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Zitate zum Nachdenken

"Alles, was geschieht, schreibe ich auf. Alles, was ich aufschreibe, geschieht."
Der Alte vom Wandernden Berge. "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende.

Oder anders ausgedrückt:
Alles geschieht spontan im zeitlosen Jetzt und doch geschieht in Wirklichkeit gar nichts.

"Warum sorgst du dich um das Leben und den Tod?
In Wahrheit können wir gar nicht sterben - wir sind immer hier und jetzt.
Es gibt weder Schöpfung noch Zerstörung, weder Schicksal noch freien Willen, weder einen Weg noch ein Ankommen. Das ist die endgültige Wahrheit." Sri Ramana Maharshi
 
Wer ist reif für Selbst-Erkenntnis?


"Ich offenbare meine Geheimnisse jenen, die ihrer würdig sind." Jesus, Lehrspruch 62

"Meine Lehre ist nichts für gewöhnliche Menschen." Sri Nisargadatta Maharaj

"Wer Ohren hat, der soll hören."

"Kurz gesagt: Menschen sind wie Esel. Sie hören niemals zu, weil sie von Geburt an zutiefst konditioniert sind. Allerdings werden diejenigen, die zuhören, Selbst-Verwirklichung erlangen. Diejenigen, die Vertrauen haben, bekommen den Beweis." Sri Siddharameshwar Maharaj

"Ich werde euch auswählen, einen unter tausend und zwei unter zehntausend." Jesus, Lehrspruch 23


Nur wenige haben Ohren, um zu hören. Der Mensch stellt alle möglichen Fragen, aber nur einer von tausend wird sich die wichtigste und grundlegendste aller Fragen stellen: Wer bin ich? Viele haben kein Vertrauen und wollen sich nichts von irgendwelchen "selbsternannten Gurus" sagen lassen oder sie hören nur denen zu, die selbst an verschiedene Konzepte glauben und somit ihre eigene Unwissenheit weitergeben:


"Kein Prophet ist willkommen in seinem Dorf." Jesus, Lehrspruch 31

"Wenn eine Person von Stolz und Hochmut durchdrungen ist, wird sie besessen sein und deshalb unfähig, den Weg der ultimative Wahrheit zu betreten. Im Gegensatz zum Wohlhabenden mag es einen Menschen geben, der keinen Cent hat, jemanden, der überaus hässlich ist, keine Frau und keinen Status hat und der so große Not leidet, dass er bereitwillig alles isst, was er irgendwie bekommen kann, nur um seinen Magen zu füllen. Er mag seinen Stand, seine Familie und Freunde und alles, was ihm lieb ist, verloren haben. Dieser heimatlose Wanderer kann völlig nackt sein und alle mögen glauben, dass es ihm ganz erbärmlich geht, dennoch kann er tatsächlich würdiger sein, Selbsterkenntnis zu erlangen, weil er natürlicherweise frei von Stolz ist. Die Ohren von so einem nackten Menschen wenden sich dem Satguru früher zu als Ohren, die voll mit Schmeicheleien sind. Die gesamte Menschheit hat sich von Geburt an in der Illusion verfangen und lebt in Sklaverei." Sri Siddharameshwar Maharaj

"Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen." Jesus

"Gesegnet seid ihr, wenn ihr gehasst und verfolgt werdet." Jesus, Lehrspruch 68

"Gesegnet seid ihr, die ihr in euren Herzen verfolgt worden seid. Nur ihr kennt wirklich den Vater. Selig seid ihr, die ihr hungert, sodass der Bauch des Bedürftigen gefüllt werde." Jesus, Lehrspruch 69

"Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt." Jesus, Matthäus 19,24


Jesus und Maharaj sind sich einig. Wer im Leben viel Leid erfahren musste, ist eher bereit und fähig, sich die Worte eines Meisters anzuhören, um sich aus dem Teufelskreis des Verstandes zu befreien. Dieser Mensch kann ewigen Frieden verwirklichen, während die Reichen weiter Geld und Besitztümer anhäufen. Der innere Reichtum, die Essenz der Glückseligkeit, bleibt ihnen verwehrt. Dass Leid und Hingabe zu tieferen Erkenntnissen führen können, wird in den folgenden Zitaten noch einmal deutlich hervorgehoben:


