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Zeichen

jack flash

Neues Mitglied
Hallo an Alle 😉

Mich würde interessieren, ob ihr schon mal Dinge erlebt habt, die ihr euch schwer erklären konntet?
So als ob Gott euch Zeichen geben würde.
Und wenn ja, habt ihr das dann einfach irgendwann abgetan und unter Zufall verbucht oder habt ihr daran geglaubt?

Ich war mal in einer Klinik, lag in meinem Zimmer wach in meinem Bett. Meine Gedanken waren sehr finster und ich hatte das Gefühl zu wissen, dass ich unaufhaltsam auf einen Abgrund zurase. Dann schießt mir ein Gedanke durch den Kopf "Glaube einfach an das, woran du so fest geglaubt hast. Daran, dass alles gut wird, dass Gott existiert und dich liebt, dass du nicht allein bist"
Und dann passierten 2 Dinge gleichzeitig. Ich entschied mich, mich in diesen Gedanken heineinzulegen, eben einfach zu glauben, im selben Moment erklingt in meinem Zimmer die Melodie einer Harfe. Mein ganzer Körper entspannt sich und ein gigantisches Grinsen breitet sich auf meinem Gesicht aus.

Mir war im selben Moment total klar woher die Melodie kam, es war der Weckton vom Handy meines Zimmernachbarn.
Aber das hat nichts daran rütteln können, dass das Timing so perfekt war, dass ich gar nicht anders konnte als das als ein Zeichen, als eine Antwort zu sehen.

Ich hab später oft darüber nachgedacht und tue es immer noch, ob das nicht einfacher Zufall war.
Aber mir sind solche Dinge dann ganz oft passiert. Da passierten Dinge in der Welt um mich herum die so eindeutig auf komplexe Gedanken geantwortet haben, dass ich, weil das so seltsam war, wirklich dachte ich werd verrückt. Und natürlich hat mir das niemand geglaubt. Ich jedenfalls glaube daran, meistens jedenfalls. So ganz sicher kann man sich ja nie sein. Aber mein Gefühl sagt mir, dass das nicht nur Zufälle waren.

Habt ihr sowas schon mal erlebt?
 

Hallo jack flash,

schau mal hier: Zeichen. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo jack flash,

zu allen Zeiten haben Menschen in irgendwelchen Begebenheiten einen Sinn und eine Bedeutung für ihr eigenes Leben gesucht, um den eigenen Ängsten besser standhalten zu können. Einer meiner Geschäftsfreunde ist Zeuge Jehovas und hat mir einmal beschrieben, dass es für ihn eigentlich keine Sorgen gibt, denn er kann sicher sein, dass alles in seinem Leben von einem ihn liebenden Gott zu seinem Besten geplant ist und er in den Himmel kommen wird. Sein Glück war ihm wirklich anzusehen und ich musste einsehen, einige Minuten ein wenig von Neid geplagt worden zu sein. Sein Glaube hilft ihm, hüllt ihn ein, wie ein schützender Kokon und gibt ihm Kraft in schwierigen Situationen. Auch Deine "Beobachtungen" ziehen Dich in ihren Bann, beschäftigen Dich und nähren Deine Hoffnung, dass da noch etwas sein könnte, das irgend wie noch mehr Sinn macht und all Deine Mühen und Anstrengungen in Deinem bisherigen Leben wert ist. Das ist verständlich und macht Dich nicht zu einem Verrückten.

Diese Suche nach Bedeutung und Sinn beschäftigt sehr viele Menschen und hat irrwitzige Systeme und scheinbare Gesetzmäßigkeiten hervorgebracht, die auf den ersten und auch zweiten Blick faszinierend sind und Geheimbünden und Verschwörern massig Zulauf und Begründungen liefern. Du wirst damit zu einem "Jäger der verlorenen Schätze" und wirst immer wieder Hinweise finden, die dann wieder zu scheinbaren Hinweisen führen und, und, und. So lange das nur Gedankenspiele in Deinem Kopf sind und sie nicht überhand nehmen, warum nicht. Jeder braucht ein Hobby und diese Art des Kreativitätstrainings fördern auch verrückte und interessante Stories zutage, aus denen sich Bücher und Filme machen lassen.

