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Wut, wie weiter aushalten?

Ich sehe das bei Dir ganz anders als Deine Mutter. Und dass Du resistent bist gegen Meinungen anderer. Du hast eine vorgefestigte Meinung, von der Du Dich ganz und gar nicht abbringen lassen, geschweige denn Argumente austauschen oder anerkennen oder annehmen willst.
Gesundheit und Glückssache ... na ja, wenn Du das so bezeichnest.
Dann wird Dir nicht viel übrig bleiben, als diese - Deine - Wut weiter auszuhalten ... Das find ich schon Kaese. Denn damit nimmt man sich sehr viel selbst vom Leben.
 
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Re: Wut, wie weiter aushalten?
Hallo kaesekuchen,

lang ist's her... doch freue ich mich sehr von Dir zu lesen. Was ich allerdings lese, erfüllt mich weniger mit Freude. Zudem ging ich nach Deinem langen Schweigen davon aus, daß es Dir besser geht und Du keine Hilfe weiter brauchst.

Du schreibst von Ungerechtigkeit, davon bei einer Bewerbung benachteiligt worden zu sein. Eine Bewerbung ist eine Art Verkaufsgespräch. Man will seine Arbeitskraft bestmöglich verkaufen. Und dazu steht man vor dem Problem, den potentiellen Chef davon zu überzeugen, daß er für den avisierten Preis (Lohn) nichts besseres bekommen kann.

Nun ist es so, daß unsere eigene Sicht auf uns manchmal deutlich abweicht von der Sicht anderer auf uns. Das liegt zum Einen daran, daß wir selbst uns mit unseren Schwächen und Stärken am besten kennen, zum Anderen wohl teilweise auch an Selbstüberschätzung/-überhöhung (nicht böse gemeint) oder auch dem Gegenteil, der Selbstkasteiung in Form von Machtlosigkeit und schwindendem Selbstwertgefühl. Dazu kommen dann noch Kommunikationsschwierigkeiten das Gegenüber von der eigenen Qualität zu überzeugen, weil man eben nicht weiß, welche "Knöpfe" man beim Gegenüber "drücken" muß.

Du schreibst von hoher Intelligenz, der fiktiven Möglichkeit eines Studiums und einem quasi göttlichen Auftrag zum Wohle der Menschheit. Wenn ich diese drei Eigenschaften synthetisiere, dann kann ich Deine Wut nur als eine Wut auf Dich selbst deuten. Mit diesen drei Eigenschaften Intelligenz, Wissen und dem göttlichen Auftrag solltest Du in der Lage sein, Deine Wut entsprechend Deines gefühlten Auftrags produktiv umzuwandeln. Du mußt "nur" den gangbaren Weg dahin finden, sei es soziales Engagement, eine Selbständigkeit, ein Studium oder der "Quereinstieg" in einen entsprechenden Beruf.

Wichtig dabei ist aber nicht im Grübeln und in der Wut über das Elend in der Welt zu verharren sondern reelle Pläne zu schmieden, die Dich aus diesem Dilemma führen könnten. Das dürfen auch sehr unterschiedliche, sich sogar widersprechende Pläne sein. Beginne z. B. mit so einer Art "brain storming". Dir werden die auf den ersten Blick absurdesten Ideen durch den Kopf schießen. Notiere sie alle. Nach und nach wird sich das Wirrwarr lichten und Du wirst schließlich erkennen, in welchem Deiner Pläne Du Dich am stärksten wiederfindest. Und wenn Du Dir Deiner sicher bist, dann beginne den Weg, den der Plan Dir vorzeichnet.

Du schreibst außerdem von (chronischen) Krankheiten. So wie ich das herauslese, bist Du selbst betroffen. Stimme Deinen Plan also auch auf das gesundheitlich leistbare ab. Daneben solltest Du soweit möglich weiter eine Behandlung fortführen, welche zumindest Deinen Leidensdruck mindert. Evtl. stehen Dir auch charitative Hilfen zur Verfügung. Nutze sie ohne Groll auf die Menschen, welche Dir helfen - aus Eigennutz (zum Geld verdienen) und weil sie etwas leisten können, was Dir aus gesundheitlichen Gründen verwehrt bleibt.