"Gesegnet ist, wer gelitten hat und das Leben fand." Jesus, Lehrspruch 58

"Das Göttliche lässt keinen im Stich, der sich hingegeben hat." Sri Ramana Maharshi


Glaube nicht blind irgendwelchen Menschen, die dir erzählen wollen, dass man einfach nur an ein Konzept glauben muss, um "gerettet" zu werden. Vertraue denen, die den Weg und die Wahrheit kennen, denn:

"Wenn ein Blinder einen Blinden führt, fallen beide in die Grube." Jesus, Lehrspruch 34


Die Aufgabe der Religionen sollte es eigentlich sein, den Menschen zu lehren, wer sie in Wirklichkeit sind - stattdessen werden sie mit absonderlichen Glaubenskonzepten gefüttert. Religion bedeutet ganz einfach Selbsterkenntnis. Seit Jahrtausenden hat es immer nur die eine Lehre gegeben: Erkenne dich selbst!


"Das Königreich ist innerhalb und außerhalb von euch. Wenn ihr euch selbst erkennt, dann werdet ihr erkannt und ihr werdet wissen, dass ihr die Kinder des lebendigen Vaters seid." Lehrspruch 3

"Wenn Bewusstsein sich selbst erkennt, nennt man dies Selbsterkenntnis. Damit enden alle Bedürfnisse - ihr wahres Wesen ist bereits vollkommen." Sri Nisargadatta Maharaj


Abschließende Worte von Sri Ramana Maharshi über die Simpelheit der zeitlosen Lehre:

"Weil die Menschen etwas Kompliziertes und Geheimnisvolles haben wollen, sind so viele Religionen entstanden. Nur diejenigen, die reif sind, können die Sache in ihrer nackten Einfachheit verstehen. Die letztendliche Wahrheit ist so einfach; man muss einfach nur in seinem natürlichen, ursprünglichen Zustand verweilen. Wie erstaunlich: Sind wirklich so viele Religionen nötig, um eine derart einfache Wahrheit zu lehren? Und müssen so viele Streitigkeiten herrschen? Sei einfach nur das Selbst - das ist alles."
 
Die "Sucht" nach Negativität

"Der Schmerz, den du jetzt erschaffst, entspringt aus deiner Ablehnung dessen, was ist, aus deinem unbewussten Widerstand. Die Intensität des Schmerzes hängt vom Grad des Widerstandes gegenüber dem gegenwärtigen Moment ab, der wiederum davon abhängt, wie stark du mit deinem Verstand identifiziert bist. Mit anderen Worten: Je mehr du mit deinem Verstand identifiziert bist, desto mehr leidest du. Oder du kannst es auch so ausdrücken: Je mehr du fähig bist, das Jetzt anzuerkennen und zu akzeptieren, desto freier bist du von Schmerz und Leiden - frei vom zwanghaften Denken.

Wenn der Schmerzkörper (1) Besitz von dir ergriffen hat, dann willst du immer mehr Schmerz. Du wirst zum Opfer oder Täter. Du willst Schmerzen zufügen oder selber Schmerz erleiden oder beides. Zwischen beidem besteht kein großer Unterschied. Du bist dir dessen natürlich nicht bewusst und wirst vehement behaupten, dass du keinen Schmerz willst. Aber schau genau hin und du wirst erkennen, dass dein Denken und Handeln dazu dienen, den Schmerz am Leben zu erhalten, für dich selbst und für andere. [...]
Schmerz kann sich nur von Schmerz ernähren.

