Die Welt, der sterbliche Traum
"Wenn man es aus der Sicht des höchsten Selbst betrachtet, dann ist die Vorstellung, in dieser Fata Morgana ähnlichen Welt geboren zu werden, nichts als die ichhafte Erkenntnislosigkeit, in der man einen Körper als das "Ich" ansieht. Wessen Verstand der Vergessenheit des Selbst anheimgefallen ist, der muss sterben, weil er geboren ist und der wird wiedergeboren, wenn er gestorben ist. Wer aber seinen Verstand aufgegeben hat, weil er die wunderbare höchste Wirklichkeit erkannt hat, der wird in diesem Zustand der Wirklichkeit allein verbleiben, ohne Geburt und Tod. Wenn man das Selbst vergisst, den Körper für das Selbst hält, zahllose Geburten durchmacht und schließlich das Selbst erkennt und eins mit ihm wird, dann ist das wie ein Aufwachen aus einem Traum, in dem man durch die ganze Welt gewandert ist.
Der Weise spricht nur von Geburt und Wiedergeburt, damit sie diese Frage untersuchen und herausfinden, dass es weder Geburt noch Wiedergeburt gibt. Sie beziehen sich auf den Körper und nicht auf das Selbst. Erkennen Sie das Selbst und lassen Sie sich durch Zweifel nicht verwirren." Ramana Maharshi
"Solange man sich für eine getrennte Wesenheit, eine Person hält, kann man das gesamte Bild der unpersönlichen Wirklichkeit nicht wahrnehmen. Und diese Vorstellung einer getrennten Persönlichkeit beruht auf der Vorstellung von Raum und Zeit, welche keine eigene Existenz haben, sondern lediglich Werkzeuge sind, nur Mittel, die es ermöglichen, die Manifestation der Welt wahrzunehmen. Die individuelle Persönlichkeit entsteht nur aufgrund der Erinnerungen. Betrachten Sie sich selbst als etwas Augenblickliches ohne Vergangenheit oder Zukunft - wo bleibt dann die Persönlichkeit? In dem Moment, in dem der Gedanke von einem "Ich" auftaucht, gibt es das, was Gefangensein oder Sklaverei genannt wird. Dies zu erkennen bedeutet das Ende allen Suchens. Wenn Sie verstehen, dass alle ihre Gedanken auf Erinnerung und Projektion basieren, endet Ihre Suche." Nisargadatta Maharaj
"Der Tod kann ihn nicht berühren, Verlangen kann ihn nicht quälen, Sünden können ihn nicht beflecken; er ist frei von allem Wünschen und Leiden. Er sieht das unendliche Selbst in allem und alles im unendlichen Selbst, welches sein Wesen ist. Der Selbstverwirklichte bekennt seine Erfahrung so:
Ich bin unendlich, unvergänglich, selbstleuchtend, selbstexistierend. Ich bin ohne Anfang und Ende. Ich bin nicht geboren, sterbe nicht, bin ohne Veränderung oder Verfall. Ich durchdringe und durchschaue alle Dinge. In den unzähligen Universen von Gedanken und Schöpfungen BIN NUR ICH ALLEIN."
Robert Adams
Die Schüler fragten Jesus:
"Sag uns, wie wird unser Ende sein?"
Jesus sagte: "Habt ihr den Anfang erkannt, dass ihr jetzt das Ende sucht?
Wo der Anfang ist, wird das Ende sein. Gesegnet ist, wer am Anfang steht.
Ihr werdet das Ende kennen und den Tod nicht schmecken." Lehrspruch 18
"Gesegnet sind die, die eins sind und auserwählt, denn sie werden das Königreich finden.
Von dort seid ihr gekommen und dorthin werdet ihr zurückkehren." Lehrspruch 49
Buddha = der Erwachte.
Die Definition von Erleuchtung: Das Ende allen Leidens.