So wie Du glaubst bisher vom System ausgenutzt und benachteiligt worden zu sein, nutze das System für Dich aus. Warte nicht, ob das Leben Dir gnädig hinwirft, was Du erhoffst. Nimm' Dir vom Leben, worauf Du glaubst Anspruch erheben zu dürfen.

Viele Grüße
 
Ich sehe das bei Dir ganz anders als Deine Mutter. Und dass Du resistent bist gegen Meinungen anderer. Du hast eine vorgefestigte Meinung, von der Du Dich ganz und gar nicht abbringen lassen, geschweige denn Argumente austauschen oder anerkennen oder annehmen willst.
Gesundheit und Glückssache ... na ja, wenn Du das so bezeichnest.
Dann wird Dir nicht viel übrig bleiben, als diese - Deine - Wut weiter auszuhalten ... Das find ich schon Kaese. Denn damit nimmt man sich sehr viel selbst vom Leben.

Gesundheit ist sicher Glueckssache - man kann natürlich auch Schicksal sagen - ach ja, Sache des Geldes ist es natürlich auch gelegentlich..
Ich erwähnte ja glaube ich schon dass Krankheit arm macht und Armut krank.

Was siehst Du anders als meine Mutter? Meinst Du dass ich dumm bin oder findest Du es einen Segen etwas geben/nutzen zu wollen es aber nicht zu duerfen?

Wut, Verzweiflung und Schmerzen sind nicht "Käse" sondern quasi "die Hölle" und schmerzen umso mehr weil Menschen die es aendern könnten kein Interesse daran haben es auch zu tun.
 
Hallo kaesekuchen,

lang ist's her... doch freue ich mich sehr von Dir zu lesen. Was ich allerdings lese, erfüllt mich weniger mit Freude. Zudem ging ich nach Deinem langen Schweigen davon aus, daß es Dir besser geht und Du keine Hilfe weiter brauchst.

Du schreibst von Ungerechtigkeit, davon bei einer Bewerbung benachteiligt worden zu sein. Eine Bewerbung ist eine Art Verkaufsgespräch. Man will seine Arbeitskraft bestmöglich verkaufen. Und dazu steht man vor dem Problem, den potentiellen Chef davon zu überzeugen, daß er für den avisierten Preis (Lohn) nichts besseres bekommen kann.

Nun ist es so, daß unsere eigene Sicht auf uns manchmal deutlich abweicht von der Sicht anderer auf uns. Das liegt zum Einen daran, daß wir selbst uns mit unseren Schwächen und Stärken am besten kennen, zum Anderen wohl teilweise auch an Selbstüberschätzung/-überhöhung (nicht böse gemeint) oder auch dem Gegenteil, der Selbstkasteiung in Form von Machtlosigkeit und schwindendem Selbstwertgefühl. Dazu kommen dann noch Kommunikationsschwierigkeiten das Gegenüber von der eigenen Qualität zu überzeugen, weil man eben nicht weiß, welche "Knöpfe" man beim Gegenüber "drücken" muß.

Du schreibst von hoher Intelligenz, der fiktiven Möglichkeit eines Studiums und einem quasi göttlichen Auftrag zum Wohle der Menschheit. Wenn ich diese drei Eigenschaften synthetisiere, dann kann ich Deine Wut nur als eine Wut auf Dich selbst deuten. Mit diesen drei Eigenschaften Intelligenz, Wissen und dem göttlichen Auftrag solltest Du in der Lage sein, Deine Wut entsprechend Deines gefühlten Auftrags produktiv umzuwandeln. Du mußt "nur" den gangbaren Weg dahin finden, sei es soziales Engagement, eine Selbständigkeit, ein Studium oder der "Quereinstieg" in einen entsprechenden Beruf.

