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Wut, wie weiter aushalten?

Wenn man eine offizielle Prüfung für alle möglichen Berufe macht und diese bestanden werden MUSS, um offiziell arbeiten zu dürfen in diesem Bereich, unabhängig davon, ob jemand sich jetzt per Selbststudium, Google-Recherche oder richtigen Studium gemacht hat, da gehe ich noch mit. Dann muss der vermeintlich talentierte Chirurgen-Anwärter, der gegoogelt und an toten Fröschen geübt hat, aber auch alle Leistungen ablegen und sich offiziell und amtlich bestätigen lassen, dass er an Organen rumschnippeln kann und auch weiß, welche Symptome für welche Krankheiten sprechen, was die Werte aussagen und wie man diese Krankheiten oder Verletzungen behandelt. Der muss dann auch genauso kompetent und fachlich fundiert arbeiten und das gleiche Wissen haben, wie die Studienanwärter. Und erst dann bekommt er das Gütesiegel.

Wenn jeder frei Schnauze einfach rumschnippeln und an der Psyche rumdoktoren kann, ohne irgendeine Prüfung abzulegen oder zu beweisen, dass er in der gleichen Liga mitspielen kann, das halte ich pardon für völlig gefährlich und grob fahrlässig.

Und vielleicht würde es dich als Krebspatient oder allgemein schwer kranker Mensch nicht interessieren, wer dich da behandelt, mich allerdings schon sehr. Und wenn sich der Arzt als Idealist entpuppen würde, der per "Selbststudium" und "Recherche" sich jetzt sein Wissen zusammengekleistert hat, ohne dabei jemals eine Prüfung abzulegen, dann würde ich so schnell wie möglich das Weite suchen. Und ich vermute dezent die Mehrheit der Betroffenen würde dann trotz aller Begeisterung und trotz des ganzen Idealismus die Flucht ergreifen und sich lieber in die Hände eines Arztes begeben, der das studiert und Prüfungen abgelegt hat.

Es gibt unzählige Leute, die MEINEN, dass sie irgendwelche Fähigkeiten besitzen oder etwas können und am Ende ist es nichts weiter, als maßlose Selbstüberschätzung und heiße Luft. Nur ist es dann in manchen Bereichen eben verheerend: weil dann der Patient auf dem OP-Tisch stirbt oder der Klient eingebuchtet wird oder tausende Euro in den Wind schießt. Oder weil dann der Trauma-Patient noch mehr einen Knacks weg hat und sich noch schlechter fühlt. Oder der schwer psychisch kranke Mensch gar nicht mehr klar kommt mit den Medikamenten.

Aber unabhängig davon finde ich die Idee immer gut, sich für seine Ideale einzusetzen und nicht immer nur davon zu reden oder zu träumen. Geh in die Politik, versuch was zu bewegen und mach was, das ist immer gut! Versuch macht klug!
 
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Re: Wut, wie weiter aushalten?
Wenn man eine offizielle Prüfung für alle möglichen Berufe macht und diese bestanden werden MUSS, um offiziell arbeiten zu dürfen in diesem Bereich, unabhängig davon, ob jemand sich jetzt per Selbststudium, Google-Recherche oder richtigen Studium gemacht hat, da gehe ich noch mit. Dann muss der vermeintlich talentierte Chirurgen-Anwärter, der gegoogelt und an toten Fröschen geübt hat, aber auch alle Leistungen ablegen und sich offiziell und amtlich bestätigen lassen, dass er an Organen rumschnippeln kann und auch weiß, welche Symptome für welche Krankheiten sprechen, was die Werte aussagen und wie man diese Krankheiten oder Verletzungen behandelt. Der muss dann auch genauso kompetent und fachlich fundiert arbeiten und das gleiche Wissen haben, wie die Studienanwärter. Und erst dann bekommt er das Gütesiegel.

Wenn jeder frei Schnauze einfach rumschnippeln und an der Psyche rumdoktoren kann, ohne irgendeine Prüfung abzulegen oder zu beweisen, dass er in der gleichen Liga mitspielen kann, das halte ich pardon für völlig gefährlich und grob fahrlässig.

Und vielleicht würde es dich als Krebspatient oder allgemein schwer kranker Mensch nicht interessieren, wer dich da behandelt, mich allerdings schon sehr. Und wenn sich der Arzt als Idealist entpuppen würde, der per "Selbststudium" und "Recherche" sich jetzt sein Wissen zusammengekleistert hat, ohne dabei jemals eine Prüfung abzulegen, dann würde ich so schnell wie möglich das Weite suchen. Und ich vermute dezent die Mehrheit der Betroffenen würde dann trotz aller Begeisterung und trotz des ganzen Idealismus die Flucht ergreifen und sich lieber in die Hände eines Arztes begeben, der das studiert und Prüfungen abgelegt hat.