Aber was passiert mit Dir, wenn sich diese Gedanken verselbständigen und Du ohne "Zeichen" und "Führungen" nicht mehr leben kannst und willst? Was geschieht, wenn das Universum "holpert" und Dir die Bedeutung von Ereignissen nicht mehr klar vor Augen erscheint? Was passiert, wenn Dein Glaube erschüttert wird? Du hast einen Verstand bekommen, um zu lernen und zu begreifen, was um Dich herum passiert. Gib Dich nicht mit etwas zufrieden, was gerade zu Deinem (Wunsch-)Weltbild passt. Sei neugierig und offen und trübe Deinen Blick nicht durch Hoffnungen und sich selbst herbeisehnende Phantasien. Da draußen gibt es noch mehr, als Klingeltöne in Krankenzimmern.

Alles Gute
 
Meinen Verstand schalte ich nicht aus, weil mir so etwas passiert, aber ja ich halte es für möglich, dass das mehr als bloßer Zufall war.
Mich würde interessieren, warum du dir so sicher sein kannst, dass das nichts als herbeisehnende Phantasien waren? Nun vielleicht bist du Atheist, aber auch das ist doch nur ein Glaube. Das Nicht-glauben ist doch nicht realistischer als zu glauben. Und von vornherein alles jenseits experimentell nachweisbarer Fakten als Unfug abzutun, halte ich für wesentlich verstandesablehnender als sich einzugestehen, dass die Möglichkeit tatsächlicher Zeichen besteht. Ich sagte ja selbst, dass ich zweifle. 100% sicher sein kann ich mir nicht, aber eben weder ob es Zufall oder echt war.

Ich finde es immer reichlich seltsam wenn sich Menschen über Gläubige amüsieren als wären sie kleine, naive Kinder und dazu noch potentiell Gefährliche. Der Gedanke kam mir bei deiner Antwort, weil ich den Eindruck habe, du schließt Glaube und die Benutzung des Verstandes gegenseitig aus. Das mag vorkommen, vielleicht sogar oft, ist aber nicht zwangsläufig so.
Wenn du nicht an einen Gott glaubst, glaubst du doch auch nur, wenn du nicht an Bestimmung oder Zeichen glaubst, dann glaubst du das eben auch nur.


Ich stimme dir aber zu, dass man solchen Ideen nicht blind folgen sollte. Ohne den Zweifel ist man nur noch Spielball seiner Emotionen aber das gilt eben in beide Richtungen.

Ich bin selbst kein Christ, weil ich es immer abgelehnt habe mir Antworten einfach vorpredigen zu lassen.
Aber ich glaube an einen Gott. Aus folgendem Grund. Du bist hier oder nicht? Ich auch. Und dann noch eine unendliche große Welt in der wir leben. Dafür gibt es einen Grund. Ein Atheist sagt doch quasi : nö ! gibt keinen Grund. Das ist aber nicht mal ansatzweise logisch oder wissenschaftlich. Logik und Wissenschaft basieren auf Kausalität. Aber an diesem Punkt ist das plötzlich aufgehoben?
Ich verstehe schon, dass sich bei Gott dasselbe Problem stellt. Nämlich worin dann der Grund für Gott selbst besteht. Das Problem ist nicht lösbar oder? Aber eben deshalb für mich ein Grund zu glauben, weil es über das hinausgeht was wir verstehen können. Das ist doch aber eben wie man Gott definiert: größer als alles, was wir zu begreifen im Stande sind und, dass sich bei der Frage nach dem Warum eben etwas auftut, das nicht verstanden werden kann, ist dann eben doch Tatsache. Lächerlich wirds dann nur wieder, wenn Menschen ganz zweifelsfrei behaupten : Gott ist so, Gott will dies, blabla.


Ich zweifle, aber ich tendiere dazu an meine Zeichen zu glauben und ich denke die Harfe, also so eine christliche Symbolik, könnte einfach den Grund gehabt haben, dass es, weil ich in diesem Kulturkreis aufgewachsen bin, leicht von mir zu verstehen war, ganz intuitiv eben. Ja es war ein Klingelton, lächerlich oder? Dann hat mir ein Klingelton genau in dem Moment geantwortet, als ich mich vor meiner Verzweiflung in den Glauben retten wollte. Es hat funktioniert 😉 auch wenn es ein Klingelton war. In diesem Moment hat es mich aus tiefster Trauer gerissen und mir ein breites Grinsen geschenkt. Ich finde, falls das ein Zeichen war, dann war es ziemlich clever arrangiert.