Wichtig dabei ist aber nicht im Grübeln und in der Wut über das Elend in der Welt zu verharren sondern reelle Pläne zu schmieden, die Dich aus diesem Dilemma führen könnten. Das dürfen auch sehr unterschiedliche, sich sogar widersprechende Pläne sein. Beginne z. B. mit so einer Art "brain storming". Dir werden die auf den ersten Blick absurdesten Ideen durch den Kopf schießen. Notiere sie alle. Nach und nach wird sich das Wirrwarr lichten und Du wirst schließlich erkennen, in welchem Deiner Pläne Du Dich am stärksten wiederfindest. Und wenn Du Dir Deiner sicher bist, dann beginne den Weg, den der Plan Dir vorzeichnet.

Du schreibst außerdem von (chronischen) Krankheiten. So wie ich das herauslese, bist Du selbst betroffen. Stimme Deinen Plan also auch auf das gesundheitlich leistbare ab. Daneben solltest Du soweit möglich weiter eine Behandlung fortführen, welche zumindest Deinen Leidensdruck mindert. Evtl. stehen Dir auch charitative Hilfen zur Verfügung. Nutze sie ohne Groll auf die Menschen, welche Dir helfen - aus Eigennutz (zum Geld verdienen) und weil sie etwas leisten können, was Dir aus gesundheitlichen Gründen verwehrt bleibt.

So wie Du glaubst bisher vom System ausgenutzt und benachteiligt worden zu sein, nutze das System für Dich aus. Warte nicht, ob das Leben Dir gnädig hinwirft, was Du erhoffst. Nimm' Dir vom Leben, worauf Du glaubst Anspruch erheben zu dürfen.

Viele Grüße

Liebes Einhorn,

das Leben soll mir gar nichts hinwerfen - höchstens Menschen die mir eine Chance geben.
Mir bleibt beruflich nichts aus gesundheitlichen Gründen verwehrt sondern aus systemischen, politischen quasi bzw. weil Menschen sich auf Belege verlassen statt auf Ihr Gefühl. Eine Vertrauenslosigkwit zu sich selber und natürlich erst recht zu anderen.
Ich habe mich übrigens nicht auf diese Stelle beworben da als einziges muss- Kriterium ein Soz.paed.Studium (Abschluss) vorgegeben ist. Ich finde das genauso diskriminierend wie wenn ich aufgrund meines Geschlechts von der Bewerbung ausgeschlossen werden wuerde. Fuer mich sagt in der Tat ein Uni-Zeugnis (das ja durchaus auch schon 30Jahre alt sein kann, wieviel wissen da wohl noch vorhanden ist bei dem/der stolzen Absolventin/Absolventen) nicht viel über die Befähigung zu diesem Job aus. Aber ich darf auch hier - wie fast immer - nicht entscheiden.
Zum göttlichen Auftrag wie Du es nennst: es gehört zu meinem Glauben dass jeder Mensch einen Sinn hat bzw. Mehrere kleine..na ja, manchmal besteht der Sinn auch darin einfach nur auf ungute, zu veraendernde Dinge hinzuweisen - wie z.B. bei Björn Steiger damals..
Sollte das in meinem Fall auch so sein kann ich nur hoffen dass mich doch bald jemand erschlägt oder ich von der Treppe falle wie sich jemand mal wünschte und ggfs. Gerne nachgeholfen hätte..
Ich nutze seit Jahrzehnten was mir angeboten wird, blöd nur wenn nicht angeboten wird was einem nutzen wuerde.
Aber wahrscheinlich bin ich - wie so viele andere Menschen auch mit chronischen Krankheiten/Schmerzen selber Schuld wenn quasi nix aus dem Leistungskatalog hilft..blöd ausgesucht bzw. Die bei denen Medikamente, angebotene Therapien helfen haben sich das natürlich verdient...(Ironie off)
Ach ja, das System nutze ich schon (aus), gezwungenermassen wie so viele in diesem Land die keine alternative Möglichkeit zum überlebenden geschweige denn leben bekommen..
 
