bird on the wire
Aktives Mitglied
Ich habe bereits zwei Sabbatjahre gemacht. Dazu bin ich 6 Jahre auf 2/3 Teilzeit gewechselt. Habe davon 4 Jahre voll gearbeitet, somit Stunden angespart und dadurch 2 x 1 Jahr freinehmen können.
Ein Jahr bin ich mit dem Wohnmobil durch Europa gereist. Das andere Mal war während der Anfangszeit Corona, wo reisen schwierig war, da hab ich stattdessen ein Haus gekauft, renoviert und mich dort eingelebt.
Nach den Sabbatjahren habe ich zunächst wieder Vollzeit gearbeitet und seit einigen Jahren arbeite ich wieder Teilzeit allerdings nicht um Zeit für ein weiteres Sabbatjahr anzusparen, sondern habe die wöchentliche Arbeitszeit auf 4 Tage die Woche reduziert.
Ja, ich habe auf sehr viel Gehalt verzichtet, aber wenn man einigermaßen finanziell abgesichert ist, für den Ruhestand ausreichend privat vorgesorgt hat, genug Einkommen für sein tägliches Leben hat, dann macht es für mich keinen Sinn, mehr zu arbeiten, um mehr zu verdienen. Warum sollte ich für Geld arbeiten, daß ich nicht benötige?
Wenn man jetzt in der Arbeit nicht seine Berufung sieht, sondern es einfach nur eine Tätigkeit ist, die zwar auch Freude macht, aber in erster Linie dem Lebensunterhalt dient, warum sollte man dann mehr Gehalt anstreben als man zum Lebensunterhalt benötigt?
Für mich hat sich das so bewährt. Die Erfahrung, ein Jahr zu reisen war ungeheuer. Die Chance Hausrenovierung, Umzug, Einleben und eine Fortbildung nicht neben Vollzeitarbeit stemmen zu müssen, war ebenfalls für mich gut.
Und zuletzt die 4-Tage-Woche ist ein riesiger Gewinn an Lebensqualität für mich. Das nimmt mir soviel Druck. Gerade auch im Hinblick auf die Unterstützung meiner 90jährigen Mutter.
Ich wünsche Dir lieber Tobi eine wunderbare Reise. Genieße das Gefühl Zeit zu haben. Und dann kannst Du ja schauen, was für Dich passt.
Deine Befürchtungen, daß sich sowas nur im Büro und nicht in der Produktion umsetzen lässt, teile ich nicht. Dahinter steht das Vorurteil, im Büro falle es halt nicht so ins Gewicht, wenn jemand länger nicht da ist, während in der Produktion der ganze Betrieb stillsteht. Nein, in beiden Fällen muß der Personalausfall aufgefangen werden. Aber gerade Sabbatjahre bzw. Teilzeit sind für den Betrieb, gerade für größere Konzerne planbar. Im Gegensatz z.B. zu plötzlicher längerer Krankheit.
Ich habe übrigens nach meinen Sabbatjahren nicht mehr meine alten Stellen zurückbekommen. Um meinen Ausfall aufzufangen waren jeweils Mitarbeiter auf 1 Jahr befristet eingestellt worden, die so gut waren, daß der Betrieb sie übernommen hat und ich jedes Mal eine andere Stelle, die bei meiner Rückkehr frei bzw. neu geschaffen wurde bekam. Auch meine Vorgesetztenposition hat eine meiner Mitarbeiterinnen bekommen.
Trotzdem hat es sich auch für mich beruflich gelohnt. Am Ende bin ich auf der Stelle, die ich nach dem 2. Sabbatjahr bekam einige Zeit später sogar noch befördert worden, was auf der alten Stelle kaum möglich gewesen wäre.
Es läuft sicher nicht immer so positiv, aber es muß eben auch nicht unbedingt negative Konsequenzen haben, wenn man sich für eine längere Auszeit entscheidet.
Ein Jahr bin ich mit dem Wohnmobil durch Europa gereist. Das andere Mal war während der Anfangszeit Corona, wo reisen schwierig war, da hab ich stattdessen ein Haus gekauft, renoviert und mich dort eingelebt.
Nach den Sabbatjahren habe ich zunächst wieder Vollzeit gearbeitet und seit einigen Jahren arbeite ich wieder Teilzeit allerdings nicht um Zeit für ein weiteres Sabbatjahr anzusparen, sondern habe die wöchentliche Arbeitszeit auf 4 Tage die Woche reduziert.
Ja, ich habe auf sehr viel Gehalt verzichtet, aber wenn man einigermaßen finanziell abgesichert ist, für den Ruhestand ausreichend privat vorgesorgt hat, genug Einkommen für sein tägliches Leben hat, dann macht es für mich keinen Sinn, mehr zu arbeiten, um mehr zu verdienen. Warum sollte ich für Geld arbeiten, daß ich nicht benötige?
Wenn man jetzt in der Arbeit nicht seine Berufung sieht, sondern es einfach nur eine Tätigkeit ist, die zwar auch Freude macht, aber in erster Linie dem Lebensunterhalt dient, warum sollte man dann mehr Gehalt anstreben als man zum Lebensunterhalt benötigt?
Für mich hat sich das so bewährt. Die Erfahrung, ein Jahr zu reisen war ungeheuer. Die Chance Hausrenovierung, Umzug, Einleben und eine Fortbildung nicht neben Vollzeitarbeit stemmen zu müssen, war ebenfalls für mich gut.
Und zuletzt die 4-Tage-Woche ist ein riesiger Gewinn an Lebensqualität für mich. Das nimmt mir soviel Druck. Gerade auch im Hinblick auf die Unterstützung meiner 90jährigen Mutter.
Ich wünsche Dir lieber Tobi eine wunderbare Reise. Genieße das Gefühl Zeit zu haben. Und dann kannst Du ja schauen, was für Dich passt.
Deine Befürchtungen, daß sich sowas nur im Büro und nicht in der Produktion umsetzen lässt, teile ich nicht. Dahinter steht das Vorurteil, im Büro falle es halt nicht so ins Gewicht, wenn jemand länger nicht da ist, während in der Produktion der ganze Betrieb stillsteht. Nein, in beiden Fällen muß der Personalausfall aufgefangen werden. Aber gerade Sabbatjahre bzw. Teilzeit sind für den Betrieb, gerade für größere Konzerne planbar. Im Gegensatz z.B. zu plötzlicher längerer Krankheit.
Ich habe übrigens nach meinen Sabbatjahren nicht mehr meine alten Stellen zurückbekommen. Um meinen Ausfall aufzufangen waren jeweils Mitarbeiter auf 1 Jahr befristet eingestellt worden, die so gut waren, daß der Betrieb sie übernommen hat und ich jedes Mal eine andere Stelle, die bei meiner Rückkehr frei bzw. neu geschaffen wurde bekam. Auch meine Vorgesetztenposition hat eine meiner Mitarbeiterinnen bekommen.
Trotzdem hat es sich auch für mich beruflich gelohnt. Am Ende bin ich auf der Stelle, die ich nach dem 2. Sabbatjahr bekam einige Zeit später sogar noch befördert worden, was auf der alten Stelle kaum möglich gewesen wäre.
Es läuft sicher nicht immer so positiv, aber es muß eben auch nicht unbedingt negative Konsequenzen haben, wenn man sich für eine längere Auszeit entscheidet.