Alles Gute dir auch 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo jack flash,

ich halte Dich nicht für ein kleines und naives Kind und habe das auch nicht geschrieben. Und ich sehe es (ebenso wie Du) nicht gerne, in einen Topf mit wem auch immer geworfen zu werden.

Du siehst unsere schiere Existenz als einen Beweis für Gott an? Und du meinst, weil Wissenschaft und Logik mit Kausalitäten arbeiten, dass jeder wie auch immer hergestellte Zusammenhang an sich eine Begründung ist? Oh, oh, da überspringt aber jemand ganz leicht einige tiefe Gräben. Sorry, aber auf dieser Ebene habe ich schon oft mit dunkel gekleideten Damen und Herren auf Seelenfang diskutiert. Hinter jedem Glauben liegen Absichten und Ängste und es ist nicht an mir, jemandem seinen Glauben abzusprechen. Wenn Dich dieser Klingelton in Deiner dunklen Stunde getröstet hat, dann ist das prima und einfach schön und das Richtige für Dich zum richtigen Moment und ich gönne es Dir von Herzen. Aber dahinter gleich ein Zeichen sehen zu wollen, halte ich für überzogen. (Nein, ich halte nicht Dich für gefährlich.) Und nochmals Nein, ich halte eben nicht alles für abwegig, was nicht experimentell nachgewiesen werden kann, auch in diesem Topf schwimme ich nicht. Aber auf der anderen Seite ist auch nicht alles, was ich nicht verstehen kann automatisch wieder ein mittelalterlicher "Beweis" für die Existenz einer übergeordenten Macht.

Vor vielen Jahren habe ich viel über Gott mit allen möglichen Menschen diskutiert und viel Konzepte und Konstrukte durchdacht, beachtet und beherzigt. Bis zum heutigen Tag erscheint mir die Existenz eines wie auch immer gelagerten Gottes einfach immer unwahrscheinlicher. Und ja, ich habe einige Artikel von Physikern gelesen, die auf Quantenebene vielleicht die Existenz einer Intelligenz nicht mehr ausschließen mögen. Etwas für möglich zu halten und von etwas auszugehen, sind wissenschaftlich völlig unterschiedliche Ausgangspunkte und das solltest Du nicht verwechseln.

Nein, ich halte Deine Gedanken nicht für lächerlich, denn wenn ich das tun würde, hätte ich Dir nicht geschrieben, aber Deine Gedankenführung ist von einer Großzügigkeit, die mich herausgefordert hat. Ich habe den Disput gesucht und keinen Streit oder das Aufeinanderschlagen von Behauptungen. Du hast Dich in einem öffentlichen Forum geäußert und ich habe Dir im Anstand meine Gedanken mitgeteilt. Mal sehen, was daraus wird.

Alles Gute und kluge Gedanken
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann schießt mir ein Gedanke durch den Kopf "Glaube einfach an das, woran du so fest geglaubt hast. Daran, dass alles gut wird, dass Gott existiert und dich liebt, dass du nicht allein bist"
Und dann passierten 2 Dinge gleichzeitig. Ich entschied mich, mich in diesen Gedanken heineinzulegen, eben einfach zu glauben, im selben Moment erklingt in meinem Zimmer die Melodie einer Harfe. Mein ganzer Körper entspannt sich und ein gigantisches Grinsen breitet sich auf meinem Gesicht aus.

Aber das hat nichts daran rütteln können, dass das Timing so perfekt war, dass ich gar nicht anders konnte als das als ein Zeichen, als eine Antwort zu sehen.

Habt ihr sowas schon mal erlebt? JA, habe ich.

Lieber Jack Flash,

Erlebnisse dieser Art sind n.m.M. keine Seltenheit, wie man meinen mag. Sie sind nur kaum glaubhaft, wenn man nicht selbst Ähnliches bereits erlebt hat. Ein wichtiger Punkt solcher Erlebnisse ist n.m.M. - dass sie nicht dem momentanen Genuss dienen, sondern der Startschuß für - ja für was?

Im NT wird ein besonderes Erlebnis geschildert, welches Saulus hatte. Du kennst sein Erlebnis mit Jesus Christus?
(Apostelgeschichte 4).