Es gibt unzählige Leute, die MEINEN, dass sie irgendwelche Fähigkeiten besitzen oder etwas können und am Ende ist es nichts weiter, als maßlose Selbstüberschätzung und heiße Luft. Nur ist es dann in manchen Bereichen eben verheerend: weil dann der Patient auf dem OP-Tisch stirbt oder der Klient eingebuchtet wird oder tausende Euro in den Wind schießt. Oder weil dann der Trauma-Patient noch mehr einen Knacks weg hat und sich noch schlechter fühlt. Oder der schwer psychisch kranke Mensch gar nicht mehr klar kommt mit den Medikamenten.

Aber unabhängig davon finde ich die Idee immer gut, sich für seine Ideale einzusetzen und nicht immer nur davon zu reden oder zu träumen. Geh in die Politik, versuch was zu bewegen und mach was, das ist immer gut! Versuch macht klug!

Ja, das mit der Prüfung ist super - am besten auch fuer den Uni-Absolventen regelmäßig bzw. Spätestens beim neuen Job 🙂 - is ja auch ein bisschen nen Unterschied ob ich als Sozialarbeiterin oder Chirurg arbeiten moe hte, oder ;-)
Ein Uni-Abschluss schützt übrigens nicht vor massloser Selbstüberschätzung..
Was Psychotherapie angeht finde ich "was heilt hat recht". In diesem Sinne wäre es wünschenswert wenn der Patient sich die zu ihm passende Therapie bzw. Therapeuten aussuchen dürfte und die Therapie von der Kasse bezahlt werden wuerde. Menschen sind nun mal unterschiedlich und reagieren nicht nur auf Medikamente unterschiedlich sondern auch auf Behandler und Methode 🙂

"Versuch macht gut" - klingt niedlich. In unseren nicht-akademischen Kreisen hiess es einfach immer: "Probieren geht über studieren ;-)

In diesem Sinne wünsche ich eine gute Nacht
 
Ein Uni-Abschluss schützt übrigens nicht vor massloser Selbstüberschätzung..
Was Psychotherapie angeht finde ich "was heilt hat recht". In diesem Sinne wäre es wünschenswert wenn der Patient sich die zu ihm passende Therapie bzw. Therapeuten aussuchen dürfte und die Therapie von der Kasse bezahlt werden wuerde. Menschen sind nun mal unterschiedlich und reagieren nicht nur auf Medikamente unterschiedlich sondern auch auf Behandler und Methode 🙂


Jedem Patienten steht es frei, sich seinen Therapeuten selbst auszusuchen. Seit wann wird eine Therapie nicht von der Kasse gezahlt?

Wer allerdings zu einem Hobbypschologen geht, der weder ein Studium in Psychologie oder Psychiatrie abgeschlossen hat, kann nicht erwarten, dass die Krankenkasse solche Quacksalber bezahlt.
 
Jedem Patienten steht es frei, sich seinen Therapeuten selbst auszusuchen. Seit wann wird eine Therapie nicht von der Kasse gezahlt?

Wer allerdings zu einem Hobbypschologen geht, der weder ein Studium in Psychologie oder Psychiatrie abgeschlossen hat, kann nicht erwarten, dass die Krankenkasse solche Quacksalber bezahlt.

Genau, sind ja auch Kranken Kassen und nicht Gesundheitskassen (bis auf die eine natürlich)...wieso sollten die bezahlen was gesund macht ;-)
Eine Krankenkasse über prüft doch schon jetzt nicht den Erfolg einer therapie. Darum sollte es eigentlichbgehen.
Es gibt auf dem psychotherapeutischen Markt was z.B. Trauma angeht fast nichts ambulantes fuer schwer bzw. mehrfach traumatisierte...das heißt aber nicht dass es nicht Therapien gäbe die zu Erkenntnissen/Empfehlungen zu dem Thema passen und wahrscheinlich helfen würden. Es ist nun mal komplett unlogisch dass so etwas durch reden alleine geheilt/,beseitigt werden koennte. Es geht ja ums fühlen und nicht ums denken...ja, anyway ich denke du kennst dich da ein wenig aus, bist aber sehr voll von Vorurteilen, (," quacksalbern')...das ist auch ein Glaube, kein Wissen, was einem aber erst mal bewusst werden muss ;-)
Jedenfalls sollte es nicht so sein dass Menschen nur Dinge aus dem aktuellen Leistungskatalog der Krankenkassen in Anspruch nehmen koennen und danach "aufgegeben" werden, gerade bei psychisch kranken. Im uebrigen auch oekonomisch nicht sinnvoll, genausowenig wie der Fokus/die Bevorzung der stationären gegenüber den ambulanten Therapien...weist du zufällig wer, welches Gremium da eine Veränderung auf gesetzlicher ebene veranlassen koennte, d.h. wem man quasi ein mehr Bewusstheit in diesem Bereich quasi "schenken" dürfte/sollte?
 
