektion und bin kritikfähig.
und ich lass mich nicht fertig machen.
egal durch wen jetzt.
wie bei den geschlagenen frauen, die das grobschlächtige gebaren des anderen irgendwie legitimieren (er bringt ja die kohle nach hause, ansonsten kann er gut holz hacken und die dachziegel austauschen). das erlebe ich auch oft. ich sitz dann da und muss an mich halten, um nicht zu kotzen. und wie bei diesen grobschlächtigen typen ist kritik tabu. das fasziniert mich immer wieder!
ich fand das in der schule ganz lustig: in geschichte, wo man schön lernt, wer was wo gemacht hat (natürlich voll oberflächlich), wer der böse ist, wer der gute, und alle brav mit dem kopf nicken und sich brav mitentrüsten, sind diese gleichen personen nicht imstande das hier und jetzt zu reflektieren. oder könnten schon. aber es fühlt sich ja so gut an, den frust an anderen auszuleben.
und wenn man es anspricht.. war doch nur lustig gemeint. wenn man sich dann auch lustig macht, wird man fast eingekerkert. spass verstehen sie nur, wenn es auf kosten anderer geht.
😉
keine ahnung. ich denke an galilei. ich denke an all die anderen grössen. und ich lass mich nicht stressen. ob es nun der eigenen freund ist, der einen anfrustet oder die eigenen mitarbeiter.
ich bin bemüht. das reicht mir.
und wenn man das nicht hören will. so verlass ich die runde.
ich will nicht verblöden.
manche stresse ich nur deshalb und bin nur deshalb unbeliebt, weil ich sowas sehe und höre. und nicht wegschaue. und was dazu sage. aber hier zeigt sich dann, wem es um macht geht, wem um kommunikation, auseinandersetzung und wem ums missionieren.
frust ist übrigens normal. im leben. ganz ganz normal. ich glaube, dass viele abdrehen, weil man ihn manchmal menschen verbietet. so wie die "negativen" gefühle. ich werde hellhörig, wenn man mir was verbietet und dafür umso mehr gebietet. wenn man nicht bereit ist, sich zu zeigen. schützengraben-spiel.
oh je.. nein.. nein, danke.