So kommt es nach meiner Meinung immer darauf an, was wir nach so einem Erlebnis machen. Wenn Dein Leben so weiter geht, wie vor dem Erlebnis, welchen Sinn soll dann das besondere Erlebnis gehabt haben?

LG, Nordrheiner
 
Und damit ist wenigstens eins klarer geworden: "Des Menschen Wille ist sein Himmelreich" und jeder kann alles sehen, wie er es möchte und vermag. Aber das tröstet und beruhigt mich nicht wirklich, irgendwie ...
 
Und damit ist wenigstens eins klarer geworden: "Des Menschen Wille ist sein Himmelreich" und jeder kann alles sehen, wie er es möchte und vermag. Aber das tröstet und beruhigt mich nicht wirklich, irgendwie ...


Das führt zu den Fragen:
1) Was genau beunruhigt Dich?
2) Was würde Dich beruhigen?

LG; Nordrheiner
 
Lieber @NordRheiner,
beunruhigend finde ich immer wieder, wie schnell sich manche Menschen mit allem zufrieden geben, was sich auch nur irgendwie nach einer Begründung anhört. Was alles als "Zeichen" (von wem eigentlich?) verstanden und akzeptiert wird, scheint mir zu allerst davon abzuhängen, ob es in das von mir favorisierte Weltbild passt und meinen eigentlich schon feststehenden Zielen dient. Wenn ich also z.B. durch die Stadt zu einem wichtigen Termin fahre und mehrere Ampeln nacheinander grün werden, so wähne ich mich "unter einem günstigen Stern". Ein Bekannter sagte mir vor Jahren mit einem Glühen im Gesicht, dass er sicher weiß, dass Gott für ihn immer einen Parkplatz bereithält, wohin er auch fährt. Also wird auf die Existenz Gottes anhand der Anzahl der Parklücken geschlossen?! Nun, irgendwie ist das menschlich, aber wenn man diese Haltung weiter denkt, wird man von solchen Zeichen auch von seinen nächsten Schritten abgehalten. OK, im Idealfall verpasse ich meinen Flug, der dann explodiert. Ich wurde beschützt und andere Menschen getötet. Was sollen diese "Anderen" von eben demselben Explosions-Zeichen halten? Gott ist erzürnt und verdammt alle in diesem Flugzeug? Ich finde, dass diese Zeichendeuterei, mit einem Lächeln bedacht und nicht recht ernst genommen, eine nette, gedankliche Spielerei ist. Aber einige meiner Bekannten richten ihre Entscheidungen nicht im Nachhinein, sondern schon im Vorfeld auf alles aus, was ein Zeichen sein könnte. Streikt das Auto, wird der Termin abgesagt, statt eine Alternative zu suchen. Mit aufgeklärtem Denken hat das dann nicht mehr viel zu tun und vom Lesen aus Eingeweiden ist man dann auch nicht mehr so sehr weit weg.

Beruhigen kann mich leider tatsächlich langsam fast nichts mehr, angesichts meiner Erfahrungen mit dem Menschen. Je älter ich werde, um so mehr zweifle ich an der Rationalität und Entscheidungsfähigkeit des Menschen und da nehme ich mich durchaus nicht aus. Ja, ich wäre irgendwie getrösteter, wenn ich über all unserer Irrationalität, unserer Trägheit und mehr oder weniger versteckten Bosheit eine gütige Macht wüßte, die doch manches zum Guten wendet. Aber wenn diese vorhanden ist und den Irrwitz sehen kann, auf den wir als Menschheit zusteuern und wenn diese Welt das Ergebnis seines Wirkens und seiner Güte ist, dann ... nun dann bin ich wieder sehr beunruhigt.

Hoffnung macht mir natürlich immer wieder auch, wie richtige und gütige Entscheidungen wie aus dem Nichts entstehen können, wie wir Menschen es auch immer wieder schaffen, Demut zu üben, über unseren Schatten zu springen. Vor kurzem musste ich mit dem Auto an einer steilen Straße anfahren, hatte es auch noch eilig und prompt quitschten die Reifen und ich kam etwas schneller um die Ecke, aber im Grunde war das auch meine Absicht. Leider stand mein Nachbar mitten auf der Straße und war doch recht verdutzt und wütend, als ich etwa 2 m vor ihm zum Stehen kam. Unter lauten Unmutsbekundungen und Fäusteschwingen trollte er sich nach viel zu langen Sekunden und mir war schlecht, weil ich Angst hatte, dass unser Verhältnis darunter leiden könnte. Gleich nach meiner Rückkehr klingelte ich bei ihm, er war nicht da. Eine Stunde später klingelte das Telefon bei mir und er entschuldigte sich, was mich noch mehr beschämte. Aber ich war hoch erfreut, schilderte ihm meine Situation und wir lachten herzlich miteinander. Das macht mir Hoffnung. Dass genau das immer wieder möglich ist. Und das sind vielleicht auch Zeichen, aber dahinter liegt Absicht und Überlegung und darauf würde ich mich gerne mehr verlassen.