Was tust Du um Deine Ausgangssituation zu ändern?

Meine Ausgangssituation? Wie soll ich die aendern? Ich schreib Politikern aber bis sich da was aendert werde ich wohl nicht mehr von profitieren...
Ansonsten Versuch ich eigenwillig wie ich bin alles weiter auszuhalten bis ich wenigstens einen humanen Tod von dieser unmenschlichen Politik bekomme...sorry, aber so isses nun mal...
 
Was hälst du denn von ehrenamtlicher Tätigkeit in dem Bereich, in dem du kompetent bist?

Das mache ich doch schon/gerade...ich erlaube mir trotz Anfeindungen das zu machen bevor ich in Rente gehe (da ich genau wie jeder andere nicht weiss ob ich die jemals erleben werde)....neben meinem Freiwilligendienst engagierte ich mich auch noch bei anderen mir bietenden Gelegenheiten soweit ich es kann - das mache ich eigentlich schon seit Jahren so - da ich aber keinen "Ernährer" hab muss ich auch Dinge tun um Geld zu verdienen bzw. Mich von Behörden u.a. schikanieren lassen..letztendlich muss ich Dinge machen die es mich immer "ungesuender" machen...na ja, kein Geld fuer essen bzw. Nen Dach über Kopf fördern auch nicht gerade die Gesundheit ;-)
 
Liebe kaesekuchen,

erstmal Danke, zumindest Deine Antwort auf mich klingt gar nicht mehr so wütend.

Was ich Dir zu den Auswahlkriterien von Personalbüromitarbeitern/Chefs anfügen möchte: natürlich verstehe ich, wenn Du selbst Dich als für diese Stelle perfekt geeignet ansiehst. So ähnlich schrieb ich das bereits. Doch wirst Du sicher auch verstehen, daß sich unser System - eben in persönlicher Unkenntnis der meisten Zeitgenossen - ein Regelwerk gegeben hat, das für "Personaler" als Entscheidungshilfe dient und zumindest eine grobe Vergleichbarkeit persönlicher Fähigkeiten eben durch Zeugnisse, Abschlüsse udgl. herstellt. Es ist somit auch nicht als persönlicher Angriff oder als Diskriminierung zu betrachten, wenn man Dich wegen eines fehlenden entsprechenden Papiers ablehnt bzw. vorselektiert und damit "ausschließt".
Hinzu kommt bei Dir noch, daß Du die Chance auf ein Studium wohl selbst vergeben hast, wenn ich den Text richtig deute. Anschließend den Fehler im System zu suchen halte ich zumindest für ungerecht.
Zudem: auch wenn so ein Abschluß Jahrzehnte her ist, sollte doch - Praxis (also Anwendung des erlernten Wissens) vorausgesetzt - vom Lehrstoff so viel hängen geblieben sein, daß es für eine Einstellung reicht.

Kleines Beispiel eines unverstandenen Scheiterns: meine Partnerin sagt bei jeder Gelegenheit, sie könne Auto fahren. Kann sie vlt. wirklich, das will ich gar nicht bezweifeln. Nur sie darf nicht, weil der entsprechende Abschluß (Führerschein) fehlt. Auch sie bringt dafür - allerdings krankheitsbedingt - kaum Verständnis auf.