Der Schmerzkörper kann sich als Verärgerung ausdrücken, als Ungeduld, finstere Stimmung, als Wunsch zu verletzen, als Wut oder Depression, als Bedürfnis nach Drama in deiner Beziehung und so weiter. Er kann dann aufstehen, sich deiner bemächtigen, "du werden" und durch dich leben. Er lebt von jeder Erfahrung, die mit seiner eigenen Art von Energie mitschwingt, von allem, was mehr Schmerz erschafft, in welcher Form auch immer: Wut, Zerstörung, Hass, Trauer, emotionales Drama, Gewalt und sogar Krankheit.

Wenn du dich erst einmal mit irgendeiner negativen Einstellung identifiziert hast, kannst du nicht mehr loslassen und auf einer tief unbewussten Ebene willst du auch keine Veränderung zum Guten, denn das würde deine Identität als depressive, wütende oder übel behandelte Person gefährden.

Du wirst dann das Positive in deinem Leben ignorieren, leugnen oder sabotieren.
Das ist ein ganz übliches Phänomen - es ist zugleich verrückt."
Eckhart Tolle


(1) hier ist der "emotionale Schmerzkörper" gemeint, der mentales Leid hervorruft - nicht zu verwechseln mit den Beschwerden und Krankheiten des physischen Körpers.
 
Die Illusion des freien Willens - die Bedeutung von:
Dein Wille geschehe!

"Die Schwierigkeit liegt darin, dass der Mensch glaubt, er sei der Handelnde. Aber das ist ein Fehler. Es ist die höhere Macht, die alles tut und der Mensch ist nur ein Werkzeug. Wenn er das einsieht, ist er frei von Schwierigkeiten, andernfalls lädt er sie ein. Geben Sie sich endgültig hin und lassen Sie die Wünsche. Solange man glaubt, der Handelnde zu sein, gibt es Wünsche und Individualität. Wenn diese verschwinden, leuchtet das Selbst auf. Die Vorstellung, der Handelnde zu sein, ist die Bindung - nicht die Handlung selbst. <Sei still und wisse, ich bin Gott> Hier ist die Stille völlige Hingabe ohne eine Spur von Individualität. Unruhe des Geistes ist die Ursache der Wünsche, der Empfindung, der Handelnde zu sein - und der Persönlichkeit. Wenn sie aufhört, herrscht Stille und vollkommener Frieden."
Sri Ramana Maharshi


"Wenn jemand die Dinge sieht und wahrnimmt, wie sie sind, wenn einer die gesamte Manifestation mit einem umfassenden und ganzheitlichen Verstand erkennt und nicht mit dem gespaltenen Verstand eines Individuums, dann ist er nicht weit vom großen Erwachen entfernt und dann ist, was auch immer er tut, ohne jegliche Bedeutung. So ist in der Tat jeder Gedanke, ein individuelles Wesen könnte unabhängig handeln, selbst ein Fehler. Was wir sind, ist bewusste Anwesenheit und nicht die äußere Hülle des Bewusstseins. Wir sind nicht der Körper, der nur ein psychosomatischer Apparat ist, durch den die Manifestation wahrgenommen wird. Dieser Apparat ist nur eine an Zeit und Raum gebundene Vorstellung und hat als solche keine unabhängige Existenz und kann demzufolge nicht unabhängig handeln, wenn es auch so erscheinen mag. Lassen Sie uns diese grundlegende Tatsache verstehen. [...]


Jedem Individuum erscheint es so, als wäre es sein eigenes Tun und Erleben, aber die grundlegende Wahrheit ist, dass kein phänomenales Objekt irgendeine eigene, individuelle Existenz haben kann. Hat man dies einmal klar erfasst, ergibt sich daraus von selbst, dass jede Verantwortlichkeit und Schuld ebenfalls nur imaginäre Konzepte sind, die sich auf der falschen Vorstellung gründen, dass ein fühlendes Wesen Autonomie besitzt und über seine Handlungen bestimmen kann."
Sri Nisargadatta Maharaj


Frage: "Wann nimmt das Leiden ein Ende?"
Ramana Maharshi: "Nicht eher, bis die Individualität aufgegeben wird."
 

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