Irgendwo müssen die Krankenkassen aber Maßstäbe setzen. Gerade weil es um Heilung und eine gewisse Verantwortung geht. Sonst könnte ich ja jetzt sagen, dass ich Bock darauf habe, meine schwer traumatisierte Freundin zu therapieren, weil ich da mal ein paar interessante Artikel gelesen habe und das ausprobieren möchte. Und schlimmstenfalls geht es der traumatisierten Freundin dann noch schlechter und die Krankenkasse hat Geld verballert für nichts - für einen abgehobenen, vermeintlichen Therapeuten, der nur geglaubt hat, er hat etwas drauf, der das aber nie fundiert lernen konnte und auch nie dahingehend offiziell geprüft und bestätigt wurde. Der Werdegang eines Therapeuten ist sehr lang und intensiv, bis er selbst arbeiten darf. Das hat schon seine Gründe.
 
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Irgendwo müssen die Krankenkassen aber Maßstäbe setzen. Gerade weil es um Heilung und eine gewisse Verantwortung geht. Sonst könnte ich ja jetzt sagen, dass ich Bock darauf habe, meine schwer traumatisierte Freundin zu therapieren, weil ich da mal ein paar interessante Artikel gelesen habe und das ausprobieren möchte. Und schlimmstenfalls geht es der traumatisierten Freundin dann noch schlechter und die Krankenkasse hat Geld verballert für nichts - für einen abgehobenen, vermeintlichen Therapeuten, der nur geglaubt hat, er hat etwas drauf, der das aber nie fundiert lernen konnte und auch nie dahingehend offiziell geprüft und bestätigt wurde. Der Werdegang eines Therapeuten ist sehr lang und intensiv, bis er selbst arbeiten darf. Das hat schon seine Gründe.

Schlimmstenfalls hätte Deine Freundin ihr leben lang schmerzen, keinen Frieden, nicht mal im Sterben...wäre das nicht das Schlimmste? Wenn einem jede Hoffnung genommen wird - von allein wird eine (komplexe) PTBS nicht besser, im Genteil..
 
Es hat schon seinen Grund, warum man manche Dinge studieren muss und einen Abschluss, also Wissensnachweis erbringen muss.

Dasselbe gilt für Berufsabschlüsse. Auch da machen Abschlussprüfungen schon Sinn.
 
Genau, sind ja auch Kranken Kassen und nicht Gesundheitskassen (bis auf die eine natürlich)...wieso sollten die bezahlen was gesund macht

Weil ihnen sonst Mehrkosten entstehen. Oder irre ich da? Siehe Krankengeld.

Eine Krankenkasse über prüft doch schon jetzt nicht den Erfolg einer therapie.

Stimmt das so pauschal überhaupt? Ich glaube nicht.

Es ist nun mal komplett unlogisch dass so etwas durch reden alleine geheilt/,beseitigt werden koennte. Es geht ja ums fühlen und nicht ums denken...

Ich glaube, es geht um beides. Darüber hinaus können gerade auch durch Gespräche Gefühle angestoßen werden.

Jedenfalls sollte es nicht so sein dass Menschen nur Dinge aus dem aktuellen Leistungskatalog der Krankenkassen in Anspruch nehmen koennen und danach "aufgegeben" werden, gerade bei psychisch kranken.

Ich sehe das ähnlich wie Findefuchs. Irgendwo muss ja ein Schnitt gemacht werden. Alles zu bezahlen macht für die Krankenkassen ja widerum auch keinen Sinn. Eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Oder wie würdest du das handhaben? Irgendjemand muss eine Therapie halt bezahlen.
Und wie genau meinst du das, mit "aufgegeben werden"?
 
Es hat schon seinen Grund, warum man manche Dinge studieren muss und einen Abschluss, also Wissensnachweis erbringen muss.

Dasselbe gilt für Berufsabschlüsse. Auch da machen Abschlussprüfungen schon Sinn.

Dann würdest Du wenn Dir jemand morgen einen aktuellen Pruefungsfragebogen Deines Berufs hinhielte sicher bestehen, oder?
Wie gesagt, es hat einen Grund, ja und Prüfung: wieso nicht u. Zwar regelmaessig fuer Berufe in denen es um Menschenleben geht...
 
Gehts hier wirklich darum, warum man einen Beruf erlernen muss um manches tun zu dürfen?

Ich glaube es ja nicht, und deshalb noch Wut haben?!

Ist das ein Witz?
 

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