Auf Misstände hinzuweisen ist zunächst mal nicht falsch. Die Frage ist immer die Form. Auch ich wurde bereits systemkritisch aktiv. Die Erkenntnis der Machtlosigkeit angesichts weniger intelligenter dafür aber umso mächtigerer Entscheider befreite mich jedoch schnell von meinem Ansinnen Verbesserungen einzubringen. Laß es laufen, wie es läuft. Das System läuft sich von ganz allein tot, davon bin ich überzeugt. Es ist nur eine Frage der Zeit. Leider besitze ich so viel Überblick um zu wissen, daß das "Erwachen" für alle ganz bitter wird - auch für jene, welche sich heute noch auf der "sicheren Seite" wähnen. Und es betrübt mich, Dir dahingehend nicht positiver antworten zu können. Doch ist es müßig, darüber zu grübeln oder wütend darauf zu sein.

Sicher kennst Du dieses Gebet:

"Lieber Gott,

gib mir die Kraft Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag;
die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht zu ändern vermag -
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Was Deine Erkrankung betrifft - es klingt fast nach einem persönlich motiviertem Feldzug gegen Dich. So wie Du es ausdrückst, will man Dir nicht helfen, obwohl bzw. wenngleich es möglich wäre. Medizin ist jetzt nicht unbedingt mein Gebiet und gerade dort gibt es wissenschaftlich betrachtet auch viele Unsicherheiten und Ungenauigkeiten. Das bringt die Sparte mit sich und damit müssen alle Mediziner leben. Aber es muß doch möglich sein, bei bekannter Diagnose und einer dazu passenden, bekannten Therapie einen Arzt zu finden, der diese Therapie dann auch anwendet/verordnet. So ganz steige ich da noch nicht durch, warum das ausgerechnet bei Dir unmöglich sein soll.

Viele Grüße

PS.: mindestens für Obdach und die Grundversorgung muß doch ein Amt aufkommen (Sozialamt, jobcenter). Der Kontakt mit den Mitarbeitern ist oft nicht angenehm, doch es ist Dein Recht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe kaesekuchen,

erstmal Danke, zumindest Deine Antwort auf mich klingt gar nicht mehr so wütend.

Was ich Dir zu den Auswahlkriterien von Personalbüromitarbeitern/Chefs anfügen möchte: natürlich verstehe ich, wenn Du selbst Dich als für diese Stelle perfekt geeignet ansiehst. So ähnlich schrieb ich das bereits. Doch wirst Du sicher auch verstehen, daß sich unser System - eben in persönlicher Unkenntnis der meisten Zeitgenossen - ein Regelwerk gegeben hat, das für "Personaler" als Entscheidungshilfe dient und zumindest eine grobe Vergleichbarkeit persönlicher Fähigkeiten eben durch Zeugnisse, Abschlüsse udgl. herstellt. Es ist somit auch nicht als persönlicher Angriff oder als Diskriminierung zu betrachten, wenn man Dich wegen eines fehlenden entsprechenden Papiers ablehnt bzw. vorselektiert und damit "ausschließt".
Hinzu kommt bei Dir noch, daß Du die Chance auf ein Studium wohl selbst vergeben hast, wenn ich den Text richtig deute. Anschließend den Fehler im System zu suchen halte ich zumindest für ungerecht.
Zudem: auch wenn so ein Abschluß Jahrzehnte her ist, sollte doch - Praxis (also Anwendung des erlernten Wissens) vorausgesetzt - vom Lehrstoff so viel hängen geblieben sein, daß es für eine Einstellung reicht.

Kleines Beispiel eines unverstandenen Scheiterns: meine Partnerin sagt bei jeder Gelegenheit, sie könne Auto fahren. Kann sie vlt. wirklich, das will ich gar nicht bezweifeln. Nur sie darf nicht, weil der entsprechende Abschluß (Führerschein) fehlt. Auch sie bringt dafür - allerdings krankheitsbedingt - kaum Verständnis auf.

