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Zitate zum Nachdenken

Winterwärme

Mit brennenden Lippen,
unter eisblauem Himmel,
durch den glitzernden Morgen hin,
in meinem Garten,
hauch ich, kalte Sonne, dir ein Lied.

Alle Bäume scheinen zu blühen;
von den reifrauhen Zweigen
streift dein Frühwind
schimmernde Flöckchen nieder,
gleichsam Frühlingsblendwerk;
hab Dank!

An meiner Dachkante hängt
Eiszapfen neben Zapfen,
starr;
die fangen zu schmelzen an.
Tropfen auf Tropfen blitzt,
jeder dem andern unvergleichlich,
mir ins Herz.
Richard Fedor Leopold Dehmel
(1863 - 1920), deutscher Dichter, Lyriker, Dramatiker und Kinderbuchautor
 
Toleranz ist gut, aber nicht gegenüber den Intoleranten.
Wilhelm Busch
(1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller
Quelle: Busch Aphorismen und Reime. Vergebens predigt Salomo - Heute ist internationaler Tag der Toleranz!!!
 
Ich liebe Selbstgespräche. Irgendwann muß ich mich ja mit einem gescheiten Menschen unterhalten.
© Georg Rechner
(*1951), Aphoristiker
Quelle: Best of »Seelenatzung«, aus »Intelligenz bei Weibern«, erchienen bei Albert Schulz - Verleger für Gedrucktes und Ungedrucktes
 
Manchmal denk ich, ich hab’s geschafft.
Doch dann kommen die Erinnerungen wieder.
Erinnerungen die ich nicht wil
Ein Wort, ein Lied, ein Gedanke ,eine Farbe
oft auch ein einziger Blick eines fremden Menschen
Vergessen werde ich dich nie
Ich wünschte ich könnte aufhören Dich zu hassen.
 
Ich wünschte es gäbe noch Teeren undFedern
für solche
die soviel Leid verursacht haben
oft lebenslang


als vogelfrei
müsste man sie erklären
damit gute Freunde
und die Leidtragenden selbst
Genugtuung üben könnten
wie auch immer sie mögen.


Da dies nicht möglich ist
appelliere ich von ganzem Herzen an dieGerechtigkeit
Gerechtigkeit: Finde sie, spüre sieauf, in ihren feigen Verstecken.
Und führe sie deiner zu.
Und nimm ihnen ein für alle mal dieMacht
über das heutige Leben und dieGedankenwelt der Leidtragenden.


Gerechtigkeit spüre sie auf.
Und teile ihnen zu.
Was sie sich verdient haben. Mit ihrerTat.


S.L.
 
Es gibt keine Grenzen.
Weder für Gedanken, noch für Gefühle.
Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.



Ingmar Bergmann


 
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