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Zitate zum Nachdenken

Ein Lächeln

Ein Fremder hat mir ein Lächeln geschenkt,
an einem Regenmorgen,
es streifte mein Herz, das angstvoll bedrängt,
und linderte meine Sorgen.
Ich wollt es behalten, ich Egoist,
doch begriff ich, mit einem Mal heiter,
daß man in der Fülle großzügig ist -
und ich gab es an den nächsten weiter.
So trat es seine Wanderung an,
durch Straßen, Plätze und Gassen,
durch Omnibus, Tram und Untergrundbahn,
so greifbar - und doch nicht zu fassen.
Am Abend, als ich nach Hause ging,
da bückt ich mich plötzlich nieder
und sah wie ein kleines strahlendes Licht,
mein Lächeln auf einem Kindergesicht -
und ich nahm mir es und hatte es wieder.
Unbekannt
Quelle: Überreicht von Frau Gabriele Koll-Bock, die es mit dem letzten Brief eines Kriegskameraden Ihres Vaters erhielt - danke!
 
Wenn hinabgeglüht die Sonne,
steht der Mond schon überm Tal,
und den Abglanz ihrer Wonne
gießt er aus im feuchten Strahl.

Also bleibt im tiefsten Herzen
von versunkenem großen Glück
tröstlich für die Nacht der Schmerzen
uns ein Widerschein zurück.
Emanuel Geibel
(1815 - 1884), deutscher Lyriker und Dramatiker
 
Der Mensch in der Krisis, das ist der Mensch, der seine Sache nicht mehr dem Gespräch anvertraut, weil ihm dessen Voraussetzung, das Vertrauen, verloren gegangen ist.
(Martin Buber)
 
Sei nicht wie der Frosch im Brunnen. Der Frosch kennt nichts Größeres als den Brunnen, in dem er sitzt. So sind alle Frömmler; ihnen gelten nur ihre eigenen Glaubenssätze.
Shrî Ramakrishna
(1834 - 1886), indischer hinduistischer Asket, Reformer und Philosoph, wird heute als Heiliger verehrt
 
Drei aufgeschnappte Zitate, ohne nähere Quellenangabe:

Es ist egal ob du die glücklichste Person oder nur ein armer Teufel bist,
ein mächtiges Biest oder eine entsetzliche Kreatur,
denn im Angesicht des Todes sind wir alle gleich.

Aber in unserer heutigen Welt halten die Menschen nicht vor einer Rose um an ihr zu riechen.
Eher stoppen sie um zu bemerken, wie wenig Blütenblätter jede dieser Rosen hat.

Sehe es so... die Leute sind nicht gegen dich.
Sie stehen für sich selbst.
 
Blumengruß

Der Strauß, den ich gepflücket,
grüße dich vieltausendmal!
Ich habe mich oft gebücket,
ach, wohl eintausendmal,
und ihn ans Herz gedrücket
wie hunderttausendmal!
Johann Wolfgang von Goethe
(1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann
 
„Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.“
 

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