Auf Misstände hinzuweisen ist zunächst mal nicht falsch. Die Frage ist immer die Form. Auch ich wurde bereits systemkritisch aktiv. Die Erkenntnis der Machtlosigkeit angesichts weniger intelligenter dafür aber umso mächtigerer Entscheider befreite mich jedoch schnell von meinem Ansinnen Verbesserungen einzubringen. Laß es laufen, wie es läuft. Das System läuft sich von ganz allein tot, davon bin ich überzeugt. Es ist nur eine Frage der Zeit. Leider besitze ich so viel Überblick um zu wissen, daß das "Erwachen" für alle ganz bitter wird - auch für jene, welche sich heute noch auf der "sicheren Seite" wähnen. Und es betrübt mich, Dir dahingehend nicht positiver antworten zu können. Doch ist es müßig, darüber zu grübeln oder wütend darauf zu sein.

Sicher kennst Du dieses Gebet:

"Lieber Gott,

gib mir die Kraft Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag;
die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht zu ändern vermag -
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Was Deine Erkrankung betrifft - es klingt fast nach einem persönlich motiviertem Feldzug gegen Dich. So wie Du es ausdrückst, will man Dir nicht helfen, obwohl bzw. wenngleich es möglich wäre. Medizin ist jetzt nicht unbedingt mein Gebiet und gerade dort gibt es wissenschaftlich betrachtet auch viele Unsicherheiten und Ungenauigkeiten. Das bringt die Sparte mit sich und damit müssen alle Mediziner leben. Aber es muß doch möglich sein, bei bekannter Diagnose und einer dazu passenden, bekannten Therapie einen Arzt zu finden, der diese Therapie dann auch anwendet/verordnet. So ganz steige ich da noch nicht durch, warum das ausgerechnet bei Dir unmöglich sein soll.

Viele Grüße

Nein, natürlich ist es kein Angriff auf mich persönlich wenn künstliche Hürden vor langer Zeit geschaffen wurden..mich kennt die ausschreibende stelle ja auch nicht, also kann ich nicht von etwas "persönlichem" ausgehen..und Gelegenheit zum vorstellen bekommen sie gesagt nur die mit diesem Beleg - von Berufserfahrung stand in dieser Stellenausschreibung des oeffentlichen Dienstes übrigens nichts..das wäre ja noch einleuchtend gewesen...
Ich sehe im Gegensatz zu deiner Partnerin ein, dass ich mich um manche stellen nicht bewerben darf - ich nehme allerdings an dass deine Partnerin auch tatsächlich nicht Autofahren kann sowie ich z B. nicht Motorrad fahren kann...selbst wenn mir jemand nen Führerschein dafür schenken wuerde (irgendwas geht glaub ich mit dem autofuehrerschein auch) wuerde ich es nicht machen weil ich weiss dass ich es nicht kann..und mit Anhänger dürfte ich glaub ich auch fahren - mache ich aber nicht weil ichs meiner Meinung nach nicht kann..ich lasse meine Finger sogar von sylvesterfeuerwerkszeugs dass es freiverkaeuflich gibt weil ich Angst hätte mich oder jemand anders durch ne Fehlbedienung in Gefahr zu bringen..kaufen und benützen dürfte ich den kram aber locker aufgrund meines alters..
Was Ärzte und Therapien angeht: nicht alles was als gut und hilfreich bekannt ist wird auch von unserem Gesundheitssystem anerkannt und damit angeboten bzw. Bezahlt. Und Ärzte und Therapeuten sind i.d.R. nicht die Wohlfahrt - genausowenig wie z.B. rechtsanwaelte... Unser Gesundheitssystem bietet oft etwas fuer Massenphänomen, seltene Erkrankungen bzw. Alternativbehandlungen wenn der standard bloederweise bei jemand nix bringt sind nicht vorgesehen. "Tragische Einzelschicksale" nennt man das wohl, die haben keine Lobby.
Zu dem Gebet: ich bin zugegebenermaßen kein tibetischer Mönch und ruhe nicht so dermaßen in mir dass angesichts von schmerzen und Todesangst ich freundlich und Wohlgemuth umhertraellernd ich mein leben Genüssen koennen wuerde..ich bin eben ein ganz normaler Mensch der leben möchte...
 

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