Aber leider begegnen mir wesentlich öfter Menschen, die sich von ihrem gefassten Meinungsbild nicht mehr abbringen lassen und von denen ich mir anhören muss, was sie über mich zu WISSEN glauben und welche Gründe ich oder andere Menschen hätten, ohne mit mir gesprochen zu haben. Ja, manchmal ist unsere Intuition sehr treffsicher und erkennt mehr, als das Gegenüber selbst. Aber das Gegenteil passiert eben so oft. Aber einen Irrtum zuzugeben, ist ja eine Schwäche, jedoch sein Ziel ohne Rücksicht zu verfolgen ist Stärke?! Hier in diesem Forum lese ich immer wieder von Menschen, die von den Entscheidungen anderer überrumpelt und fassungslos sind, wie ein Mensch dieses und jenes entscheiden konnte. Was mir aber die Kehle zuschnürt ist, dass manche Menschen ihre eigene Natur weder sehen, geschweige denn annehmen können. Sie sind fassungslos, wie "krank" und "pervers" immer die anderen sind und sein können und können sich nicht vorstellen, wie schnell sie selbst (die Normalen) "auf die andere Seite" gelangen können, je nach dem wie das Leben manchmal so seine Scherze mit einem treibt. Und daraus folgt eine Mitleidlosigkeit im Umgang miteinander: hier (wo immer das gerade ist) Gottes Gerechte Kinder und dort die Sünder und Philister. Dieser Mangel an Mitgefühl und Anstand und diese Selbstgerechtigkeit erschüttert mich immer tiefer und ich werde immer leiser.

Ich danke Dir sehr für Deine Fragen. Verzeih, es sprudelt aus mir heraus. Ein Mann, zehn Wörterbücher, so war doch der Spruch, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Beruhigen kann mich leider tatsächlich langsam fast nichts mehr, angesichts meiner Erfahrungen mit dem Menschen. Je älter ich werde, um so mehr zweifle ich an der Rationalität und Entscheidungsfähigkeit des Menschen und da nehme ich mich durchaus nicht aus.

Warum diese Unruhe?
Setzt bei dir nicht die Altersmilde ein, das Gefühl, was soll noch passieren.
Diese Zweifel hatte ich schon sehr früh, ein Kampf gegen Windmühlen ( du weißt was Dummheit ist)?
Handlungen, die man als falsch erachtet und die Notwendigkeit, diese vor anderen zu verbergen, sind die Quelle von Schuld und Feindseligkeit.
Wir bewerten uns selbst, anstatt die Lektionen aus unserer Erfahrung zu lernen, und dann projizieren wir das auf andere in der Annahme, daß andere genauso wertend sind.
Wenn jemand etwas tut, von dem er das Gefühl hat, daß es falsch ist, kann er entweder Verantwortung dafür übernehmen, oder er kann sich in dieser Situation ins Recht setzen, rationalisieren, um seine Handlung zu rechtfertigen, so daß er schließlich glaubt, sie war tatsächlich nicht falsch, sondern gerechtfertigt.
Oft geben wir vor, eine Wahrheit zu kennen, die wir nicht kennen können.
Manchmal lügen wir, um nicht unserer essentielleren und höheren Natur zu begegnen.
Die einzige Art, diese ausweglose Situation zu lösen, die ich kenne, ist, das was ist mit unnachgiebiger Ehrlichkeit zu untersuchen.
Ich weiss, wie frustrierend es manchmal ist, wenn man sich der Diskrepanz zwischen dem, was man sein kann und dem was man ist, bewußt ist.
Dann muss man im Leben dieser Realität wirklich mit Gelassenheit begegnen und Verantwortung übernehmen.
 

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